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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus-Ticker: Tourismusverband warnt vor Pleitewelle – Beherbergungsverbot im Fokus

06.10.2020

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven gibt es aktuell acht akute Fälle. Seit Beginn der Pandemie wurde bei 70 Personen das Coronavirus nachgewiesen, eine Person ist verstorben. (Stand: 13. Oktober, 19.13 Uhr)

Derzeit wurde bei 13 Personen im Landkreis Friesland das Coronavirus nachgewiesen. (Stand: 13. Oktober, 17 Uhr)

Im Landkreis Wittmund gibt es derzeit fünf Personen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Seit Beginn der Pandemie waren es insgesamt 82. 77 Menschen gelten als genesen (Stand: 13. Oktober, 17 Uhr)

Derzeit gibt es im Kreis Aurich positive Nachweise bei 70 Patienten. Die 7-Tages-Inzidenz, also die gemeldeten Fälle der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner, ist: 31,50. (Stand: 12. Oktober, 16 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland insgesamt bis dato 334.585 (+5132 zum Vortag) Infektionen und 9677 Todesfälle. (Stand: 14. Oktober, 6.42 Uhr).

Dieser Ticker wird fortgesetzt in einem aktuellen Artikel.

+++ Ticker am Mittwoch, 14. Oktober ++

Tourismusverband warnt vor Pleitewelle – Ministerpräsidenten beraten mit Bundeskanzlerin über Beherbergungsverbot

Vor dem Treffen zwischen Bund und Ländern über das richtige Maß an Coronabeschränkungen hat der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft vor einem zweiten Lockdown der Branche durch die Hintertür gewarnt. Notwendig seien „weniger Aktionismus, mehr Augenmaß und ein Ende der Stigmatisierung des Reisens“, forderte der Verband am Mittwoch in Berlin. „Die Tourismusbranche und ihre Gäste brauchen endlich verlässliche, verständliche und vor allem verhältnismäßige Regelungen“, sagte Verbandspräsident Michael Frenzel. Er warnte vor einer Pleitewelle in der Branche mit ihren rund drei Millionen Beschäftigten.

Reisen stelle kein deutlich größeres Infektionsrisiko dar als die gewöhnliche Alltagsmobilität, wenn sich die Reisenden an die geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften hielten, argumentierte Frenzel. „Die in der vergangenen Woche verschärften Beherbergungsverbote für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten müssen aufgehoben werden.“

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen beraten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch darüber, wie die Pandemie eingedämmt werden kann. Bei dem Treffen im Kanzleramt ab dem Mittag soll es darum gehen, ob die Länder eine einheitlichere Linie finden und Regeln verschärft werden sollen. Thema ist auch das umstrittene Beherbergungsverbot bei Reisen im Inland. (dpa)

Niederlande gehen in den „Teil-Lockdown“

Die Niederlande haben die Corona-Maßnahmen drastisch verschärft. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte am Dienstag in Den Haag einen „Teil-Lockdown“ an. Kneipen, Cafés und Restaurants werden geschlossen, und der Verkauf von Alkohol wird ab 20 Uhr verboten.

Außerdem dürfen die Bürger nur noch maximal drei Gäste pro Tag in ihren Wohnungen empfangen und sollen Bus und Bahn nur noch in dringenden Fällen nutzen. Premier Rutte kündigte auch eine allgemeine Maskenpflicht an für alle öffentlichen Räume wie Geschäfte, Museen oder Bibliotheken, bisher war dies nur eine dringende Empfehlung.

Es liegt nun an uns allen selbst“, sagte der Premier in der live im TV ausgestrahlten Pressekonferenz. „Seien Sie realistische Niederländer und übernehmen Sie Verantwortung.

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Strene Hygienevorschriften: Raumfahrer zur ISS aufgebrochen

Unter schärfsten Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer in einem Rekordflug zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen.Die Sojus-Rakete mit Kathleen Rubins, Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow hob plangemäß um 7.45 Uhr MESZ bei Bilderbuchwetter vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien ab. Die Sojus-Raumkapsel Crew soll bereits nach gut drei Stunden um 10.52 Uhr MESZ am Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern über der Erde andocken. Das gilt als Rekordzeit für einen bemannten Raumflug.

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Erstmals seit April über 5000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen erstmals seit April mehr als 5000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5132. Das waren mehr als 1000 Fälle mehr als noch am Vortag. Der letzte Höchstwert seit April waren 4721 neu nachgewiesene Fälle am Samstag gewesen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 2828 Neuinfektionen mitgeteilt.

Zuletzt waren Mitte April die Zahlen so hoch wie aktuell. Allerdings sind die Werte nicht miteinander vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Das RKI schreibt zur momentanen Situation: „Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert.“ Der Anteil der Covid-19 Fälle nehme in der älteren Bevölkerung leicht zu. Senioren gelten in der Regel als anfälliger für eine schwere Corona-Erkrankung als Jüngere.

Corona-Masken in Japan nun auch in Getränkeautomaten

Abends aus dem Haus gegangen und Maske vergessen? In Japan kein Problem. Nicht nur in Japans überall präsenten 24-Stunden-Supermärkten gibt es Masken und Desinfektionsmittel zu kaufen. Ab diesem Monat bietet der Getränkekonzern DyDo angesichts der andauernden Coronavirus-Pandemie Gesichtsmasken sowie Feuchttücher zum Desinfizieren auch in Getränkeautomaten an, wie eine Unternehmenssprecherin in Osaka der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mitteilte.

Geplant sei, rund 3000 Getränkeautomaten im Land mit den Masken und Tüchern auszurüsten - einsortiert neben den üblichen Getränken wie Tee und Kaffee. Die Gesichtsmasken werden im Zweierpack und Desinfektionstücher zu je zehn per Tüte angeboten.

Verkehrsverband: Länder hängen bei Hilfen hinterher

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat von den Ländern die Einhaltung ihrer finanziellen Zusagen für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in der Krise gefordert. Der Verband stelle fest, „dass einzelne Bundesländer derzeit noch nicht bereit sind, wie verabredet eigene Landesmittel bereitzustellen, um die entstandenen Verluste vollumfänglich auszugleichen“, teilte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff, mit. „Der Branchenverband VDV appelliert daher an alle Bundesländer, die noch keine entsprechenden Beschlüsse gefasst haben, dies jetzt schnell nachzuholen.“

Die Verkehrsunternehmen hatten Busse und Bahnen in der Corona-Krise weitgehend weiter fahren lassen, obwohl kaum noch jemand mitfuhr. Schon länger sind die Unternehmen wieder mit 100 Prozent ihrer Kapazitäten im Einsatz, obwohl die Auslastung dem VDV zufolge aktuell nur bei 70 bis 75 Prozent des Vorkrisen-Niveaus liegt. Insgesamt ging die Branche zunächst von Umsatzeinbußen von bis zu fünf Milliarden Euro aus.

+++ Ticker am Dienstag, 13. Oktober +++

Kindergarten St. Martin in Dangastermoor geschlossen – Test der Kontaktpersonen Kita Peterstraße negativ

Hierzu meldet das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland am Mittwochnachmittag: „Der Kindergarten St. Martin Dangastermoor der Diakonie Varel e.V. in Varel ist ab sofort geschlossen, da eine Mitarbeiterin als Kontaktperson ersten Grades gemeldet wurde und somit als Verdachtsfall gilt. Bei der Schließung handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme.

Die Schließung betrifft den Kindergarten und die Krippe und somit 111 Kinder und 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie bekannt, erfolgt insbesondere bei Krippen und Kindergärten zum Wohl der Kinder eine Schließung der Einrichtung bis zur Abklärung von möglichen Infektionen. Auch aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens in den benachbarten Kommunen sowie der Entwicklungen der Infektionszahlen im gesamten Bundesgebiet, hat das Gesundheitsamt diese vorsorgliche Maßnahme angeordnet.

Die betroffene Mitarbeiterin wurde bereits getestet und die Einrichtung bleibt zunächst bis zum Vorliegen des Testergebnisses geschlossen.“

Ebenso werden in der Kita Peterstraße in Varel zurzeit keine Kinder betreut. Dazu schreibt der Landkreis „Dazu schreibt der Landkreis Friesland: Wie bekannt, hatte das Gesundheitsamt des Landkreises am Mittwoch, 7.10.2020 für 109 Kindergartenkinder und 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Kita Peterstraße Quarantäne angeordnet, da eine Mitarbeiterin positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet wurde. Diese 159 Kontaktpersonen wurden umgehend getestet. Die Testergebnisse liegen nun vor und sind alle negativ. Da die Personen aber als Kontakt ersten Grades gelten, gilt weiterhin eine Quarantäne bis spätestens 16.10.2020 (abhängig vom letztmaligen Kontakt mit der positiv getesteten Person). Die Stadt Varel teilt mit, dass der Kindergarten während dieser Zeit noch geschlossen bleibt, da die Quarantäne auch noch für Mitarbeiter gilt. Im Krippenbereich wurde eine Notbetreuung eingerichtet.“

UEFA-Chef: EM-Planungen beinhalten auch Geister-Turnier

Bei den Vorbereitungen auf die EM im Sommer 2021 spielt die Europäische Fußball-Union UEFA nach Angaben von Verbandschef Aleksander Ceferin auch Szenarien ohne Zuschauer durch.„Wir haben Überlegungen, wie wir es mit Fans machen, ohne Fans, mit 30, 50 ,70 Prozent“, sagte der Slowene der ARD-Sportschau. Das wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschobene Turnier soll demnach weiterhin in zwölf Ländern stattfinden, trotz aktuell hoher Infektionszahlen in manchen Gegenden. „Derzeit planen wir die Euro genauso, wie wir sie uns wünschen“, sagte Ceferin. Zugleich bekräftigte er, mit dem paneuropäischen Turnier „nicht so glücklich“ zu sein.

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„Schnelltests bei Veranstaltungen sind Science-Fiction“

Der Chef des Kassenärzte-Verbandes, Andreas Gassen, hat Hoffnungen auf einen Einsatz von Antigen-Schnelltests bei Großveranstaltungen gedämpft.„Auch die angekündigten Antigen-Schnelltests sind kein Allheilmittel“, sagte der Kassenarztchef der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). „Die Vorstellung, wir machen bei 5000 Stadionbesuchern mal eben einen Schnelltest, bleibt Science-Fiction.“ Selbst bei den besten Schnelltests würden zwei bis zehn Infizierte von hundert Getesteten nicht erkannt. „Bei Massenveranstaltungen auf engem Raum wäre damit ein potenzielles Ansteckungsrisiko nicht sicher auszuschließen“, warnte Gassen.

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4122 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen erneut mehr als 4000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4122.

Am Donnerstag hatte die Anzahl neuer Infektionen mit 4058 erstmals seit April die 4000er-Grenze überschritten. Am Samstag waren es gar 4721 neu nachgewiesene Fälle.

Am Montag waren 2467 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben. Am Dienstag vor einer Woche waren es 2639 Fälle gewesen.

US-Immunologe Fauci will nicht für Trump-Werbung herhalten

Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci will nicht für Wahlwerbung von Präsident Donald Trump herhalten.

Das Wahlkampfteam des Republikaners solle ein Wahlwerbevideo, für das Äußerungen Faucis ohne dessen Zustimmung und zusammenhangslos verwendet wurden, nicht weiter nutzen, sagte der Gesundheitsexperte am Montag dem Sender CNN.

Ich denke, es ist wirklich bedauerlich und wirklich enttäuschend, dass sie das getan haben. Es ist so klar, dass ich kein politischer Mensch bin. Und ich habe nie - weder direkt noch indirekt - einen politischen Kandidaten unterstützt.

In einem Trump-Werbespot wurde ein Interview-Zitat Faucis verwendet, das den Eindruck erweckt, als würde er sagen, dass im Kampf gegen das Coronavirus niemand mehr hätte tun können als Trump. Fauci ist Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten und Teil der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses.

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Ministerpräsidenten beraten: Kippt Beherbergungsverbot am Mittwoch?

Das Beherbergungsverbot vieler Länder zum Schutz vor Corona-Infektionen steht kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz im Fokus der Kritik.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten warnte vor existenziellen Risiken für die Betriebe, Unions-Politiker stellten die Wirksamkeit der Maßnahme infrage und mahnten, uneinheitliche Corona-Regelungen trügen zu Verunsicherung und Akzeptanzproblemen bei. Der Städte- und Gemeindebund forderte die Politik auf, die getroffenen Beherbergungsregeln zu vereinheitlichen. Derweil werden immer mehr Städte in Deutschland zu Corona-Hotspots, am Montagabend überschritt auch Düsseldorf die Warnstufe.

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am Mittwoch beraten. Bereits am Montag hatten zahlreiche Politiker eine Rücknahme der Regelung gefordert. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, Kanzlerin Merkel werde sich Argumente aller Seiten anhören. Es handle sich aber um Länderregelungen. (dpa)

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Rückschlag für Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen

Die Erholung des Passagierverkehrs am Frankfurter Flughafen in der Corona-Krise hat im September einen Rückschlag erlitten. Der Flughafenbetreiber Fraport zählte an Deutschlands größtem Airport knapp 1,15 Millionen Fluggäste und damit 82,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das waren zudem rund 360 000 Passagiere weniger als im August, als der Rückgang im Jahresvergleich 78,2 Prozent betragen hatte. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank im September im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 162 558 Tonnen.

Wegen neuer Infektionswellen haben Regierungen in Europa seit Mitte August wieder verstärkt Reisewarnungen für wichtige Urlaubsregionen und ganze Länder erlassen. Damit wurde die Erholung des Flugverkehrs in der Corona-Krise wieder ausgebremst, die nach der Aufhebung der Reisewarnungen innerhalb der EU Mitte Juni begonnen hatte. Zuvor war der Reiseverkehr wegen der Pandemie auf ein Minimum zusammengebrochen. Branchenvertreter erwarten, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreichen wird.

Nur 56 Anträge von Profisport-Vereinen für finanzielle Hilfe

Nur 56 Profisportvereine haben bisher Anträge für finanzielle Unterstützung aus dem Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes gestellt. Insgesamt wurden 16 893 698,27 Euro beantragt, berichten die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstagsausgabe). Diese Zahlen seien vom Bundesverwaltungsamt in Köln (Stand Montag) genannt worden. Ein Grund könnte das sehr bürokratische Verfahren sein, hieß es in dem Bericht. So könne die staatliche Hilfe zum Beispiel nur von einem vereidigten Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragt werden, die Vereine müssen ihre Bilanzen offenlegen, zahlreiche Dokumente liefern und Nachweise erbringen, etliche Formulare ausfüllen.

„Einerseits ist das richtig, weil auch wir nicht wollen, dass Steuergelder verschwendet werden“, sagte Aurel Irion, der Geschäftsführer des Volleyball-Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart. „Andererseits ist der Aufwand enorm. Zumal wir erst mal jemanden bezahlen müssen, der den Antrag stellt, ohne zu wissen, was am Ende bei uns ankommt.“

Leverkusen überschreitet Warnstufe

Mit Leverkusen hat eine weitere Großstadt in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Warnstufe in der Corona-Pandemie überschritten. In den vergangenen sieben Tagen habe es dort 62,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gegeben, hieß auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Dienstagmorgen. Die Schwelle liegt bei 50 - sie wurde also deutlich übersprungen. Aus Sicht von Virologen ist Leverkusen damit wie so viele andere Städte auch ein „Corona-Risikogebiet“.

Bereits am Montagabend hatte die Landeshauptstadt Düsseldorf mitgeteilt, dass sie die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls überschritten habe. Dort lag der Wert am Dienstag bei 55. Weiterhin drüber sind zum Beispiel Köln (66), Duisburg (54,5), Gelsenkirchen (58,9) und Hamm (58,4). Betroffene Städte verschärfen ihre Maßnahmen gegen die Pandemie in der Regel leicht. So gilt in Düsseldorf nun die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf Wochenmärkten.

Indien: Niedrigste Anzahl an Neuinfektionen seit Mitte August

Indien hat mit 55 342 bestätigten Corona-Neuinfektionen die niedrigste derartige Zahl für einen einzelnen Tag seit Mitte August gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle stieg am Dienstag nach offiziellen Angaben auf mehr als 7,17 Millionen. Das Gesundheitsministerium erklärte, im Land sei seit fünf Wochen ein Trend zu einem Rückgang der Neuinfektionen zu verzeichnen. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus sei in den vergangenen 24 Stunden um 706 auf insgesamt 109 856 gestiegen.

Nach Daten des Gesundheitsministerium lag die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen vom 9. bis 15. September bei täglich 92 830. Seither ging sie stetig zurück und fiel in der vergangenen Woche auf täglich weniger als 73 000. Die Testrate blieb konstant bei täglich fast 1,1 Millionen. Indien, wo fast 1,4 Milliarden Menschen leben, hat nach den USA weltweit die zweitmeisten Infektionsfälle gemeldet. Dort wurden mehr als 7,8 Millionen Infektionen unter rund 330 Millionen Einwohnern bestätigt.

+++ Ticker am Montag, 12. Oktober +++

Beherbergungsverbot – So sieht es auf Wangerooge aus

Das Verbot trifft die Insel Wangerooge, doch Bürgermeister Marcel Fangohr macht deutlich, dass der derzeitige Weg machbar ist. „Das Beherbergungsverbot wird uns auch treffen, zum Glück aber nicht so heftig. Da das Land Niedersachsen für Regionen und Landkreise differenzierter eine Betrachtung vornehmen wird. Es wird stets geschaut, ob es regional eingrenzbar ist, weswegen die Zahlen höher gegangen sind“, sagt Fangohr. Ein Beispiel sei das Emsland.Es sei wichtig, „dass man Gäste nicht stigmatisiert, weil im Landkreis eine höhere Ansteckungsgefahr ist“, so Fangohr. Alle sollten sich einfach an die Regeln halten, er betont, wie wichtig das Abstandhalten sei. Und dort, wo das nicht geht, „dass man einfach mal einen Schnutenpulli trägt“.

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Einzelhändler in Toplagen leiden besonders unter Corona

Besonders hart hat die Corona-Pandemie den Einzelhandel in den sonst sehr gut frequentierten Toplagen der Metropolen getroffen. Das hat der Geschäftsführer der Handelsberatung BBE, Joachim Stumpf, beobachtet.

Einkaufsstraßen in kleineren Städten und nüchterne Fachmarktzentren haben sich dagegen viel besser von der Krise erholt.

„Corona hat in den Innenstädten alles durcheinandergewirbelt“, sagt Stumpf. Das Erfolgsrezept der Toplagen, die in normalen Zeiten Kunden von weit her anlocken und einen großen Teil der Umsätze mit Touristen machen, funktioniere aktuell nicht mehr. Dagegen hätten sich vermeintliche Problemstandorte in kleineren Städten, die in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den Verlierern gehörten, rasch von dem Corona-Schock erholt. (dpa)

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Immobilienkonzern: Büro bleibt Zentrum des Arbeitsplatzes

Der Immobilien- und Handelskonzern Signa glaubt trotz des Homeoffice-Booms in der Corona-Krise an die Zukunft des Büros. „Das Büro wird Zentrum des Arbeitsplatzes bleiben“, sagte Signa-Vorstand Timo Herzberg der Deutschen Presse-Agentur.

Nicht alle Unternehmen hätten gute Erfahrung mit dem Einsatz von Homeoffice gemacht. „Für viele Firmen ist es schwer messbar, was das Arbeiten von zu Hause für die Effizienz im Betrieb bedeutet“, meint Herzberg.

In einigen Branchen wie in der Beratung oder der Kreativwirtschaft sei Präsenz wichtig, da sie eine offene Kommunikation und wichtige informelle Gespräche ermögliche.

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Schüler sollen sich warm anziehen

Der Deutsche Philologenverband hält das Lüften von Klassenzimmern auch im Herbst und Winter für das „A und O“. „Für die kalten Monate werden jetzt Pullover, Schals und Decken zur Grundausstattung der Schülerinnen und Schüler gehören“, sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing der „Bild“.

Lehrer und Schüler müssten auf das Zwiebelprinzip setzen und sollten „sich so dick anziehen und dann eventuell nach und nach ausziehen“ können.

Den Kultusministern warf Lin-Klitzing vor, zu spät mit den Planungen für die kalten Monate begonnen zu haben. „Sonst hätten die Schulen beispielsweise auch Plexiglasscheiben zwischen den Schülern aufstellen können.“ (dpa)

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Debatte um Beherbergungsverbot

Immer mehr deutsche Städte werden zu Corona-Hotspots und fahren daher die Sicherheitsmaßnahmen zum Eingrenzen der Pandemie hoch.

Am Wochenende meldeten unter anderem Köln, Stuttgart, Essen und Mainz das Überschreiten der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Andere Großstädte wie Berlin, Frankfurt und Bremen waren schon zuvor über diese Marke gestiegen. München liegt nur noch knapp darunter. In Berlin trat am Wochenende deshalb eine nächtliche Sperrstunde in Kraft, Stuttgart und Köln schränken unter anderem das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit stark ein und verschärfen die Maskenpflicht. Immer lauter wird die Kritik an Beherbergungsverboten bei innerdeutschen Reisen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder machte sich für bundesweit schärfere Strafen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht stark. In mehreren Interviews forderte der CSU-Chef am Wochenende bundesweit einheitliche Bußgelder von 250 Euro. In Bayern gilt dies bereits. (dpa)

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+++ Ticker am Sonntag, 11. Oktober +++

Trump will nun gegen Coronavirus „immun“ sein

Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben nun „immun“ gegen das Coronavirus. Die Immunität sei für ihn wie ein „beschützender Glanz“, sagte Trump in einem telefonischen Interview mit dem Sender Fox News. Er fühle sich „fantastisch“, sagte Trump. Zuvor hatte sein Leibarzt erklärt, der Präsident sei nicht mehr ansteckend. Trump, der sich bei der US-Präsidentenwahl am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt, plant schon von Montag an wieder große Wahlkampfauftritte.

Irans Atomchef hat Corona - Fallzahlen steigen stark

Der iranische Atomchef Ali-Akbar Salehi hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim bestätigte die iranische Atomorganisation (AEOI), dass ein Corona-Test bei Salehi in der vergangenen Woche positiv ausgefallen war. Im Iran wurde am Sonntag die Marke von einer halben Million Corona-Infektionen überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden binnen eines Tages 3822 Neuinfektionen verzeichnet.

Europa wehrt sich gegen Corona - Viele Neuinfektionen

Die Corona-Krise ist in Europa das alles beherrschende Thema. Mit dem Herbst steigt auch die Zahl der Neu-Infektionen wieder deutlich. Überall wird in Krisenrunden beraten, wie eine zweite Welle verhindert werden kann. Ein Überblick über die Lage in einigen europäischen Staaten.

FRANKREICH meldete am Wochenende annähernd 27.000 Neu-Infektionen innerhalb von 24 Stunden.

In ITALIEN beraten Politik und Experten fast täglich in Krisenrunden über neue Schritte, um die weitere Verbreitung des Virus zu stoppen. Das 60-Millionen-Einwohner-Land, das im März Europas Corona-Hotspot war, zählte am Sonntag 5456 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden.

GROSSBRITANNIEN: Allein am Samstag wurden mehr als 15.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Zehntausende sind gestorben.

SPANIEN ist mit 850.000 Infektionen ebenfalls schlimm betroffen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag zuletzt bei 115.

In ÖSTERREICH sind die täglichen Corona-Neuinfektionen am Samstag auf den Rekordwert von 1235 gestiegen. Tagsdrauf folgte mit 896 Neuinfektionen der höchste Wert an einem Sonntag.

TSCHECHIEN: Am Samstag kamen 4635 Fälle hinzu - dies war der höchste Wert an einem Wochenende.

POLEN: Die Behörden meldeten am Samstag mit 5300 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden den fünften Tag in Folge einen neuen Höchststand.

Sperrstunde in Berlin - Verstöße am ersten Wochenende

Zwangspause für die Partyhauptstadt: Seit dem Wochenende gilt in Berlin eine Sperrstunde zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Das berühmte Nachtleben der Stadt pausiert damit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr - oder zumindest sollte es das. In den beiden ersten Nächten mit der neuen Regelung musste die Berliner Polizei Lokale schließen und größere Gruppen auflösen. Auch andere Städte verschärften aufgrund steigender Infektionszahlen ihre Gangart.

„Wir kontrollieren die Corona-Verstöße derzeit im Rahmen unseres normalen Dienstes. Schwerpunkteinsätze gibt es an diesem ersten Wochenende noch nicht“, sagte eine Berliner Polizeisprecherin am Sonntag. Genaue Zahlen zu den Verstößen und den eingesetzten Beamten lagen demnach zunächst nicht vor.

Großbritannien am „Scheideweg“ von Corona-Pandemie

Großbritannien steht nach Ansicht von Wissenschaftlern an einem „Scheideweg“ in der Corona-Krise. Dem Land stünden schwere Zeiten bevor, erklärte der Epidemiologe Jonathan Van-Tam.

„Leider wird in den kommenden Wochen, genau wie die Nacht auf den Tag folgt, die Zahl der Todesfälle zunehmen.“ Er forderte die Briten auf, ihre sozialen Kontakte einzuschränken.

Van-Tam gehört zu den Beratern der Regierung von Premierminister Boris Johnson. Großbritannien mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern ist von der Pandemie besonders betroffen. Der Statistikbehörde zufolge gibt es etwa 58.000 Todesfälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde.

Regierungschefs fordern Party-Verzicht

Immer mehr große Städte in Deutschland werden zu Corona-Hotspots. Nachdem am Samstagmorgen Köln die Überschreitung der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet hatte, folgte am Abend Stuttgart. Auch Berlin, Frankfurt und Bremen liegen über dieser Schwelle. Deutschlandweit gab es zum dritten Mal in Folge mehr als 4000 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen 4721 neue Fälle.

Forscher warnt vor „Epidemie der Einsamkeit“ wegen Corona

Mindestens anderthalb Meter Abstand, lautet eine wichtige Corona-Regel. Viele Menschen haben sich deutlich weiter voneinander entfernt. Sie leben allein in ihren vier Wänden und haben kaum Kontakt zu anderen Menschen. „Die Zahl der Menschen fast ohne jeden menschlichen Kontakt in einer Großstadt ist größer als man denkt“, sagt der Leiter des Fachbereichs Beratung und Seelsorge beim Diakonischen Werk Hamburg, Stefan Deutschmann. Die Hamburger Telefonseelsorge habe in der ersten Phase der Corona-Pandemie zwischen Mitte März und Mitte Mai 25 bis 30 Prozent mehr Anrufe bekommen als sonst. „Viele Anrufe sind Ausdruck tiefer Einsamkeit von Menschen“, sagt Deutschmann.

US-Präsident nach Covid-Erkrankung nicht mehr ansteckend

Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend. Der jüngste Coronavirus-Test habe nach „gegenwärtig anerkannten Standards“ gezeigt, dass der Präsident „kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt“, erklärte Mediziner Sean Conley am Samstagabend (Ortszeit) in einem vom Weißen Haus verbreiteten Schreiben. Er berief sich dabei auf Trumps jüngsten Test vom Samstagmorgen. Trump, der sich am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt, hat schon ab Montag wieder große Wahlkampfauftritte geplant.

Sparkassen: Zahlungsmoral in der Krise bislang unverändert

Die Zahlungsmoral der Verbraucher in Deutschland hat nach Einschätzung der Sparkassen in der Corona-Krise bislang nicht gelitten. „Wir sehen derzeit keine außergewöhnliche Entwicklung, weder bei der Rückzahlung von Darlehen noch bei der Inanspruchnahme von Dispokrediten“, sagte Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis der Deutschen Presse-Agentur. „Die Sparquote wächst derzeit noch. Die Menschen treffen mehr Vorsorge. Bestimmte Ausgaben, zum Beispiel für Reisen werden, in der Pandemie zurückgestellt“, erläuterte Schleweis.

+++ Ticker am Samstag, 10. Oktober +++

Neuer Corona-Fall in Wilhelmshaven

Ein neuer bestätigter Corona-Fall ist dem Gesundheitsamt der Stadt Wilhelmshaven am Samstagabend, 10. Oktober, mitgeteilt worden. Somit gelten derzeit zehn Personen als akute Fälle. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven steigt auf 69. 58 Personen sind bereits wieder genesen, eine Person ist verstorben.

Viele Corona-Ansteckungen - Köln überschreitet Warnstufe

Die Stadt Köln hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt mit 54,8 an. Die Kölner Stadtverwaltung hatte das Überschreiten der Schwelle erwartet und deshalb von diesem Samstag an bereits zahlreiche Einschränkungen für das öffentliche Leben angeordnet.

Ärger über Regelungs-Wust in Corona-Pandemie

Zum dritten Mal in Folge hat es in Deutschland mehr als 4000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einen Tages gegeben. Das Robert Koch-Institut meldete am Samstagmorgen 4721 neue Fälle. Köln überschritt als weitere deutsche Großstadt die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Wirtschaftsverbände laufen unterdessen Sturm gegen das uneinheitliche Vorgehen der Bundesländer bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

In einer Reihe von Bundesländern haben die Herbstferien begonnen. Wer aber aus einem Corona-Hotspot kommt, wird in einigen Bundesländern mit einem Beherbergungsverbot belegt. Das trifft etwa viele Berliner, die in den Ferien an die Ostseeküste wollten. In der Hauptstadt wurde am Freitag erneut der wichtige Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten.

„Beschissene Sperrstunde“ - Berlin geht auf Entzug

Gegen Mitternacht geht der Rollladen runter. Eigentlich wird hier sonst bis zum Morgengrauen geraucht, getrunken, geknutscht. Damit ist vorerst Schluss. In Berlin gilt nun eine Sperrstunde. Weil immer mehr Menschen sich mit dem Coronavirus infizieren, verschärft die Metropole die Regeln. Wird das etwas bringen?

Trump will vor Anhängern am Weißen Haus sprechen

US-Präsident Donald Trump versammelt am Samstag Anhänger vor dem Weißen Haus für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Covid-19-Erkrankung. Trump werde auf der Südwiese seiner Residenz sprechen, teilt das Weiße Haus am Freitagabend (Ortszeit) mit. Nach Angaben von US-Medien wurden rund 2000 Personen dazu eingeladen. Trump wolle sich vom Balkon des Weißen Hauses an sie wenden. Das für nächste Woche geplante zweite TV-Duell mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden wurde offiziell abgesagt, weil Trump keine Online-Debatte wollte, sondern ein reales Treffen.

Giro d’Italia: Radprofi Yates mit Coronavirus infiziert

Der britische Radprofi Simon Yates hat nach einem positiven Corona-Test den 103. Giro d’Italia vor der achten Etappe aufgeben müssen. Dies teilte der Rennstall des 28-Jährigen, Mitchelton-Scott, mit. „Alle anderen Fahrer und Teammitglieder hatten negative Testergebnisse und dürfen das Rennen fortsetzen. Aber als Vorsichtsmaßnahme werden wir die Situation ganz genau beobachten und weitere Test in den kommenden Tagen durchführen“, sagte Teamarzt Matteo Beltemacchi.

Schweiz erklärt erstmals deutsche Städte zu Risikogebieten

Wer aus Berlin oder Hamburg in die Schweiz reisen will, muss dort bald für zehn Tage in die Quarantäne. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen setzte das Schweizer Bundesamt für Gesundheit in Bern das Land Berlin und das Land Hamburg nun auf die Liste der Risikogebiete. Die Bestimmungen treten am Montag (12. Oktober) in Kraft. In der Schweiz entbindet auch ein negativer Corona-Test nicht von der Quarantäne-Pflicht. Ähnliche Bestimmungen gelten bereits für einige Regionen in Frankreich, Österreich und Italien sowie für Dutzende Länder weltweit. Neu dazu kamen unter anderem Kanada, Russland und Tunesien. Ausgenommen sind generell Grenzgebiete, weil dort viele Menschen leben, die in der Schweiz arbeiten.

+++ Ticker am Freitag, 9. Oktober +++

Sieben weitere Fälle im Landkreis Leer / Service ausgeweitet

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Leer ist an diesem Freitag auf 287 gestiegen. Dem Gesundheitsamt des Landkreises Leer wurden sieben neue Fälle mitgeteilt. Zurzeit sind 42 Personen aktiv infiziert und 521 in Quarantäne.

Aufgrund der zunehmenden Dynamik des Infektionsgeschehens aber auch wegen vermehrter Anfragen weitet der Landkreis ab dem 12. Oktober die Corona-Sprechzeiten des Bürgertelefons aus. Von Montag bis Freitag wird das Telefon jeweils von 8 bis 16 Uhr besetzt und unter der 0491 / 926-4545 erreichbar sein.

Weite Teile der Niederlande sind wegen hoher Corona-Infektionszahlen als Risikogebiet eingestuft. Das sorgt weiterhin für Verunsicherung bei den Menschen auf beiden Seiten der Grenze. Auch beim Landkreis Leer gehen nach wie vor viele Anrufe ein, weil Berufspendler und Arbeitgeber nicht genau wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Ab Freitag, 9. Oktober, gilt eine neue Verordnung des Landes Niedersachsen, die den Berufspendelverkehr nicht einschränkt.

Die Kreisverwaltung gibt deshalb einen aktuellen Überblick über wichtige Regelungen im berufsbezogenen Grenzverkehr zwischen Niedersachsen und den Niederlanden und weist in dem Kontext ebenfalls auf den freien Berufspendelverkehr zwischen den Landkreisen hin: Für Berufspendler beiderseits der Grenze sieht die neue Verordnung des Landes Niedersachsen zurzeit keine entsprechenden Auflagen vor. Sie können ohne Einschränkungen für einen oder wenige Tage von Niedersachsen aus in die Niederlande oder von den Niederlanden nach Niedersachsen einreisen – ohne dass sie einen negativen Coronatest vorlegen oder sich in Quarantäne begeben müssen. Damit sind Befreiungen, die man bislang beim Gesundheitsamt beantragen musste, nicht mehr notwendig.

Ohne Einschränkungen ist auch der Berufspendelverkehr zwischen dem Landkreis Leer und anderen Landkreisen weiterhin möglich. Auch wenn in anderen Landkreisen der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten wird.

Unions-Wirtschaftsflügel warnt vor Recht auf Homeoffice

In der Unions-Bundestagsfraktion regt sich zunehmend Protest gegen den Kurs der schwarz-roten Koalition.

In einem Brief an Fraktionschef Ralph Brinkhaus fordert der einflussreiche Parlamentskreis Mittelstand (PKM) angesichts der angespannten Lage vieler Firmen ein Belastungsmoratorium für die Wirtschaft. In dem Schreiben wird auch mit Blick auf den Koalitionspartner SPD vor einer „Belastungs- und Bevormundungsorgie“ gewarnt. Unterzeichnet ist das Schreiben von 72 PKM-Mitgliedern.

Es reiche nicht aus, ein Belastungsmoratorium im April im Koalitionsausschuss zu verabreden: „Angesichts der ernsten Lage muss es konsequent durchgesetzt werden.“ An die Adresse von Brinkhaus heißt es: „Es gilt, nicht zusätzlich zu belasten, aber auch zu entlasten, oder um es mit Deinen Worten zu sagen: „Keine zusätzlichen Ziegelsteine draufpacken, sondern eher noch wegpacken“.“ Was sich aber derzeit beim Koalitionspartner SPD abzeichne, sei ein maßloses „Aufziegeln“ von Belastungen. „Das dürfen wir gerade in der jetzigen Situation aber keinesfalls weiterlaufen lassen.“

Konkret wenden sich die Unions-Abgeordneten gegen ein von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geplantes Recht auf Homeoffice. Beim geplanten Gesetz zur Einhaltung von Menschenrechts-Standards in weltweiten Lieferketten wird vor Rechtsunsicherheit und Haftungsrisiken für deutsche Firmen gewarnt.

Das Vorhaben, ein zusätzliches, spezielles Strafrecht für Unternehmen einzuführen, solle zurückgestellt werden. Im Gesetz über die Teilhabe von Frauen in Führungspositionen werde weit über die im Koalitionsvertrag enthaltene Perspektive hinausgegangen - etwa mit Blick auf die Einführung einer Vorgabe für Vorstände. „Dies können und werden wir nicht mittragen.“

Neue Zeiten für das Infotelefon des Landkreises Friesland

Ab Montag, 12. Oktober 2020 gelten die folgenden Zeiten für das Infotelefon des Landkreises Friesland:

Das Infotelefon des Landkreises Friesland ist montags bis freitags von 7 – 12 Uhr, sowie montags und donnerstags von 14 – 16 Uhr besetzt. Am Wochenende ist das Infotelefon nicht besetzt.

Großstädte wollen Corona-Anstieg bremsen

Angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute (12.30 Uhr) mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage.

An der Videokonferenz werden nach Angaben eines Regierungssprechers die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen.

Die Corona-Entwicklung gerade in den Großstädten besorgt die Politik zunehmend. In Berlin, Frankfurt und weiteren Städten wie Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert überschritten. Er bildet die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ab und ist ein wichtiger Grenzwert für schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Zur Lage in der Hauptstadt und der Gesamtentwicklung wollen sich am Morgen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Virologe Christian Drosten äußern.

Am Donnerstag war bundesweit die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft auf mehr als 4000 Neuinfektionen binnen eines Tages gestiegen. Städtetagspräsident Burkhard Jung bezeichnete den rasanten Anstieg als Alarmzeichen. „Ob es gelingt, die zweite Corona-Welle zu bremsen, wird sich in den nächsten Wochen in den großen Städten entscheiden“, sagte der Leipziger Oberbürgermeister der Deutschen Presse-Agentur. „Denn dort leben viele Menschen auf dichtem Raum.“

Wintersport-Aussichten ungewiss wie nie

Hoteliers, Skigebiete und Sportartikelbranche stehen vor einer ungewissen Wintersaison in den Alpen. Wie eine Yougov-Umfrage im Auftrag des Bekleidungsherstellers Schöffel zeigt, zögern viele Menschen, ob sie in den Winterurlaub fahren.

Das Buchungsverhalten ist kurzfristig wie nie. Andererseits scheint ebenso wenig ausgeschlossen, dass sogar mehr Gäste kommen als üblich. Denn die Outdoor-Sportarten boomen, im Sommer kamen weit mehr Urlauber in die Berge als ursprünglich angenommen.

Yougov befragte in der zweiten Septemberhälfte bundesweit 4167 Menschen, von denen sich etwas mehr als ein Viertel (1081) als Wintersportler bezeichnete. Das Ergebnis: Fast drei Viertel (72 Prozent) glauben, dass Sport an der frischen Luft die Abwehrkräfte gegen die Pandemie stärkt. Gleichzeitig räumten aber 48 Prozent ein, dass sie wegen der Corona-Pandemie Bedenken haben, wie gewohnt Wintersport zu betreiben. Die Umfrage deckt sich mit den Angaben von Hoteliers, die über sehr kurzfristiges Buchungsverhalten berichten.

Die Branche setzt darauf, dass der unerwartet gut verlaufene Sommer seine winterliche Fortsetzung findet: „Durch Corona fühlen sich viele Menschen mit den Einschränkungen des Alltags eingesperrt und wollen hinaus in die Natur“, sagt Peter Schöffel, der Chef des gleichnamigen Bekleidungsherstellers im bayerischen Schwabmünchen. „Seit dem Shutdown sind sehr viele Menschen in der Natur. Radfahrer, Wanderer, sogar Pilzesammler - alles von hochsportlich bis Breitensport und Freizeit. Ich bin mir sehr sicher, dass das im Herbst und Winter eher noch zunehmen wird.“

Trump will am Wochenende wieder Wahlkampfauftritte machen

US-Präsident Donald Trump hat fürs Wochenende die ersten Wahlkampfauftritte seit seiner Covid-19-Erkrankung in Aussicht gestellt. Er wolle am Samstag nach Florida und am Sonntag nach Pennsylvania, sagte Trump in einem Telefoninterview mit dem TV-Sender Fox News.

Sein Leibarzt teilte zuvor mit, dass der Präsident die ihm verschriebene Covid-Behandlung abgeschlossen habe und zum Samstag wieder öffentliche Termine absolvieren dürfe.

Trump schränkte zugleich ein, dass man die Veranstaltungen noch organisieren müsse. Florida und Pennsylvania sind wichtige Bundesstaaten für die Präsidentenwahl am 3. November, in denen Trump in Umfragen zurückliegt. Während das Weiße Haus seit Tagen betont, dass Trump keine Krankheitssymptome mehr habe, musste er in dem gut 20-minütigen Interview zwei Mal mitten in einem Satz wegen Problemen mit der Stimme und Husten pausieren.

Er solle am Freitag wieder getestet werden, sagte Trump, nachdem er die Frage des TV-Moderators Sean Hannity dazu zunächst zwei Mal ignorierte. Trumps Leibarzt Sean Conley machte zuvor nur vage Angaben dazu, warum der Präsident wieder in die Öffentlichkeit dürfe. Der kommende Samstag werde der zehnte Tag nach Trumps positivem Coronavirus-Test am Donnerstag vergangener Woche sein, schrieb Conley in einem Gesundheits-Update. „Ich erwarte die sichere Rückkehr des Präsidenten zu öffentlichen Terminen zu diesem Zeitpunkt.“ Conley verwies auch auf „die Kurve bei fortschrittlicher Diagnostik“.

Zehn Tage gelten generell als die Zeit, nach der Corona-Patienten nicht mehr ansteckend sind. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass dies vor allem für leichte Fälle gelte und der Zeitraum in Einzelfällen sowie je nach Behandlung unterschiedlich sein kann. „Ich denke nicht, dass ich ansteckend bin“, sagte Trump zuvor am Morgen in einem ersten Telefoninterview mit Fox.

Paris-Roubaix wegen hoher Infektionszahlen abgesagt

Der am 25. Oktober geplante Rad-Klassiker Paris-Roubaix ist abgesagt worden. Die Organisatoren sahen sich wegen der Coronavirus-Krise mit wachsenden Infektionszahlen zu dieser Entscheidung gezwungen.

Auf Ersuchen der lokalen Behörden und der Ankündigung von Gesundheitsminister Olivier Véran, die die Metropolregion Lille in Alarmbereitschaft versetzte, entschlossen sich die Organisatoren, die 118. Ausgabe von Paris-Roubaix abzusagen. Gleichfalls nicht stattfinden wird die Premiere von Paris-Roubaix der Frauen, die gleichfalls am 25. Oktober erfolgen sollte.

Schon am ursprünglichen Termin am 12. April war der Klassiker verschoben worden, nachdem die französische Regierung im Frühjahr Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ergriffen worden waren.

Die nächste Auflage des für sein Kopfsteinpflaster berühmten Straßenrad-Rennens ist nun für den 11. April 2021 geplant. Im vergangenen Jahr hatte der Belgier Philippe Gilbert bei Paris-Roubaix gesiegt, letzter deutscher Gewinner war John Degenkolb 2015.

+++ Ticker am Donnerstag, 8. Oktober +++

Export kommt nur langsam aus dem Corona-Tal

Deutschlands Exportwirtschaft arbeitet sich in kleinen Schritten aus dem Corona-Tief. Im August stieg die Ausfuhr von Waren um 2,4 Prozent im Vergleich zum Juli, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Gegenüber dem Vorjahresmonat lag das Volumen der Exporte mit 91,2 Milliarden Euro allerdings um 10,2 Prozent im Minus. Die Einfuhren verringerten sich binnen eines Jahres um 7,9 Prozent auf 78,5 Milliarden Euro. Zeitweise Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie hatten das Geschäft mit „Made in Germany“ in den vergangenen Monaten ausgebremst.

Die allmähliche Erholung der Wirtschaft in vielen Ländern kommt den Exporteuren nun zugute. Allerdings liegen die Ausfuhren immer noch um 9,9 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen.

Neue Engpässe in deutschen Krankenhäusern drohen

An Deutschlands Krankenhäusern steigt angesichts der immer zahlreicheren Coronainfektionen aus Expertenansicht die Gefahr von Engpässen.

„Wir bereiten uns darauf vor, auf eine neue Welle an Patienten, die schwer erkrankt sind“, sagte die Leiterin der Abteilung Infektiologie des Uniklinikums Gießen, Susanne Herold, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin. Derzeit würden 470 Covid-19-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen behandelt. Die Ärzte erwarteten einen deutlichen Anstieg dieser Zahl.

Denn die Mediziner befürchteten, dass die Infektionszahlen insgesamt auch in der nächsten Zeit deutlich ansteigen, sagte Herold. Allein bis Donnerstag war die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland sprunghaft auf mehr als 4000 binnen eines Tages angestiegen.

Die Experten betonten zwar, dass die leichten Verläufe überwiegen. Herold sagte aber auch: „Wir bereiten uns vor auf eine neue Welle an Patienten, die schwer erkrankt sind.“ Für die Kliniken gelte: Räume für neue Patienten müssten geschaffen werden. Vielleicht müssten elektive Operationen, also Eingriffe, die nicht so dringend sind, möglicherweise auch wieder abgesagt werden. Herold hofft nach ihren eigenen Worten, dass die Menschen die Corona-Gefahr ernst nehmen, „so dass wir nicht in diese Situation kommen“.

Kreuzfahrtgäste benötigen jetzt negativen Corona-Test

Die Kreuzfahrtindustrie hat eine Covid-19-Testpflicht für alle Gäste und Crewmitglieder an Bord der Schiffe beschlossen. „Nur mit einem negativen Testergebnis wird der Zugang zum Schiff gewährt“, teilte die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, in Hamburg mit.

An diese globale Testpflicht sollen sich alle Clia-Mitgliedsreedereien ab sofort halten. Den Angaben zufolge repräsentieren sie 95 Prozent der Kreuzfahrtkapazitäten weltweit.

Die Branche sei damit „der erste und bislang einzige Sektor innerhalb der Tourismusbranche, der konsequent verpflichtende Tests auf das Coronavirus für alle Reisenden und Angestellten einführt“. Die Pflicht gelte für Schiffe ab 250 Passagieren. Wann und wie Mitarbeiter und Gäste auf das neuartige Coronavirus getestet werden, dürften die Reedereien selbst entscheiden.

Die Testpflicht sei ein wichtiger Baustein, um den Kreuzfahrtbetrieb wieder sicher hochfahren zu können, sagt Clia-Deutschland-Direktor Helge Grammerstorf laut Mitteilung. Clia-Angaben zufolge hängen in Deutschland 48.000 Arbeitsplätze an der Kreuzfahrtbranche. Die Wertschöpfung durch die Branche habe 6,6 Milliarden Euro betragen.

Trump verspricht Covid-Behandlung mit Antikörper-Mitteln

US-Präsident Donald Trump hat seinen Landsleuten eine kostenlose Covid-Behandlung mit Antikörper-Mitteln versprochen, wie er sie bekommen hat. „Ich nenne es ein Heilmittel“, verkündete Trump in einem Video.

Er wolle den raschen Einsatz der Arzneien mit einer außerordentlichen Erlaubnis ermöglichen. Der US-Präsident war vergangene Woche mit einem noch experimentellen Mittel der Biotech-Firma Regeneron behandelt worden. Danach habe er sich binnen 24 Stunden „großartig“ gefühlt, schwärmte Trump. „Ich will, dass Sie bekommen, was ich bekommen habe - und ich werde es kostenlos machen.“ Es gebe „hunderttausende Dosen“ davon, und man wolle sie so schnell wie möglich in die Krankenhäuser bringen. Das Militär sei für die Verteilung zuständig, sagte Trump. „Das nennt man Logistik.“ Unklar ist allerdings, ob und wie der Zulassungsprozess für so neue Medikamente beschleunigt werden kann.

Es sei „Gottes Segen“ gewesen, dass er an Covid-19 erkrankt sei, sagte Trump weiter. Dadurch sei er auf die Antikörper-Behandlung aufmerksam geworden. „Ich hatte von diesem Medikament gehört. Ich sagte, lasst mich das nehmen. Es war mein Vorschlag. Und es war unglaublich, wie es gewirkt hat“, sagte Trump. „Und wenn ich mir das nicht eingefangen hätte, hätten wir es nur in einer Reihe mit anderen Medikamenten betrachtet.“

Vize-Kandidaten im TV-Duell: Kamala Harris greift beim Coronavirus an

In der einzigen TV-Debatte der Vize-Kandidaten vor der US-Präsidentenwahl hat Kandidatin Kamala Harris das Coronavirus zu einem zentralen Thema gemacht.

„Das amerikanische Volk ist Zeuge des größten Versagens einer Regierung in der Geschichte unseres Landes geworden“, sagte Harris am Mittwoch in Salt Lake City auf einer Bühne mit Vizepräsident Mike Pence. „Das amerikanische Volk hat Opfer bringen müssen wegen der Inkompetenz dieser Regierung.“ Pence konterte mit dem oft auch von Donald Trump vorgebrachten Argument, dass Maßnahmen seiner Regierung hunderttausende Menschenleben gerettet hätten.

Die Debatte verlief viel geordneter als das Duell von Trump und Herausforderer Joe Biden, das eine Woche zuvor im Chaos versunken war. Der Auslöser dafür war vor allem, dass Trump immer wieder Biden ins Wort fiel. Die Vize-Kandidaten unterbrachen einander kaum - auch weil Harris zwei Anläufe von Pence mit einem resoluten „Mr. Vizepräsident, jetzt rede ich“ unterband. Dafür überzog Pence immer wieder die ihm zugeteilte Zeit. Er ließ sich auch von der Moderatorin - der Journalistin Susan Page von der Zeitung „USA Today“ - nicht stoppen und redete einfach weiter.

Pence fiel auch damit auf, dass er mehrfach einfach die Fragen ignorierte und stattdessen die Botschaften platzierte, die er unterbringen wollte. So redete er bei einer Frage nach der Position zu Abtreibungen zunächst einmal darüber weiter, wie die Trump-Regierung Irans Top-General Ghassem Soleimani mit einem Raketenangriff getötet hatte.

BVB Dortmund-Spieler Akanji mit Coronavirus infiziert

Im Fußball-Nationalteam der Schweiz gibt es nach Xherdan Shaqiri einen weiteren Corona-Fall.

Wenige Stunden vor dem Testspiel in St. Gallen gegen Kroatien gab der Schweizer Fußball-Verband (SFV) bekannt, dass Manuel Akanji vom Bundesligisten Borussia Dortmund positiv auf das Virus getestet wurde. „Er befindet sich deshalb präventiv in Isolation und zeigt keine Symptome“, teilte der Verband auf seiner Internetseite mit. Weitere Abklärungen seien im Gange.

Während das Spiel gegen Kroatien in Absprache mit den Behörden wie geplant stattfinden konnte, sind die kommenden Nations-League-Spiele ungewiss. Die Schweiz ist am 13. Oktober in Köln Gegner der deutschen Mannschaft. Zuvor steht für die Nati das Spiel am Samstag in Madrid gegen Spanien auf dem Programm. Es sei in Abklärung, welchen Einfluss die aktuelle Faktenlage auf den weiteren Verlauf der Auswahlspiele habe, hieß es vonseiten des SFV.

Dem Verband zufolge ist gesichert, dass sich der Dortmunder Abwehrspieler Akanji nicht bei Shaqiri angesteckt hat. „Der SFV erhielt diesbezüglich ebenfalls vorab mündlich die Information, dass Shaqiris positives Testergebnis wohl auf eine frühere Infektion zurückzuführen ist und er deshalb nicht infektiös ist“, teilte der Verband mit. Dies habe sich aus einem zusätzlich durchgeführten Bluttest mit sicherem Nachweis von Antikörpern ergeben.

Rumänien und Tunesien als Risikogebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie einzelne Regionen in sieben EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste entsprechend.

Darauf sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen zu finden, die an Deutschland grenzen. Als letzte kam am Mittwoch Limburg hinzu, Zeeland an der Nordseeküste ist die einzige der zwölf niederländischen Provinzen, die noch kein Risikogebiet ist.

Erstmals wurden Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt. In Slowenien kam unter anderem die Hauptstadt Ljubljana hinzu, außerdem Regionen in Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien. Das Auswärtige Amt sprach für alle diese Gebiete auch eine Reisewarnung aus.

Es wurden aber auch zwei Regionen wieder von der Risikoliste gestrichen: Die auch bei deutschen Urlaubern beliebte Insel Korsika und eine Region in Kroatien.

+++ Ticker am Mittwoch, 7. Oktober +++

Reisende aus deutschen Risikogebieten von Beherbergungsverbot beschlossen

Die Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten beschlossen. Das Verbot gelte bundesweit, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen nach einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun. (dpa)

Deutsche Gesamtproduktion sinkt im August überraschend

Die deutsche Industrie hat ihre Erholung im August überraschend nicht fortgesetzt. Die Industrieproduktion sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten einen Zuwachs um 1,5 Prozent erwartet.

Damit hat sich der Juli-Trend fortgesetzt: Bereits im Vormonat hatte sich die Erholung mit einem Anstieg um nur noch 1,4 Prozent merklich abgekühlt, nachdem die Gesamtproduktion im Mai noch 9,3 Prozent zulegen konnte.

Grund für die Stagnation im August war den Angaben des Statistikamts zufolge die Entwicklung in der Automobilindustrie: Nach einem Anstieg um 8,9 Prozent im Juli sei die Produktion dort im Folgemonat um 12,5 Prozent zurückgegangen.

Mehr als 2800 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl erfasster Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist so hoch wie seit der zweiten Aprilhälfte nicht mehr.

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2828 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen bekanntgab. Das sind über 150 mehr als am Freitag, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der zuvor geltende Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war. Es sei notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiere, mahnte das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend.

Derzeit liege die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Berlin und Bremen sehr deutlich, in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen deutlich über dem bundesweiten Durchschnittswert. Fallhäufungen werden demnach derzeit insbesondere im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis sowie unter anderem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie verschiedenen beruflichen Settings erfasst. Der Anteil der Reiserückkehrer aus dem Ausland sei deutlich gesunken.

Neuinfektionen in Tschechien überschreiten 4000er-Marke

In Tschechien spitzt sich die Corona-Lage immer weiter zu. Das EU-Land verzeichnete einen neuen Rekord bei den täglichen Neuinfektionen.

Am Dienstag kamen 4457 bestätigte Fälle hinzu, wie am Mittwoch aus Behördendaten hervorging. 794 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. „Wir sind in der Phase eines relativ intensiven Anstiegs“, sagte Gesundheitsminister Roman Prymula nach Angaben der Agentur CTK. Der 56-Jährige kündigte an, dass er am Freitag radikalere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bekanntgeben werde. Zudem wolle er dem Kabinett vorschlagen, Medizinstudenten zum Einsatz in den Krankenhäusern zu verpflichten.

Im europaweiten Vergleich ist Tschechien mittlerweile trauriger Spitzenreiter bei den Neuerkrankungen. Nach den letzten Daten der EU-Behörde ECDC steckten sich innerhalb von 14 Tagen im Schnitt 326,8 Personen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. Für Spanien lag der Wert bei 302,4 und für Deutschland bei 35,1.

Online-Handel: Strengere Vorgaben bei Lebensmitteln geplant

Für Online-Anbieter von Lebensmitteln sollen künftig strengere gesetzliche Vorgaben gelten. Darauf zielen Pläne von Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU), mit denen sich am Mittwoch das Bundeskabinett befasst.

Unter anderem sollen Behörden unter Pseudonym Proben für Kontrollen bestellen können, wie es bei Läden schon möglich ist. Betreiber von Online-Marktplätzen sollen nach Angaben des Ministeriums stärker in die Pflicht genommen werden können, unsichere Erzeugnisse aus dem Angebot zu nehmen.

Die Gesetzespläne sehen außerdem vor, etwa bei Lebensmittelskandalen Warenströme schneller nachvollziehen zu können. So sollen betroffene Firmen Informationen zur Rückverfolgbarkeit in einer Frist von 24 Stunden und elektronisch an die zuständigen Behörden übermitteln. Über die Änderungen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches berichtete zuerst das Fachmagazin „Agrarheute“.

Bahn und Bundespolizei kontrollieren verstärkt Maskenpflicht

Die Sicherheitsdienste der Deutschen Bahn und die Bundespolizei kontrollieren derzeit schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen.

„Den ersten Schwerpunkt bildet Norddeutschland“, teilte die Bahn mit. Am Mittwoch soll demnach verstärkt im Regional- und Fernverkehr in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen kontrolliert werden, ob alle Fahrgäste eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Wer das nicht tut, dem droht das Ende der Fahrt sowie mancherorts ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. An den Wochenenden sowie während der Herbstferien will der Konzern in den Fernzügen zudem doppelt so viele Sicherheits-Mitarbeiter einsetzen wie bislang.

Auf die Schwerpunktkontrollen einigten sich Mitte September Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Bundespolizei, Gewerkschaften und Verkehrsunternehmen. Zuvor hatten vor allem die Arbeitnehmervertreter kritisiert, Zugbegleiter seien mit der Durchsetzung der Maskenpflicht überlastet. Die Erklärung, die bei dem Treffen zustande kam, sieht eine klarere Aufgabenverteilung vor. Kontrollieren sollen zwar weiterhin auch die Zugbegleiter. Aber: „Das Erheben von Bußgeldern bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bleibt Aufgabe der zuständigen Behörden.“

Die Länder hatten sich im August darauf verständigt, ein Mindestbußgeld von 50 Euro für Maskenverweigerer festzulegen. Allein Sachsen-Anhalt zog nicht mit. Dort gibt es kein Bußgeld. Die Schwerpunktkontrollen will die Bahn bis zum Dezember fortsetzen.

Trump stoppt Verhandlungen über Hilfspaket

Vier Wochen vor der Wahl hat US-Präsident Donald Trump die Hoffnungen auf ein neues Corona-Konjunkturpaket noch vor der Abstimmung am 3. November zunichte gemacht.

Trump wies die Regierung und seine Republikaner an, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Hilfspaket zu verhandeln. Dafür versprach der US-Präsident auf Twitter, dass es „sofort“ nach seinem Wahlsieg ein großes Konjunkturpaket geben werde. Inzwischen ist es zudem wenig wahrscheinlich, dass - wie von Trump in Aussicht gestellt - erste Corona-Impfstoffe noch vor der Wahl zugelassen werden.

Trump, der am Montagabend nach einem dreitägigen Klinik-Aufenthalt wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Weiße Haus zurückgekehrt war, will sich am 3. November eine zweite Amtszeit sichern. Sein demokratischer Gegenkandidat ist Ex-Vizepräsident Joe Biden. Derzeit liegt Trump nach Umfragen klar hinter Biden zurück. In einer neuen Erhebung des Nachrichtensenders CNN führt Biden mit 57 zu 41 Prozent.

Das Land ächzt unter der Corona-Krise - inzwischen haben sich in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 7,5 Millionen Menschen angesteckt, mehr als 210.000 sind nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben - etwa ein Fünftel aller Toten weltweit.

Distanzunterricht für den 13. Jahrgang der IGS Wilhelmshaven

Zwei neue bestätigte Corona-Fälle sind dem Gesundheitsamt Wilhelmshaven am Dienstagnachmittag gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der infizierten Personen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven auf 66, zehn Personen gelten als akute Fälle. Eine Person gehört zur Schülerschaft des Abschlussjahrgangs der IGS Wilhelmshaven. Der Jahrgang wird nun vorerst im Distanzunterricht unterrichtet, bis die Testergebnisse der engen Kontakte vorliegen.

+++ Ticker am Dienstag, 6. Oktober +++

Acht Corona-Fälle in Wilhelmshaven

Wilhelmshaven hat seine aktuelle Tagesmeldung veröffentlicht: Demnach gibt es dort derzeit acht Corona-Fälle. Damit liegt die Gesamtzahl bei 64, davon ist ein Mensch verstorben, 55 sind genesen. In Quarantäne befinden sich 88 Menschen, die Gesamtzahl der Quarantäne-Fälle beläuft sich auf 1208.

Mehr als 2600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2600 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2639 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 303.258 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 6.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9546.

Condor nimmt Langstrecke wieder auf - Schutzschirm endet bald

Der Ferienflieger Condor nimmt trotz der Corona-Krise zum 31. Oktober wieder erste Langstreckenflüge auf. Erstes Übersee-Ziel ab Frankfurt und Düsseldorf ist Varadero auf Kuba, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zuvor hatten die kubanischen Behörden wieder die Einreise deutscher Touristen zugelassen und das Auswärtige Amt seine pauschale Reisewarnung aufgehoben. Neben den reinen Flugtickets seien über verschiedene Veranstalter auch Pauschalreisen buchbar, sagte eine Sprecherin.

WHO Europa warnt vor zunehmender Corona-Müdigkeit

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer steigenden Corona-Müdigkeit. Mehrere Länder Europas berichteten davon, dass die Menschen von der Pandemie allmählich genug hätten, teilte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag in Kopenhagen mit.

In den acht Monaten seit der Ankunft des Virus in der Region hätten die Bürger riesige Opfer zur Eindämmung von Corona gebracht. Das gehe einher mit außergewöhnlichen Umständen, „die uns alle erschöpft haben, unabhängig davon, wo wir leben und was wir tun“, erklärte Kluge. Unter solchen Bedingungen sei es ganz natürlich, dass man sich demotiviert fühle und eine gewisse Müdigkeit verspüre. Dennoch glaube er, dass es möglich sei, die Bemühungen gegen die Herausforderungen wiederzubeleben, die Covid-19 mit sich bringe.

Unter anderem müssten neue, sicherere und innovative Wege gefunden werden, wie man die Bedürfnisse der Bürger insbesondere in der Festtagszeit stillen könne. Dies habe man etwa während des Ramadans gesehen, als gemeindenahe Gruppen sichere Lösungen für das Fastenbrechen gefunden hätten. „Indem wir eine Balance zwischen Wissenschaft, sozialen und politischen Bedürfnissen finden, können wir Vorsichtsmaßnahmen entwickeln, die kulturell akzeptiert sind“, so Kluge.

Tusk: Habt keine Angst vor Covid, habt Angst vor zynischen Mächtigen

Mit einer Warnung vor zynischen Politikern hat der Chef der Europäischen Volkspartei, Donald Tusk, auf einen Tweet von US-Präsident Donald Trump reagiert.

Der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump war in der Nacht zu Dienstag nach einer dreitägigen Behandlung im Walter-Reed-Militärkrankenhaus ins Weiße Haus zurückgekehrt. Vor seiner Entlassung hatte er die Krankheit heruntergespielt. „Haben Sie keine Angst vor Covid“, schrieb Trump in einer Twitter-Nachricht. „Lassen Sie es nicht Ihr Leben dominieren.“ In den USA gibt es bereits mehr als 210.000 Todesopfer im Zusammenhang mit der Pandemie.

AfD: Kinder sollen keine Masken tragen müssen

Die AfD-Fraktion setzt sie sich dafür ein, Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr von der Maskenpflicht auszunehmen. Für den Mund-Nase-Schutz gebe es „keinen wissenschaftlich nachgewiesenen Nutzen“, sagte der AfD-Abgeordnete Martin Reichardt am Dienstag. Deshalb sollten insbesondere Kinder, die unter den psychischen Folgen dieser Maßnahme besonders litten, von der Pflicht, eine Maske zu tragen, ausgenommen werden. Die wegen der „sogenannten Corona-Pandemie“ eingeführte Maskenpflicht „nützt niemandem“, führte er weiter aus.

“Flickenteppich“: Kritik an innerdeutschen Reiseeinschränkungen

Mit Unverständnis und Kritik haben Politiker verschiedener Parteien auf die in manchen Bundesländern eingeführten Quarantäne-Vorschriften für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten reagiert.

„Reisebeschränkungen im Inland sind das falsche Signal und nicht hilfreich“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dem „Spiegel“. Politiker von CDU und SPD monierten, das Nebeneinander verschiedener Vorschriften schaffe einen verwirrenden Flickenteppich.

Die steigenden Infektionszahlen in Deutschland bereiten zum Start der Feriensaison zunehmend Sorgen - vor allem die Situation in Berlin wird von den Ländern unterschiedlich bewertet. Aufgrund steigender Zahlen in mehreren Bezirken der Hauptstadt werden diese zum Teil als Risikogebiet eingestuft. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz haben Einreisebeschränkungen mit Quarantäneregeln und Pflichttests festgelegt. Andere Bundesländer folgen einer davon abweichenden Systematik. Berlin, Niedersachsen und Bremen weisen aktuell gar keine inländischen Risikogebiete aus.

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) forderte mehr Klarheit und Transparenz. „Für Reisen innerhalb Deutschlands brauchen wir eine bundesweit einheitliche Regelung, auf die sich alle Bundesländer einigen“, sagte er dem „Spiegel“. „Ein Rückfall in Kleinstaaterei sorgt nur für Verunsicherung und gefährdet die Akzeptanz der Corona-Regeln.“

Trump ist zurück im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump ist nach einer dreitägigen Krankenhaus-Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung ins Weiße Haus zurückgekehrt.

Trump inszenierte seine Ankunft am Montagabend (Ortszeit) als Demonstration von Stärke: Er stieg die Treppe zum Balkon auf der Südseite seiner Residenz hoch, nahm dort die Gesichtsmaske ab und salutierte dem Piloten seines abfliegenden Hubschraubers. Danach nahm der Präsident ein Video auf, in dem er seine Landsleute aufrief, keine Angst vor dem Virus zu haben.

Trump war in der Klinik unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Mittel behandelt worden. Nach Einschätzung des renommierten Epidemiologen Anthony Fauci könnte dies entscheidend zu einer schnellen Verbesserung von Trumps Gesundheitszustand beigetragen haben. „Ich habe einen starken Verdacht, dass ihm das geholfen hat“, sagte Fauci im Nachrichtensender CNN. Das Mittel war von der Biotech-Firma Regeneron auf Anfrage der Präsidenten-Ärzte bereitgestellt worden. Es wird für gewöhnliche Patienten noch lange nicht verfügbar sein.

Trump bekräftigte seinen Aufruf an die Amerikaner, sie sollten sich nicht vor dem Virus fürchten. „Lasst es nicht Euer Leben beherrschen. Habt keine Angst davor“, sagte der Präsident in einem am Montagabend (Ortszeit) auf dem Balkon des Weißen Hauses aufgenommenen Video. „Geht raus, seid vorsichtig.“

EU-Kommission: Schuldenregeln bleiben auch 2021 außer Kraft

In der Corona-Krise behalten die EU-Staaten vorerst freie Hand beim Schuldenmachen. „Die allgemeine Ausweichklausel wird auch im Jahr 2021 aktiv bleiben“, sagte EU-Kommissar Paolo Gentiloni nach einer Sitzung der Eurogruppe.

Das bedeutet, dass die Schulden- und Defizitregeln in der EU ausgesetzt bleiben. Die Diskussion über eine Rückkehr zu einer normaleren Haushaltspolitik habe noch nicht begonnen, ergänzte Eurogruppenchef Paschal Dohonoe. „Sie steht nicht unmittelbar bevor.“

Die EU-Staaten hatten die sogenannte Ausweichklausel - auf Englisch General Escape Clause - des Stabilitäts- und Wachstumspakts im Frühjahr erstmals in der Geschichte aktiviert, damit die EU-Staaten die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bekämpfen können.

Diese können damit von der Vorgabe abweichen, dass das Haushaltsdefizit nicht höher als 3 Prozent und die Staatsverschuldung insgesamt nicht höher als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sein dürfen. Auch Deutschland hatte Dutzende von Milliarden Schulden aufgenommen und in Kurzarbeiterhilfen sowie Finanzspritzen, Kredite und Bürgschaften für Firmen und Selbstständige gesteckt.

Donohoe betonte, vorerst gebe es eine sehr große Einigkeit im Kreis der Finanzminister über die jetzige Linie der Fiskalpolitik, damit man in den Erhalt von Jobs investieren könne. Gentiloni sagte, der Nutzen der eingesetzten Instrumente müsse immer wieder überprüft werden. Sie müssten gezielt und zeitlich befristet sein. Natürlich gebe es Unterschiede zwischen der ersten Notfallphase und der längerfristigen Erholung. Doch werde der Übergang wahrscheinlich fließend sein, sagte Gentiloni.

Schäuble erlässt Maskenpflicht im Bundestag

Im Deutschen Bundestag muss von diesem Dienstag an ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) habe entschieden, „eine allgemeine Maskenpflicht im Parlament anzuordnen, weil die Entwicklung der Sars-CoV2-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen ist“, teilte die Parlamentsverwaltung am Montag in Berlin mit. Die Anordnung sei zunächst bis zum 17. Januar befristet.

Bislang galt für den Bundestag nur eine Empfehlung zum Maskentragen. Teile der Hauptstadt überschreiten aktuell die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, die für ein innerdeutsches Risikogebiet gilt.

Die Maskenpflicht gelte „für alle Räume, einschließlich des Plenarsaals, der Sitzungssäle und Besprechungsräume, sowie für alle Verkehrsflächen und Aufzugsanlagen der Gebäude“, teilte der Bundestag mit. Den Fraktionen werde dringend empfohlen, entsprechende Regelungen auch für ihre Räumlichkeiten zu erlassen.

+++ Ticker am Montag, 5. Oktober +++

88-Jährige Wiesmoorerin infolge der Corona-Infektion verstorben

Eine 88 Jahre alte Frau aus Wiesmoor hatte sich mit dem Coronvirus infiziert und ist an den Folgen der Erkrankung verstorben. Das teilte die Pressestelle des Landkreises am Montagnachmittag mit. Im Auricher Kreisgebiet liegt die Zahl der infolge der Covid-Verstorbenen nun bei neun.

Sanderbusch und Varel: Hygieneregeln in Kliniken verschärft

Die Corona-Infektionszahlen steigen und damit die Gefahr, dass Besucher das Virus in eines der beiden friesländischen Krankenhäuser einschleppen. Deshalb gelten ab sofort verschärfte Hygienevorschriften für Besucher des Nordwest-Krankenhauses in Sanderbusch und des St.-Johannes-Hospitals in Varel, wie Geschäftsführer Frank Germeroth am Montag erklärte. Damit die Patienten weiter Besucher empfangen können, müssen diese einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ist keiner vorhanden, helfen die Sicherheitskräfte am Eingang für eine kurze Übergangsfrist aus. Der Zugang ist nur über die Haupteingänge möglich, dort erfolgt eine Risikoeinschätzung. Personen mit Erkältungssymptomen, mit Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall sowie nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet dürfen die Kliniken nicht betreten.

Doch keine Zuschauer beim Türkei-Comeback der Formel 1

Aus den optimistischen Plänen mit bis zu 100.000 Formel-1-Fans wird nichts: Der Große Preis der Türkei am 15. November wird hinter verschlossenen Toren stattfinden. Die Entscheidung traf die türkische Regierung am Montag. Angesichts der Bemühungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des zuständigen Pandemie-Komitees werde der Grand Prix ohne Zuschauer abgehalten, hieß es übereinstimmenden Medienberichten zufolge in einem Statement. Auf dem Kurs bei Istanbul war zuletzt 2011 gefahren worden.

Die Motorsport-Königsklasse ließ zuletzt bestimmte Anzahlen von Zuschauern wieder zu. In Mugello waren es 3000 gewesen, im russischen Sotschi etwa 30.000 am Tag. Auch beim kommenden Rennen auf dem Nürburgring an diesem Sonntag sind bis zu 20.000 Zuschauer erlaubt.

Trump geht auf Twitter in die Vollen: 16 Tweets in 30 Minuten

Der mit Corona infizierte US-Präsident Donald Trump hat seine Aktivität auf Twitter wieder hochgefahren. Am frühen Montagmorgen setzte er innerhalb von einer Stunde insgesamt 18 Tweets ab, 16 davon innerhalb einer halben Stunde. Seine Nachrichten waren zum Großteil in Großbuchstaben verfasst und beinhalteten Aufrufe zur Wahl am 3. November und Argumente, die dabei seiner Ansicht nach für ihn sprechen. Trump schrieb zum Beispiel: „Recht & Ordnung. Wählen!“ oder „Stärkstes Militär aller Zeiten. Wählen!“

Nach Bekanntwerden seiner Infektion mit dem Coronavirus am Freitag hat Trump vergleichsweise wenig getwittert. Er sendete aber täglich eine Videobotschaft über seine wichtigste Kommunikationsplattform. Die US-Präsidentenwahl findet am 3. November statt - in vier Wochen.

Bars in Paris schließen wegen Corona-Lage für zwei Wochen

Wegen der sehr angespannten Corona-Lage in Paris bleiben in der französischen Hauptstadt Bars ab Dienstag für mindestens zwei Wochen geschlossen. Restaurants könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich an verschärfte Hygieneregeln hielten, sagte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag. Clubs und Tanzsäle würden geschlossen, Studentenpartys und jede Art von Festen seien nicht erlaubt. In Paris gilt nun die „maximale Alarmstufe“, wie bereits in Marseille.

„Die Epidemie schreitet zu schnell voran. Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, bevor das Gesundheitssystem überfordert wird“, mahnte Lallement. Mehr als 250 von 100 000 Menschen haben sich in Paris in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert. Auch unter den über 65-Jährigen ist die Zahl besorgniserregend hoch. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte Ende vergangener Woche bereits angedeutet, dass für die französische Hauptstadt strengere Maßnahmen in Kraft treten würden.

Wieder strengere Corona-Regeln in Russland

Angesichts wieder rasant steigender Corona-Zahlen von täglich mehr als 10.000 in Russland verschärft die Hauptstadt Moskau die Regeln zur Eindämmung der Pandemie. Von diesem Montag an müssen Unternehmen mindestens ein Drittel ihrer Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten lassen. Das gelte auch für alle Beschäftigten, die älter als 65 Jahre oder chronisch krank sind, teilte die Stadtverwaltung weiter mit. Ausgenommen davon sind demnach diejenigen, die nicht zu Hause arbeiten können, weil sie etwa in Betrieben Maschinen bedienen.

Zudem wurden die Schüler in Moskau in verlängerte Herbstferien geschickt. Sie sollen nun zwei Wochen frei haben und dazu beitragen, dass es weniger Neuinfektionen im flächenmäßig größten Land der Erde gibt. Nach den Ferien sollen Schüler in Moskau und einigen anderen Regionen wie bereits im Frühjahr wieder zu Hause lernen.

Luxus-Quarantäne für Langzeiturlauber in Thailand

Thailand will in den kommenden Wochen erstmals seit März wieder Touristen ins Land lassen - allerdings nur Langzeiturlauber, die gleich mehrere Monate im Land bleiben. Verpflichtend ist nach der Ankunft eine zweiwöchige Corona-Quarantäne, die manche Hotels den ausländischen Besuchern so angenehm wie möglich gestalten wollen. Im „The Senses Resort“ auf der Insel Phuket seien etwa 16 Villen für die Quarantäne-Gäste vorbereitet worden, samt Infinity Pool, Gourmet-Abendessen und zwei Mal täglichem Fiebermessen, wie die Zeitung „Bangkok Post“ am Montag berichtete.

Die Hotelmitarbeiter hätten zuvor ein spezielles Training absolvieren müssen, um sich etwa beim Servieren der Speisen zu schützen und mögliche Infektionen eines Gastes zu erkennen. An den Eingängen der Villen seien zudem Überwachungskameras angebracht worden: Sollte ein Gast während der Isolation seine Unterkunft verlassen, werde innerhalb von 15 Minuten die Polizei gerufen, hieß es. Beobachter sprachen von einem „goldenen Käfig“ für wohlhabende Urlauber.

Vier Berliner Bezirke gelten in Schleswig-Holstein als Risikogebiet

Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen hat Schleswig-Holstein mit Tempelhof-Schöneberg jetzt den vierten Berliner Bezirk als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. Das geht aus einer am Montag im Internet veröffentlichten Mitteilung der Landesregierung in Kiel hervor. Die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg gelten auch weiter als Risikogebiet. Zudem sind im Norden die Städte Hamm und Remscheid - beide in Nordrhein-Westfalen - als Risikogebiete ausgewiesen.

Für Urlauber oder Urlaubs-Rückkehrer hat das zur Folge, dass sie sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen müssen. Als Grundlage für die Einstufung als ein solches Gebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Mehr als 300.000 Corona-Fälle in Deutschland

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als 300 000 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen betrug laut Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 300.619 (Datenstand 5.10., 0.00 Uhr).

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des RKI 1382 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben vom Montagmorgen bei 9534.

EU-Kommissionschefin von der Leyen in Corona-Quarantäne

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei darüber informiert worden, dass sie vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen am Montag auf Twitter.

„Entsprechend der geltenden Regeln werde ich mich deshalb bis morgen früh selbst isolieren“, kündigte sie an. Sie sei am Donnerstag mit negativem Ergebnis getestet worden und werde sich heute erneut einem Test unterziehen, schrieb sie weiter.

Von der Leyen hatte nach dem Kontakt mit der inzwischen positiv getesteten Person am Donnerstag und Freitag am Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Dort war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Arzt kritisiert Trump-Ausflug als „politisches Theater“

Ein Arzt am Walter-Reed-Militärkrankenhaus nördlich von Washington hat den kurzen Ausflug des mit dem Coronavirus infizierten US-Präsidenten Donald Trump heftig kritisiert. „Die Verantwortungslosigkeit ist erstaunlich“, schrieb der Mediziner James P. Phillips auf Twitter und sprach von einem „politischen Theater“, das andere in Lebensgefahr bringe.

Trump hatte am Sonntag das Krankenhaus für wenige Minuten verlassen, um seine Anhänger außerhalb der Klinik zu grüßen. Aus einem schwarzen SUV heraus winkte er seinen Fans in Bethesda im Bundesstaat Maryland zu, wie auf Videos zu sehen war. Trump saß mit mindestens zwei Personen in dem Wagen und trug eine Maske. In einer zuvor aufgenommenen Videobotschaft, die später auf Trumps Twitter-Profil veröffentlicht wurde, sagte der Präsident: „Ich mache gleich einen kleinen Überraschungsbesuch.“ Er lobte die „großartigen Patrioten“ außerhalb des Krankenhauses.

„Jede einzelne Person in dem Fahrzeug während dieser völlig unnötigen präsidentiellen Vorbeifahrt muss jetzt für 14 Tage in Quarantäne. Sie könnten krank werden, sie können sterben. Für politisches Theater. Befohlen von Trump, um ihre Leben für Theater zu riskieren. Das ist Wahnsinn“, schrieb Phillips.

In einem Gespräch mit der „New York Times“ sagte Phillips am Sonntagabend, es stelle sich die beunruhigende Frage, ob Trump seine Ärzte anweise. „Wo endet das Arzt-Patienten-Verhältnis und beginnt das Oberkommandierender-Untergebener-Verhältnis, und wurde diesen Ärzten befohlen, dies zu ermöglichen?“, fragte Phillips und bemerkte, dass mit der Fahrt alle Behandlungsregeln verletzt worden seien. „Als ich das zuerst sah, dachte ich, vielleicht wird er in eine andere Klinik gebracht“, sagte er weiter.

Corona-Krise trifft Bekleidungshandel besonders stark

Nun ist es auch amtlich: Die Corona-Krise hat den Einzelhandel mit Bekleidung besonders stark getroffen. Im August lagen die realen Umsätze der meist in den Innenstädten angesiedelten Händler 11,6 Prozent unter dem Niveau aus dem Februar, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Kalender- und Saisoneffekte sind dabei bereits berücksichtigt. Auch im Vergleich zum August 2019 fehlten 11,4 Prozent der Erlöse in den Kassen.

Die Käufer sind in der Pandemie noch stärker als zuvor ins Internet abgewandert: Bekleidung, Sportartikel und Schuhe waren 2019 in Deutschland die beliebtesten Online-Produkte und wurden von 68 Prozent der Online-Käufer bestellt. Die Erlöse mit Textilien im Internet- und Versandhandel lagen im August rund 23,0 Prozent über dem Vorjahresmonat. Über das gesamte Sortiment setzten die Onliner 19,6 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor.

In der Langzeitbetrachtung zeigt sich der Erfolg von Online-Händlern und Plattformen wie Amazon und Co.: Von 1999 bis bis zum Jahr 2019 steigerten sie ihre realen Umsätze um 120,3 Prozent, so das Bundesamt. Im gleichen Zeitraum büßten die Kaufhäuser 42,1 Prozent ein. Der stationäre Einzelhandel konnte in der Phase zwar noch 11,2 Prozent zulegen, blieb damit aber auch sehr deutlich hinter den Wachstumsraten der Onliner.

Shop Apotheke legt weiter kräftig zu

Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke ist in der Corona-Krise auch im dritten Quartal kräftig gewachsen. Die Erlöse stiegen nach vorläufigen Berechnungen im Jahresvergleich um 39,7 Prozent auf 238,7 Millionen Euro, wie das seit September im MDax gelistete Unternehmen am Montag im niederländischen Venlo mitteilte. Damit summiert sich das Plus in den ersten drei Quartalen auf 38,1 Prozent. Die Zahl aktiver Kunden kletterte seit dem Jahreswechsel um 1,2 Millionen zu, davon 0,4 Millionen im dritten Quartal.

Besonders stark wuchs der Absatz im Segment International: In Frankreich, Belgien, Italien und den Niederlanden stieg der Umsatz insgesamt um 82,2 Prozent. In Deutschland, Österreich und der Schweiz betrug der Zuwachs insgesamt 33,8 Prozent. Die drei Länder stehen mit gut 200 Millionen Euro weiterhin für den Großteil des Geschäfts des Konzerns. Die vollständigen Quartalszahlen will Shop Apotheke wie geplant am 5. November veröffentlichen.

In Paris „maximale Alarmstufe im Kampf gegen Corona

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie sollen am Montag neue Sicherheitsmaßnahmen für die stark betroffene Millionenstadt Paris angekündigt werden.

Für Frankreichs Hauptstadt und deren unmittelbare Umgebung gelte nun die „maximale Alarmstufe“, teilte Arbeitsministerin Elisabeth Borne in der Nacht via Twitter mit. Sie rief Arbeitgeber und Beschäftigte auf, möglichst auf Heimarbeit umzustellen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Die neuen Maßnahmen könnten die Schließung von Cafés und Bars auslösen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Amt des französischen Regierungschefs Jean Castex. Restaurants könnten mit verstärkten Corona-Vorsichtsmaßnahmen hingegen offen bleiben. In Universitäten solle es neue Beschränkungen für den Zugang zu Hörsälen geben.