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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus-Ticker: Rumänien und Tunesien als Risikogebiete eingestuft

08.10.2020

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven gibt es aktuell zehn „akute Fälle. Seit Beginn der Pandemie wurde bei 66 Personen das Coronavirus nachgewiesen, eine Person ist verstorben. (Stand: 7. Oktober, 12.20 Uhr)

Derzeit wurde bei 14 Personen im Landkreis Friesland das Coronavirus nachgewiesen. Davon fünf Personen werden stationär behandelt. Seit Beginn der Pandemie wurde bei 117 Personen im Kreisgebiet das Virus nachgewiesen, zwei davon sind verstorben. (Stand: 7. Oktober, 12.28 Uhr)

Im Landkreis Wittmund gibt es derzeit 14 Personen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Seit Beginn der Pandemie waren es insgesamt 80. 66 Menschen gelten als genesen (Stand: 7. Oktober, 12.21 Uhr)

Derzeit gibt es im Kreis Aurich positive Nachweise bei 27 Patienten. Seit Beginn der Pandemie gab es 244 bestätigte Infektionen. Neun Personen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. (Stand: 7. Oktober, 12.25 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland insgesamt bis dato 306.086 Infektionen und 9562 Todesfälle. (Stand: 7. Oktober, 12.29 Uhr).

+++ Ticker am Donnerstag, 8. Oktober +++

Trump verspricht Covid-Behandlung mit Antikörper-Mitteln

US-Präsident Donald Trump hat seinen Landsleuten eine kostenlose Covid-Behandlung mit Antikörper-Mitteln versprochen, wie er sie bekommen hat. „Ich nenne es ein Heilmittel“, verkündete Trump in einem Video.

Er wolle den raschen Einsatz der Arzneien mit einer außerordentlichen Erlaubnis ermöglichen. Der US-Präsident war vergangene Woche mit einem noch experimentellen Mittel der Biotech-Firma Regeneron behandelt worden. Danach habe er sich binnen 24 Stunden „großartig“ gefühlt, schwärmte Trump. „Ich will, dass Sie bekommen, was ich bekommen habe - und ich werde es kostenlos machen.“ Es gebe „hunderttausende Dosen“ davon, und man wolle sie so schnell wie möglich in die Krankenhäuser bringen. Das Militär sei für die Verteilung zuständig, sagte Trump. „Das nennt man Logistik.“ Unklar ist allerdings, ob und wie der Zulassungsprozess für so neue Medikamente beschleunigt werden kann.

Es sei „Gottes Segen“ gewesen, dass er an Covid-19 erkrankt sei, sagte Trump weiter. Dadurch sei er auf die Antikörper-Behandlung aufmerksam geworden. „Ich hatte von diesem Medikament gehört. Ich sagte, lasst mich das nehmen. Es war mein Vorschlag. Und es war unglaublich, wie es gewirkt hat“, sagte Trump. „Und wenn ich mir das nicht eingefangen hätte, hätten wir es nur in einer Reihe mit anderen Medikamenten betrachtet.“

Vize-Kandidaten im TV-Duell: Kamala Harris greift beim Coronavirus an

In der einzigen TV-Debatte der Vize-Kandidaten vor der US-Präsidentenwahl hat Kandidatin Kamala Harris das Coronavirus zu einem zentralen Thema gemacht.

„Das amerikanische Volk ist Zeuge des größten Versagens einer Regierung in der Geschichte unseres Landes geworden“, sagte Harris am Mittwoch in Salt Lake City auf einer Bühne mit Vizepräsident Mike Pence. „Das amerikanische Volk hat Opfer bringen müssen wegen der Inkompetenz dieser Regierung.“ Pence konterte mit dem oft auch von Donald Trump vorgebrachten Argument, dass Maßnahmen seiner Regierung hunderttausende Menschenleben gerettet hätten.

Die Debatte verlief viel geordneter als das Duell von Trump und Herausforderer Joe Biden, das eine Woche zuvor im Chaos versunken war. Der Auslöser dafür war vor allem, dass Trump immer wieder Biden ins Wort fiel. Die Vize-Kandidaten unterbrachen einander kaum - auch weil Harris zwei Anläufe von Pence mit einem resoluten „Mr. Vizepräsident, jetzt rede ich“ unterband. Dafür überzog Pence immer wieder die ihm zugeteilte Zeit. Er ließ sich auch von der Moderatorin - der Journalistin Susan Page von der Zeitung „USA Today“ - nicht stoppen und redete einfach weiter.

Pence fiel auch damit auf, dass er mehrfach einfach die Fragen ignorierte und stattdessen die Botschaften platzierte, die er unterbringen wollte. So redete er bei einer Frage nach der Position zu Abtreibungen zunächst einmal darüber weiter, wie die Trump-Regierung Irans Top-General Ghassem Soleimani mit einem Raketenangriff getötet hatte.

BVB Dortmund-Spieler Akanji mit Coronavirus infiziert

Im Fußball-Nationalteam der Schweiz gibt es nach Xherdan Shaqiri einen weiteren Corona-Fall.

Wenige Stunden vor dem Testspiel in St. Gallen gegen Kroatien gab der Schweizer Fußball-Verband (SFV) bekannt, dass Manuel Akanji vom Bundesligisten Borussia Dortmund positiv auf das Virus getestet wurde. „Er befindet sich deshalb präventiv in Isolation und zeigt keine Symptome“, teilte der Verband auf seiner Internetseite mit. Weitere Abklärungen seien im Gange.

Während das Spiel gegen Kroatien in Absprache mit den Behörden wie geplant stattfinden konnte, sind die kommenden Nations-League-Spiele ungewiss. Die Schweiz ist am 13. Oktober in Köln Gegner der deutschen Mannschaft. Zuvor steht für die Nati das Spiel am Samstag in Madrid gegen Spanien auf dem Programm. Es sei in Abklärung, welchen Einfluss die aktuelle Faktenlage auf den weiteren Verlauf der Auswahlspiele habe, hieß es vonseiten des SFV.

Dem Verband zufolge ist gesichert, dass sich der Dortmunder Abwehrspieler Akanji nicht bei Shaqiri angesteckt hat. „Der SFV erhielt diesbezüglich ebenfalls vorab mündlich die Information, dass Shaqiris positives Testergebnis wohl auf eine frühere Infektion zurückzuführen ist und er deshalb nicht infektiös ist“, teilte der Verband mit. Dies habe sich aus einem zusätzlich durchgeführten Bluttest mit sicherem Nachweis von Antikörpern ergeben.

Rumänien und Tunesien als Risikogebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie einzelne Regionen in sieben EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste entsprechend.

Darauf sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen zu finden, die an Deutschland grenzen. Als letzte kam am Mittwoch Limburg hinzu, Zeeland an der Nordseeküste ist die einzige der zwölf niederländischen Provinzen, die noch kein Risikogebiet ist.

Erstmals wurden Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt. In Slowenien kam unter anderem die Hauptstadt Ljubljana hinzu, außerdem Regionen in Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien. Das Auswärtige Amt sprach für alle diese Gebiete auch eine Reisewarnung aus.

Es wurden aber auch zwei Regionen wieder von der Risikoliste gestrichen: Die auch bei deutschen Urlaubern beliebte Insel Korsika und eine Region in Kroatien.

+++ Ticker am Mittwoch, 7. Oktober +++

Reisende aus deutschen Risikogebieten von Beherbergungsverbot betroffen

Die Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten beschlossen. Das Verbot gelte bundesweit, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen nach einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun. (dpa)

Ministerpräsident Stephan Weil hat angesichts steigender Infektionszahlen heute in einer Regierungserklärung zur...Gepostet von Niedersachsen am Mittwoch, 7. Oktober 2020

Umsatz der Reisebranche bricht weiter ein

Die Umsatzbilanzen von Reisebüros und Veranstaltern verschlechtern sich in der Corona-Krise weiter.

Reisewarnungen und Buchungszurückhaltung der Kunden reißen tiefe Löcher. Nach einer Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) sind die Umsätze zum Buchungsstand Ende August 2020 für die diesjährige Sommersaison zusammengerechnet um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Ende Juli lag das Minus bei 70 Prozent. Die Wintersaison 2020/21 verzeichnete einen Rückgang um 59 Prozent.

Die derzeit geltenden Reisewarnungen für beliebte Sonnenziele, zum Beispiel für die Kanaren oder Ägypten, belasten das Wintergeschäft. Die Vorausbuchungen für die winterlichen Reisemonate fielen weit unterdurchschnittlich aus, die Verluste summierten sich von Monat zu Monat, erläuterte das Analysehaus.

Neben der Zurückhaltung verunsicherter Kunden belasten Stornierungen gebuchter Reise wegen Reisewarnungen die Branche. Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine abschreckende Wirkung haben. Sie ermöglicht es Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Falls Kunden nicht umbuchen wollen oder Gutscheine akzeptieren, müssen Veranstalter bereits geleistete Anzahlungen zurückerstatten.

Deutsche Gesamtproduktion sinkt im August überraschend

Die deutsche Industrie hat ihre Erholung im August überraschend nicht fortgesetzt. Die Industrieproduktion sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten einen Zuwachs um 1,5 Prozent erwartet.

Damit hat sich der Juli-Trend fortgesetzt: Bereits im Vormonat hatte sich die Erholung mit einem Anstieg um nur noch 1,4 Prozent merklich abgekühlt, nachdem die Gesamtproduktion im Mai noch 9,3 Prozent zulegen konnte.

Grund für die Stagnation im August war den Angaben des Statistikamts zufolge die Entwicklung in der Automobilindustrie: Nach einem Anstieg um 8,9 Prozent im Juli sei die Produktion dort im Folgemonat um 12,5 Prozent zurückgegangen.

Mehr als 2800 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl erfasster Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist so hoch wie seit der zweiten Aprilhälfte nicht mehr.

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2828 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen bekanntgab. Das sind über 150 mehr als am Freitag, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der zuvor geltende Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war. Es sei notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiere, mahnte das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend.

Derzeit liege die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Berlin und Bremen sehr deutlich, in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen deutlich über dem bundesweiten Durchschnittswert. Fallhäufungen werden demnach derzeit insbesondere im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis sowie unter anderem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie verschiedenen beruflichen Settings erfasst. Der Anteil der Reiserückkehrer aus dem Ausland sei deutlich gesunken.

Neuinfektionen in Tschechien überschreiten 4000er-Marke

In Tschechien spitzt sich die Corona-Lage immer weiter zu. Das EU-Land verzeichnete einen neuen Rekord bei den täglichen Neuinfektionen.

Am Dienstag kamen 4457 bestätigte Fälle hinzu, wie am Mittwoch aus Behördendaten hervorging. 794 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. „Wir sind in der Phase eines relativ intensiven Anstiegs“, sagte Gesundheitsminister Roman Prymula nach Angaben der Agentur CTK. Der 56-Jährige kündigte an, dass er am Freitag radikalere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bekanntgeben werde. Zudem wolle er dem Kabinett vorschlagen, Medizinstudenten zum Einsatz in den Krankenhäusern zu verpflichten.

Im europaweiten Vergleich ist Tschechien mittlerweile trauriger Spitzenreiter bei den Neuerkrankungen. Nach den letzten Daten der EU-Behörde ECDC steckten sich innerhalb von 14 Tagen im Schnitt 326,8 Personen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. Für Spanien lag der Wert bei 302,4 und für Deutschland bei 35,1.

Online-Handel: Strengere Vorgaben bei Lebensmitteln geplant

Für Online-Anbieter von Lebensmitteln sollen künftig strengere gesetzliche Vorgaben gelten. Darauf zielen Pläne von Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU), mit denen sich am Mittwoch das Bundeskabinett befasst.

Unter anderem sollen Behörden unter Pseudonym Proben für Kontrollen bestellen können, wie es bei Läden schon möglich ist. Betreiber von Online-Marktplätzen sollen nach Angaben des Ministeriums stärker in die Pflicht genommen werden können, unsichere Erzeugnisse aus dem Angebot zu nehmen.

Die Gesetzespläne sehen außerdem vor, etwa bei Lebensmittelskandalen Warenströme schneller nachvollziehen zu können. So sollen betroffene Firmen Informationen zur Rückverfolgbarkeit in einer Frist von 24 Stunden und elektronisch an die zuständigen Behörden übermitteln. Über die Änderungen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches berichtete zuerst das Fachmagazin „Agrarheute“.

Bahn und Bundespolizei kontrollieren verstärkt Maskenpflicht

Die Sicherheitsdienste der Deutschen Bahn und die Bundespolizei kontrollieren derzeit schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen.

„Den ersten Schwerpunkt bildet Norddeutschland“, teilte die Bahn mit. Am Mittwoch soll demnach verstärkt im Regional- und Fernverkehr in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen kontrolliert werden, ob alle Fahrgäste eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Wer das nicht tut, dem droht das Ende der Fahrt sowie mancherorts ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. An den Wochenenden sowie während der Herbstferien will der Konzern in den Fernzügen zudem doppelt so viele Sicherheits-Mitarbeiter einsetzen wie bislang.

Auf die Schwerpunktkontrollen einigten sich Mitte September Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Bundespolizei, Gewerkschaften und Verkehrsunternehmen. Zuvor hatten vor allem die Arbeitnehmervertreter kritisiert, Zugbegleiter seien mit der Durchsetzung der Maskenpflicht überlastet. Die Erklärung, die bei dem Treffen zustande kam, sieht eine klarere Aufgabenverteilung vor. Kontrollieren sollen zwar weiterhin auch die Zugbegleiter. Aber: „Das Erheben von Bußgeldern bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bleibt Aufgabe der zuständigen Behörden.“

Die Länder hatten sich im August darauf verständigt, ein Mindestbußgeld von 50 Euro für Maskenverweigerer festzulegen. Allein Sachsen-Anhalt zog nicht mit. Dort gibt es kein Bußgeld. Die Schwerpunktkontrollen will die Bahn bis zum Dezember fortsetzen.

Trump stoppt Verhandlungen über Hilfspaket

Vier Wochen vor der Wahl hat US-Präsident Donald Trump die Hoffnungen auf ein neues Corona-Konjunkturpaket noch vor der Abstimmung am 3. November zunichte gemacht.

Trump wies die Regierung und seine Republikaner an, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Hilfspaket zu verhandeln. Dafür versprach der US-Präsident auf Twitter, dass es „sofort“ nach seinem Wahlsieg ein großes Konjunkturpaket geben werde. Inzwischen ist es zudem wenig wahrscheinlich, dass - wie von Trump in Aussicht gestellt - erste Corona-Impfstoffe noch vor der Wahl zugelassen werden.

Trump, der am Montagabend nach einem dreitägigen Klinik-Aufenthalt wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Weiße Haus zurückgekehrt war, will sich am 3. November eine zweite Amtszeit sichern. Sein demokratischer Gegenkandidat ist Ex-Vizepräsident Joe Biden. Derzeit liegt Trump nach Umfragen klar hinter Biden zurück. In einer neuen Erhebung des Nachrichtensenders CNN führt Biden mit 57 zu 41 Prozent.

Das Land ächzt unter der Corona-Krise - inzwischen haben sich in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 7,5 Millionen Menschen angesteckt, mehr als 210.000 sind nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben - etwa ein Fünftel aller Toten weltweit.

Distanzunterricht für den 13. Jahrgang der IGS Wilhelmshaven

Zwei neue bestätigte Corona-Fälle sind dem Gesundheitsamt Wilhelmshaven am Dienstagnachmittag gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der infizierten Personen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven auf 66, zehn Personen gelten als akute Fälle. Eine Person gehört zur Schülerschaft des Abschlussjahrgangs der IGS Wilhelmshaven. Der Jahrgang wird nun vorerst im Distanzunterricht unterrichtet, bis die Testergebnisse der engen Kontakte vorliegen.

Klopapier-Umsätze höher als vor Corona-Krise

Der Bedarf nach Toilettenpapier ist im Jahr 2020 trotz eines zwischenzeitlich schweren Umsatzeinbruchs größer als im Vergleichszeitraum im Jahr davor.

Für die Zeit zwischen Januar und Mitte September sei der Umsatz mit Toilettenpapier bei Drogerien und Supermärkten im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent gewachsen, teilte das Marktforschungsunternehmen Iri mit.

Zu Beginn der Corona-Krise waren die Umsätze mit Toilettenpapier in Drogerien und größeren Supermärkten rasant in die Höhe geschnellt. In der zweiten Märzwoche etwa lag der Umsatz um 135 Prozent höher als in der Vergleichswoche 2019, wie aus den Iri-Zahlen hervorgeht. Danach ging es jedoch steil bergab mit der Nachfrage, ehe sich die Zahlen im Juli wieder stabilisierten. Trotzdem lagen die Umsätze in der zweiten Septemberwoche noch immer um rund neun Prozent unter dem Wert der Vergleichswoche 2019.

„Es könnte natürlich zu erneuten Hamster-Käufen kommen“, sagte Marktforschungs-Experte Dominick Overbeck von Iri mit Blick auf eine mögliche zweite Pandemie-Welle im Winter. Gleichzeitig könne es jedoch sein, dass die Verbraucher aufgrund der Erfahrungen in der ersten Welle keine Versorgungs-Lücken befürchteten und deshalb auf eine ständige Verfügbarkeit vertrauten.

+++ Ticker am Dienstag, 6. Oktober +++

Acht Corona-Fälle in Wilhelmshaven

Wilhelmshaven hat seine aktuelle Tagesmeldung veröffentlicht: Demnach gibt es dort derzeit acht Corona-Fälle. Damit liegt die Gesamtzahl bei 64, davon ist ein Mensch verstorben, 55 sind genesen. In Quarantäne befinden sich 88 Menschen, die Gesamtzahl der Quarantäne-Fälle beläuft sich auf 1208.

Mehr als 2600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2600 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2639 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 303.258 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 6.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9546.

Condor nimmt Langstrecke wieder auf - Schutzschirm endet bald

Der Ferienflieger Condor nimmt trotz der Corona-Krise zum 31. Oktober wieder erste Langstreckenflüge auf. Erstes Übersee-Ziel ab Frankfurt und Düsseldorf ist Varadero auf Kuba, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zuvor hatten die kubanischen Behörden wieder die Einreise deutscher Touristen zugelassen und das Auswärtige Amt seine pauschale Reisewarnung aufgehoben. Neben den reinen Flugtickets seien über verschiedene Veranstalter auch Pauschalreisen buchbar, sagte eine Sprecherin.

WHO Europa warnt vor zunehmender Corona-Müdigkeit

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer steigenden Corona-Müdigkeit. Mehrere Länder Europas berichteten davon, dass die Menschen von der Pandemie allmählich genug hätten, teilte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag in Kopenhagen mit.

In den acht Monaten seit der Ankunft des Virus in der Region hätten die Bürger riesige Opfer zur Eindämmung von Corona gebracht. Das gehe einher mit außergewöhnlichen Umständen, „die uns alle erschöpft haben, unabhängig davon, wo wir leben und was wir tun“, erklärte Kluge. Unter solchen Bedingungen sei es ganz natürlich, dass man sich demotiviert fühle und eine gewisse Müdigkeit verspüre. Dennoch glaube er, dass es möglich sei, die Bemühungen gegen die Herausforderungen wiederzubeleben, die Covid-19 mit sich bringe.

Unter anderem müssten neue, sicherere und innovative Wege gefunden werden, wie man die Bedürfnisse der Bürger insbesondere in der Festtagszeit stillen könne. Dies habe man etwa während des Ramadans gesehen, als gemeindenahe Gruppen sichere Lösungen für das Fastenbrechen gefunden hätten. „Indem wir eine Balance zwischen Wissenschaft, sozialen und politischen Bedürfnissen finden, können wir Vorsichtsmaßnahmen entwickeln, die kulturell akzeptiert sind“, so Kluge.

Tusk: Habt keine Angst vor Covid, habt Angst vor zynischen Mächtigen

Mit einer Warnung vor zynischen Politikern hat der Chef der Europäischen Volkspartei, Donald Tusk, auf einen Tweet von US-Präsident Donald Trump reagiert.

Der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump war in der Nacht zu Dienstag nach einer dreitägigen Behandlung im Walter-Reed-Militärkrankenhaus ins Weiße Haus zurückgekehrt. Vor seiner Entlassung hatte er die Krankheit heruntergespielt. „Haben Sie keine Angst vor Covid“, schrieb Trump in einer Twitter-Nachricht. „Lassen Sie es nicht Ihr Leben dominieren.“ In den USA gibt es bereits mehr als 210.000 Todesopfer im Zusammenhang mit der Pandemie.

AfD: Kinder sollen keine Masken tragen müssen

Die AfD-Fraktion setzt sie sich dafür ein, Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr von der Maskenpflicht auszunehmen. Für den Mund-Nase-Schutz gebe es „keinen wissenschaftlich nachgewiesenen Nutzen“, sagte der AfD-Abgeordnete Martin Reichardt am Dienstag. Deshalb sollten insbesondere Kinder, die unter den psychischen Folgen dieser Maßnahme besonders litten, von der Pflicht, eine Maske zu tragen, ausgenommen werden. Die wegen der „sogenannten Corona-Pandemie“ eingeführte Maskenpflicht „nützt niemandem“, führte er weiter aus.

“Flickenteppich“: Kritik an innerdeutschen Reiseeinschränkungen

Mit Unverständnis und Kritik haben Politiker verschiedener Parteien auf die in manchen Bundesländern eingeführten Quarantäne-Vorschriften für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten reagiert.

„Reisebeschränkungen im Inland sind das falsche Signal und nicht hilfreich“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dem „Spiegel“. Politiker von CDU und SPD monierten, das Nebeneinander verschiedener Vorschriften schaffe einen verwirrenden Flickenteppich.

Die steigenden Infektionszahlen in Deutschland bereiten zum Start der Feriensaison zunehmend Sorgen - vor allem die Situation in Berlin wird von den Ländern unterschiedlich bewertet. Aufgrund steigender Zahlen in mehreren Bezirken der Hauptstadt werden diese zum Teil als Risikogebiet eingestuft. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz haben Einreisebeschränkungen mit Quarantäneregeln und Pflichttests festgelegt. Andere Bundesländer folgen einer davon abweichenden Systematik. Berlin, Niedersachsen und Bremen weisen aktuell gar keine inländischen Risikogebiete aus.

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) forderte mehr Klarheit und Transparenz. „Für Reisen innerhalb Deutschlands brauchen wir eine bundesweit einheitliche Regelung, auf die sich alle Bundesländer einigen“, sagte er dem „Spiegel“. „Ein Rückfall in Kleinstaaterei sorgt nur für Verunsicherung und gefährdet die Akzeptanz der Corona-Regeln.“

Trump ist zurück im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump ist nach einer dreitägigen Krankenhaus-Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung ins Weiße Haus zurückgekehrt.

Trump inszenierte seine Ankunft am Montagabend (Ortszeit) als Demonstration von Stärke: Er stieg die Treppe zum Balkon auf der Südseite seiner Residenz hoch, nahm dort die Gesichtsmaske ab und salutierte dem Piloten seines abfliegenden Hubschraubers. Danach nahm der Präsident ein Video auf, in dem er seine Landsleute aufrief, keine Angst vor dem Virus zu haben.

Trump war in der Klinik unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Mittel behandelt worden. Nach Einschätzung des renommierten Epidemiologen Anthony Fauci könnte dies entscheidend zu einer schnellen Verbesserung von Trumps Gesundheitszustand beigetragen haben. „Ich habe einen starken Verdacht, dass ihm das geholfen hat“, sagte Fauci im Nachrichtensender CNN. Das Mittel war von der Biotech-Firma Regeneron auf Anfrage der Präsidenten-Ärzte bereitgestellt worden. Es wird für gewöhnliche Patienten noch lange nicht verfügbar sein.

Trump bekräftigte seinen Aufruf an die Amerikaner, sie sollten sich nicht vor dem Virus fürchten. „Lasst es nicht Euer Leben beherrschen. Habt keine Angst davor“, sagte der Präsident in einem am Montagabend (Ortszeit) auf dem Balkon des Weißen Hauses aufgenommenen Video. „Geht raus, seid vorsichtig.“

EU-Kommission: Schuldenregeln bleiben auch 2021 außer Kraft

In der Corona-Krise behalten die EU-Staaten vorerst freie Hand beim Schuldenmachen. „Die allgemeine Ausweichklausel wird auch im Jahr 2021 aktiv bleiben“, sagte EU-Kommissar Paolo Gentiloni nach einer Sitzung der Eurogruppe.

Das bedeutet, dass die Schulden- und Defizitregeln in der EU ausgesetzt bleiben. Die Diskussion über eine Rückkehr zu einer normaleren Haushaltspolitik habe noch nicht begonnen, ergänzte Eurogruppenchef Paschal Dohonoe. „Sie steht nicht unmittelbar bevor.“

Die EU-Staaten hatten die sogenannte Ausweichklausel - auf Englisch General Escape Clause - des Stabilitäts- und Wachstumspakts im Frühjahr erstmals in der Geschichte aktiviert, damit die EU-Staaten die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bekämpfen können.

Diese können damit von der Vorgabe abweichen, dass das Haushaltsdefizit nicht höher als 3 Prozent und die Staatsverschuldung insgesamt nicht höher als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sein dürfen. Auch Deutschland hatte Dutzende von Milliarden Schulden aufgenommen und in Kurzarbeiterhilfen sowie Finanzspritzen, Kredite und Bürgschaften für Firmen und Selbstständige gesteckt.

Donohoe betonte, vorerst gebe es eine sehr große Einigkeit im Kreis der Finanzminister über die jetzige Linie der Fiskalpolitik, damit man in den Erhalt von Jobs investieren könne. Gentiloni sagte, der Nutzen der eingesetzten Instrumente müsse immer wieder überprüft werden. Sie müssten gezielt und zeitlich befristet sein. Natürlich gebe es Unterschiede zwischen der ersten Notfallphase und der längerfristigen Erholung. Doch werde der Übergang wahrscheinlich fließend sein, sagte Gentiloni.

Schäuble erlässt Maskenpflicht im Bundestag

Im Deutschen Bundestag muss von diesem Dienstag an ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) habe entschieden, „eine allgemeine Maskenpflicht im Parlament anzuordnen, weil die Entwicklung der Sars-CoV2-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen ist“, teilte die Parlamentsverwaltung am Montag in Berlin mit. Die Anordnung sei zunächst bis zum 17. Januar befristet.

Bislang galt für den Bundestag nur eine Empfehlung zum Maskentragen. Teile der Hauptstadt überschreiten aktuell die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, die für ein innerdeutsches Risikogebiet gilt.

Die Maskenpflicht gelte „für alle Räume, einschließlich des Plenarsaals, der Sitzungssäle und Besprechungsräume, sowie für alle Verkehrsflächen und Aufzugsanlagen der Gebäude“, teilte der Bundestag mit. Den Fraktionen werde dringend empfohlen, entsprechende Regelungen auch für ihre Räumlichkeiten zu erlassen.

+++ Ticker am Montag, 5. Oktober +++

88-Jährige Wiesmoorerin infolge der Corona-Infektion verstorben

Eine 88 Jahre alte Frau aus Wiesmoor hatte sich mit dem Coronvirus infiziert und ist an den Folgen der Erkrankung verstorben. Das teilte die Pressestelle des Landkreises am Montagnachmittag mit. Im Auricher Kreisgebiet liegt die Zahl der infolge der Covid-Verstorbenen nun bei neun.

Sanderbusch und Varel: Hygieneregeln in Kliniken verschärft

Die Corona-Infektionszahlen steigen und damit die Gefahr, dass Besucher das Virus in eines der beiden friesländischen Krankenhäuser einschleppen. Deshalb gelten ab sofort verschärfte Hygienevorschriften für Besucher des Nordwest-Krankenhauses in Sanderbusch und des St.-Johannes-Hospitals in Varel, wie Geschäftsführer Frank Germeroth am Montag erklärte. Damit die Patienten weiter Besucher empfangen können, müssen diese einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ist keiner vorhanden, helfen die Sicherheitskräfte am Eingang für eine kurze Übergangsfrist aus. Der Zugang ist nur über die Haupteingänge möglich, dort erfolgt eine Risikoeinschätzung. Personen mit Erkältungssymptomen, mit Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall sowie nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet dürfen die Kliniken nicht betreten.

Doch keine Zuschauer beim Türkei-Comeback der Formel 1

Aus den optimistischen Plänen mit bis zu 100.000 Formel-1-Fans wird nichts: Der Große Preis der Türkei am 15. November wird hinter verschlossenen Toren stattfinden. Die Entscheidung traf die türkische Regierung am Montag. Angesichts der Bemühungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des zuständigen Pandemie-Komitees werde der Grand Prix ohne Zuschauer abgehalten, hieß es übereinstimmenden Medienberichten zufolge in einem Statement. Auf dem Kurs bei Istanbul war zuletzt 2011 gefahren worden.

Die Motorsport-Königsklasse ließ zuletzt bestimmte Anzahlen von Zuschauern wieder zu. In Mugello waren es 3000 gewesen, im russischen Sotschi etwa 30.000 am Tag. Auch beim kommenden Rennen auf dem Nürburgring an diesem Sonntag sind bis zu 20.000 Zuschauer erlaubt.

Trump geht auf Twitter in die Vollen: 16 Tweets in 30 Minuten

Der mit Corona infizierte US-Präsident Donald Trump hat seine Aktivität auf Twitter wieder hochgefahren. Am frühen Montagmorgen setzte er innerhalb von einer Stunde insgesamt 18 Tweets ab, 16 davon innerhalb einer halben Stunde. Seine Nachrichten waren zum Großteil in Großbuchstaben verfasst und beinhalteten Aufrufe zur Wahl am 3. November und Argumente, die dabei seiner Ansicht nach für ihn sprechen. Trump schrieb zum Beispiel: „Recht & Ordnung. Wählen!“ oder „Stärkstes Militär aller Zeiten. Wählen!“

Nach Bekanntwerden seiner Infektion mit dem Coronavirus am Freitag hat Trump vergleichsweise wenig getwittert. Er sendete aber täglich eine Videobotschaft über seine wichtigste Kommunikationsplattform. Die US-Präsidentenwahl findet am 3. November statt - in vier Wochen.

Bars in Paris schließen wegen Corona-Lage für zwei Wochen

Wegen der sehr angespannten Corona-Lage in Paris bleiben in der französischen Hauptstadt Bars ab Dienstag für mindestens zwei Wochen geschlossen. Restaurants könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich an verschärfte Hygieneregeln hielten, sagte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag. Clubs und Tanzsäle würden geschlossen, Studentenpartys und jede Art von Festen seien nicht erlaubt. In Paris gilt nun die „maximale Alarmstufe“, wie bereits in Marseille.

„Die Epidemie schreitet zu schnell voran. Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, bevor das Gesundheitssystem überfordert wird“, mahnte Lallement. Mehr als 250 von 100 000 Menschen haben sich in Paris in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert. Auch unter den über 65-Jährigen ist die Zahl besorgniserregend hoch. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte Ende vergangener Woche bereits angedeutet, dass für die französische Hauptstadt strengere Maßnahmen in Kraft treten würden.

Wieder strengere Corona-Regeln in Russland

Angesichts wieder rasant steigender Corona-Zahlen von täglich mehr als 10.000 in Russland verschärft die Hauptstadt Moskau die Regeln zur Eindämmung der Pandemie. Von diesem Montag an müssen Unternehmen mindestens ein Drittel ihrer Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten lassen. Das gelte auch für alle Beschäftigten, die älter als 65 Jahre oder chronisch krank sind, teilte die Stadtverwaltung weiter mit. Ausgenommen davon sind demnach diejenigen, die nicht zu Hause arbeiten können, weil sie etwa in Betrieben Maschinen bedienen.

Zudem wurden die Schüler in Moskau in verlängerte Herbstferien geschickt. Sie sollen nun zwei Wochen frei haben und dazu beitragen, dass es weniger Neuinfektionen im flächenmäßig größten Land der Erde gibt. Nach den Ferien sollen Schüler in Moskau und einigen anderen Regionen wie bereits im Frühjahr wieder zu Hause lernen.

Luxus-Quarantäne für Langzeiturlauber in Thailand

Thailand will in den kommenden Wochen erstmals seit März wieder Touristen ins Land lassen - allerdings nur Langzeiturlauber, die gleich mehrere Monate im Land bleiben. Verpflichtend ist nach der Ankunft eine zweiwöchige Corona-Quarantäne, die manche Hotels den ausländischen Besuchern so angenehm wie möglich gestalten wollen. Im „The Senses Resort“ auf der Insel Phuket seien etwa 16 Villen für die Quarantäne-Gäste vorbereitet worden, samt Infinity Pool, Gourmet-Abendessen und zwei Mal täglichem Fiebermessen, wie die Zeitung „Bangkok Post“ am Montag berichtete.

Die Hotelmitarbeiter hätten zuvor ein spezielles Training absolvieren müssen, um sich etwa beim Servieren der Speisen zu schützen und mögliche Infektionen eines Gastes zu erkennen. An den Eingängen der Villen seien zudem Überwachungskameras angebracht worden: Sollte ein Gast während der Isolation seine Unterkunft verlassen, werde innerhalb von 15 Minuten die Polizei gerufen, hieß es. Beobachter sprachen von einem „goldenen Käfig“ für wohlhabende Urlauber.

Vier Berliner Bezirke gelten in Schleswig-Holstein als Risikogebiet

Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen hat Schleswig-Holstein mit Tempelhof-Schöneberg jetzt den vierten Berliner Bezirk als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. Das geht aus einer am Montag im Internet veröffentlichten Mitteilung der Landesregierung in Kiel hervor. Die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg gelten auch weiter als Risikogebiet. Zudem sind im Norden die Städte Hamm und Remscheid - beide in Nordrhein-Westfalen - als Risikogebiete ausgewiesen.

Für Urlauber oder Urlaubs-Rückkehrer hat das zur Folge, dass sie sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen müssen. Als Grundlage für die Einstufung als ein solches Gebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Mehr als 300.000 Corona-Fälle in Deutschland

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als 300 000 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen betrug laut Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 300.619 (Datenstand 5.10., 0.00 Uhr).

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des RKI 1382 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben vom Montagmorgen bei 9534.

EU-Kommissionschefin von der Leyen in Corona-Quarantäne

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei darüber informiert worden, dass sie vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen am Montag auf Twitter.

„Entsprechend der geltenden Regeln werde ich mich deshalb bis morgen früh selbst isolieren“, kündigte sie an. Sie sei am Donnerstag mit negativem Ergebnis getestet worden und werde sich heute erneut einem Test unterziehen, schrieb sie weiter.

Von der Leyen hatte nach dem Kontakt mit der inzwischen positiv getesteten Person am Donnerstag und Freitag am Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Dort war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Arzt kritisiert Trump-Ausflug als „politisches Theater“

Ein Arzt am Walter-Reed-Militärkrankenhaus nördlich von Washington hat den kurzen Ausflug des mit dem Coronavirus infizierten US-Präsidenten Donald Trump heftig kritisiert. „Die Verantwortungslosigkeit ist erstaunlich“, schrieb der Mediziner James P. Phillips auf Twitter und sprach von einem „politischen Theater“, das andere in Lebensgefahr bringe.

Trump hatte am Sonntag das Krankenhaus für wenige Minuten verlassen, um seine Anhänger außerhalb der Klinik zu grüßen. Aus einem schwarzen SUV heraus winkte er seinen Fans in Bethesda im Bundesstaat Maryland zu, wie auf Videos zu sehen war. Trump saß mit mindestens zwei Personen in dem Wagen und trug eine Maske. In einer zuvor aufgenommenen Videobotschaft, die später auf Trumps Twitter-Profil veröffentlicht wurde, sagte der Präsident: „Ich mache gleich einen kleinen Überraschungsbesuch.“ Er lobte die „großartigen Patrioten“ außerhalb des Krankenhauses.

„Jede einzelne Person in dem Fahrzeug während dieser völlig unnötigen präsidentiellen Vorbeifahrt muss jetzt für 14 Tage in Quarantäne. Sie könnten krank werden, sie können sterben. Für politisches Theater. Befohlen von Trump, um ihre Leben für Theater zu riskieren. Das ist Wahnsinn“, schrieb Phillips.

In einem Gespräch mit der „New York Times“ sagte Phillips am Sonntagabend, es stelle sich die beunruhigende Frage, ob Trump seine Ärzte anweise. „Wo endet das Arzt-Patienten-Verhältnis und beginnt das Oberkommandierender-Untergebener-Verhältnis, und wurde diesen Ärzten befohlen, dies zu ermöglichen?“, fragte Phillips und bemerkte, dass mit der Fahrt alle Behandlungsregeln verletzt worden seien. „Als ich das zuerst sah, dachte ich, vielleicht wird er in eine andere Klinik gebracht“, sagte er weiter.

Corona-Krise trifft Bekleidungshandel besonders stark

Nun ist es auch amtlich: Die Corona-Krise hat den Einzelhandel mit Bekleidung besonders stark getroffen. Im August lagen die realen Umsätze der meist in den Innenstädten angesiedelten Händler 11,6 Prozent unter dem Niveau aus dem Februar, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Kalender- und Saisoneffekte sind dabei bereits berücksichtigt. Auch im Vergleich zum August 2019 fehlten 11,4 Prozent der Erlöse in den Kassen.

Die Käufer sind in der Pandemie noch stärker als zuvor ins Internet abgewandert: Bekleidung, Sportartikel und Schuhe waren 2019 in Deutschland die beliebtesten Online-Produkte und wurden von 68 Prozent der Online-Käufer bestellt. Die Erlöse mit Textilien im Internet- und Versandhandel lagen im August rund 23,0 Prozent über dem Vorjahresmonat. Über das gesamte Sortiment setzten die Onliner 19,6 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor.

In der Langzeitbetrachtung zeigt sich der Erfolg von Online-Händlern und Plattformen wie Amazon und Co.: Von 1999 bis bis zum Jahr 2019 steigerten sie ihre realen Umsätze um 120,3 Prozent, so das Bundesamt. Im gleichen Zeitraum büßten die Kaufhäuser 42,1 Prozent ein. Der stationäre Einzelhandel konnte in der Phase zwar noch 11,2 Prozent zulegen, blieb damit aber auch sehr deutlich hinter den Wachstumsraten der Onliner.

Shop Apotheke legt weiter kräftig zu

Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke ist in der Corona-Krise auch im dritten Quartal kräftig gewachsen. Die Erlöse stiegen nach vorläufigen Berechnungen im Jahresvergleich um 39,7 Prozent auf 238,7 Millionen Euro, wie das seit September im MDax gelistete Unternehmen am Montag im niederländischen Venlo mitteilte. Damit summiert sich das Plus in den ersten drei Quartalen auf 38,1 Prozent. Die Zahl aktiver Kunden kletterte seit dem Jahreswechsel um 1,2 Millionen zu, davon 0,4 Millionen im dritten Quartal.

Besonders stark wuchs der Absatz im Segment International: In Frankreich, Belgien, Italien und den Niederlanden stieg der Umsatz insgesamt um 82,2 Prozent. In Deutschland, Österreich und der Schweiz betrug der Zuwachs insgesamt 33,8 Prozent. Die drei Länder stehen mit gut 200 Millionen Euro weiterhin für den Großteil des Geschäfts des Konzerns. Die vollständigen Quartalszahlen will Shop Apotheke wie geplant am 5. November veröffentlichen.

In Paris „maximale Alarmstufe im Kampf gegen Corona

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie sollen am Montag neue Sicherheitsmaßnahmen für die stark betroffene Millionenstadt Paris angekündigt werden.

Für Frankreichs Hauptstadt und deren unmittelbare Umgebung gelte nun die „maximale Alarmstufe“, teilte Arbeitsministerin Elisabeth Borne in der Nacht via Twitter mit. Sie rief Arbeitgeber und Beschäftigte auf, möglichst auf Heimarbeit umzustellen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Die neuen Maßnahmen könnten die Schließung von Cafés und Bars auslösen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Amt des französischen Regierungschefs Jean Castex. Restaurants könnten mit verstärkten Corona-Vorsichtsmaßnahmen hingegen offen bleiben. In Universitäten solle es neue Beschränkungen für den Zugang zu Hörsälen geben.