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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus-Ticker: Lockdown soll laut Spiegel-Informationen verlängert werden

17.02.2021

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland insgesamt bis dato 2.447.068 (+4732 zum Vortag) Infektionen und 70.105 Todesfälle. (Stand: 1. März 8.20 Uhr).

Wilhelmshaven:

Akute Coronafälle: 136 (+26 neue Fälle im Vergleich zum Freitag)

Gesamtzahl: 1195 (genesen: 1020, verstorben: 39)

Inzidenzwert: 65,7

(Stand: 1. März, 13.02 Uhr)

Landkreis Friesland:

Akute Coronafälle: 57

Gesamtzahl: 1101 (genesen: 1013, verstorben: 31)

Inzidenzwert: 34,4

(Stand: 1. März, 14.47 Uhr)

Landkreis Wittmund:

Akute Coronafälle: 32 Personen (+0 neue Fälle)

Gesamtzahl: 834 (genesen: 774 Personen, verstorben: 28)

Inzidenzwert: 33,4

(Stand: 1. März, 13.06 Uhr)

Landkreis Aurich:

Akute Coronafälle: 120 Personen (+2 neue Fälle)

Gesamtzahl: 2168 (genesen: 2007, verstorben: 41)

Inzidenzwert: 35,8

(Stand: 1. März 13.06 Uhr)

+++ Ticker von Dienstag, 2. März +++

Spiegel berichtet: Lockdown soll verlängert werden

Einen Tag vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz berichtet der Spiegel, dass der Lockdown um weitere drei Wochen – also bis zum 28. März – verlängert werden soll.

Allerdings soll es laut Informationen des Magazins zu Lockerungen kommen. Die Kontaktbeschränkungen sollen demnach künftig erlauben, dass sich zwei Haushalte mit insgesamt maximal fünf Personen treffen können. Kinder im Alter von maximal 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

+++ Ticker von Montag, 1. März +++

Österreich wagt weitere Öffnungsschritte

Österreich geht trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Zahlen seinen Weg der schrittweisen Öffnung nun auf regionaler Ebene weiter. Aufgrund der vergleichsweise geringen Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen werde es ab 15. März im westlichsten Bundesland Vorarlberg zu Lockerungen kommen, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Montag an. Davon profitierten der Sport, die Kultur und die Gastronomie. Für den Rest des Landes gelte das Ziel, dass ab 27. März zumindest Gastronomie im Freien möglich werden solle. „Wir beginnen outdoor, bevor wir uns an weitere Indoor-Öffnungsschritte heranwagen können“, sagte Kurz. Bei den Lockerungen sollten weiterhin Zutrittstests eine zentrale Rolle spielen. Jede Woche werde aktuell etwa ein Viertel der österreichischen Bevölkerung getestet, hieß es. Die Hoffnung ruhe auch auf der deutlichen Steigerung der Impfzahlen im März und April. Zentrales Ziel bleibe die Impfung der besonders gefährdeten Senioren und der Risikogruppen, meinte Kurz. (Quelle: dpa)

Astrazeneca-Impfstau – Merkel gegen öffentliche Impfung

Mit der erwarteten Lieferung von mehr als einer Million Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs könnte sich der Impfstau in den Bundesländern bis Ende der Woche nochmals vergrößern.

Bis Donnerstag sollen knapp 1,1 Millionen Dosen des Vakzins geliefert werden, insgesamt erhöht sich die Liefermenge damit auf fast 3,2 Millionen, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Sonntag haben nach Zahlen des Robert Koch-Instituts aber nur rund 455.000 Menschen eine Impfung mit dem Präparat des britisch-schwedischen Herstellers erhalten.

Die Bundesregierung wies am Montag den Eindruck zurück, dass Impfstoff einfach ungenutzt liegenbleibe. Es könne unterschiedliche Gründe geben, warum Astrazeneca-Impfstoff noch nicht verabreicht sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. So könne Impfstoff erst relativ frisch geliefert sein, für eine zweite Impfung zurückgehalten werden oder noch nicht verimpft, aber für bestimmte Impfungen vorgesehen sein. (Quelle: dpa)

Mehrere Verstöße gegen Corona-Auflagen in Friesland

Mehrere Verstöße gegen die Corona-Regeln hat die Polizei heute gemeldet. Am Außenhafen von Horumersiel standen am frühen Sonntagmorgen zwei Wohnmobile, jeweils ein Wohnmobil parkte zudem am Außenhafen und am Hundestrand von Hooksiel – in allen vier Fällen handelte es sich um touristische Übernachtungen, teilte die Polizei mit. Es wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Am Samstag gegen ein Uhr wurde eine Funkstreifenwagenbesatzung auf fünf Männer in der Mühlenstraße in Jever aufmerksam, die die Mindestabstände nicht einhielten. Die Polizei sprach die Gruppe an. Kurze Zeit später, noch während des Gesprächs, erschienen drei weitere junge Männer und fingen an, verbal aggressiv zu stören.

Den erteilten Platzverweisen kamen die Männer im Alter von 19 bis 22 Jahren nicht nach, sodass daraufhin weitere Funkstreifenwagen als Verstärkung angefordert wurden. Noch vor deren Eintreffen weigerte sich ein 19-Jähriger, seine Personalien zu nennen. Als er in Gewahrsam genommen werden sollte, versuchte er, einer Polizistin in die Hand zu beißen. Das Geschehen wurde von einem der hinzugekommenen Dreier-Gruppe gefilmt, worauf das Smartphone kurzfristig sichergestellt werden musste. Der 19-Jährige wurde in eine Zelle des Polizeikommissariats Jever gebracht. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Im Rahmen dieses polizeilichen Einsatzes mussten wegen des Verstoßes gegen die Abstandsregeln, gegen die Kontaktbeschränkungen und gegen die Maskenpflicht insgesamt neun Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.

Corona im Kreis Leer: 40 Prozent der akuten Fälle sind auf Variante B1.1.7 zurückzuführen

Der Anteil der Coronavirus-Mutation B1.1.7 am Infektionsgeschehen im Landkreis Leer nimmt weiter zu. Nahezu 40 Prozent der akuten Fälle sind mittlerweile auf die sogenannte britische Variante zurückzuführen. Sie sorgt dafür, dass Menschen sich einfacher und schneller anstecken.

An diesem Montag liegt die Zahl der akut Infizierten im Landkreis Leer bei 337 Fällen. Der vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt gemeldete Inzidenzwert beträgt 122,4. Schwerpunkte des Infektionsgeschehens bleiben die Stadt Leer mit derzeit 88 Fällen und die Gemeinde Westoverledingen mit 78 Fällen.

Von den 337 akuten Infektionen stehen 127 Fälle im Zusammenhang mit der Variante B1.1.7. Das entspricht einem Anteil von 37,7 Prozent. Damit ist die Mutante ein Treiber des Infektionsgeschehens. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat der Landkreis Leer in der vergangenen Woche beschlossen, seine Quarantänemaßnahmen auszuweiten.

Corona-Impfungen in vier Brandenburger Arztpraxen als Modellprojekt

In Brandenburg soll ab Mittwoch ein Modellprojekt mit Corona-Impfungen in Arztpraxen starten. Zunächst werde das Vorhaben in vier Praxen in Bad Belzig, Senftenberg, Pritzwalk und Wittenberge umgesetzt, teilten das Gesundheitsministerium in Potsdam, die KV und das Deutsche Rote Kreuz Brandenburg mit. Das Angebot solle noch im März auf 50 Praxen erweitert werden. Für reguläre Impfungen in Arztpraxen müsste die Corona-Impfverordnung des Bundes geändert werden.

In Thüringen sollen Hausärzte bald ebenfalls in einem Pilotprojekt Patienten gegen das Coronavirus impfen können. „Hauptziel des Pilotprojektes ist es, dass die Hausärztinnen und Hausärzte insbesondere die Patienten impfen, die nicht mobil sind, die zu Hause sind und deshalb nicht geimpft werden können“, sagte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) der Deutschen Presse-Agentur. Man wolle damit auch eine Lücke im Impfsystem schließen. Angepeilter Start: Mitte März.

Nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin kommen in der Hauptstadt rund 3000 Arztpraxen für Corona-Impfungen infrage. Die KV bereite derzeit eine Pilotphase mit rund 120 Praxen vor, teilte eine KV-Sprecherin am Montag mit. „Das Impfen in den Praxen sollte dann starten, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht“, so die KV. „Aktuell wird von Ende März beziehungsweise April ausgegangen.“ In Mecklenburg-Vorpommern begannen bereits im Januar Testimpfungen in Hausarztpraxen.

Astrazeneca-Impfstau droht weiter zu wachsen

Mit der erwarteten Lieferung von über einer Million Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs könnte sich der Impfstau in den Bundesländern bis Ende der Woche vergrößern. Bis Donnerstag sollen knapp 1,1 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca geliefert werden, insgesamt erhöht sich die Liefermenge damit auf fast 3,2 Millionen, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Sonntag haben nach Zahlen des Robert Koch-Instituts aber nur rund 455 000 Menschen eine Impfung mit Astrazeneca erhalten. Davon sind rund 91 000 Menschen am Samstag und Sonntag geimpft worden.

Trotz großer Mengen zunächst ungenutzten Impfstoffs will die Bundesregierung das Präparat von Astrazeneca nicht für Impfungen jenseits der festgelegten Vorranggruppen freigeben. Eine grundsätzliche Freigabe verfolge die Bundesregierung zu diesem Zeitpunkt nicht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuletzt eine weniger starre Priorisierung für Astrazeneca ins Gespräch gebracht, um den Rückstand möglichst schnell abzubauen.

EU-Kommissarin fordert mehr Tempo beim Corona-Impfen

EU-Kommissarin Stella Kyriakides drängt Deutschland und die übrigen Mitgliedstaaten zum raschen Ausbau ihrer Corona-Impfkampagnen. Es sei „entscheidend, dass keine Lücke zwischen den gelieferten und den verabreichten Dosen entsteht und dass keine Impfstoffe ungenutzt bleiben“, sagte Kyriakides am Montag bei einer Online-Konferenz der EU-Gesundheitsminister.

Die EU-Kommission war selbst scharf kritisiert worden, weil anfangs zu wenig Corona-Impfstoff zur Verfügung stand. Doch sollen die Liefermengen vor allem im zweiten Quartal steigen. In Deutschland sind viele bereits ausgelieferte Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca noch nicht verbraucht. Kyriakides sagte, die Impfkampagne müsse mit den wachsenden Impfstoffmengen Schritt halten. „Wir müssen so schnell wie möglich impfen, vor allem, da die neuen Virusvarianten ins Spiel kommen“, sagte die Kommissarin.

Sie bekräftigte darüber hinaus die Bedeutung von Corona-Tests. Die Kommission habe bereits 20 Millionen Antigen-Schnelltests für die EU-Staaten gekauft. Zudem habe sie eine gemeinsame Beschaffungsaktion für bis zu 550 Millionen weitere Tests für die nächsten Monate gestartet, auf die die EU-Staaten Zugriff erhalten sollen.

Ein neuer Corona-Todesfall in Friesland

Der Landkreis Friesland meldet heute einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Das ist mittlerweile der 31. Corona-Todesfall im Kreisgebiet.

Forscher: Wirtschaft leidet unter Corona bis mindestens 2025

Die deutsche Wirtschaft wird einem neuen Forschungsbericht des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge bis mindestens 2025 die Folgen der Corona-Pandemie spüren.

Alleine das Bruttoinlandsprodukt müsse in den nächsten fünf Jahren Abstriche um 0,6 Prozentpunkte wegen der Krise hinnehmen, sagte Enzo Weber, einer der Autoren des Berichtes. Auf dem Arbeitsmarkt müsse bis 2025 mit einem langfristigen Minus von 200.000 Jobs gerechnet werden.

Vor allem Einzelhandel, Unternehmensdienstleistungen, Gastgewerbe, Verkehr, Luftfahrt und Flugzeugbau spürten die Krise noch länger, betonte er. Positive Effekte gebe es dagegen in den Bereichen IT, öffentliche Dienste und Pharma. Insgesamt würden bedingt durch die Pandemie in Deutschland 500.000 Arbeitsplätze abgebaut und 300.000 aufgebaut. (Quelle: dpa)

Impfstart für Erzieher und Lehrer in NRW am 8. März

Die Corona-Impfaktion für Kita-Erzieher und Lehrer in Nordrhein-Westfalen beginnt am 8. März. NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) nannte diesen Termin am Montag in Düsseldorf für das Personal in Kitas und Schulen und sprach dabei von einem „Befreiungsschlag“ für die Beschäftigten und Familien. Nach dpa-Informationen geht es dabei um landesweit 168 000 Kita-Erzieher sowie um 89 000 Lehrer an den Grund-, Förder- und Sonderschulen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich vor einer Woche darauf geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der dritten in die zweite Gruppe hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und über 70-Jährige sowie auch Polizisten. (Quelle: dpa)

Keine Kontrollen an Grenze zu Frankreich trotz Virusvarianten

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verzichtet auch wegen der Haltung der Ministerpräsidenten im Saarland und in Rheinland-Pfalz auf stationäre Kontrollen an der Grenze zum französischen Virusvarianten-Gebiet Moselle.

Innerhalb der Bundesregierung hatte sich unter anderem Außenminister Heiko Maas (SPD) gegen solche Kontrollen ausgesprochen.

Auf die Frage, weshalb man hier nicht so verfahren sei wie an den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol, antwortete ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin: „Die Situation ist nicht vergleichbar. Moselle ist im französischen Staatsaufbau eine kleinere Verwaltungseinheit innerhalb der Region Grand d’Est. Bei der Wiedereinführung von Grenzkontrollen ist dies schon aus Gründen der Praktikabilität zu berücksichtigen.“ Außerdem würden solche Maßnahmen immer auch mit den betroffenen Bundesländern eng abgestimmt. Im Gegensatz zu Sachsen und Bayern hielten die betroffenen Bundesländer an der französischen Grenze die Wiedereinführung von Kontrollen derzeit für nicht geboten. (Quelle: dpa)

Friseure öffnen wieder - Mehrheit der Deutschen für Lockerungen

Trotz Anzeichen für eine nahende dritte Welle der Corona-Pandemie werden Lockdown-Maßnahmen in Deutschland am Montag leicht gelockert. Nach zweieinhalb Monaten dürfen bundesweit die Friseure wieder öffnen. Sie mussten seit dem 16. Dezember geschlossen bleiben, damals begann der harte Lockdown. In einigen Bundesländern öffnen jetzt auch andere Einrichtungen, darunter sind etwa Gartenmärkte, Blumenläden, Fußpflegesalons oder Fahrschulen.

Die Entscheidung zur bundesweiten Öffnung der Friseurbetriebe war beim vergangenen Bund-Länder-Treffen am 10. Februar getroffen worden. Am Mittwoch kommen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut zusammen - auch um über eine weitere Öffnungsperspektive im Lockdown zu sprechen. Der Druck vor den Beratungen ist groß, da auf der einen Seite der Wunsch nach mehr Freiheiten wächst, Experten aber zugleich den Beginn einer dritten Pandemie-Welle sehen. Zentrale Corona-Kennzahlen steigen wieder an, Grund dürfte die Ausbreitung ansteckenderer Virusvariationen sein.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (9 Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent meinen dagegen, der Lockdown sollte weiter gelockert werden. 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität. 5 Prozent machten keine Angaben. Zum ersten Mal seit Beginn des harten Lockdowns Mitte Dezember gibt es damit in den alle zwei bis vier Wochen durchgeführten YouGov-Umfragen eine Mehrheit für Lockerungen. (dpa)

Geisterspiele bis Saisonende? Umfrage-Mehrheit gegen Fan-Rückkehr

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge für Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga bis Saisonende. Angesichts der aktuellen Corona-Lage wollen 61 Prozent der Bundesbürger laut einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nicht, dass bis zum letzten Spieltag im Mai wieder Zuschauer in den Arenen zugelassen werden. Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Pandemie am Mittwoch waren nur 23 Prozent der Befragten dafür, die Stadiontore bald wieder für Fans zu öffnen.

Ende Oktober des Vorjahres hatten Bund und Länder beschlossen, angesichts steigender Corona-Fallzahlen Fans wieder gänzlich auszuschließen. Seither spielt die Bundesliga wie auch alle anderen Profiligen wieder vor leeren Rängen. „Wir hoffen, dass die beschlossenen Maßnahmen im Sinne der gesamten Gesellschaft schnell und nachhaltig Wirkung zeigen“, hieß es damals in einer Mitteilung der Deutschen Fußball Liga. Doch angesichts der bedrohlichen Zahl von Neuinfektionen und Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus war der Lockdown mehrfach verlängert worden. (dpa)

4732 Corona-Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 - und damit höher als am Vortag (63,8). Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 447 068 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.03., 05.30 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 255 500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70 105.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

+++ Ticker von Sonntag, 28. Februar +++

Polizei und Ordnungsdienst decken zahlreiche Verstöße gegen Corona-Auflagen auf

Auch am Freitag und am Wochenende überprüften Polizei und Ordnungsdienste in der Region wieder zahlreiche mögliche Verstöße gegen Corona-Auflagen. Diese Liste wird mit Eingang neuer Nachrichten vervollständigt:

Wilhelmshaven:

Zwei Fälle von Verstößen gegen die Corona-Verordnungen stellte die Polizei in Wilhelmshaven fest. Am Samstagnachmittag, stellte die Polizei fünf Personen in einem Haus fest, die sich offenbar zum schauen der Fußball-Bundesliga verabredet hatten. Die Beteiligten stammten aus drei unterschiedlichen Haushalten. Gegen die Personen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Zwei Beteiligte mussten die Örtlichkeit verlassen.

Ein Lebensmittelmarkt in der Adolfstraße wurde gegen 13 Uhr wegen positiver Corona-Fälle vom Gesundheitsamt geschlossen. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes stellte gegen 17 Uhr jedoch fest, dass der Betrieb dennoch weitergeführt worden ist. Die Polizei suchte den Laden mit zwei Funkstreifenwagen auf. Die Personalien aller im Laden befindlichen Kunden und Mitarbeiter wurden festgestellt. Auch auf den Ladenbetreiber kommt jetzt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zu.

Landkreis Friesland:

Am Samstagabend stellte die Polizei in einer Jagdhütte im Bereich der Urwaldstraße in Neuenburg acht feiernde Jugendliche aus mindestens drei unterschiedlichen Haushalten fes. Die Feier wurde durch die Polizei aufgelöst und entsprechende Ordnungswidrigkeiten an den Landkreis Friesland übermittelt.

Landkreis Aurich

In Großefehn trafen sich am Donnerstagabend mehrere Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einer Wohnung im Smutjes Pad. Es wurden die Personalien der anwesenden Personen festgestellt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Anschließend wurden die ortsfremden Personen der Wohnung verwiesen.

Am Freitag trafen sich in Schirum gegen 21:00 Uhr fünf Jugendliche aus unterschiedlichen Haushalten in einem Haus und verstießen gegen die bestehenden Kontaktbeschränkungen. Die Personalien der Jugendlichen wurden festgestellt und Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Anschließend verließen die Jugendlichen den Einsatzort.

Im Auricher Moorackerweg trafen sich laut Polizei am Sonntag, um 1:00 Uhr, vier Personen aus unterschiedlichen Haushalten und verstießen somit gegen die bestehenden Kontaktbeschränkungen. Die Zusammenkunft wurde aufgelöst und es wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Eine Feier in der Wiesenstraße musste am Sonntag durch die Polizei, um 0:50 Uhr, aufgelöst werden. In einer Wohnung trafen sich sieben Personen aus verschiedenen Haushalten. Die Verstöße gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen wurden geahndet und die Personen der Wohnung verwiesen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde auch in Norden eine „Corona-Party“ gemeldet. Bei der Kontrolle stellten die eingesetzten Beamten insgesamt vier Personen fest, die sich in einer Wohnung aufhielten und aus unterschiedlichen Hausständen stammten. Da zudem keine Mund-Nasen-Masken getragen und keine Mindestabstände eingehalten wurden, wurde die „Party“ aufgelöst. Gegen die angetroffenen Personen wurden Anzeigen erstattet.

Verbreiteter Wunsch nach Öffnung von Handel und Gastronomie

Wenige Tage vor neuen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie wächst der Wunsch der Menschen nach mehr Freiheiten.

Einer Umfrage zufolge wünscht sich eine Mehrheit der Menschen die Öffnung von Handel, Restaurants, Hotels und Museen noch im März. Der Deutsche Landkreistag fordert eine Strategie für regionale Lockerungen.

Am Mittwoch beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut. Sie sehen sich wachsendem Druck gegenüber, die Beschränkungen des Corona-Lockdowns zu lockern. Zugleich gibt es Sorgen vor einer dritten Pandemie-Welle. Seit einigen Tagen zeigen die Kurven von Neuinfektionen und Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner wieder nach oben. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 63,8. Das ist weit entfernt von dem Ziel von 35, ab dem deutliche Lockerungen wieder möglich werden sollten. Am Montag öffnen bundesweit zumindest die Friseure, in einigen Ländern auch vereinzelt andere Geschäfte wie Gartenmärkte.

In einer Umfrage des Insa-Meinungsforschungsinstituts für die „Bild am Sonntag“ sprachen sich 75 Prozent dafür aus, dass die Geschäfte im März wieder öffnen, 17 Prozent waren dagegen. Bei Restaurants wollen 54 Prozent der Befragten eine Öffnung im März, 35 Prozent lehnten dies ab. Auch bei Hotels (45 zu 37 Prozent), Kosmetiksalons (44 zu 32 Prozent) und Museen (42 zu 35 Prozent) überwogen die Öffnungsbefürworter. Anders sah es bei Kinos und Theatern aus. Hier sind 35 für eine Öffnung im März, aber 46 Prozent dagegen. Auch bei der Öffnung von Sportstätten und Fitnessstudios (40 zu 41) gab es mehr Gegner als Befürworter einer Öffnung.

Biden fordert schnelle Zustimmung zu Konjunkturpaket

Nach der Zustimmung des Repräsentantenhauses hat US-Präsident Biden den Senat zu einer schnellen Verabschiedung des von ihm vorgeschlagenen Konjunkturpakets gegen die Corona-Krise aufgerufen.

„Wir haben keine Zeit zu verlieren“, sagte Biden am Samstag (Ortszeit) bei einer kurzen Ansprache im Weißen Haus. „Die Menschen in diesem Land haben schon viel zu lange zu viel gelitten.“ Sein „amerikanischer Rettungsplan“ lindere dieses Leid, sagte der Präsident. Biden dankte dem Repräsentantenhaus, das dem Konjunkturpaket im Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) in der Nacht zu Samstag zugestimmt hatte.

Das von Bidens Demokraten dominierte Repräsentantenhaus hatte den Gesetzesentwurf mit einer knappen Mehrheit von 219 zu 212 Stimmen gebilligt. In einem nächsten Schritt muss nun der Senat zustimmen, wo ein Teil von Bidens Plan vorab einen Rückschlag erlitt: Die für die Verfahrensregeln in dieser Kammer zuständige Beamtin entschied, dass der landesweite Mindestlohn nicht im Rahmen des Konjunkturpakets auf 15 US-Dollar pro Stunde erhöht werden kann.

Der Umfang der von Biden vorgesehenen Maßnahmen entspräche fast zehn Prozent der US-Wirtschaftsleistung. Die Republikaner lehnen ein so umfangreiches Paket ab. Biden will mit dem Paket die Wirtschaft ankurbeln und Millionen neuer Jobs schaffen. Es sieht unter anderem Direktzahlungen an private Haushalte, Finanzierungshilfen für Coronavirus-Tests und für die Verteilung von Impfstoff sowie zusätzliche Unterstützung für Arbeitslose vor.

USA: Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson

Mit dem Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson kann in den USA künftig ein drittes Corona-Vakzin eingesetzt werden.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte eine Notfallzulassung für das Präparat. Es entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und muss - anders als die übrigen genutzten Impfstoffe - nicht zweimal gespritzt werden. US-Präsident Joe Biden sprach von „begeisternden Nachrichten für alle Amerikaner und einer ermutigenden Entwicklung in unserem Bemühen, die Krise zu beenden“.

Für eine Notfallzulassung der FDA gelten vergleichsweise niedrige Hürden. Vereinfacht gesagt muss dafür sichergestellt sein, dass ein Medikament oder Impfstoff nachweisbar mehr hilft als schadet. Eine reguläre Zulassung ist ein wesentlich langwierigerer Prozess.

Die vorliegenden Daten zum Johnson & Johnson-Impfstoff zeigten, „dass die bekannten und potenziellen Vorteile des Vakzins seine bekannten und potenziellen Risiken überwiegen“, hieß es in der FDA-Mitteilung. Basis dafür seien Tests mit Zehntausenden Probanden in mehreren Ländern. Die Notfallzulassung gilt für den Einsatz des Wirkstoffs bei Menschen ab 18 Jahren. Daten zur Dauer des Impfschutzes lägen noch nicht vor, erklärte die FDA. Auch gebe es keine belastbaren Erkenntnisse dazu, ob Geimpfte das Virus SARS-CoV-2 übertragen.

Bislang waren in den USA nur zwei Corona-Impfstoffe zugelassen: Das Vakzin des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie das Konkurrenzprodukt des US-Pharma-Unternehmens Moderna. In der EU sind die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca auf dem Markt. Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Zudem hat sie eine Option auf ausreichende Mengen für noch einmal 200 Millionen Personen.

+++ Ticker von Samstag, 27. Februar +++

Corona-Pandemie: Lockern trotz steigender Zahlen?

Vor den Bund-Länder-Beratungen zu möglichen Öffnungsschritten in der Corona-Pandemie steigen die zentralen Kennzahlen weiter an.

Bereits am Samstag stieg die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner um 1,2 auf 63,8. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). Die Inzidenz war infolge des Lockdowns bis Mitte Februar gesunken - auf 57,4 zum Ende der zweiten Februarwoche. Seit vergangenen Sonntag lag sie dann wieder bis auf einen Tag konstant über 60.

Auch der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert stieg laut RKI-Angaben vom Freitag um 0,03 Punkte auf 1,08. 100 Infizierte geben das Virus also rechnerisch an 108 weitere Menschen weiter. Der Wert bildet das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Unter eins flaut das Infektionsgeschehen ab - über eins nimmt es zu. Die ansteckendere und wohl auch tödlichere Mutation B.1.1.7 greift also weiter um sich. Der Mutations-Anteil stieg binnen zwei Wochen von knapp 6 auf mehr als 22 Prozent zum Ende der dritten Februarwoche.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Pandemie und zu möglichen Öffnungsschritten. „Ich glaube, dass wird eine besonders schwierige Woche werden“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Samstag im Podcast von „The Pioneer“. „Da rasen zwei Züge ungebremst aufeinander zu und wir wissen nicht, wie das noch zu lösen ist.“ Auf der einen Seite stehe der Wunsch nach Lockerungen - was auch zum Teil angekündigt wurde, so der Epidemiologe, auf der anderen Seite habe die dritte Welle begonnen. „Die Gefahr ist eben, dass wir in die dritte Welle hinein lockern.“

Alle Beteiligten wüssten, dass die Situation ungefähr so sei, wie er sie gerade beschrieben habe, sagte Lauterbach. „Daher wird im Hintergrund fieberhaft daran gearbeitet, ein Konzept zu entwickeln, was zwar Lockerungen schon vorsieht, diese Lockerungen aber in einer Art und Weise gestaltet, dass also die dritte Welle nicht befeuert wird, sondern zumindest gestreckt wird, möglicherweise auch verhindert wird.“

Bundesregierung will Corona-Beförderungsverbot verlängern

Die Bundesregierung will das Beförderungsverbot für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten bis 17. März verlängern. Das berichtet die „Funke Mediengruppe“, der ein entsprechender Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vorliegt.

„Mit einem deutlich verringerten Eintrag von Virusvarianten sollen weitere Infektionen möglichst verhindert werden“, heißt es demnach in dem Papier.

Aktuell gilt das Beförderungsverbot, das derzeit auch Einreisen aus Tschechien und weite Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol umfasst, bis 3. März. Im Prinzip dürfen von dort nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Unter anderem für Berufspendler, die in systemrelevanten Branchen arbeiten, gibt es Ausnahmen.

Menschen, die nach Deutschland einreisen, sollen ab Montag zudem eine Corona-SMS der Bundesregierung erhalten, wenn sich ihr Handy in das deutsche Mobilfunknetz einbucht. „Damit werden sie über die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzbestimmungen informiert sowie auf geltende Infektionsschutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hingewiesen“, heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Samstag.

Ein neuer Corona-Fall: Lockdown für neuseeländische Stadt Auckland

Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion in der neuseeländischen Stadt Auckland ist ein Lockdown von mindestens einer Woche verhängt worden. Sie wisse wie frustrierend das sei, sagte Premierministerin Jacinda Ardern.

Zurzeit sei unklar wie es zu der Ansteckung gekommen sei, sagte Ardern weiter. Die Gesundheitsbehörden seien dabei, eine Gen-Sequenzierung des nachgewiesenen Corona-Virus durchzuführen und Kontakte nachzuverfolgen. In Auckland gab es bereits am 14. Februar einen dreitägigen Lockdown, nachdem drei Corona-Neuinfektionen in einer Familie aufgetreten waren.

Ab Sonntagfrüh (Ortszeit) sind in der größten Stadt Neuseelands unter anderem Schwimmbäder, Museen, Kinos und Spielplätze geschlossen. Schulen bleiben weiterhin geöffnet, bieten jedoch nur Notbetreuung an. Zahlungen müssen ohne Bargeld erfolgen. Im Rest des Landes sind Versammlungen von mehr als 100 Menschen verboten.

Neuseeland gilt als Musterland in der Corona-Pandemie. In dem Land mit 4,8 Millionen Einwohnern wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bisher 2016 Infektionsfälle nachgewiesen, 26 Menschen sind nach einer bestätigten Corona-Infektion gestorben.

Politiker warnen vor überzogenen Erwartungen an EU-Impfpass

Politiker warnen parteiübergreifend vor zu hohen Erwartungen an einen EU-Impfpass. Mehrere Branchen, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden, setzen hingegen große Hoffnungen in einen solchen Nachweis.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union verständigten sich am Donnerstag darauf, dass innerhalb der nächsten drei Monate ein europäischer Impfpass entwickelt werden soll. Unklar ist aber noch, welche Erleichterungen damit verbunden sein werden.

CDU-Chef Armin Laschet wertete die Pläne für einen solchen Impfpass vor allem als Signal für gemeinsames Handeln in Europa. Er mahnte aber in der „Rhein-Zeitung“ (Samstag): „Auf Dauer dürfen wir die Menschen aber nicht einteilen in Geimpfte und Nicht-Geimpfte. Wir müssen insgesamt Grundrechtseingriffe zurücknehmen und Leben wieder möglich machen, für alle - und nicht nur für die, die geimpft sind.“

Die SPD-Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar sagte der „Welt“ (Samstag): „Ein europäisches Impfzertifikat ist kein Freifahrtschein mit Privilegien für Einzelne.“ Der Linke-Gesundheitsexperte Achim Kessler warnte in der Zeitung, das „Spaltungspotenzial eines Impfausweises“ sei enorm. Die Grünen-Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche mahnte in der „Welt“: „Die Frage eines europäischen Impfpasses für die Covid-19-Impfung und eine damit einhergehende Andersbehandlung Geimpfter stellt sich so lange nicht abschließend, bis die Daten verlässlich zeigen, inwieweit die Immunität anhält und ob eine Transmission des Virus durch die Impfung verhindert werden kann.“

TUI-Vorstandschef Friedrich Joussen, sagte hingegen der Zeitung, mit einem EU-einheitlichen Nachweis könne die Politik jetzt eine wichtige Basis für das Reisen im Sommer schaffen. Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges, betonte im „Focus“, sobald ausreichend Impfstoff vorhanden sei, müsse man „Geimpften ihre Freiheiten zurückgeben.“ „Es hat nichts mit Privilegien zu tun, wenn für Geimpfte, die andere nicht mehr anstecken können, die Grundrechte wieder gelten und sie auch wieder reisen können“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, Norbert Kunz, dem Nachrichtenmagazin. Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, forderte im „Focus“: „Wer nachweislich geimpft ist, sollte in jedem Fall von den Quarantänebestimmungen ausgenommen werden.“

Repräsentantenhaus stimmt Bidens Corona-Konjunkturpaket zu

Das US-Repräsentantenhaus hat dem von US-Präsident Joe Biden vorgeschlagenen Konjunkturpaket gegen die Corona-Krise im Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) zugestimmt.

Die von Bidens Demokraten dominierte Parlamentskammer verabschiedete den Gesetzesentwurf am Samstagmorgen (Ortszeit) mit knapper Mehrheit von 219 zu 212 Stimmen. In einem nächsten Schritt muss der Senat zustimmen, wo ein Teil von Bidens Plan vorab einen Rückschlag erlitt: Die für die Verfahrensregeln in dieser Kammer zuständige Beamtin entschied, dass der landesweite Mindestlohn nicht im Rahmen des Konjunkturpakets auf 15 US-Dollar pro Stunde erhöht werden kann.

Biden zeigte sich enttäuscht, ließ aber mitteilen, er respektiere die Entscheidung. Er forderte den Kongress auf, seinen „Amerikanischen Rettungsplan“ nun schnell zu verabschieden. Der Umfang der Maßnahmen entspräche fast zehn Prozent der US-Wirtschaftsleistung.

Impfstoffdiplomatie: Neue Machtpolitik und die Not der armen Länder

China, Russland und Indien: Lange bevor die globale Impfinitiative Covax vergangene Woche die ersten 600.000 Impfdosen an das erste Empfängerland Ghana schickte, haben die drei Länder zusammen schon Millionen Impfdosen an Dutzende arme Länder geliefert.

Während die reiche westliche Welt mit ihrer Impfhilfe für die ärmeren Länder nur langsam in die Gänge kommt, bieten sich China, Russland und Indien als Retter in der Not an. Impfstoffe sind die neue Währung der Diplomatie.

Kritiker beklagen eine „neue Machtpolitik“, ein Ringen um Einflusssphären in Afrika, Lateinamerika, Asien oder selbst Osteuropa. Aber viele Länder haben oft gar keine andere Chance. Die Alternative wäre, keine oder zu wenig Impfstoffe zu bekommen oder zu lange darauf warten zu müssen. „In der Pandemie bedeutet Zugang zu Impfstoffen, dass Leben gerettet werden können“, sagt Achal Prabhala von der Shuttleworth Stiftung in Südafrika, der in der People’s Vaccine Campaign, einer Dachorganisation der Entwicklungsorganisation Oxfam, mitarbeitet und sich für fairen Zugang zu Medizin einsetzt.

Er weist Bedenken zurück und fragt: „Sollte sich nicht die vorrangige Frage darauf konzentrieren, wie in der Pandemie Leben gerettet werden, und weniger darauf, wie das Spiel am Ende aussieht oder welche möglicherweise diabolischen politischen Konsequenzen diese Impfdiplomatie langfristig hat?“. Natürlich bauten China, Russland und Indien ihre Softpower aus oder verbesserten ihr Ansehen - so wie es auch westliche Geberländer täten. „Es ist nicht völlig selbstlos.“

RKI registriert 9762 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9762 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 369 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9164 Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.14 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 63,8 - und damit etwas höher als am Vortag (62,6).

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Vor vier Wochen, am 30. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 90,9 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Virus-Varianten: Biden warnt vor steigenden Fallzahlen

US-Präsident Joe Biden hat angesichts neuer Coronavirus-Varianten vor der Gefahr erneut steigender Fallzahlen in der Pandemie gewarnt.

„Das Schlimmste, was wir jetzt tun können, ist, in unserer Wachsamkeit nachzulassen“, sagte Biden bei einem Besuch in Houston im Bundesstaat Texas. Er rief die Amerikaner dazu auf, sich impfen zu lassen. „Die Impfungen sind sicher“, sagte er. „Ich schwöre Ihnen, sie sind sicher und wirksam.“ Biden appellierte außerdem an seine Landsleute, Masken zu tragen. Er betonte erneut, es sei keine politische Aussage, ob man einen Mund-Nasen-Schutz trage oder nicht.

US-Forscher haben sich zuletzt besorgt über neue Coronavirus- Varianten in Kalifornien und New York gezeigt. Die täglichen Fallzahlen in den USA liegen weit unterhalb von denen zu Jahresbeginn. In den vergangenen Tagen stagnierten sie aber oberhalb der Marke von 70.000. Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 510.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus ums Leben gekommen. Der US-Präsident und First Lady Jill Biden besuchten am Freitag Texas, nachdem der Bundesstaat von verheerenden Winterstürmen heimgesucht worden war.

+++ Ticker von Freitag, 26. Februar +++

Bundesverdienstkreuz für Biontech-Gründer

Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin erhalten das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Die Auszeichnung soll dem Forscher-Ehepaar am 19. März in Schloss Bellevue durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht werden, wie das Bundespräsidialamt in Berlin mitteilte.

Die beiden Wissenschaftler „verbinden medizinische Grundlagenforschung mit deren Übersetzung in eine praktische Nutzung“, heißt es in der Begründung. Mit der Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19 hätten Türeci und Sahin einen „entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet“.

Die Preisverleihung ist laut Bundespräsidialamt die erste persönliche Ordensaushändigung des Bundespräsidenten in diesem Jahr.

Eigenkapital vieler Kleinbetriebe schrumpft bedrohlich

Kleine Unternehmen haben durch die Corona-Krise laut Ifo-Institut weit höhere Insolvenzrisiken als große. Das sei besonders bei den kleinsten 25 Prozent der mittelständischen Betriebe sichtbar.

Ihre Eigenkapitalausstattung sei deutlich dünner, Finanzierungsprobleme und Existenzbedrohung seien ausgeprägter, erklärten die Wirtschaftsforscher in einer am Freitag veröffentlichten Studie für die Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern.

„Unprofitable Firmen künstlich am Leben zu halten, ist nicht der richtige Weg. Das führt zu Wettbewerbsverzerrung“, sagte Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. Aber der Staat sollte Betrieben mit stabiler Geschäftsentwicklung vor der Krise jetzt beim Eigenkapital helfen, zum Beispiel durch steuerliche Verrechnung früherer Gewinne mit heutigen Verlusten.

Ein Drittel der befragten Unternehmen berichte über eine Abnahme des Eigenkapitals, nur 6 Prozent über starke Rückgänge. Aber nicht nur nach der Unternehmensgröße, auch nach Branchen gebe es starke Unterschiede. „Das Gastgewerbe, die Reisebranche und der Kunst- und Unterhaltungssektor verzeichneten deutlich höhere Einbrüche beim Eigenkapital als der Durchschnitt. Viele Unternehmen in diesen Sektoren waren vor der Krise gesund“, sagte Peichl. In Teilen der Industrie sei das Geschäft schon vor Corona schlecht gelaufen, und sie litten aktuell auch unter abschmelzenden Eigenkapitalausstattungen.

RKI verschärft Empfehlung zu Corona-Mutanten

Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte.

Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten - unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt - vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte.

Am Freitag hatten die Gesundheitsämter dem RKI 9997 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen 24 Stunden 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet.

Brauer bekommen Kosten für verdorbenes Bier ersetzt

Brauereien bekommen wegen der Corona-Beschränkungen die Kosten für verdorbenes Bier ersetzt. Dies sei bei einer Schalte der Länder mit den zuständigen Bundesministerien beschlossen worden, sagte ein Sprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums am Freitag.

Dies soll im Rahmen der Überbrückungshilfe III geschehen. Das Bundesfinanzministerium bestätigte, dass „Hersteller und Großhändler von verderblicher Ware für die Gastronomie und den Garten- und Gemüsebau“ die Überbrückungshilfe für verderbliche Waren in Anspruch nehmen können.

Brauereien haben während der aktuellen Einschränkungen das Problem, dass Fassbier kaum zu verkaufen ist, weil Gaststätten geschlossen haben und es keine Volksfeste gibt. Da bei immer mehr Fässern das Ablaufdatum näher rückt oder überschritten wird, musste zuletzt nach Angaben der Brauer in Deutschland Bier im Millionenwert weggeschüttet werden. Manche Brauereien verschenkten das Bier auch.

Großteil der Pflegeheimbewohner gegen Corona geimpft

Rund zwei Monate nach dem Start der Impfkampagne in Deutschland hat die große Mehrheit der besonders anfälligen Pflegeheimbewohner in Deutschland eine Corona-Impfung erhalten.

Mehr als 795.000 von ihnen wurde eine erste Dosis gespritzt, mehr als 550.000 auch schon die zweite, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (Stand: Freitag 10 Uhr) hervorgeht. Insgesamt wird von rund 900.000 Menschen in solchen Einrichtungen ausgegangen. Senioren in Gemeinschaftsunterkünften gelten als besonders gefährdet für schwere und tödliche Verläufe.

„Das Risiko, an Corona zu erkranken, hat sich für unsere höchstbetagten Bürgerinnen und Bürger deutlich reduziert“, betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die allermeisten Pflegeheimbewohner hätten das Impfangebot angenommen, mehr als 40 Prozent der bisher eingesetzten Dosen seien Menschen über 80 Jahren verabreicht worden. Die Strategie, die besonders Verwundbaren zuerst zu impfen, sei aufwendiger und dauere zu Beginn länger, rette aber Leben.

Absage für traditionelle Osterfeuer im Landkreis Friesland

Der Landkreis Friesland teilt mit, dass die traditionellen Osterfeuer aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden können. Diese Entscheidung wurde gemeinsam mit den Städten und Gemeinden getroffen.

Sinn und Zweck der Brauchtumsfeuer ist die Zusammenkunft der Ortsbewohner zur Pflege der vorhandenen Brauchtümer. Da Osterfeuer öffentlich und für jedermann zugänglich sind, ist die teilnehmende Personenanzahl nicht absehbar und es kann hier zu einer Ansammlung von zahlreichen Menschen aus unterschiedlichen Haushalten kommen, eine Kontaktnachverfolgung wäre nicht möglich.

„Vor dem Hintergrund, soziale Kontakte weiter gering zu halten, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren, sind auch in diesem Jahr Osterfeuer nicht möglich. Hier sind sich Landkreis, Städte und Gemeinden einig. Weiterhin ist wichtig, dass wir Infektionsketten schnellstens ermitteln und somit eine unkontrollierte Verbreitung des Virus verhindern. Und um dies auch zu gewährleisten, können die Brauchtumsfeuer in diesem Jahr bedauerlicherweise nicht stattfinden“, erläutert Gesundheitsdezernent Bernd Niebuhr die Entscheidung.

Spahn zu Lockerungen: „Größtmögliche Umsicht und Vorsicht“ geboten

In der Diskussion über Lockerungen der strengen staatlichen Beschränkungen in der Corona-Pandemie hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor übereilten Entscheidungen gewarnt. „Ich empfehle uns allen größtmögliche Umsicht und Vorsicht“, sagte der CDU-Politiker am Freitag vor Journalisten in Berlin. Er verwies darauf, dass der von Bund und Ländern angestrebte Wert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern und Woche vielerorts noch nicht erreicht sei - und für viele Bundesländer derzeit auch nicht erreichbar sei.

Spahn sagte, er wisse um die Ermüdung der Bürger nach dem wochenlangen Lockdown, ebenso um die Belastungen. Viele seien genervt. „Aber es nützt ja alles nichts. Das Virus ist da, und wir müssen damit umgehen“, sagte er. (Quelle: dpa)

Corona in den USA: Rund 75.000 Neuinfektionen

In den USA ist die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen.

Die Behörden meldeten am Donnerstag 75.176 neue Fälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Am Donnerstag der Vorwoche waren noch 69 266 neue Infektionen gemeldet worden. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 299 786 neuen Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Die Zahl der täglichen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Ansteckung ging im Wochenvergleich leicht zurück. Sie lag laut JHU am Donnerstag bei 2237. Am gleichen Tag der Vorwoche waren 2451 Todesfälle gemeldet worden. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit 4407 Toten verzeichnet. (Quelle: dpa)

Jeweils ein neuer Todesfall in Aurich und Wilhelmshaven

Der Landkreis Aurich meldete heute den 41. Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Auch in Wilhelmshaven gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Krankheit.

Bundestag will neue Corona-Hilfen absegnen

Lockdown, Maskentragen, Homeoffice - die anhaltenden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie zehren nicht nur an den Nerven, sie kosten Bürger und Unternehmen oft auch viel Geld.

Familien, Geringverdienern, Restaurants und Unternehmen mit Verlusten will die Bundesregierung jetzt unter die Arme greifen. Die große Koalition hat zwei Pakete geschnürt, die heute im Bundestag beschlossen werden sollen. Doch Opposition und Wirtschaft ist das nicht genug. Und auch die Länder dürfen - voraussichtlich Anfang März - ihre Meinung noch kundtun.

Union und SPD hatten die neuen Hilfen nicht nur mit den ungewöhnlichen Belastungen, etwa Ausgaben für Schutzmasken und Schnelltests, für die Bürger begründet. Sie sollen auch die Konjunktur ankurbeln und die Menschen dazu bewegen, wieder mehr Geld auszugeben. Bereits im vergangenen Jahr hatte es so ein Konjunkturprogramm gegeben - manche Maßnahmen wirkten gut, andere kaum, wie Konjunkturforscher herausfanden. Diese Hilfen sind dieses Mal geplant. (Quelle: dpa)

Weil: Mehr Freiheiten auch für Getestete

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat angeregt, in der Corona-Pandemie nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben. „Wir können nicht nur an die einstweilen wenigen Glücklichen, die geimpft sind, denken“, sagte der SPD-Politiker der „Braunschweiger Zeitung“ (Freitag). An einer solchen Perspektive etwa für Gastronomen und Einzelhändler „müssen wir hart arbeiten“. Es sei klar, dass man weiter Maske tragen, Abstand halten und Hygienekonzepte beachten müsse.

Dennoch eröffne sich mit Impfen, Testen und Schutzmaßnahmen wieder deutlich mehr Spielraum, sagte Weil. „Das bloße Warten auf Inzidenzwerte unter 35 bringt uns nicht voran.“ Er verwies auf Schnelltests, die wesentlich anwendungsfreundlicher seien. Mit Hilfe der Corona-Warn-App könnten Impfung und Schnelltests gebündelt und angezeigt werden. (Quelle: dpa)

Handel: Merkel soll am 3. März Öffnungsstrategie vorlegen

Der Handel in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, am 3. März eine „vom Bund und von allen 16 Bundesländern getragene, einheitliche Öffnungsstrategie vorzulegen“. Dem Handel und seinen Beschäftigen müsse endlich eine tragfähige Zukunftsperspektive geboten werden, verlangten der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE) Josef Sanktjohanser und zahlreiche Topmanager der Branche in einem Brief an die Kanzlerin, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Nach wie vor vermisse die Wirtschaft eine klug zwischen Bund und Ländern abgestimmte Politik mit Impfkonzept, angepassten Hygieneregeln, Teststrategien und App-Lösungen, die funktionieren und bei denen Datenschutzregeln temporär krisenbedingt zur besseren Rückverfolgbarkeit der Infektionen suspendiert würden, heißt es in dem Brief. Dabei könne auf diesem Weg sowohl dem Gesundheitsschutz als auch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten des Lockdowns Rechnung getragen werden. (Quelle: dpa)

Soziologe: Gegner der Corona-Maßnahmen trauen der Regierung nicht

Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen haben sich nach Überzeugung des Soziologen Simon Teune nicht erst Schritt für Schritt im Laufe des vergangenen Jahres radikalisiert. „Wenn man diese Proteste unter den verschiedenen Namen Hygienedemos, Querdenker und so weiter genauer anguckt, sieht man, dass viele, die da teilnehmen, schon vor den Protesten eine radikale Deutung der Corona-Krise plausibel fanden“, sagte Teune der Deutschen Presse-Agentur.

„Sie sind überzeugt, dass damit die Gefahr einer Entdemokratisierung verbunden ist und dass sich Deutschland bereits auf dem Weg in die Diktatur befindet“, so der Protestforscher, der am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam arbeitet.

„Diese weitreichenden Deutungen haben schon von Anfang an bei den Protesten die Runde gemacht, die Deutung, dass die Presse gleichgeschaltet sei mit Bezug auf das Thema Corona oder dass es den Regierenden in erster Linie darum gehe, Corona als Vorwand zu benutzen, um Grundrechte einzuschränken“, erklärte Teune. (Quelle: dpa)

RKI registriert 9997 Corona-Neuinfektionen und 394 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9997 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 62,6 - und damit höher als am Vortag (61,7). Vor vier Wochen, am 29. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 94,4 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.