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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus-Ticker: Kirchengemeinde Schortens sagt Präsenz-Gottesdienste ab

03.12.2020

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland insgesamt bis dato 1.554.920 (+ 24.740 zum Vortag) Infektionen und 27.968 Todesfälle. (Stand: 23. Dezember, 0.00 Uhr).

Wilhelmshaven:

Akute Coronafälle: 239 (+17 nachgewiesene Infektionen im Vergleich zum Vortag)

Gesamtzahl: 544 (verstorben: 16)

Inzidenzwert: 119,6

(Stand: 23. Dezember, 9.00 Uhr)

Landkreis Friesland:

Akute Coronafälle: 119 (+ 15)

Gesamtzahl: 608 (genesen: 573, verstorben: 16)

Inzidenzwert: 80,0

(Stand: 22. Dezember, 15.37 Uhr)

Landkreis Wittmund:

Akute Coronafälle: 32 Personen (+ 6)

Gesamtzahl: 394 (genesen: 356 Personen, verstorben: 6)

Inzidenzwert: 42,2

(Stand: 22. Dezember, 11.55 Uhr)

Landkreis Aurich:

Akute Coronafälle: 107 Personen (+ 1)

Gesamtzahl: 1.343 (genesen: 1216, verstorben: 20)

Inzidenzwert: 62,2

(Stand: 22. Dezember, 12.15 Uhr)

+++ Ticker von Mittwoch, 23. Dezember +++

Evangelische Kirchengemeinde Schortens sagt Präsenz-Gottesdienste ab

Der Gemeindekirchenrat der Ev.-luth. Kirchengemeinde Schortens hat heute (23.12.2020) entschieden, bis einschließlich zum 10. Januar 2021 keine Präsenzgottesdienste zu feiern. Dass daher auch die Gottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen ausfallen, schmerze sehr, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es wird alternative Angebote geben, die auf der Internetseite der Kirchengemeinde unter www.ev-kirche-schortens.de abrufbar sind: 24.12.2020 Videoandacht mit Krippenspiel / 01.01.2021 Video-Neujahrsandacht mit Posaunenchor, Wort zur Jahreslosung, Grußwort der Stadt Schortens und plattdeutschem Beitrag / 10.01.2021 Videoandacht zum Sonntag.

Corona-Tests für Lkw-Fahrer in England beginnen

In Südostengland haben die britischen Behörden mit Corona-Tests für die Tausenden wartenden Lastwagenfahrer begonnen. Derzeit würden mehr als 5000 Fahrzeuge in der Grafschaft Kent auf die Ausreise nach Frankreich warten, teilte das Verkehrsministerium in London am Mittwoch mit. Der Spediteursverband geht von bis zu 10 000 Fahrzeugen aus.

Stand Mittwochmorgen hätten etwa 3800 Lastwagen auf dem stillgelegten Flughafen Manston geparkt, hieß es vom Verkehrsministerium. Dort soll das größte Testzentrum entstehen. Mehr als 1240 weitere Fahrzeuge wurden demnach auf den Autobahnen Richtung Ärmelkanal abgestellt. Neuankömmlinge müssten ebenfalls auf den Fahrbahnen parken, da der Platz in Manston nun für die Tests benötigt werde.

Das Ministerium rief Lkw-Fahrer auf, weiterhin nicht nach Kent zu kommen. Nach Einschätzung von Regierung und Verbänden wird es Tage dauern, den Rückstau wegen der tagelangen Schließung der französischen Grenze aufzulösen.

Politiker und Kirchen diskutieren über Weihnachtsgottesdienste

Kurz vor Weihnachten hat die Debatte um die Zulässigkeit von Präsenzgottesdiensten in der Corona-Pandemie noch einmal Fahrt aufgenommen. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte, er traue den Menschen zu, selbst eine verantwortungsbewusste Entscheidung zu treffen. „Ist das in diesem Jahr angebracht oder ist es nicht angebracht? Ich traue den Menschen dort eine klare Entscheidung zu“, sagte Ziemiak am Mittwoch im Interview bei ntv.

Dagegen sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag, sie würde ein Gottesdienstverbot unterstützen. „Ich würde es in diesem Fall tatsächlich verbieten, weil wir in einer ganz schwierigen Lage sind“, sagte Maag im Radioprogramm SWR Aktuell. Sie gehe allerdings nicht davon aus, dass ein solches Verbot kommen werde.

Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst fordert, an Weihnachten keine Präsenzgottesdienste zuzulassen. „Weil wir wissen, wie leicht sich das Virus gerade bei Gottesdiensten übertragen kann, dürfen wir zu Weihnachten angesichts der hohen Infektionszahlen kein zusätzliches Risiko eingehen“, sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hält dagegen wenig von Verboten. „Die katholischen Gläubigen haben sich nie gegen vernünftige Lösungen gewandt, aber das heißt auch, dass man Gottesdienste nicht pauschal verbieten sollte“, sagte Sternberg der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstagausgabe). (dpa)

Höchstwert: 962 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 962 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem wurden 24 740 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch (16.12.) waren 27.728 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 952 Todesfällen verzeichnet worden. Den Höchstwert mit 33.777 gemeldeten Infektionen hatte es am Freitag gegeben, darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) sank bis Mittwoch leicht auf 195,1. Tags zuvor war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 414,1, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 319,6. Der niedrigste Wert wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 96,3 verzeichnet.

Die Zahl der Todesfälle war in der Tendenz zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet worden war. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 27 968. (dpa)

Altmaier: Bei hohen Coronazahlen verbieten sich Lockerungen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat in der Corona-Krise eine Verlängerung des harten Lockdowns über den 10. Januar hinaus angedeutet. „Solange ganz Deutschland ein riesengroßer Hotspot ist, verbieten sich Lockerungen praktisch von selbst“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Altmaier sprach sich außerdem für einen Strategiewechsel im Kampf gegen das Virus aus.

Der harte Lockdown ist bisher bis zum 10. Januar befristet - Ziel ist das weitgehende Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland. Dazu gehört auch die Schließung vieler Geschäfte. Am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Altmaier sagte: „Ich wünsche mir, dass wir aus den letzten Monaten eine Lehre ziehen - nämlich, dass wir die Maßnahmen, die wir ergreifen, mehr von objektiven Gegebenheiten und weniger von ad-hoc-Entscheidungen abhängig machen.“ Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, dass in einer Stadt oder in einem Kreis gehandelt werden müsse, wenn die Inzidenz über einem Wert von 50 pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen liege.

„Was wir aber noch nicht beschlossen haben, sind klare Richtlinien was geschieht, wenn die Inzidenz in einem ganzen Bundesland oder in ganz Deutschland über 50, 100, 150 oder über 200 ist“, sagte Altmaier. „Es macht Sinn, wenn man rechtzeitig festlegt, was zu geschehen hat, wenn Schwellenwerte überschritten werden - nicht nur in einzelnen Landkreisen, sondern in ganzen Bundesländern oder bundesweit.“ Dann könne sich jeder darauf einstellen, die Menschen und die Unternehmen. Denn eine der schlimmsten Nebenwirkungen der Pandemie sei die ständige Ungewissheit.

„Unser Alltag wird wohl noch zwei bis drei Monate eingeschränkt sein. Ab Frühsommer wird sich unser privates gesellschaftliches Leben normalisieren“, sagte Altmaier mit Blick auf den bevorstehenden Beginn der Impfungen. „Wir werden zwar noch bis zum nächsten Winter oder darüber hinaus bei bestimmten Gelegenheiten eine Maske tragen müssen. Und es wird noch lange dauern, bis wir Großveranstaltungen, wie wir sie früher kannten, wieder verantworten können. Trotzdem wird das Leben der meisten Menschen ab Frühsommer wieder entspannter.“ (dpa)

Gewinner im Corona-Jahr: das Fernsehen

Im Corona-Jahr ist deutlich mehr klassisch-linear ferngesehen worden. So betrug die durchschnittliche Sehdauer 2020 laut Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) bei den Zuschauern ab drei Jahren bislang im Schnitt 219 Minuten am Tag, also über dreieinhalb Stunden. Sie lag damit über dem Niveau des Vorjahreszeitraums von gut 210 Minuten (Zeitraum 1.1. bis 21.12., Montag bis Sonntag 3 bis 3 Uhr).

„Auf Monatsebene betrachtet, beobachten wir einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Sehdauer und der Entwicklung der Corona-Pandemie hierzulande“, heißt es von der AGF Videoforschung GmbH in Frankfurt am Main. „Sowohl im März und April, also während des ersten Lockdowns, als auch im November und Dezember lag die durchschnittliche Sehdauer deutlich über den Vorjahresmonaten.“

In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen beobachteten die Bewegtbildmarktforscher „eine Stabilisierung der Sehdauer, die insofern bemerkenswert ist, da insbesondere jüngere Zielgruppen Bewegtbildinhalte zusehends intensiver zeitunabhängig über Streaming-Plattformen konsumieren“. Aktuell liege sie genauso wie im Vorjahreszeitraum bei 137 Minuten. Sie laufe also gegen den zu beobachtenden abnehmenden Trend der Vorjahre.

Das klassische Fernsehgucken werde vor allem vom besonderen Informationsinteresse wegen Corona belebt. Auch Unterhaltungsformate erfreuen sich großer Beliebtheit. Serien und andere fiktionale Formate werden sowohl im TV als auch zunehmend bei den großen Streaming-Plattformen und den Mediatheken der Sender geschaut. (dpa)

Blutplasma für Covid-19-Patienten „kein Wundermittel“

Bundesweit geben Unikliniken seit April bestimmten Corona-Patienten sogenanntes Rekonvaleszentenplasma. Dabei erhalten die Erkrankten Blutplasma von Menschen, die Covid-19 überstanden und Antikörper gegen Coronaviren gebildet haben. Inzwischen sind Mediziner vorsichtig optimistisch, was die Wirkweise dieser Methode betrifft. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) genehmigte im Frühjahr eine Studie (Capsid) hierzu, an der sich Kliniken aus dem ganzen Land beteiligen.

An der Uniklinik Regensburg sind seit April etwa 90 Menschen mit der Methode behandelt worden. Thomas Müller, Leiter der Intensivmedizin, bilanziert: „Die Gabe von Rekonvaleszentenplasma ist kein Wundermittel.“ Für bestimmte Patienten könne sie aber eine unterstützende Maßnahme sein. Das gelte vor allem für Patienten, die sich in einem frühen Stadium der Erkrankung befinden beziehungsweise bei denen Covid-19 einen mittelschweren Verlauf nimmt. (dpa)

Altmaier warnt bei Corona-Hilfen vor Missbrauch

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Kritik an einer schleppenden Umsetzung von Corona-Finanzhilfen für Unternehmen zurückgewiesen und vor Missbrauch gewarnt. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: „Noch nie wurden Hilfszahlungen in dieser Größenordnung innerhalb so kurzer Zeit beschlossen und bewilligt. Aber es muss sichergestellt sein, dass das Geld der Steuerzahler bei denen ankommt, die es wirklich brauchen, nicht bei solchen, die als Betrüger oder Abzocker unterwegs sind.“

Wenn der Staat Hilfen in der Größenordnung von bis zu mehreren Millionen Euro an einzelne Unternehmer vergebe, dann müsse gründlich geprüft werden, ob der Anspruch auch tatsächlich bestehe. „Andernfalls würden wir nachlässig mit dem Geld der Steuerzahler umgehen, und das tun wir nicht.“

Deshalb kämen Abschlagszahlungen zur Abmilderung von Schäden wegen der Schließungen im November und Dezember schnell, die komplette Auszahlung je nach Bedarf dauere etwas länger. Die Abschlagszahlungen sind ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Wirtschaftsverbände hatten Kritik an einer schleppenden Umsetzung der Hilfen geäußert. (dpa)

Britischer Gesundheitsdienst NHS bittet Johnson um Brexit-Aufschub

Angesichts der großen Herausforderungen durch die Corona-Krise hat der britische Gesundheitsdienst NHS den Premierminister Boris Johnson zu einer Verlängerung der Brexit-Übergangsphase um einen Monat aufgefordert. Ein Aufschub um einen Monat werde dem NHS Zeit geben, sich aus der „unmittelbaren Gefahrenzone“ zu bringen, hieß es in einem Brief der NHS-Spitze, der in der Nacht zum Mittwoch veröffentlicht wurde. Denn dann könne sich der Dienst auf die Bekämpfung der Pandemie konzentrieren, ohne dass ein No-Deal-Brexit „störende Veränderungen“ mit sich bringe.

Großbritannien verlässt zum Jahresende den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Kommt in den verbleibenden Tagen kein Handelspakt mehr mit der EU zustande, drohen höhere Zölle und andere Handelshemmnisse, die nach Ansicht von Experten auch Auswirkungen auf die Versorgung mit Medikamenten und medizinischen Gütern haben dürften. Der NHS befürchtet zudem, dass Rettungswagen aufgrund von Lastwagenstaus vor allem in der südostenglischen Grafschaft Kent am Ärmelkanal, einem Zentrum der Corona-Infektionen, nicht rechtzeitig die Patienten erreichen könnten. Johnsons Regierung hat eine Verlängerung der Übergangsphase bisher strikt abgelehnt.

„Am 1. Januar wird der NHS in der traditionell geschäftigsten Zeit des Jahres gegen die größte Herausforderung in seiner Geschichte antreten“, heißt es in dem Schreiben weiter. Derzeit werden fast

19 000 Corona-Patienten in britischen Kliniken behandelt. Wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Virus-Variante wird eine weitere Zunahme der Infektionen befürchtet. Die Belegschaft sei müde und erschöpft, betont die NHS-Führung. „Die Schockwellen eines No-Deal-Brexits könnten die Möglichkeiten des NHS überfordern.“ Deshalb werde Johnson dringend gebeten, „die Übergangsfrist um einen Monat zu verlängern und dem NHS einige kostbare zusätzliche Wochen zu erkaufen“. (dpa)

+++ Ticker von Dienstag, 22. Dezember +++

Corona-Impfung: App für Rückmeldungen zur Verträglichkeit bereit

Zum Start der Corona-Impfungen in Deutschland können Interessierte mögliche Nebenwirkungen über eine App melden. Nach Angaben des bundeseigenen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) von Dienstag ist die Anwendung für Smartphones nun in App-Stores herunterzuladen. Geimpfte können damit Auskunft geben, wie sie die Impfung vertragen haben. So könne man dazu beitragen, weitere Erkenntnisse über Corona-Impfstoffe zu gewinnen. Teilnehmer sollen dazu in bestimmten Zeitabständen nach jeder Impfung über die App nach gesundheitlichen Beschwerden befragt werden. Gefragt werden soll auch, ob die Impfung vor einer Infektion geschützt hat oder noch eine Infektion auftrat.Die Informationen werden den Angaben zufolge verschlüsselt auf dem Smartphone gespeichert und mit einer Zufallsnummer an das PEI übermittelt, sobald eine Online-Verbindung besteht. Auch auf der Website https://nebenwirkungen.bund.de gibt es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums eine Melde-Möglichkeit. (dpa)

Auch restliche Darts-WM findet vor leeren Rängen statt

Auch die restlichen Spiele der Darts-WM in London werden coronabedingt ohne Zuschauer ausgetragen. Dies teilte der Weltverband PDC am Dienstag nach einer Entscheidung der britischen Regierung mit. Das wichtigste Darts-Turnier der Welt hatte zu Beginn an einem Abend vor 1000 Fans stattfinden dürfen, bevor London in die Corona-Kategorie drei eingestuft wurde. Seit dieser Woche befindet sich die britische Hauptstadt sogar in der noch strengeren Kategorie vier.

Wegen der neuen Coronavirus-Variante und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen haben Spieler aus dem Ausland derzeit große Probleme, Großbritannien nach ihrem Ausscheiden zu verlassen. Profis, die sich noch im Turnier befinden, sollen die Weihnachtsfeiertage im Spielerhotel verbringen. Eine Heimreise des Weltranglistenersten Michael van Gerwen (Niederlande) hatte die PDC am Sonntag noch rechtzeitig verhindert. (dpa)

Paris will Sperre für Reisende aus Großbritannien lockern

Frankreich will seine coronabedingte Sperre für Reisende aus Großbritannien lockern. Flugzeuge, Schiffe und der von London aus fahrende Eurostar-Zug könnten vom Mittwochmorgen an wieder verkehren, teilte der Beigeordnete Minister für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, am Dienstagabend via Twitter mit. Französische Staatsbürger, Menschen mit Wohnsitz in Frankreich und andere autorisierte Reisende müssten einen negativen Corona-Test haben. „Gute Fortschritte heute und eine Einigung mit der französischen Regierung“, berichtete der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Abend. Er kündigte Informationen für Transportunternehmen für den Abend an. Frankreich hatte am Sonntagabend wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus einen generellen Stopp für Reisende aus Großbritannien beschlossen. Diese Notmaßnahme wurde auf zunächst 48 Stunden begrenzt. (dpa)

Wangerlands Bürgermeister Mühlena in Quarantäne

Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena ist nach einem direkten Kontakt mit einem Corona-Infizierten in Quarantäne gegangen. Voraussichtlich in drei Tage werde er sein Testergebnis vorliegen haben, teilte er am Montagabend mit. Es ist das erste Mal, dass ein Bürgermeister in Friesland selbst mit Corona in Berührung gekommen ist.

Bayern führt Corona-Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten ein

Alle Urlaubs- und Familienrückkehrer aus Risikogebieten unterliegen künftig in Bayern einer strengen Corona-Testpflicht. Spätestens 72 Stunden nach der Einreise müssen sie beim zuständigen Gesundheitsamt ein Testergebnis vorlegen, dies hat am Dienstag das bayerische Kabinett in München beschlossen.

Zulassungsstelle Aurich erweitert digitales Angebot

Laut der niedersächsischen Corona-Verordnung müssen alle Verkaufsstellen des Einzelhandels im momentanen Lockdown geschlossen bleiben. Ausnahmen sind „Verkaufsstellen für die Versorgung mit Lebensmittelns oder mit Gütern oder Dienstleistungen des täglichen Bedarfs.“ Gemäß einer Mitteilung des Landes zählen sogenannte Schilderstellen nicht dazu. Zulässig sei in diesem Bereich nur die „Auslieferung jeglicher Waren auf Bestellung“ sowie deren Verkauf, wenn die Übergabe außerhalb der Geschäftsräume kontaktlos stattfinden kann, heißt es in der Mitteilung.

Für eine solche Situation sei man beim Landkreis Aurich aber schon im Vorfeld gut gerüstet gewesen, erzählt Ingo Janssen von der Straßenverkehrsabteilung. „Wir haben im Laufe dieses Jahres unser komplettes Angebot schon auf den Online-Bereich ausgeweitet.“ Über das erweiterte Portal der Zulassungsstelle (www.landkreis-aurich.de/zulassung) könne man neben der Buchung eines Wunschkennzeichens, nun auch PKWs an-, ab- oder ummelden. Außerdem können Bürgerinnen hier einen persönlichen Termin in der Zulassungsstelle buchen. Eine weitere Neuerung ist auch die Möglichkeit online zu bezahlen. „Wir stellen nun auch Online-Zahlung per Kreditkarte oder per PayPal zur Verfügung,“ ergänzt Janssen das neue digitale Angebot.

Zwei neue Corona-Fälle in Wilhelmshaven

Zwei neue Corona-Fälle sind dem Gesundheitsamt der Stadt Wilhelmshaven am Dienstag, 22. Dezember, gemeldet worden. Außerdem meldet das Gesundheitsamt, dass neun Personen wieder genesen sind. Somit beträgt die Zahl der akuten Fälle aktuell 222. Die Gesamtzahl aller Personen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven, die mit dem Corona-Virus infiziert sind bzw. waren, steigt auf 527. 289 Personen sind mittlerweile wieder genesen.

Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven reagiert auf Lockdown

Die Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft (SWV) reagiert auf den Corona-Lockdown. In Abstimmung mit dem Einsatzstab der Stadt Wilhelmshaven wird der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet ab Montag, 28. Dezember, bis voraussichtlich zum 10. Januar eingeschränkt. Ziel sei es, so SWV-Geschäftsführer Frank Rademacher, trotz der verschärften Kontaktverbote und der Einschränkungen des öffentlichen Lebens weiterhin einen funktionierenden ÖPNV sicherzustellen.

Von Montag bis einschließlich Samstag wird der geänderte Sonntagsfahrplan angeboten. Der berücksichtigt den morgendlichen Berufsverkehr und die Linie 3 im Stundentakt. Der Linienverkehr startet zwischen 6 und 6.30 Uhr. Die geänderten Fahrpläne werden am Sonntag, 27. Dezember, an allen Haltestellen aktualisiert. Sonntags wird der bekannte Sonntagsfahrplan angeboten. An allen Tagen enden die Linienfahrten zwischen 20 und 21 Uhr. Es werden fahren keine Anruf-Sammel-Taxen (AST).

Am Donnerstag, 24. Dezember, bietet der SWV einen gesonderten Heiligabend-Fahrplan an. Er kann auf der Internetseite der Verkehrsbetriebe (www.swwv.de) eingesehen werden, da es für nur einen Tag nicht möglich sei, alle 233 Bushaltestellen zwei Mal umzurüsten, so Rademacher.

Für die Weihnachtsfeiertage, 25./26. Dezember, gilt der „normale“ Sonntagsfahrplan, also einschließlich Spätfahrten und der AST-Fahrten. An Silvester, 31. Dezember, fahren die Busse nach dem geänderten Sonntagsfahrplan (montags-samstags). Die in den Vorjahren angebotenen Silvestertouren 1 und 4, werden nicht angeboten.

Alle Informationen zum angepassten Sonntagsfahrplan finden sich hier.

Wann wird im Landkreis Wittmund geimpft?

Die Ostfriesen müssen sich gedulden. Wenn ab Sonntag, 27. Dezember, die ersten Niedersachsen gegen das Coronavirus geimpft werden, sind sie nicht dabei. Wie das Niedersächsische Sozialministerium am Dienstag mitteilte, werde zunächst in Altenpflegeeinrichtungen in den Landkreisen Cloppenburg und Osnabrück geimpft.

Als nächstes solle der Landkreis Grafschaft Bentheim folgen. Das Land rechnet in einer ersten Charge mit 10 000 Impfdosen des Herstellers Biontech. In der Woche drauf sollen es 53 000 weitere sein.Wann die ersten Menschen im Harlingerland geimpft werden, ist unklar.

Der Landkreis Wittmund hat bisher keine Informationen, wann der Impfstoff geliefert wird. „Ein Impfstart-Datum für den Landkreis Wittmund könne man derzeit noch nicht nennen“, heißt es dazu schriftlich aus der Kreisverwaltung.

Das Impfzentrum in Esens stehe jedoch organisatorisch und personell. Auch mobile Impfteams stünden bereit. Staatssekretär Heiger Scholz erklärte in Hannover, dass in allen Landkreisen noch in diesem Jahr mit den Impfungen begonnen werden kann.

Baden-Württemberg schränkt kleinen Grenzverkehr ein

Baden-Württemberg will mit einer Quarantänepflicht den kleinen Grenzverkehr für Wintersportler und Einkaufstouristen nach Frankreich und in die Schweiz deutlich beschränken. „Die Gefahr, dass durch Ein- und Rückreisen nach Baden-Württemberg zusätzliche Infektionsherde im Inland entstehen, soll eingeschränkt werden“, hieß es am Dienstag in Stuttgart aus Regierungskreisen.

Die Verschärfung der Einreise-Quarantäne-Verordnung führt dazu, dass zum Beispiel weder die Baden-Württemberger in der Schweiz Ski fahren noch die Schweizer im Supermarkt in Baden-Württemberg einkaufen können. Hintergrund sei das Infektionsgeschehen im Südwesten und in den Grenzregionen. Zuerst hatte das „Badische Tagblatt“ über die Pläne berichtet. (dpa)

Biontech: Wir müssen bis zum nächsten Winter „neue Normalität“ haben

Das Coronavirus wird die Menschen nach Ansicht von Biontech-Chef Ugur Sahin die nächsten zehn Jahre begleiten. „Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass es immer wieder Infektionen und kleine Ausbrüche gibt“, sagte er am Dienstag. Bei Beantwortung der Frage, wann das Leben wieder normal sein werde, sagte Sahin, man brauche eine neue Definition dessen, was „normal“ ist. „Normal in dem Sinne, dass keine Shutdowns mehr nötig sind, die Geschäfte normal arbeiten können, dass wir die Zahl von Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle senken können, das könnte durch Impfungen bis Ende des Sommers passieren“. Um gegen die Corona-Pandemie erfolgreich zu sein, brauche es aber nicht nur den Biontech-Impfstoff, sondern auch die Präparate anderer Hersteller. All diese Dosen würden dazu beitragen, dass genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, damit 60, 70 oder vielleicht 80 Prozent der Bevölkerung vor dem Herbst nächsten Jahres geimpft werden könnten, sagte Sahin. „Das ist wichtig, denn diesen Winter werden wir noch keinen Effekt der Impfungen auf die Infektionszahlen haben. Aber wir müssen einen Effekt haben, um sicherzustellen, dass wir im nächsten Winter eine Quasi-Normalität, eine neue Normalität haben.“ (Quelle: dpa)

Sechs Neuinfektionen in Wittmund

Im Landkreis Wittmund sind sechs neue positive Corona-Fälle hinzugekommen. Davon waren drei Personen als Kontaktpersonen bereits in Quarantäne. Zehn Personen sind wieder genesen, sodass die Zahl der aktiven Fälle nunmehr 32 beträgt.

RKI mahnt eindringlich zu Kontaktvermeidung über Weihnachten

Angesichts weiter hoher Corona-Infektionszahlen mahnt das Robert Koch-Institut (RKI) eindringlich dazu, über Weihnachten Kontakte zu vermeiden. „Reisen Sie nicht“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Alle Bürger sollten die Festtage nur im kleinsten Kreis verbringen, Treffen möglichst auf dieselben Teilnehmer beschränken und dies möglichst draußen machen. Mit den nun verschärften Alltagsbeschränkungen seien die Infektionszahlen schneller herunterzubringen, wenn alle achtsam seien. Es stünden schwere Wochen bevor. „Wir sollten sie nicht noch schwerer machen.“

Derzeit verschlechtere sich die Situation weiter, erläuterte Wieler. Das Virus komme in der gesamten Bevölkerung in allen Altersgruppen und überall in Deutschland vor. „Wir befürchten, dass sich über die Feiertage das Infektionsgeschehen noch weiter anspannen könnte.“ Mit Blick auf eine in Großbritannien aufgetretene neue Variante des Coronavirus sagte Wieler, deren Bedeutung für das Infektionsgeschehen sei noch nicht endgültig einzuschätzen. Dies werde genau beobachtet, es seien noch viele Fragen offen. Generell sei klar: Je mehr sich ein Virus verbreite, desto mehr Gelegenheit habe es, sich zu verändern. (dpa)

Studie zu neuer Virus-Variante – Drosten: „Das sieht nicht gut aus“

Eine neue Variante in Großbritannien macht neuen Untersuchungen zufolge das Coronavirus sehr wahrscheinlich leichter übertragbar. Zu diesem Schluss kommen Experten der englischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHS). Sie verweisen dabei auf Erbgut-Untersuchungen der neuen Variante und auf Modellrechnungen zur Ausbreitung. Eine der rund 20 Mutationen der neuen Variante B.1.1.7 dürfte insbesondere dazu beitragen, dass das Virus leichter übertragen werden könne.

Der deutsche Virologe Christian Drosten schrieb zu den PHS-Daten: „Das sieht leider nicht gut aus.“ Positiv sei aber, dass B.1.1.7-Fälle bislang nur in Gebieten zugenommen haben, wo die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war. „Kontaktreduktion wirkt also auch gegen die Verbreitung der Mutante“, schreibt Drosten.

Den PHS-Forschern macht insbesondere eine Mutation mit der Bezeichnung N501Y Sorgen. Sie könnte den Daten zufolge dafür sorgen, dass das Virus besser an Zielzellen andocken kann. Zudem liege die Mutation an einer Stelle, an der auch bestimmte Antikörper des Menschen angreifen, um das Virus auszuschalten. „Deshalb ist es möglich, dass solche Varianten die Wirksamkeit beim Neutralisieren des Virus beeinflussen.“

Mutiertes Coronavirus: Schweiz sucht 10.000 eingereiste Briten

Wegen der neuen Coronavirus-Variante in Großbritannien läuft in der Schweiz die Suche nach einigen Tausend jüngst angereisten Briten auf Hochtouren. Am Montag hatten die Behörden rückwirkend Quarantäne angeordnet, um die Ausbreitung der neuen Variante in der Schweiz möglichst zu verhindern. Jeder, der seit dem 14. Dezember aus Großbritannien eingereist ist, muss bis zum 10. Tag nach der Ankunft in Quarantäne. Das betrifft auch Tausende Skiurlauber.

Nach Angaben der Behörden kamen vom 14. Dezember bis zur Einstellung der Flüge am Sonntagabend 92 Flugzeuge aus Großbritannien an. Allein am Genfer Flughafen waren es am vergangenen Wochenende etwa 3500 Passagiere. Die Behörden gehen von etwa 10.000 Fluggästen seit dem 14. Dezember aus.

Für die Suche nach den Gästen sind die Gesundheitsbehörden der Kantone zuständig, die auch sonst die Kontaktverfolgung bei Infizierten übernehmen. Das Bundesamt für Gesundheit hat von den Fluggesellschaften sämtliche Passagierlisten angefordert. Ankommende müssen wegen der Corona-Pandemie seit langem jeweils ein Formular ausfüllen und ihre Adresse in der Schweiz angeben. (dpa)

19.528 neue Fälle und 731 Tote: Corona-Zahlen weiter auf hohem Niveau

Die Zahl der Todesfälle und der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.528 neue Fälle und 731 Todesfälle binnen eines Tages übermittelt, wie das RKI am Dienstag bekanntgab. Am Dienstag der Vorwoche waren 14.432 Neuinfektionen und 500 Todesfälle gemeldet worden - allerdings fehlten damals Daten aus Sachsen, die später nachgemeldet wurden. Den Höchstwert mit 33.777 gemeldeten Infektionen hatte es am Freitag gegeben, darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Der bisherige Höchststand bei den Todesfällen war am vergangenen Mittwoch mit 952 erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Dienstag mit 197,6 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 426,8, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgen Thüringen mit einem Wert von 299,4 und Bayern mit 215,9. Der niedrigste Wert wird in Schleswig-Holstein mit 93,6 verzeichnet.

Die Zahl der Todesfälle war in der Tendenz zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet worden war. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Dienstag auf 27.006.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.530.180 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.136.700 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,98 (Vortag: 1,04). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

Umfrage: Angst vor Corona-Ansteckung wächst

Die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen verunsichern die Bürger nach einer Umfrage zunehmend. Mitte Dezember sagten 48 Prozent, dass sie „sehr große Angst“ oder „eher große Angst“ vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hätten - das waren vier Prozentpunkte mehr als noch Mitte November, wie die Online-Erhebung des Instituts YouGov Deutschland ergab.

Zugleich sank im Vergleichszeitraum die Zahl derjenigen, die „überhaupt keine Angst“ und „eher keine Angst“ vor einer Ansteckung haben - von 51 Prozent auf 48 Prozent. Damit liegt die Zahl jener, die Angst haben, erstmals seit Ende März 2020 gleichauf mit der derer, die keine Angst haben, wie die Meinungsforscher mitteilten. Dabei nähern sich beide Kurven vor allem seit Anfang Dezember steil an.

Außerdem stieg im Vergleich zu Mitte November die Zahl derjenigen, die sagen, dass sich die nationale Corona-Situation derzeit verschlechtere. Während vor einem Monat noch 59 Prozent der gut 2000 Befragten dieser Meinung waren, gaben Mitte Dezember 73 Prozent an, dass die Situation „schlimmer wird“. Nur 16 Prozent denken aktuell, dass die Lage Deutschlands in der Pandemie momentan „besser wird“ - Mitte November waren es noch 26 Prozent. (dpa)

Intensivmediziner für „ganz ruhiges Weihnachtsfest“

Die Intensivmediziner in Deutschland appellieren angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen an die Bürger, an Weihnachten auf Treffen im größeren Kreis zu verzichten. „Wir würden uns wünschen, dass die Menschen sich dieses Jahr auf sich selber zurückbesinnen, ein ganz ruhiges Weihnachtsfest im aller-, allerengsten Familienkreis feiern“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der Deutschen Presse-Agentur. Das wäre eine große Hilfe für alle Pflegekräfte auf den Intensivstationen, die an Weihnachten arbeiten würden und Angst hätten, dass 14 Tage später alles noch schlimmer werde.

In den Krankenhäusern zeichnet sich weiterhin keine Entspannung ab. Nach Angaben der Divi vom Montag werden derzeit 5167 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt - das sind etwa 500 mehr als in der Vorwoche, als 4670 Menschen mit Covid-19 auf Intensivstationen versorgt wurden. 2690 der Patienten werden aktuell invasiv beatmet. (dpa)

900 Milliarden: US-Kongress beschließt großes Corona-Konjunkturpaket

Das US-Repräsentantenhaus hat wegen der Corona-Krise ein weiteres großes Konjunkturpaket beschlossen. Das Maßnahmenbündel mit einem Umfang von rund 900 Milliarden Dollar (etwa 737 Milliarden Euro) wurde mit 359 zu 53 Stimmen angenommen. Es bedarf nun noch der Zustimmung des Senats, in dem ebenfalls noch am späten Montagabend (Ortszeit) abgestimmt werden sollte.

Das Paket soll finanziell strauchelnden Bürgern helfen, Impulse für die geplagte Wirtschaft geben und zusätzliche Mittel für Impfungen und den Kampf gegen das Coronavirus bereitstellen. Die Führungen von Demokraten und Republikanern im Kongress hatten sich nach monatelangen Verhandlungen am Sonntag auf das Paket verständigt. Im Frühjahr hatte der US-Kongress zuletzt Konjunkturpakete im Umfang von insgesamt rund 2,7 Billionen Dollar auf den Weg gebracht, was mehr als zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entsprach.

In dem neuen Gesetzespaket sind unter anderem weitere Finanzhilfen für kleine und mittlere Betriebe und eine zeitlich begrenzte Aufstockung der Arbeitslosenhilfe um 300 Dollar wöchentlich vorgesehen. Alle Bürger unterhalb einer jährlichen Einkommensgrenze sollen zudem einmalig eine direkte Hilfszahlung in Höhe von 600 Dollar pro Kopf bekommen. Auch zusätzliches Geld für Schulen und für die Verteilung der Impfstoffe im Land ist eingeplant. Das Gesetzespaket, mit dem unter anderem auch der Haushalt der Bundesregierung verabschiedet wurde, umfasst mehr als 5000 Seiten. (dpa)

Biontech: Lieferungen werden sofort beginnen

Nach der bedingten Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union wollen die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer sofort die ersten Lieferungen des Präparats in die EU-Mitgliedsstaaten veranlassen. „Die Lieferungen werden sofort beginnen und schrittweise im Laufe der Jahre 2020 und 2021 erfolgen, um eine gerechte Verteilung der Impfstoffe entsprechend der Vertragsbedingungen in der EU zu gewährleisten“, teilten die Unternehmen am Montagabend mit. Die Impfstoffdosen für Europa werden den Angaben zufolge in den Biontech-Produktionsstätten in Deutschland sowie im Pfizer-Werk im belgischen Puurs hergestellt. (dpa)

+++ Ticker von Montag, 21. Dezember +++

Erste Menschen in den USA bekommen Moderna-Impfstoff

In den USA haben am Montag die ersten Menschen den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna verabreicht bekommen. Der Fernsehsender CNN zeigte, wie Impfdosen in einem Krankenhauses in Houston im Bundesstaat Texas verabreicht wurden. Beim Kurznachrichtendienst Twitter posteten unter anderem Krankenhäuser in Ohio und Connecticut Fotos von Ärzten und Pflegern, die den Impfstoff bekamen. Die Vereinigten Staaten sind das weltweit erste Land, in dem der Stoff abseits von Tests regulär zum Einsatz kommt. In Europa ist die Sitzung zu einer möglichen Zulassung für den 6. Januar angesetzt.

Regierungsbeamte hatten in den vorangegangenen Tagen damit gerechnet, dass mit einer ersten Lieferung knapp sechs Millionen Moderna-Impfdosen an rund 3500 Orte im Land verteilt werden könnten. Noch vor Jahresende könnten in den USA laut Unternehmensangaben 20 Millionen Einheiten verfügbar sein. Für den vollen Immunschutz sind zwei davon pro geimpfter Person im Abstand von 28 Tagen nötig. Zunächst sollen in den Vereinigten Staaten ältere Menschen und Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen geimpft werden. Auch viele Politiker haben sich bereits öffentlich impfen lassen, am Montag sollte auch der künftige US-Präsident Joe Biden eine Impfung bekommen. (dpa)

EU-Kommission genehmigt Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer

In der Europäischen Union ist der erste Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen worden. Die EU-Kommission erteilte dem Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die bedingte Marktzulassung, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag sagte. Somit können die Impfungen gegen das Coronavirus jetzt auch in der EU beginnen.

Erstmals Ausgangssperre in niedersächsischem Landkreis

Erstmals in Niedersachsen erlässt ein Kreis wegen der Corona-Pandemie eine nächtliche Ausgangssperre. In der Grafschaft Bentheim im Westen des Landes dürfen die rund 140 000 Einwohner von Mittwochabend an zwischen 21.00 und 5.00 Uhr ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen, wie der Kreis mitteilte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Hannover ist es erstmal landesweit der Fall, dass eine Kommune in Niedersachsen zu so einem Schritt greift, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Die neue Regel in der Grafschaft Bentheim gilt vorerst bis Dienstag, 12. Januar. Ausgenommen wird Heiligabend, an diesem Tag beginnt die Ausgangssperre erst um 22.00 Uhr. Auch ausgenommen von der Ausgangssperre werden Wege, die aus beruflichen oder ärztlich notwendigen Gründen unvermeidbar sind. Auch Gassi gehen von Einzelpersonen mit dem Hund sei weiter möglich, hieß es. In Grafschaft Bentheim gab es am Montag einen Wert von 210,7 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

An schärferen Maßnahmen führe bei einem Inzidenzwert von über 200 kein Weg vorbei, so Landrat Uwe Fietzek. Eine solche Maßnahme sei bereits in zahlreichen Kreisen in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Bayern umgesetzt worden, betonte er. (Quelle: dpa)

EU-Kommission will noch Montag über Impfstoff-Zulassung entscheiden

Nach der Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA will die EU-Kommission noch am Montag über die Marktzulassung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer entscheiden. Sie erwarte eine Entscheidung bis zum Abend, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag auf Twitter. „Nun werden wir schnell handeln.“ Dies sei ein entscheidender Moment in den Bemühungen, sichere und wirksame Impfstoffe an die Europäer zu liefern.

Kurz zuvor hatte die EMA die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer in der EU empfohlen. (dpa)

Arzneimittel-Agentur lässt Corona-Impfstoff zu

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat grünes Licht für die Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs in der EU gegeben. Die bedingte Marktzulassung des Präparates der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer sei ein „Meilenstein“, sagte die EMA am Montag in Amsterdam. Sobald die EU-Kommission die Zulassung genehmigt hat, steht dem Beginn von Corona-Impfungen in der EU nichts mehr im Wege. Die ersten Menschen sollen in Deutschland bereits am 27. Dezember geimpft werden. „Das ist wirklich eine historische wissenschaftliche Leistung“, sagte EMA-Direktorin Emer Cooke.

Die Zustimmung der EU-Kommission für die bedingte Zulassung in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten gilt als reine Formsache und sollte noch vor Weihnachten geschehen. In Deutschland müssen die Impfchargen nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut geprüft, freigegeben und schließlich ausgeliefert werden. Dann sollen zunächst die über 80-Jährigen, Personal und Bewohner von Pflegeheimen sowie auch Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko geimpft werden.

Der Impfstoff ist bereits unter anderem in Großbritannien, den USA und Kanada zugelassen. Er hat nach Angaben der Hersteller Pfizer und Biontech eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent und wird für Personen ab 16 Jahre empfohlen. (dpa)

Beratungen der Kultusminister am 4. Januar

Die Kultusminister der Länder werden voraussichtlich am 4. Januar über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Pandemie beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Kultusministerkonferenz (KMK). Einen Tag später sind Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder geplant. Dabei soll es um die Zeit nach dem zunächst bis 10. Januar geplanten Lockdown gehen.

Die bis zum Jahresende amtierende KMK-Präsidentin und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte der „Rheinischen Post“ gesagt, dass die KMK vor dem Gespräch Merkels mit den Ländern „zum weiteren Verlauf des Schuljahrs 2020/2021 beraten und abstimmen“ wolle. Bisher ist noch weitgehend offen, in welcher Form der Unterricht ab dem 11. Januar weitergeht. (dpa)

Israel verbietet Ausländern aus allen Ländern die Einreise

Angesichts der Ausbreitung einer neuen, möglicherweise besonders ansteckenden Variante des Coronavirus hat Israel seine Einreisebeschränkungen verschärft. Das Corona-Kabinett entschied am Montag, Ausländern aus allen Ländern die Einreise zu verbieten. Israelis müssen ab Mittwoch um 14.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MEZ) nach ihrer Einreise zur Quarantäne in Corona-Hotels. Dort müssen sie mindestens zehn Tage bleiben, wenn zwei Corona-Tests negativ ausfallen. Ohne Tests müssen sie sogar 14 Tage dort bleiben. Bis Mittwoch müssen Einreisende sich sofort in Heimquarantäne begeben. (dpa)

Lufthansa fliegt nach Großbritannien und mit leeren Maschinen zurück

Die Lufthansa fliegt weiter Passagiere nach Großbritannien, kehrt aber ohne Reisende zurück. Die Maschinen flögen abgesehen von der Crew leer wieder nach Deutschland, sagte ein Sprecher der Airline am Montag. Gestrichen seien Verbindungen, bei denen die Besatzung in Großbritannien übernachten müsste. Am Montag würden sieben Flüge in das Land durchgeführt.

Nach dem Auftreten einer neuen Variante des Coronavirus haben zahlreiche Länder den Flugverkehr aus Großbritannien vorerst eingestellt. Dazu gehören Deutschland und die meisten anderen EU-Staaten, aber auch Norwegen, Indien, Hongkong und Kanada.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft kritisierte die Einstellung des Flugverkehrs aus Großbritannien. „Ohne eine europäisch einheitliche Regelung bei gleichzeitig geöffneten Schengen-Binnengrenzen verfehlen Flugverbote ihr Ziel, das Einschlepprisiko für die neue Variante des Coronavirus zu minimieren“, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow. (dpa)

Stadt Wilhelmshaven vermeldet 16. Todesfall

Eine Person, die mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert war, ist verstorben – das ist der 16. Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in Wilhelmshaven. Ein neuer Corona-Fall ist dem Gesundheitsamt am Montag gemeldet worden, neun Personen sind wieder genesen.

Ein neuer Corona-Fall im Landkreis Wittmund

Im Landkreis Wittmund ist ein neuer positiver Fall hinzugekommen. Vier Personen sind wieder genesen, sodass die Zahl der aktiven Fälle nunmehr 36 beträgt.

Passagier aus Großbritannien am Flughafen Hannover positiv getestet

Nach einem Zwangsaufenthalt auf dem Flughafen Hannover für 62 Passagiere aus Großbritannien hat sich ein Fluggast als Covid-19-positiv herausgestellt. Weitere Labortests sollten nun klären, ob der Passagier sich mit der neuen, besonders ansteckenden Variante des Coronavirus infiziert habe, teilte die Region Hannover am Montag mit. Der betroffene Fluggast und die Begleitpersonen würden nun in einem Quarantäne-Transport zu ihrem Zielort gebracht. Dort müssten sie „separiert“ werden.

Wegen der neuen Variante des Coronavirus ist die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen am Sonntagabend zunächst gestoppt worden. Ab Mitternacht untersagte Deutschland ohnehin Flüge aus dem Vereinigten Königreich.

Am Flughafen Hannover durften insgesamt 63 Passagiere zunächst nicht einreisen, 62 mussten getestet werden, ein Fluggast flog nach London zurück. Für die Reisenden waren Feldbetten aufgestellt worden. „Unser Ziel war zu verhindern, dass die neue Virusart unbemerkt nach Niedersachsen einzieht“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau.

(Quelle: DPA)

Drosten: Neue Corona-Variante vermutlich auch in Deutschland

Der Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die in Großbritannien zirkulierende neue Variante des Coronavirus Deutschland bereits erreicht hat. „Ich denke, dass das schon in Deutschland ist“, sagte Drosten am Montagmorgen im Deutschlandfunk. „Dieses Virus ist ja jetzt gar nicht so neu. Davon darf man sich jetzt wirklich nicht irgendwie aus der Ruhe bringen lassen.“ Das Virus komme seit Ende September in England vor und sei im Oktober noch überhaupt nicht im Fokus gewesen. „Wir wissen jetzt: Es ist schon in Italien, in Holland, in Belgien, in Dänemark – sogar in Australien. Warum sollte es nicht in Deutschland sein?“

Zur neuen Virusvariante sagte Drosten: „Ich bin darüber nicht so sehr besorgt im Moment. Ich bin allerdings auch – genau wie jeder andere – in einer etwas unklaren Informationslage.“ Die öffentlich bekannten Dokumente seien noch lückenhaft, das würden britische Wissenschaftler genauso sehen. „Die sagen auch, sie müssen zumindest mal noch bis diese Woche warten, bis ein paar vorläufige Datenanalysen abgeschlossen sind, um überhaupt zu sagen, dass der Verdacht, den sie da äußern stimmt.“ Mit Blick auf erhöhte Infektionszahlen sei die Frage, ob überhaupt die neue Virus-Variante daran Schuld habe, „oder ist das so, dass einfach lokal (...) Übertragungsmechanismen zum Tragen gekommen sind, die auch jedes andere Virus hochgespült hätte.“

(Quelle: DPA)

Minister: Brexit-Übergangsphase wird trotz Corona nicht verlängert

Trotz Sorgen vor Versorgungsengpässen wegen der neuen Coronavirus-Variante schließt Großbritannien eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase aus. Die Zeit, in der Großbritannien zwar nicht mehr der Europäischen Union, aber dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion angehört, werde „sicher nicht“ über den 31. Dezember hinaus ausgedehnt, sagte Transportminister Grant Shapps am Montag der BBC.

„Das würde nur Öl ins Feuer schütten.“ Schließlich seien alle auf die Situation vorbereitet. „Wichtig ist, dass Unternehmen sich weiter vorbereiten, dass die Menschen vorbereitet sind“, sagte Shapps.

(Quelle: DPA)

16.643 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.643 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Montag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 16.362 etwas darunter gelegen. Allerdings sind die Zahlen zu Wochenbeginn meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Den Höchstwert mit 33.777 gemeldeten Infektionen hatte es am Freitag gegeben - darin waren jedoch rund 3500 nachgemeldete Fälle vom Vortag enthalten.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 226 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 188 gelegen. Der bisherige Höchstwert von 952 Toten war am Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 26.275.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Montag mit 197,1 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.

(Quelle: DPA)

Virusvariante: Experten erwarten keine Beeinträchtigung der Impfung

Auf die Wirksamkeit der Impfung wird sich die derzeit in Großbritannien zirkulierende neue Virusvariante vermutlich zunächst nicht nachteilig auswirken. „Ich sehe da derzeit keinen Grund für Alarm“, sagt Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel. Auch Andreas Bergthaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) in Wien, hält die derzeitige Entwicklung nicht für „wahnsinnig alarmierend“. Dass Mutationen auftauchen, sei nicht ungewöhnlich, derzeit wisse man nicht, ob die beobachteten Veränderungen die Eigenschaften des Erregers überhaupt entscheidend beeinflussen.

Seit einigen Wochen breitet sich im Südosten Englands eine Coranavirus-Variante aus, die ersten Erkenntnissen zufolge ansteckender ist als bisherige Varianten. Dass sich diese schneller ausbreite, sei grundsätzlich plausibel, sagt Neher. Wenn sich das bestätige, seien deutlich schärfere Maßnahmen nötig, um die Ausbreitung einzudämmen. Denkbar sei aber auch, dass die derzeitige verstärkte Ausbreitung dieser Variante letztlich Zufall sei und etwa auf ein Superspreading-Event zurückgehe.

Auch der Berliner Virologe Christian Drosten hatte auf Twitter darauf hingewiesen, dass die Mutationen dem Virus nicht zwingend einen Vorteil gegenüber anderen Varianten verschafften. In Deutschland sei die neue Variante bisher nicht festgestellt worden.

(Quelle: DPA)

Charité stellt Betrieb auf Notfallprogramm um

Deutschlands und Europas größte Universitätsklinik, die Berliner Charité, fährt von diesem Montag an für zunächst zwei Wochen den Betrieb auf ein Notfallprogramm zurück. Auf diese Weise soll Personal zusammengezogen werden, um weitere Covid-19-Intensivkapazitäten aufzubauen. Planbare Eingriffe werden damit über Weihnachten und den Jahreswechsel nicht gemacht, wie die Klinik vergangene Woche ankündigt hatte. Notfälle werden aber weiter behandelt und Tumoroperationen vorgenommen. Auch der Betrieb in den Rettungsstellen geht weiter.

Die Charité rechnet mit einer weiteren Zunahme von Corona-Patienten. „Wir befinden uns nach wie vor in einer ungewöhnlich schweren Krise, wie wir sie noch nicht erlebt haben“, hatte Vorstand Ulrich Frei erklärt. Erwartet wurden noch „schwere Wochen“. Wie Charité-Mediziner Kai-Uwe Eckardt im ZDF kürzlich sagte, gelten nun zwei Wochen lang an der Klinik Regeln wie sonst nur an Feiertagen.

Die Charité ist in Berlin die erste Adresse für die Behandlung von Covid-19-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen, versorgt Infizierte aber auch auf normalen Stationen.

(Quelle: DPA)

Einreiseverbot nach Frankreich: Eurotunnel und Hafen Dover zu

Großbritannien wird wegen der raschen Ausbreitung der neuen Variante des Coronavirus immer weiter vom Festland abgeschnitten. Weil Frankreich die Grenzen zum Vereinigten Königreich dicht gemacht hat, wurden der wichtige britische Hafen Dover am Ärmelkanal sowie der Eurotunnel geschlossen. Frachtverkehr als auch Passagiere würden gebeten, nicht mehr anzureisen, teilte der Hafen am Sonntagabend bei Twitter mit. Diese Beschränkungen seien für mindestens 48 Stunden von Mitternacht an in Kraft. Der letzte Zug von Großbritannien durch den Tunnel nach Frankreich fuhr am Sonntagabend in London ab, wie der Betreiber Getlink mitteilte.

Premierminister Boris Johnson berief für diesen Montag ein Krisentreffen seiner Regierung ein. Ein „steter Fluss von Fracht“ aus und nach Großbritannien müsse sichergestellt werden.

Wegen der Schließung der wichtigen Verbindungen wird der Druck vor allem auf den Frachtverkehr zwischen Großbritannien und der EU noch stärker zunehmen. Ohnehin kommt es seit Wochen auf den Autobahnen Richtung Dover und dem Eurotunnel zu langen Staus. Grund sind das hohe Aufkommen zu Weihnachten, aber auch größere Lieferungen von medizinischem Material wegen der Corona-Pandemie. Zudem versuchen viele Unternehmen, vor Ablauf der Brexit-Übergangsphase am 31. Dezember ihre Lagerbestände aufzufüllen.

(Quelle: DPA)