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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus-Ticker: Zurückgeholte Touristen müssen nun dafür zahlen

23.06.2020

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven ist keine Person infiziert. Die Gesamtzahl der bisherigen Infizierten lag bei 27. Eine Person ist verstorben. Die Stadt Wilhelmshaven hat angekündigt, nicht mehr täglich über die Infektionszahlen zu berichten – es sei denn, es gibt eine Neuinfektion. (Stand: 19. Juni)

Im Landkreis Friesland ist derzeit eine Person nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. 32 Patienten sind mittlerweile genesen, zwei Menschen sind gestorben. Insgesamt gab es bislang 35 Menschen aus dem Kreisgebiet, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. (Stand: 26. Juni, 14.47 Uhr)

Im Landkreis Wittmund gelten derzeit null Personen als mit dem Coronavirus infiziert. 41 Personen gelten als geheilt. Insgesamt waren bisher 41 Menschen infiziert. Der Landkreis informiert erst wieder, wenn es eine Neuinfektion geben sollte. (Stand: 19. Juni, 08.20 Uhr)

Derzeit ist im Landkreis Aurich ein Mensch an Corona erkrankt. Insgesamt waren 135 Personen infiziert, 125 gelten als geheilt. Acht infizierte Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. (Stand: 25. Juni, 19.19 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland 192.556 Infektionen und 8948 Todesfälle. In Niedersachsen gab es demnach bislang 13.422 Fälle und 625 Todesfälle (Stand: 26. Juni, 14.46 Uhr).

+++ Ticker von Freitag, 26. Juni +++

Norderney: Teilweise Maskenpflicht in der Öffentlichkeit

In bestimmten Bereichen der Norderneyer Innenstadt ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes vorerst grundsätzlich Pflicht. Das hat der Landkreis Aurich mit einer Allgemeinverfügung entsprechend festgelegt. Diese Regelung gilt zunächst befristet bis zum 19. Juli 2020 in den folgenden Straßen:Strandstraße, Poststraße, Friedrichstraße zwischen Heinrich und Bismarckstraße sowie Schmiedestraße. Grund für die Maßnahme: In den Gebieten und Straßen ist davon auszugehen, dass der in der Öffentlichkeit geltende allgemein gebotene Mindestabstand von 1,5 m von Person zu Person nicht eingehalten werden kann.

Dax in neuer Woche zwischen Corona-Angst und Konjunkturhoffnung

Auch in der neuen Woche dürfte sich der deutsche Aktienmarkt im Spannungsfeld zwischen der Furcht vor einer zweiten Welle der Corona-Neuinfektionen und wirtschaftlichen Hoffnungssignalen bewegen. Nach der nun schon dreimonatigen Erholungsrally könnten kurzfristig weitere Gewinnmitnahmen nicht ausgeschlossen werden, bemerkten die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Zumal mit der anstehenden Bekanntgabe der Unternehmenszahlen zum zweiten Quartal offensichtlich werden dürfte, wie stark die Coronavirus-Pandemie auf die Ergebnisse der Konzerne durchgeschlagen habe. So hatte der Dax sich von seinem März-Tief von 8255 Punkten zwischenzeitlich um mehr als die Hälfte auf etwa 12 900 Punkte erholt, bevor ihm jüngst ein wenig die Luft ausging. (Quelle: dpa)

Bezirksregierung: Ausbruch im Kreis Warendorf eingegrenzt

Der Corona-Ausbruch im Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück beschränkt sich im benachbarten Kreis Warendorf laut Bezirksregierung bislang auf dort wohnende Mitarbeiter. Das bestätigten die bisherigen Testergebnisse, teilte ein Sprecher am Freitag in Münster mit. Das Robert Koch-Institut hatte in der Nacht Zahlen zur Kennziffer der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage im Kreis Warendorf veröffentlicht. Diese Marke war mit 47,9 unter den entscheidenden Wert von 50 gefallen. Am Donnerstag lag dieser Wert noch bei 50,4.

Nach Zahlen der Bezirksregierung (Stand Freitag, 12.30 Uhr) sind im Kreis Warendorf - in Nachbarschaft zum Kreis Gütersloh mit dem Tönnies-Stammsitz - aktuell 218 Menschen mit Corona infiziert (Vortag 217), in der gesamten Corona-Krise wurden 723 Infizierte gezählt, 485 gelten als genesen. Der Kreis Warendorf hat rund 280 000 Einwohner.

Als Risikogebiete in Deutschlands gelten Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Quelle: dpa)

Zurückgeholte Touristen müssen 200 bis 1000 Euro zahlen

Die Bundesregierung stellt den wegen der Corona-Pandemie aus dem Ausland zurückgeholten 67 000 Touristen 200 bis 1000 Euro für die Flüge in Rechnung. Damit sollen 40 Prozent der Gesamtkosten der beispiellosen Aktion von 94 Millionen Euro gedeckt werden. Die Kostenbeteiligung der Gestrandeten wird gestaffelt: Für Flüge von den Kanarischen Inseln und Nordafrika müssen 200 Euro gezahlt werden, für das südliche Afrika und die Karibik werden 500 Euro fällig, Rückkehrer aus Südamerika und Asien müssen 600 Euro zahlen, und wer aus Neuseeland und Australien zurückgeholt wurde, erhält eine Rechnung über 1000 Euro.

Das Auswärtige Amt gab diese Preise am Freitag nach der Versendung der ersten 1000 Rechnungen bekannt. Das Auswärtige Amt hatte die Aktion am 17. März zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder wegen der Corona-Pandemie kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Insgesamt wurden etwa 240 000 Reisende zurückgebracht. Die Reiseveranstalter brachten die Touristen, die bei ihnen gebucht hatten, selbst kostenlos zurück.

Für Individualtouristen und andere Reisende charterte das Auswärtige Amt selbst Maschinen, die 260 Flüge absolvierten und rund 67 000 Personen aus rund 65 Ländern zurückbrachten. Diese Personen werden nun zur Kasse gebeten. Die Ticketpreise liegen etwa im Bereich günstiger Economy-Tickets für die jeweiligen Regionen.

Unter den 67.000 Passagieren sind etwa 56.000 deutsche Staatsangehörige, 7600 Menschen aus anderen Ländern der EU und 3650 Personen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union. (Quelle: dpa)

Das Verfahren für Wohngeld wurde vereinfacht

Wer knapp bei Kasse ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen Wohngeld beantragen. Den staatlichen Zuschuss für Wohnraum erhalten Mieter, deren monatliches Gesamteinkommen unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt.

„Auch einkommensschwache Eigentümer können für selbstgenutzten Wohnraum Wohngeld in Form eines sogenannten Lastenzuschusses erhalten“, sagt Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund.

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben Bezieher von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder BAföG - deren Wohnkosten werden bereits im Rahmen der Leistungen berücksichtigt.

Im Januar 2020 hat sich der Zuschuss erhöht.

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Auch Djokovic-Coach Ivanisevic positiv auf Corona getestet

Nach dem Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic ist nun auch dessen Trainer Goran Ivanisevic positiv auf das Coronavirus getestet worden.Das teilte der 48 Jahre alte Wimbledonsieger von 2001 in den sozialen Netzwerken mit. „Leider habe ich, nach zwei negativen Rückmeldungen in den vergangenen zehn Tagen, gerade das Ergebnis des dritten Tests bekommen, und das ist positiv“, schrieb der frühere Tennisprofi bei Instagram. Er fühle sich gut und zeige keine Symptome, ergänzte er. Er werde die Isolation fortsetzen, die er bereits begonnen habe.

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Schwedens Staatsepidemiologe wirft WHO Fehldeutung vor

Er ist das Gesicht des schwedischen Corona-Sonderwegs - und mit der Bewertung der Situation in seinem Land durch die Weltgesundheitsorganisation WHO nicht einverstanden.

Staatsepidemiologe Anders Tegnell hat mit Unverständnis auf die Einordnung Schwedens als besonderes Risikoland durch die WHO reagiert. „Das ist leider eine totale Fehldeutung der Daten“, sagte Tegnell im schwedischen Fernsehsender SVT.

Schweden habe steigende Fallzahlen, die jedoch darauf beruhten, dass das Land deutlich mehr Tests durchführe als vorher, sagte Tegnell. „Es ist unglücklich, Schweden mit Ländern zu vermischen, die zuvor überhaupt keine Probleme hatten und offenbar erst am Anfang ihrer Epidemie stehen.“ Die WHO hätte sich vermutlich einfach in Stockholm melden sollen, dann hätte man ihr ein detaillierteres Bild der schwedischen Situation geben können, sagte Tegnell.

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Corona-Quarantäne in Göttinger Wohnkomplex beendet

Die coronabedingte Quarantäne für einen Wohnkomplex in Göttingen mit rund 700 Bewohnern ist beendet. Die Verpflichtung sei planmäßig um Mitternacht ausgelaufen, sagte ein Stadtsprecher am Morgen. Der Zaun werde auf einer Seite derzeit abgebaut.

An einer anderen Straße bleibt der Zaun allerdings noch stehen - dort finden Ein- und Auslasskontrollen statt, um sicherzustellen, dass einzelne Bewohner, für die noch eine Quarantäne-Pflicht gilt, das Gelände nicht verlassen. Bis Dienstag soll es zweimal täglich kostenlose Mahlzeiten geben.

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Niederländische Airline KLM bekommt staatlichen Milliardenkredit

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines hat sich staatliche Kredite in Höhe von insgesamt 3,4 Milliarden Euro gesichert. Der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft habe ein Unterstützungspaket der Niederlande akzeptiert, teilte KLM mit.

So könne KLM die Corona-Krise überwinden und sich auf die Zukunft vorbereiten. Damit kann der Luftfahrtkonzern Air France-KLM in der Corona-Krise mit Finanzhilfen von über 10 Milliarden Euro rechnen, die direkt vom Staat kommen oder staatlich abgesichert werden. Frankreich stützt die Schwestergesellschaft Air France mit sieben Milliarden Euro.

KLM hat sich im Gegenzug für die staatlichen Hilfen verpflichtet, die Dividendenzahlungen an die Aktionäre auszusetzen, bis die Darlehen zurückgezahlt sind. Das Einspringen des Staates muss noch von der Europäischen Kommission und dem niederländischen Parlament abgesegnet werden. Wegen der Corona-Pandemie befinde sich die Fluggesellschaft in einer beispiellosen Krise, erklärte KLM-Chef Pieter Elbers. Das Finanzierungspaket sei notwendig, um die Erholung des Konzerns zu sichern. (dpa).

Kriterien gesucht: EU-Staaten beraten über Einreisestopp

Wenige Tage noch haben die EU-Staaten Zeit für ihre Entscheidung, aus welchen Drittstaaten künftig wieder Bürger einreisen dürfen.

Nach einem Vorschlag der EU-Kommission, über den die EU-Botschafter am Freitag beraten wollen und der der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel vorliegt, sollen dabei vor allem epidemiologische Kriterien angesetzt werden: die Anzahl der Covid-19-Neuinfektionen innerhalb der vergangenen zwei Wochen, der Trend im gleichen Zeitraum, die allgemeine Reaktion auf das Virus.

Bürger aus stark betroffenen Ländern wie den USA, Russland oder Brasilien dürften demnach erstmal außen vor bleiben. Das ist vor allem deshalb heikel, weil mit dieser Frage auch wirtschaftliche und diplomatische Interessen verbunden sind. Ob die Botschafter am Freitag eine Einigung erzielen, war EU-Kreisen zufolge unklar.

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Mehrwertsteuersenkung heizt Preiskampf bei Lebensmitteln an

Die Mehrwertsteuersenkung ist schon da - zumindest bei Lidl. Seit Anfang der Woche hat der Discounter die Preise reduziert - mehr als eine Woche vor dem eigentlichen Stichtag am 1. Juli.

An den Regalen in den Filialen prangt seitdem für jedes Produkte ein großes rote Schilder mit dem alten und dem neuen Preis und einem markanten „Billiger!“. Konkret: Dosentomaten kosten jetzt 38 statt 39 Cent, Fischstäbchen 3,42 statt 3,49 Euro. Doch das letzte Wort im Preiskampf im deutschen Lebensmittelhandel hatte Lidl damit noch nicht gesprochen.

Denn der Erzrivale Aldi kündigte inzwischen an, noch eine Schippe draufzulegen. Der Discount-Erfinder senkt die Lebensmittelpreise von diesem Samstag an nicht wie vom Gesetzgeber vorgegeben nur um zwei, sondern sogar um drei Prozent. Dies koste Aldi einen dreistelligen Millionenbetrag, betonte das Unternehmen. Doch will der Konzern offenbar sein Preisimage stärken.

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Kliniken rechnen noch für Monate mit Corona-Notbetrieb

Die Kliniken rechnen trotz erster Schritte zu einer Normalisierung noch für mehrere Monate mit einem Betrieb im Krisenmodus. „Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, der Deutschen Presse-Agentur.

„Frei gehaltene Personal- und Intensivkapazitäten sind weiter erforderlich - auch für eine mögliche zweite Welle im Herbst.“ Eine Rückkehr zur Regelversorgung wie vor Corona sei bis weit ins nächste Jahr hinein sicherlich nicht möglich.

Die Zahl der Klinik-Aufnahmen von Covid-19-Patienten sinke insgesamt, diese belegten inzwischen auch weniger Intensivbetten mit künstlicher Beatmung. Die Kapazitäten würden aber weiterhin stark begrenzt durch Erfordernisse für eine konsequente Infektionsvermeidung. So sei eine Versorgung im Mehrbettzimmer kaum noch möglich, erläuterte Baum. Kliniken hätten durch Corona auch deutlich höhere Fallkosten - für Corona-Erkrankte seien abgetrennte Intensiv- und Bettenstationen nötig. Personal müsse so weit wie möglich getrennt eingesetzt werden.

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Laschet prüft Haftbarkeit von Tönnies

Nach dem großen Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies lässt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Haftbarkeit des Unternehmens prüfen.

Zur Frage, ob das Unternehmen haftbar zu machen sei, sagte Laschet dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Es wird derzeit sehr genau geprüft, ob und gegen welche Regeln das Unternehmen verstoßen hat und wo es in Haftung genommen werden kann.“ Laschet betonte, er sehe Tönnies in der Verantwortung.

Der Ministerpräsident verteidigte seine Regierung gegen die Kritik, zu spät gegen die Arbeitsweise der Fleischfirma vorgegangen zu sein. „Die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen waren bekannt“, sagte Laschet dem RND. „Rot-Grün hat die Werkverträge eingeführt, die zum Problem geworden sind. Unser Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich hier als einziger mit wirklichem Nachdruck für eine Änderung eingesetzt.“ Für eine gesetzliche Änderung habe es jedoch keine Mehrheit gegeben, sagte Laschet. „Das muss man nüchtern einräumen.“

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Modekette H&M schreibt wegen Corona-Krise rote Zahlen

Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) hat wegen der Corona-Krise im zweiten Geschäftsquartal ein deutliches Minus eingefahren.

Das zweite Quartal des Geschäftsjahres begann Anfang März und lief bis Ende Mai, es umspannt damit die bisherige Hochphase der Corona-Krise in Europa. Im Berichtszeitraum belief sich der Verlust nach Steuern auf 4,9 Milliarden schwedische Kronen (470 Millionen Euro), wie H&M in Stockholm mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte H&M noch einen Gewinn von 4,5 Milliarden schwedische Kronen eingefahren.

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Siemtje Möller: Krankenhäuser in der Region kommen gut durch die Krise

SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller ist überzeugt, dass es die Krankenhäuser mit Hilfe des Bundes durch die Krise schaffen. In den Kliniken sei man nicht der Hoffnungslosigkeit anheimgefallen. Das sagte Möller, als sie sich am Donnerstag im neuen Verwaltungsgebäude des Landkreises am Schlosserplatz von Landrat Sven Ambrosy, seinen Dezernenten und Fachabteilungsleitern zur Corona-Situation im Kreisgebiet ins Bild setzen ließ. Vorangegangen waren Besuche Möllers in den Kliniken, Krisenstäben und Gesundheitsämtern ihres Wahlkreises in Wilhelmshaven, Wittmund und Friesland. In den Krankenhäusern, so Möller, habe sie routinierte Abläufe und Mitarbeiter erlebt, die im Umgang mit der Infektionslage inzwischen einen gelassenen Eindruck vermittelten. Die persönliche Schutzausstattung für die Mitarbeiter sei inzwischen gewährleistet.

Es seien allerdings noch Fragen offen, zum Beispiel die Finanzierung der Corona-Tests für Patienten vor ihren „normalen“ ambulanten Operationen. Sie sei der Ansicht, dass dies aus dem Gesundheitsfonds gezahlt werden müsse. Sven Ambrosy bestätigte, das sei auch die Haltung des Landkreises. Für die Krankenhäuser lägen die zusätzlichen Kosten im Millionenbereich.

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Corona-Krise bringt Nike in die roten Zahlen

Geschlossene Geschäfte wegen der Corona-Pandemie haben den weltgrößten Sportartikelhersteller Nike tief in die roten Zahlen gebracht.

Im abgelaufenen Geschäftsquartal (bis Ende Mai) fiel unterm Strich ein Verlust von 790 Millionen Dollar (704 Mio Euro) an, wie der Adidas-Rivale am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte Nike noch 989 Millionen Dollar verdient.

Die Erlöse brachen um 38 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar ein, vor allem aufgrund der vorübergehenden pandemiebedingten Schließung zahlreicher Filialen weltweit. Das digitale Geschäft mit Online-Verkäufen legte zwar um 75 Prozent zu, das reichte jedoch nicht, um die Einbußen im lahmgelegten Einzelhandel zu kompensieren.

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Eishockey-Regionalligisten lehnen Geisterspiele ab

Geisterspiele nein, unter Auflagen spielen ja: Darauf einigten sich Vertreter der acht Eishockey-Regionalligisten jetzt bei ihrer Ligatagung am Timmendorfer Strand. Mehr als vier Stunden (und damit länger als sonst üblich) saßen die Clubvertreter mit Ligenleiter Götz Neumann und dem Präsidenten des Niedersächsischen Eissport-Verbandes (NEV), Jochen Schierbaum, zusammen, um über den Modus sowie die Ausländerbeschränkung für die kommende Saison zu diskutieren und abzustimmen.

In freundschaftlicher Atmosphäre wurde schnell klar, dass die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie im Fokus stehen würden. Ähnlich wie in der DEL, der DEL 2 und in der Oberliga wird es auch in der Regionalliga Nord keine Geisterspiele geben. Heißt im Umkehrschluss: Werden Zuschauer dauerhaft untersagt, wird die Spielzeit 2020/21 gar nicht erst angepfiffen.

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+++ Ticker von Donnerstag, 25. Juni +++

FIFA kündigt weitere Corona-Hilfen für Fußball-Verbände an

Der Fußball-Weltverband FIFA will den nationalen Verbänden zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar (1,34 Milliarden Euro) an Zahlungen und Darlehen zur Verfügung stellen. Das beschloss das FIFA-Council laut Präsident Gianni Infantino am Donnerstag in einer Videokonferenz. Die Gelder sollen einer Mitteilung zufolge auf drei Säulen beruhen und bis Januar 2021 an die 211 Mitgliedsverbände fließen. Wie bereits bekannt, wurden 152 Millionen Dollar an Betriebskostenbeiträgen aus dem Forward-Entwicklungsprojekt für die Jahre 2019 und 2020 freigegeben. (Quelle: dpa)

Corona verschlägt die Ritter zum „Abenteuerhof“ nach Sande

Ab Freitag will die Showtruppe ein mittelalterliches Spektakel auf dem „Abenteuerhof“ in der Südstraße 4 in Fischelhörne bei Sande bieten. Dabei war eigentlich alles ganz anders geplant.

Wochenende an der Jade: Trotz Absage weiter den Blick nach vorn gerichtet

Am Donnerstag hätte das Wochenende an der Jade starten sollen, doch das geht bekanntlich nicht. Der Veranstalter muss mit der Absage zurechtkommen und gleichzeitig die Planungen für 2021 anschieben. Ein Interview mit Heike Gorath und Mirco Wenzel von der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH (WTF).

CDU fordert schärfere Einreise-Regeln für Urlauber

Die CDU-Fraktion im Landkreis Friesland fordert eine härtere Regelung der Einreise für Urlauber und ein Verbot für Touristen aus Hotspot-Regionen. Deshalb hat sie einen entsprechenden Antrag beim Landkreis gestellt.

Meldepflicht für Wittmunder, die aus dem Ausland zurückkehren

Für Bürger des Landkreises Wittmund, die aus dem Ausland zurückkehren, gilt ab sofort eine Meldepflicht beim Gesundheitsamt: Dann wird abgeklärt, ob es sich bei dem Aufenthaltsort um ein Risikogebiet handelt oder nicht. Gegebenenfalls wird Quarantäne angeordnet.

Stadt Jever gibt Wirten zusätzliche Flächen frei

Die Stadt Jever unterstützt ihre Café- und Restaurantbetreiber, indem sie ihnen vom 26. Juni bis zum 30. September mit einer Sondernutzungserlaubnis zusätzliche öffentliche Flächen für die Außengastronomie zur Verfügung stellt. So können sie mehr Gäste bewirten als die geltenden Einschränkungen derzeit zulassen. Diese Regelung wird in verschiedenen Bereichen angewandt, direkt vor den Cafés und Restaurants am Kirchplatz führt sie jedoch dazu, dass in dem genannten Zeitraum jeweils freitags von 14 bis sonntags 22 Uhr die Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt wird.

Wilhelmshaven und Friesland erlassen Tönnies-Allgemeinverfügung

Friesland und Wilhelmshaven haben vorsorgliche Allgemeinverfügungen erlassen, die sich an alle richten, die bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück arbeiten und in der Jadestadt oder in Friesland wohnen. Sie und die Mitbewohner ihres Haushalts müssen sich unverzüglich bis 10. Juli in häusliche Quarantäne begeben und beim jeweiligen Gesundheitsamt melden.

Tagesgäste dürfen ab 1. Juli wieder nach Norderney

Tagestouristen können ab dem 1. Juli auch wieder die Insel Norderney besuchen. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise war Tagesgästen der Ausflug auf das Eiland bislang verwehrt. Das hatte der Landkreis mit einer entsprechenden Allgemeinverfügung so geregelt. „Wir lassen die Verfügung am 30. Juni auslaufen“, macht Landrat Olaf Meinen deutlich. Angesichts des geringen Infektionsgeschehens im Kreisgebiet gebe es keinen Grund, das Besuchsverbot zu verlängern, stellte Meinen fest, nachdem er sich in der Sache mit dem Norderneyer Bürgermeister Frank Ulrichs ausgetauscht hatte.

Zurzeit gibt es im Landkreis Aurich nur noch einen aktuellen Covid 19-Fall. Meinen appellierte aber an Inselbewohner und Gäste gleichermaßen, die geltenden Abstands- und Hygieneregeln weiterhin strikt einzuhalten, um so mögliche Infektionen zu verhindern. „Wir sind mit dem Thema Corona noch lange nicht durch“, ist der Landrat überzeugt.

Das teilt der Landkreis Aurich am Donnerstag via Facebook.

Nun 79 Mitarbeiter bei Dönerfleischproduzent in Moers corona-positiv

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Mitarbeiter einer Dönerfleischproduktion in Moers bei Duisburg hat sich auf 79 erhöht. Nachdem zunächst 17 Beschäftigte positiv getestet worden waren, kamen bei weiteren Tests nun 62 hinzu, teilte der Kreis Wesel am Donnerstag mit. Insgesamt wurden am Mittwoch nach dem Bekanntwerden der 17 Fälle von rund 200 Mitarbeitenden Abstriche genommen. Davon stehen den Angaben zufolge noch 120 Ergebnisse aus.

Die Kontaktnachverfolgung laufe auf Hochtouren. „Keine der positiv getesteten Personen weist bisher die Corona-typischen Symptome auf“, erklärte der Kreis. Der Dönerfleischproduzent hat nach Angaben des Kreises 275 Mitarbeiter.

Die ersten positiven Testergebnisse waren bei einer Nachtestung herausgekommen: Die 17 infizierten Mitarbeiter waren nachträglich untersucht worden. Sie hatten unter anderem wegen Urlaubs und Kurzarbeit nicht an einer ersten Testung im Mai teilgenommen. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte damals eine Reihentestung bei allen Schlachtbetrieben im Bundesland angeordnet. (Quelle: dpa)

Antikörper-Studie: Viele Bürger Ischgls waren infiziert

Eine neue Untersuchung liefert Zündstoff zur Rolle von Ischgl in Österreich bei der Verbreitung des Coronavirus. Nach Angaben der Medizinischen Universität Innsbruck haben 42,4 Prozent der in einer umfassenden Studie getesteten Bürger Antikörper auf das Coronavirus gebildet.

Das sei der weltweit höchste bisher publizierte Wert, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie, Dorothee von Laer. Zum Vergleich: In einem der ersten Corona-Hotspots in Deutschland, Gangelt im Kreis Heinsberg, waren laut einer Anfang April durchgeführten Studie gut 15 Prozent der Einwohner infiziert oder hatten eine Infektion bereits hinter sich. Den Angaben aus Innsbruck zufolge wiesen vergleichbare Studien für Gröden in Südtirol Werte von 27 Prozent und für Genf von zehn Prozent auf. Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine durchgemachte Infektion.

Ischgl mit seinen Après-Skibars gilt als Brennpunkt für die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich und Teilen Europas. Nach Angaben österreichischer Behörden waren zeitweise 40 Prozent aller Fälle im Inland auf Ischgl zurückzuführen. Auch viele deutsche Touristen haben sich nach ihrer Überzeugung in Ischgl angesteckt.

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SPD lehnt Immunitätsnachweis weiter ab

Die SPD lehnt einen Immunitätsnachweis für das Coronavirus vorerst weiter ab. Dies sei „völlig undenkbar“, solange eine Immunität wissenschaftlich nicht gesichert sei und auch nicht anders als durch gezielte Ansteckung erlangt werden könne, schrieb Parteichefin Saskia Esken am Donnerstag bei Twitter. Fraktionsvize Bärbel Bas sagte: „Eine Immunität ist nach wie vor nicht nachweisbar, sie kann und darf daher auch nicht dokumentiert werden. Alles andere wäre leichtsinnig.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Pläne für einen Corona-Immunitätsnachweis im Mai auch nach Protesten der SPD vorerst zurückgezogen. Er hat den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten, der nach einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Donnerstag erstmals darüber beraten wollte.

Bas erläuterte, jeder könne sich schon jetzt Untersuchungsergebnisse von Ärzten aushändigen lassen. Eine solche Dokumentation sei üblich. Aus einer Immunitätsdokumentation dürfe aber keine Stigmatisierung entstehen. „Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft von Menschen mit und ohne Immunität darf es nicht geben.“ Es werde je nach Antikörperstatus keinen Unterschied in Freiheits- und Persönlichkeitsrechten geben. (Quelle: dpa)

EU-Agentur macht Weg frei für Corona-Mittel Remdesivir in Europa

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat erstmals grünes Licht für einen Wirkstoff zur Corona-Therapie in der EU gegeben. Der Empfehlung zufolge sollen bestimmte Covid-19-Patienten unter Auflagen mit Remdesivir behandelt werden dürfen, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt. (Quelle: dpa)

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Foto: Ulrich Perrey/dpa

Touristen, die bereits hier sind, dürfen ihren Urlaub noch beenden

Die Niedersächsische Landesregierung hat die veröffentlichte Fassung der Änderungsverordnung zum Beherbergungsverbot für Personen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf (NRW) m Donnerstag noch einmal präzisiert.

Die Fassung, die heute im Amtsblatt veröffentlicht wird, erlaubt es Urlaubern aus den genannten Landkreisen, die bereits in Niedersachsen weilen, ihren Urlaub fortzuführen: Dazu muss der Urlaub vor dem 11. Juni 2020 begonnen worden sein.

Vermieter von Ferienbetten dürfen diese Urlaubenden weiterhin beherbergen. Das teilt das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit.

Prostitution in Österreich ab 1. Juli wieder erlaubt

In Österreich ist die zwischenzeitlich wegen der Coronakrise verbotene Prostitution ab 1. Juli wieder erlaubt. Das Betreten von Bordellen und Laufhäusern werde wieder ermöglicht, bestätigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Aktuell würden vom Ministerium gemeinsam mit Vertretern etwa von Beratungsstellen Hygiene- und Schutzempfehlungen erarbeitet.

Rund 8000 Sexarbeiterinnen sind in Österreich registriert. Sie waren von der Coronakrise finanziell besonders stark betroffen und hatten als Selbstständige Anspruch auf Leistungen aus dem Härtefallfonds. „Wir begrüßen es, dass Sexarbeit wieder erlaubt wird“, sagte Eva van Rahden, Leiterin einer Beratungsstelle für Sexarbeiter in Wien. „Einige Frauen haben bereits Termine mit Kunden ausgemacht.“ (Quelle: dpa)

WHO Europa warnt vor steigenden Corona-Zahlen – Lob an Deutschland

Nach Monaten der abnehmenden Infektionszahlen in Europa ist das Coronavirus auf dem Kontinent laut dem Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO wieder auf dem Vormarsch. 30 Länder in der europäischen Region hätten im Laufe der vergangenen beiden Wochen wieder steigende Fallzahlen vermeldet, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Dabei handele es sich um die ersten Anstiege wöchentlicher Neuinfektionen in Europa seit Monaten.

Länder wie Deutschland, Spanien, Polen und Israel hätten jedoch schnell auf die gefährlichen Ausbrüche reagiert, die mit Schulen, Kohlebergwerken und Lebensmittelproduzenten zusammenhingen, sagte Kluge. „Wo neue Cluster aufgetaucht sind, wurden diese durch schnelle und gezielte Eingriffe kontrolliert - das sind sehr gute Nachrichten.“ Ein Lob gehe an die beteiligten Behörden.

Weltweit beschleunige sich die Pandemie derzeit weiter und habe am Sonntag einen Spitzenwert an Corona-Fällen erreicht, als mehr als 183 000 bestätigte Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden seien, sagte Kluge. Der prozentuale Anteil Europas nehme dabei ab. Dennoch gebe es in der Region täglich fast 20 000 neue Infektionen und mehr als 700 Todesfälle.

Die WHO zählt zur europäischen Region insgesamt 53 Länder. Darunter sind neben den EU-Mitgliedstaaten, Ex-EU-Mitglied Großbritannien und den Ländern der Europäischen Freihandelszone außerdem auch Russland, die Balkanstaaten und weitere Nationen. (Quelle: dpa)

Mehrere NBA-Profis positiv auf Coronavirus getestet

Einen Monat vor dem geplanten Wiederbeginn der Saison gibt es mehrere Coronafälle in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Drei Profis teilten selbst oder über ihre Clubs mit, dass sie positiv getestet worden seien. Malcolm Brogdon von den Indiana Pacers sowie Jabari Parker und Alex Len von den Sacramento Kings betonten jedoch, dass sie davon ausgehen, im Juli bei der Fortsetzung der Saison auf dem Disney-Komplex in Orlando dabei zu sein.

„Ich wurde kürzlich positiv auf das COVID-Virus getestet und bin derzeit in Quarantäne“, sagte Brogdon in dem Statement. „Mir geht es gut und ich mache Fortschritte.“ Am Dienstag begannen alle 22 Teams, die in Florida dabei sein werden, mit den verpflichtenden Tests. Liga-Offizielle waren bereits davon ausgegangen, dass Corona-Fälle zum jetzigen Zeitpunkt unvermeidlich seien und frühzeitige Tests den Spielern Zeit zur rechtzeitigen Erholung geben würden. Die ersten Spiele sollen am 30. Juli stattfinden. Die Teams werden zwischen dem 7. Juli und 9. Juli in Orlando erwartet. (dpa)

UN befürchten mehr Drogenkonsum wegen Corona-Krise

Als Folge der Coronakrise befürchtet das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) einen Anstieg beim Drogenkonsum.

Nach bisherigen Erfahrungen sei steigende Arbeitslosigkeit - wie in dramatischer Weise in der aktuellen Krise - immer verbunden gewesen mit einem Plus beim Griff zu Drogen, so die Behörde in ihrem Jahresbericht, der in Wien vorgestellt wurde. „Die Covid-19-Krise und der wirtschaftliche Abschwung drohen die Drogengefahren noch weiter zu verschärfen“, sagte UNODC-Generaldirektorin Ghada Waly.

Nach Einschätzung der UN-Behörde könnten außerdem Bauern schon aus wirtschaftlicher Not heraus den illegalen Anbau von Drogen beginnen oder ausbauen. Die Schmuggler suchten wegen der Einschränkungen im Luftverkehr und den verstärkten Grenzkontrollen neue Wege, ihre illegale Ware zu transportieren. So seien in jüngster Zeit Kokain-Transporte von Südamerika nach Europa auf dem direkten Seeweg beobachtet worden.

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Landtagssitzung in Mainz wegen Corona-Verdachts abgesagt

Der rheinland-pfälzische Landtag hat die für heute angesetzte Plenarsitzung wegen eines Corona-Verdachtsfalls kurzfristig abgesagt.

Nach der Plenarsitzung am Mittwoch sei bekannt geworden, dass eine Abgeordnete des Landtags Kontaktperson eines an Covid-19 erkrankten Menschen sei, teilte der Landtag am Morgen mit. Die Abgeordnete sei am Morgen auf das Coronavirus getestet worden und befinde sich in häuslicher Quarantäne, erklärte ein Sprecher der Landtagsverwaltung. Das Ergebnis des Corona-Tests wird für den frühen Abend erwartet.

Die unter Corona-Verdacht stehende Abgeordnete hatte an der Plenarsitzung am Mittwoch teilgenommen. Diese fand erneut in einem Saal der Mainzer Rheingoldhalle statt, mit weitem Abstand zwischen den Abgeordnetenplätzen und Maskenpflicht beim Verlassen der Plätze. Der Ältestenrat des Parlaments entschied in einer kurzfristig angesetzten Sitzung am Morgen, die Plenarsitzung vorsichtshalber abzusagen. Sobald das Testergebnis vorliegt, will der Ältestenrat entscheiden, wann die Plenarsitzung nachgeholt wird. (dpa).

Britische Experten schlagen Corona-Experiment in kompletter Stadt vor

Britische Wissenschaftler wollen mit einem ungewöhnlichen Experiment zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Ihr Vorschlag: Jegliche Ausgangsbeschränkungen sollten in einer „mittelgroßen Stadt“ aufgehoben werden, um festzustellen, ob das Virus nur durch wöchentliche Tests aller Einwohner, Warn-Apps und Selbstisolation bei ersten Covid-19-Anzeichen bekämpft werden kann.

Ihre Idee veröffentlichten die Forscher in der Zeitschrift „Open Science“ der britischen Royal Society. Für die vielen notwendigen Corona-Tests sollten Speichelproben untersucht werden, schrieb das Team unter Leitung des Epidemiologen Julian Peto von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Neue Spucke-Schnelltests ermöglichten rasche Untersuchungen großer Bevölkerungsgruppen. Erste Tests mit diesem sogenannten RT-LAMP-Verfahren sollen bald in Southampton starten.

Der britischen Regierung wird vorgeworfen, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Noch heute mangelt es an ausreichend Testkapazitäten, eine Warn-App fiel im Probelauf durch. Kritiker halten die von Premierminister Boris Johnson am Dienstag verkündeten Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen in England für zu riskant. (dpa)

Seychellen zwei Monate ohne Coronafälle - und nun erneut betroffen

Nach zwei Monaten ohne neue Coronafälle zählt das Urlaubsparadies der Seychellen nun wieder zu den von Sars-CoV-2 betroffenen Ländern. Der Grund sind drei Matrosen eines spanischen Fischtrawlers, wie die Behörden am Mittwochabend bekanntgaben. "Bei elf der Matrosen wurde entdeckt, dass sie Covid-19-Antikörper entwickelt hatten", erklärte der zuständige Gesundheitsbeamte Jude Gedeon. Drei Matrosen hatten jedoch das Virus in ihrem Kreislauf, ohne dass sie allerdings irgendwelche Symptome zeigten. Sie wurden unter Quarantäne gestellt.

Auf die Insel werden regelmäßig Austausch-Crews für die Fischereiboote geflogen. Da die Seeleute jedoch direkt auf die Boote gebracht werden, ist ihr Kontakt mit der Insel-Bevölkerung nur sehr beschränkt. Die Regierung des Inselstaats im Indischen Ozean hatte Anfang Mai eine strenge Corona-Ausgangssperre gelockert, nachdem seit dem 5. April kein neuer Fall verzeichnet worden war. (dpa)

Der Louvre öffnet wieder: Zugang auf 30 Prozent reduziert

Im vergangenen Jahr haben 9,6 Millionen Menschen den Louvre besichtigt. In Zeiten von Corona darf das Museum, das den Titel des meist besuchten Museums weltweit trägt, nicht mehr als 30 Prozent seiner üblichen Besucherzahl empfangen. Am 6. Juli öffnet der Pariser Louvre nach mehr als dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause wieder seine Türen. Das Museum öffnet 70 Prozent seiner Ausstellungsfläche und macht über 35 000 seiner Werke wieder zugänglich, darunter auch seinen Star: die Mona Lisa von Leonardo da Vinci - allerdings hinter langen Zick-Zack-Absperrungen. Nach Schätzungen des Louvre kommen rund 90 Prozent der Besucher in das Pariser Weltmuseum, um das von Leonardo um 1503 gemalte Frauenbildnis zu sehen. Zu den obligatorischen Corona-Regeln wie dem Tragen von Mund- und Nasenschutz gehört ein vorgeschriebener Parcours, um zu vermeiden, dass sich die Besucher kreuzen. Der Besuch ist nur mit einer Online-Reservierung mit Zeitstempel möglich. (dpa)

Weil verteidigt Beschränkungen für Urlauber aus Hotspots

Nach dem Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh in Nordrhein-Westfalen hat der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die beschlossenen Beschränkungen für Urlauber aus dieser Region verteidigt.

„Das sind schon Zahlen, die sprengen die sonstigen Verhältnisse deutlich“, sagte der Regierungschef im ARD-“Morgenmagazin“ über die hohen Infektionszahlen in den nordrhein-westfälischen Kreisen Gütersloh und Warendorf.

In Niedersachsen dürfen Touristen aus diesen Kreisen bald nur noch mit ärztlichem Attest in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen übernachten. Sowohl in Gütersloh als auch in Warendorf wird der von Bund und Ländern vereinbarte Grenzwert von 50 Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner klar überschritten.

Ähnliche Regeln wie in Niedersachsen gelten in Bayern. Schleswig-Holstein erließt eine Quarantäneregelung. Baden-Württemberg kündigte am Mittwoch ein Beherbungsverbot an, für das es mit Attest Ausnahmen geben soll.

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Gütersloh: Erste Infizierte nach kirchlicher Veranstaltung

Die ersten Welle von Infizierten im Kreis Gütersloh hat es nach Angaben des Gesundheitsministeriums Ende Mai im Zusammenhang mit einer „kirchlichen Veranstaltung“ gegeben. Das sagte Staatssekretär Edmund Heller in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag.

Nach Recherchen des Portals „t-online.de“ handelte es sich um einen Gottesdienst, der am 17. Mai stattfand. Bei diesem Gottesdienst seien auch Arbeiter eines Tönnies-Konkurrenten dabei gewesen.

Nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist von 2000 aktuell durchgeführten Corona-Tests im Kreis nur einer positiv ausgefallen. Laumann schloss in der Sondersitzung aber nicht aus, dass manche Tönnies-Mitarbeiter nicht auf Corona getestet worden sind. Es könne sein, dass „uns 20, 30 durch die Lappen gegangen sind“, sagte er. Er verteidigte aber das Vorgehen der Behörden: Es sei „sorgfältig durch die öffentliche Hand getestet“ worden. Staatssekretär Heller verdeutlichte in der Sitzung, dass eine komplette Erfassung der Menschen auf dem Tönnies-Gelände rückwirkend zunächst kaum möglich gewesen sei. (dpa).

Baubranche im April mit weniger neuen Aufträgen

Dämpfer für die deutsche Bauindustrie in der Corona-Krise: Im April verbuchte das Bauhauptgewerbe 5,3 Prozent weniger neue Aufträge als ein Jahr zuvor.

Für die ersten vier Monate 2020 errechnete das Statistische Bundesamt einen Rückgang beim realen Auftragseingang um 3,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Dies erkläre sich zwar auch dadurch, dass zu Jahresbeginn 2019 die Bestellungen außergewöhnlich hoch gewesen seien, teilte das Bundesamt mit. Allerdings dürfte zu dem Rückgang nach Einschätzung der Wiesbadener Statistiker auch beigetragen haben, dass „Unternehmen geplante Bauvorhaben aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Corona-Krise zurückgestellt haben“.

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Kauflaune der Verbraucher kehrt nur langsam zurück

Die Kauflust der Verbraucher in Deutschland zieht nach den Lockerungen in der Corona-Krise wieder an - allerdings langsam.

Das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK prognostiziert für Juli einen Wert von minus 9,6 Punkten - deutlich besser im Juni mit minus 18,6 Punkten, aber immer noch der drittschlechteste jemals ermittelte Wert. Die Verbraucher erwachten zunehmend aus der Schockstarre, die noch im April zu einem beispiellosen Absturz der Stimmung geführt hatte. „Das schwache Licht am Ende des Tunnels, das sich bereits im vergangenen Monat abzeichnete, wird offenbar etwas heller“, sagte der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl der Deutschen Presse-Agentur.

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Umfrage: Viele planen ihren Urlaub „eine Nummer kleiner“

Zum Start der Reisesaison erwarten neun von zehn Bundesbürgern ein getrübtes Urlaubsvergnügen.

Insgesamt rechnet jeder Dritte mit „starken“ (22 Prozent) oder „sehr starken Einschränkungen“ (11 Prozent) seiner sonst oft schönsten Zeit des Jahres. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Dass ihr Urlaub wegen der Corona-Krise „etwas eingeschränkt“ sein wird, erwartet eine Mehrheit von 54 Prozent derjenigen Befragten, die in Urlaub fahren wollen. Einen Urlaub wie in normalen Zeiten erhoffen sich immerhin 9 Prozent. Für einige dürften die bisherigen Pläne - kurz vor Ferienbeginn - nochmal umgeschmissen worden sein.

Maskenpflicht in Zügen und Flugzeugen, Einbahnstraßen-Regeln und Sitzplatz-Ampeln auf Fährschiffen, Abstandsregeln an Stränden und in Restaurants, ein eingedampftes Freizeitprogramm in Touristenorten - der Urlaub 2020 wird sich für viele anders anfühlen als gewohnt. Dennoch: „Bei mir überwiegt die Freude auf die Ferien- und Urlaubszeit“, berichten 14 Prozent über ihre persönliche Stimmungslage. „Ich bin euphorisch und kann die Urlaubszeit gar nicht erwarten“, sagen sogar 4 Prozent.

„Ich bin dieses Jahr überhaupt nicht in Urlaubsstimmung“ antwortet dagegen mehr als jeder dritte Befragte (35 Prozent). Von „gemischten Gefühlen“ sprechen 22 Prozent derjenigen, die Urlaub machen wollen.

Einen ähnlich üppigen Urlaub wie in den Vorjahren erwarten 18 Prozent. „Ich habe dieses Jahr größere Urlaubspläne als in den Vorjahren“ sagen 5 Prozent. Kleinere Urlaubspläne als zuletzt hat jeder Fünfte (21 Prozent). 51 Prozent aller Befragten sagen, in diesem Jahr noch keine Urlaubspläne zu haben.

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EU-Kommission genehmigt Rettungspaket für Lufthansa

Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben das Lufthansa-Rettungspaket der Bundesregierung genehmigt.

Die Freigabe der Rekapitalisierungshilfen in Höhe von sechs Milliarden Euro unterliegt allerdings der Bedingung, dass die größte deutsche Fluggesellschaft Verpflichtungen zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen einhält. Zu diesen zählt, dass die Lufthansa Start- und Landerechte an den Hauptstandorten Frankfurt und München abgeben muss. Dies soll es der Konkurrenz ermöglichen, eine Basis mit bis zu vier Flugzeugen an den Standorten aufzubauen.

Der Rettungsplan für die Lufthansa sieht vor, dass der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im Zuge einer Kapitalerhöhung Aktien zeichnet, um eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Fluggesellschaft aufzubauen. Zudem sind stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro sowie ein Kredit in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro geplant. Letzterer unterliegt allerdings nicht den Auflagen und war grundsätzlich bereits im März genehmigt worden.

Notwendig sind die Hilfen für die Lufthansa, weil die Corona-Pandemie mit den folgenden Reisebeschränkungen die Geschäfte des Unternehmens mit Ausnahme der Fracht nahezu zum Erliegen gebracht hat. In dem Konzern mit rund 138.000 Beschäftigten stehen deswegen Zehntausende Arbeitsplätze auf der Kippe.

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Kanzleramtschef: Jeden lokalen Ausbruch schnell beantworten

Nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen etwa im Kreis Gütersloh hat Kanzleramtsminister Helge Braun vor Sorglosigkeit im Umgang mit der Pandemie gewarnt.

„Diese größeren Ausbrüche haben jetzt gezeigt: In dem Moment, wo man dem Virus eine Chance gibt, schlägt es auch wieder zu“, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“.

„Wir haben nur dann eine Chance auf eine gute wirtschaftliche Erholung, auch auf eine soziale Entspannung (...), wenn die Infektionszahlen sehr, sehr niedrig sind“, betonte Braun. Deshalb sei die Aufgabe jetzt, „jeden lokalen Ausbruch sehr, sehr genau und sehr schnell zu beantworten, aber auch nicht zu sorglos zu werden“.

Aus seiner Sicht habe es in den letzten zwei, drei Wochen eine Phase gegeben, „wo manche Leute fast den Eindruck hatten, die Pandemie wäre vorbei“. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte „RTL Aktuell“ unter Verweis auf Ausbrüche in Gütersloh, Göttingen und Berlin, man sehe: „Dort, wo man es dem Virus zu leicht macht, wo einige sorglos sind, wo Abstände, Hygiene nicht eingehalten wird, da verbreitet sich das Virus wieder ziemlich schnell.“ Es sei wichtig, „dass wir uns das alle bewusst machen: Auch im Sommer, das Virus ist noch da“.

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Australische Fluglinie Qantas streicht Tausende Stellen

Die australische Fluggesellschaft Qantas hat kurz vor ihrem 100. Geburtstag die Streichung Tausender Stellen angekündigt. Wegen der Folgen der Corona-Pandemie müssten 6000 Stellen gestrichen werden, teilte die Fluggesellschaft mit.

Qantas müsse sich für mehrere Jahre mit deutlich niedrigeren Umsätzen neu positionieren, sagte Konzernchef Alan Joyce. „Und das bedeutet, kurzfristig eine kleinere Fluggesellschaft zu werden.“ Mindestens 100 Maschinen sollen bis zu einem Jahr lang am Boden bleiben. Dazu gehört ein Großteil der internationalen Flotte. Über die nächsten drei Jahre sollen die Kosten so um 15 Milliarden Australische Dollar (rund 9,1 Mrd Euro) reduziert werden, hieß es. Qantas begeht im November den 100. Jahrestag seiner Inbetriebnahme.

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Mit Maske und Abstand: Was fürs Reisen in Corona-Zeiten gilt

Abstand halten, Hände waschen, Maske auf. Diese Regeln sind für die meisten Menschen inzwischen Teil ihrer täglichen Gewohnheiten. Um das Risiko einer Ansteckung klein zu halten, sollten die Corona-Grundsätze im Urlaub weiter gelten. Auch unterwegs ist das möglich.

- Bahn: Vor allem verstärkte Reinigung und Desinfektion sollen Bahnhöfe und Züge sicherer für die Reisenden in Corona-Zeiten machen. Türen stehen für mehr Luftaustausch offen oder öffnen an Zügen automatisch, damit kein Druckknopf berührt werden muss. Für die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnunternehmen bedeutet das mehr Personalaufwand und höhere Kosten. In den Zügen selbst wird darauf geachtet, dass Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen, um mögliche Tröpfcheninfektionen zu vermeiden.

- Fliegen: Nach Angaben des Flugzeugherstellers Airbus sorgt ein komplexes und geschlossenes Belüftungssystem in Passagiermaschinen für eine sehr saubere Luft und ein geringes Infektionsrisiko an Bord. Auch die EU-Kommission hat bereits 2003 anlässlich der damaligen SARS-Gefahren bestätigt, dass in allen nach 1985 konstruierten Flugzeugen Umluftsystem-Hochleistungspartikelfilter (HEPA-Filter) zum Standard gehören. Diese seien höchst effizient in der Abscheidung von Staub und Schadstoffen aus der Luft, wie Tröpfchen, Bakterien und große Mikroben. Je nach Flugzeugtyp werde das gesamte Kabinenluftvolumen alle zwei Minuten ausgetauscht. Airbus-Chef-Ingenieur Jean-Brice Dumont versichert deshalb: „Die Luft im Flugzeug ist bei der Landung sauberer als nach dem Schließen der Türen beim Start.“

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Corona-Infektionen in den USA erreichen Tageshöchstwert

Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu: Nach einer Phase der Entspannung breitet sich das Coronavirus in den USA wieder in alarmierendem Maße aus.

Das Land verzeichnete am Dienstag mit rund 34.700 neuen Infektionen einen weiteren Höchststand, wie am Mittwoch aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Es war der höchste Stand seit Ende April und der dritthöchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Zum Vergleich: Am 1. Juni lag der Tageswert bei rund 17.400 Neuinfektionen. Die bisher höchste Zahl (36.400) wurde am 24. April verzeichnet.

Die einzelnen Bundesstaaten standen dabei ganz unterschiedlich da: Florida (rund 5500), Texas (rund 5500), Arizona (rund 3600) und Kalifornien (rund 7100) vermeldeten beispielsweise neue tägliche Höchststände. Greg Abbott, Gouverneur von Texas, sprach am Mittwoch im Lokalsender KFDA-TV von einem „massiven Ausbruch“ in seinem Bundesstaat. Der führende US-Immunologe Anthony Fauci bezeichnete die Entwicklung mit Blick auf Florida, Texas und Arizona unlängst als „beunruhigend“.

Auch in South Carolina, Oklahoma oder Nevada liegt das Niveau der täglichen Neuinfektionen deutlich höher als zu früheren Zeitpunkten in der Pandemie. In einigen anderen Bundesstaaten blieb das Infektionsgeschehen dagegen auf etwa dem gleichen Stand, in anderen nahm es sogar ab. Im früheren Epizentrum New York starben nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag 17 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus, noch vor einigen Wochen waren es bis zu 800 pro Tag gewesen.

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Kite-Surfen leidet unter der Corona-Welle

Fabian Berschat kneift die Augen zusammen. „Schau dir das an, barfuß am Drachen. Der liegt doch gleich sonst wo auf dem Rasen. Die Einweisung dauert doch nur zwei Minuten, die hat man doch über“, schimpft er leise vor sich hin und schüttelt dabei missbilligend den Kopf. Eigentlich ist Berschat froh, dass es an der Kite- und Windsurfschule endlich wieder so richtig losgeht. Doch über unbedarftes Handeln kann sich „Fabbel“, wie sie ihn hier alle nur nennen, immer wieder aufregen.Der Jeveraner hat harte Wochen und Monate hinter sich. Er betreibt zusammen mit dem Buttforder Stefan Oest die Wassersportschule am Strand von Neuharlingersiel. Noch Anfang Februar freuten sich beide riesig. Zum ersten Mal seit der Eröffnung im Jahr 2010 waren sie für die Saison restlos ausgebucht. „Wir hatten sogar Wartelisten“, sagt Berschat. Der Personalstamm für die Saison, immerhin bis zu 50 Leute für Strandbar sowie Kite- und Surfschule, stand. Die Verträge waren unterschrieben, das neue Material bestellt. Dann kam Corona und mit dem Virus begannen eine Menge Probleme für die beiden Inhaber.

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Marathon-Events in Berlin und New York abgesagt

Angesichts der anhaltenden Coronavirus-Pandemie müssen die legendären Marathon-Events in Berlin und New York in diesem Jahr ausfallen, teilten die Veranstalter der Rennen mit.

Die für den 1. November geplante 50. Auflage in New York - der mit zehntausenden Teilnehmern nach eigenen Angaben größte Marathon der Welt - sei für dieses Jahr gestrichen worden.

„Die Absage des diesjährigen New York City Marathons ist für alle Beteiligten unglaublich enttäuschend, aber es war eindeutig der Kurs, den wir aus Sicht von Gesundheit und Sicherheit einschlagen mussten“, sagte Michael Capiraso, Präsident vom Veranstalter „New York Road Runners“.

Erstmals seit 1974 wird es in diesem Jahr keinen Berlin Marathon geben; die Traditionsveranstaltung sollte am 26. und 27. September stattfinden. „So sehr wir uns bemühen, es ist derzeit nicht möglich, den BMW Berlin-Marathon mit seinem gewohnt berlinerischen Charme zu veranstalten“, heißt es auf der Homepage des Events. Zugleich wurden alle Teilnehmer über den Ausfall informiert. Es sei auch nicht möglich, „die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr durchzuführen“, schrieben die Veranstalter.

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Großbritannien: Flughafendienst Swissport will Hälfte seiner Stellen streichen

Der Flughafendienstleister Swissport will wegen der Coronavirus-Pandemie rund die Hälfte seiner 8500 Stellen in Großbritannien streichen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit.

Der Verband der britischen Flughäfen AOA (Airports Operators Association) warnte unterdessen vor dem Verlust von mehr als 100.000 Arbeitsplätzen landesweit in der Branche als Folge der Coronakrise. Anfang kommender Woche will sich die britische Regierung zu Ausnahmeregelungen für die umstrittene Quarantänepflicht für Reisende nach Großbritannien äußern.

Swissport begründete den Schritt mit einem Umsatzeinbruch von 75 Prozent bis Mai. Das Unternehmen müsse sich „nun der unangenehmen Realität stellen, dass einfach nicht genügend Flugzeuge fliegen, um unseren Betrieb so aufrechtzuerhalten wie vorher“, sagte Jason Holt, der Swissport-Chef für Großbritannien und Irland, der Mitteilung zufolge.

Bei der Ankündigung handle es sich um „verheerende Neuigkeiten“, teilten die britischen Gewerkschaften Unite und GMB mit. Sie forderten die Regierung in London auf, ein Rettungspaket für die britische Luftfahrtbranche zu schnüren. Swissport ist nach Gewerkschaftsangaben der größte Anbieter von Bodenabfertigung in Großbritannien.

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+++ Ticker von Mittwoch, 24. Juni +++

Niederlande öffnen Land weiter: Verkehr und Schulen fast normal

Nach Monaten der Corona-Krise machen die Niederlande einen großen Schritt zu einem normalen Alltag. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte am Mittwochabend in Den Haag die bislang umfassendste Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen für Schulen, Verkehr, Kultur und Freizeit an.

Die Lockerungen kommen zwei Monate eher als gedacht. „Aber der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter bleibt die Norm“, sagte Premier Rutte. Er warnte davor, die Regeln nun fallen zu lassen. Eine zweite Welle der Corona-Pandemie müsse verhindert werden. Ab 1. Juli können Kinos, Theater, Kirchen und Gaststätten wieder unbegrenzt Besucher empfangen - vorausgesetzt alle halten einen Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern ein. Bisher galt für Gaststätten oder Kinos ein Maximum von 30 Besuchern. Im öffentlichen Nahverkehr werden ab 1. Juli fast alle Einschränkungen aufgehoben. Reisende müssen aber eine Maske tragen. Jahrmärkte und Festivals im Freien sind wieder möglich. Auch Sexarbeiter dürfen wieder ihre Dienste anbieten. (Quelle: dpa)

So reagiert die Region auf das Verbot für Touristen aus Gütersloh

Grund für den Ausschluss von Touristen aus dem wesfälischen Kreis ist der massive Corona-Ausbruch rund um die Fleischfabrik Tönnies. Das betrifft unsere Region unmittelbar: Nach Informationen der Redaktion ist gerade die Zahl der Zweitwohnungsbesitzer aus dem Raum Gütersloh nicht gerade klein.

Trotz Corona-Krise: Briten bevölkern dicht an dicht die Strände

Am bisher heißesten Tag des Jahres in Großbritannien haben trotz Corona-Pandemie die Menschen dicht an dicht an den Stränden gelegen. Besonders beliebt waren am Mittwoch südenglische Badeorte wie Bournemouth und Brighton. Am Flughafen London-Heathrow wurden am Nachmittag fast 33 Grad gemessen. Innerhalb Englands sind auch in der Corona-Krise schon lange Tagesausflüge erlaubt. Damit zieht es unter anderem Menschen aus der Millionen-Metropole London an die Küsten. Großbritannien ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. (Quelle: dpa)

New York Marathon abgesagt

Angesichts der anhaltenden Coronavirus-Pandemie findet die 50. Auflage des legendären New York Marathons nicht statt.Das für den 1. November geplante Großereignis - der mit zehntausenden Teilnehmern nach eigenen Angaben größte Marathon der Welt - sei für dieses Jahr gestrichen worden, teilten die Veranstalter mit. „Die Absage des diesjährigen New York City Marathons ist für alle Beteiligten unglaublich enttäuschend, aber es war eindeutig der Kurs, den wir aus Sicht von Gesundheit und Sicherheit einschlagen mussten“, sagte Michael Capiraso, Präsident vom Veranstalter „New York Road Runners“.

Corona-Tests im Schlachthof: alle getesteten Mitarbeiter gesund

Das Gesundheitsamt der Stadt Wilhelmshaven hat Anfang dieser Woche 88 Mitarbeiter des Wilhelmshavener Schlachthofs auf das Covid-19-Virus getestet. Das Labor hat am Mittwochnachmittag, 24. Juni, mitgeteilt, dass alle Testergebnisse negativ sind. Für das Team des Wilhelmshavener Gesundheitsamtes war diese Aktion mit hohem Engagement und viel Aufwand verbunden, da sie nach den bundesweiten Schlagzeilen kurzfristig in die Wege geleitet und umgesetzt wurde. Die Schlachthof-Mitarbeitenden, von denen bei der Reihentestung am Dienstag, 23. Juni, kein Abstrich genommen werden konnte, werden zeitnah getestet. Sie werden solange den Schlachthof nicht betreten. Das teilte die Stadt Wilhelmshaven am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.

Gütersloh und Ischgl – ein schwieriger Vergleich

Viele Menschen zusammen an einem Ort und massenhaft Infektionen mit dem Coronavirus: Trotz dieser Gemeinsamkeit halten Experten einen Vergleich des Corona-Ausbruchs im Tönnies-Schlachbetrieb in Gütersloh und dem Geschehen im Tiroler Wintersportort Ischgl Anfang März für nicht haltbar.

„In Ischgl sind die Angesteckten häufig schon abgereist, bevor sie selbst Symptome entwickelten“, sagte der Direktor des Instituts für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik am Universitätsklinikum Halle, Rafael Mikolajczyk, am Mittwoch. So sei der Ausbruch unbemerkt größer geworden. Man könne davon ausgehen, dass die Kontrolle des Ausbruchs in Gütersloh schneller gelinge.

Eine Parallele zu Ischgl sieht auch der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie nicht. „Im Unterschied dazu handelt es sich in Gütersloh um ein Geschehen in einem Großbetrieb“, erklärte er. Eine Häufung von Infektionen war demnach absehbar, wenn Leute am Arbeitsplatz wieder zusammenkommen würden.

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Österreich spricht Reisewarnung für NRW aus

Österreich hat eine Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. „In Zusammenhang mit der neuerlichen Ausbreitung des Coronavirus gilt für Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) – vor Reisen nach Nordrhein-Westfalen wird gewarnt“, hieß es am Mittwoch auf der Internetseite des österreichischen Außenministeriums.Für den Rest Deutschlands gilt aus Sicht des Ministeriums ein niedrigeres Sicherheitsrisiko (Stufe 4) mit der Maßgabe „von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Land wird abgeraten.“ Insgesamt gibt es 6 Stufen. Die höchste gilt, wenn die Reisewarnung ein ganzes Land betrifft. Auf der gleichen „partiellen“ Stufe wie NRW stehen in Österreich aktuell unter anderem die chinesische Provinz Hubei und die italienische Lombardei. (dpa)

Corona-Massentests in Schlachthof in Niedersachsen gestartet

Alle Mitarbeiter eines zur Wiesenhof-Gruppe gehörenden Putenschlachthofs im niedersächsischen Wildeshausen werden seit Mittwoch auf das Coronavirus getestet. Davon betroffen sind mehr als 1100 Menschen. Am Dienstag waren bereits Corona-Infektionen bei 23 Mitarbeitern festgestellt worden.

Die Proben würden von einem privaten Labor entnommen, aber „unter enger Aufsicht des Gesundheitsamtes durchgeführt“, sagte ein Sprecher des Landkreises Oldenburg. „Es muss jetzt sehr schnell gehen.“ Im Laufe des Tages erwarte man zudem Ergebnisse von Tests vom Dienstag. Dabei gehe es um etwa 150 direkte Kontaktpersonen der zum Wochenbeginn ermittelten infizierten Mitarbeiter.

Betroffen ist ein mehrheitlich zur PHW-Gruppe (Wiesenhof) gehörender Schlachthof. Das Unternehmen hatte erklärt, in den kommenden Tagen nochmals alle Mitarbeiter testen zu lassen - Anfang Juni hatte es bereits einen ersten Durchlauf gegeben. Der Landkreis stellte die unmittelbaren Kontaktpersonen und Arbeitskollegen unter Quarantäne.

Unterdessen forderte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die sofortige Untersuchung aller Beschäftigten in der niedersächsischen Fleischwirtschaft. In Teilen der Branche würden die Hygieneregeln locker gehandhabt, wodurch Leiharbeiter, Werkvertragsarbeiter und Stammbeschäftigte in ihrer Gesundheit bedroht seien, sagte der für Oldenburg und Ostfriesland zuständige NGG-Chef Matthias Brümmer. Bislang lehnt Niedersachsen erneute Reihentests ab.

In den vergangenen Tagen sei es oft zum Austausch von Leiharbeitern und Werkarbeitern gekommen, bei denen niemand die Herkunft erklären könne, erklärte Brümmer. „Da entwickelt sich ein gewaltiges Bedrohungspotenzial, das den Fortbestand einer ganzen Branche gefährdet und die Gesundheit der Bevölkerung mit bedroht.“

Die Schlachtkonzerne PHW, Tönnies und Westfleisch hatten angekündigt, zum Jahresende in großem Maße auf die umstrittene Werkarbeit verzichten zu wollen. Die beengten Wohnverhältnisse von Werkarbeitern gelten als Grund dafür, dass sich Krankheitserreger unter Beschäftigten der Branche rasch ausbreiten können. (Quelle: dpa)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verteidigt Krisenmanagement

Der Oppositionsführer im NRW-Landtag, Thomas Kutschaty (SPD), hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Führungsschwäche beim Krisenmanagement nach dem massiven Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik vorgeworfen.

Laschet scheue das politische Risiko, weil ihm der Mut fehle, Verantwortung zu übernehmen, sagte der SPD-Fraktionschef im Landtag in Düsseldorf. „Die Führungsschwäche dieser Regierung ist ein Risiko für die Pandemiebekämpfung.“ Laschet hatte sein Krisenmanagement zuvor verteidigt.

Rheda-Wiedenbrück, der Sitz der betroffenen Fleischfabrik, sei „heute der größte Virus-Hotspot in ganz Europa“, sagte Kutschaty. Der Corona-Ausbruch sei schlimmer als in Heinsberg und Ischgl. Die Landesregierung habe zu lange gezögert, durch entschlossene Maßnahmen „zu verhindern, dass eine zweite Infektionswelle über Deutschland und Europa kippt“.

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Corona-Prämie für Ausbildungsbetriebe in Not

Kleine und mittelständische Firmen, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Corona-Zeiten ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar ausbauen, sollen staatliche Prämien bekommen. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen. Vorgesehen sind außerdem Zahlungen für Unternehmen, die Azubis von anderen Firmen übernehmen, wenn diese pandemiebedingt Insolvenz anmelden müssen. Die Prämie soll helfen, Ausbildungsplätze in der Krise zu erhalten. Die Kosten werden auf 500 Millionen Euro geschätzt.

Mit dem Programm sollen konkret Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern angesprochen werden, so stand es in einem Mitte des Monats bekanntgewordenen Eckpunktepapier. Wer wegen der Pandemie große Umsatzeinbrüche hat oder seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken musste, aber weiterhin in einem Umfang ausbildet wie in den vergangenen drei Jahren, soll für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2000 Euro bekommen. Für Firmen, die in dieser Lage ihre Plätze sogar aufstocken, ist eine Prämie von 3000 Euro für jeden zusätzlichen Ausbildungsplatz geplant.

Ebenso viel Geld sollen Unternehmen für jeden Azubi bekommen, den sie von einem pandemiebedingt insolventen Betrieb übernehmen. Zudem will der Staat mit 75 Prozent bei der Zahlung der Ausbildungsvergütung einspringen, wenn Firmen ihre Auszubildenden und Ausbilder auch bei hohem Arbeitsausfall nicht in Kurzarbeit schicken. (Quelle: dpa)

587 Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 587 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 191.449 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete. 8914 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 19 im Vergleich zum Vortag. Etwa 176.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 23.6., 0.00 Uhr, bei 2,02 (Vortag: 2,76).

Handball-Bundesliga: Saisonstart geplant – Wilhelmshavener HV soll im Oktober in die 2. Liga starten

In den ersten Oktobertagen soll die Handball-Bundesliga in die neue Saison starten. Auch der Saisonstart für den heimischen Zweitligisten Wilhelmshavener HV ist für diesen Zeitpunkt geplant. „Nach reiflicher Abwägung haben wir uns entschieden, am klassischen Saisonmodell festzuhalten. Alle anderen Varianten wären nicht ausreichend praktikabel, wirtschaftlich und fair. In jedem Fall erwartet uns eine sehr komplexe Saison, die uns aufgrund der hohen Termindichte viel Flexibilität und Solidarität abverlangen wird. Ich bin überzeugt, dass alle Beteiligten dies verinnerlicht haben“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank.

HBL-Präsident Uwe Schwenker ergänzt: „Wir werden weiterhin alles in unserer Macht stehende unternehmen, um passende Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Zuschauern zu ermöglichen. Denn Sport lebt von Emotionen – und die gibt es eben nur zu 100 Prozent auf dem Spielfeld und vor vollen Rängen.“ Gegen wen der WHV in die neue Zweitliga-Saison startet, steht indes noch nicht fest.

Niedersachsen erlässt Beherbergungsverbot für Touristen aus Gütersloh

Niedersachsen erlässt nach dem massenhaften Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh ein Beherbergungsverbot für Touristen aus der Region. „Das Land wird die bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern geltende Regelung im Tourismusbereich anwenden auf Menschen aus dem Bereich Gütersloh“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch in Hannover. (dpa)

450 Jahre Mariensiel: Große Jubiläumsfeier fällt flach

Darauf hatten sich die Mariensieler schon sehr gefreut: Am 25. Juli sollte anlässlich des 450-jährigen Bestehens ein großes Fest stattfinden. Doch daraus wird nun nichts – die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie machen einen Strich durch die Rechnung.Ein ganzes Jahr voller Planungen hatte der Vorstand des Bürgervereins investiert, denn zum Jubiläum sollte es in dem kleinen, idyllischen Sander Ortsteil richtig brummen. „Wir wollten unser lebens- und liebenswertes Mariensiel, unseren Bürgerverein und seine Arbeit und unser hervorragendes Vereinshaus präsentieren. Das Jubiläum hätte sich wunderbar geeignet, um uns darzustellen, um Werbung für den Verein zu machen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Detlev Hoppe.

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„Noch nicht vertretbar“: Basketball-Finale in München ohne Fans

Das Finale der Basketball-Bundesliga in München wird nicht wie zuletzt diskutiert als erste Veranstaltung einer deutschen Profiliga seit der Coronavirus-Pause mit einigen Fans stattfinden.

Die Staatsregierung hält es gegenwärtig für noch nicht vertretbar, Zuschauer zu Sportevents zuzulassen“, teilte das bayerische Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Das gelte auch für das Final-Rückspiel der BBL am Sonntag, „bei dem die Zulassung einer begrenzten Zuschauerzahl bis vor kurzem zumindest vorstellbar war.

Die Partien im Audi Dome finden wie die Spiele im Profifußball ohne zahlende Zuschauer statt. Zuletzt hatte unter anderem Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, Hoffnungen auf eine Rückkehr einiger Zuschauer geäußert. „Das Land Bayern ist in dieser ganzen Corona-Krise sowieso Weltklasse“, sagte der 68-Jährige in der vergangenen Woche bei Magentasport. „Und deswegen wäre es nur konsequent, wenn in München und in Bayern ein Test mit ein paar hundert Zuschauern gemacht würde, weil man hier sicher sein könnte, dass das hervorragend organisiert wäre.“

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„Night of Light“ – Künstlerischer Hilferuf im ganzen Nordwesten

„Night of Light“ – das war in der Nacht von Montag auf Dienstag der Titel einer bundesweiten Aktion der Veranstaltungswirtschaft. Aufgrund der Corona-Pandemie sind Großveranstaltungen aller Art untersagt. Seit dem 10. März fehlt einem kompletten Wirtschaftszweig die Arbeitsgrundlage.

„Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen“, heißt es auf night-of-light.de. Business Events, Tagungen, Kongresse, Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen dürfen nur unter umfangreichen, behördlichen Auflagen durchgeführt werden. Selbst Messen und kleine Events, die momentan wieder erlaubt sind, unterliegen zurzeit notwendigen und strengen Hygiene-Vorschriften. Das führt dazu, dass Veranstaltungen insgesamt zurzeit nicht mehr wirtschaftlich durchführbar sind. Deshalb hat die Branche mit der „Night of Light“ einen flammenden Appell und Hilferuf an die Politik gesandt. Alle Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft sowie Veranstaltungs-Locations in ganz Deutschland haben ihre Gebäude oder stellvertretend ein markantes Objekt rot angestrahlt – vom Brandenburger Tor in Berlin über die Zeche „Zollverein“ in NRW bis zum normalerweise weißen Mühlenstumpf in Ochtersum. Dort beteiligte sich Hauke Heyen, Veranstaltungstechnik Halligalli aus Neuschoo, an der Aktion, um auf die Misere aufmerksam zu machen. Insgesamt wurden während der bundesweiten Aktion mehr als 7500 Gebäude illuminiert.

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Spektakuläre Artistik als Zeichen in der Corona-Krise

Mit spektakulären Kunststücken haben Top-Artisten in den Schweizer Alpen auf die dramatische Situation der Veranstaltungsbranche wegen der Coronakrise aufmerksam gemacht.

Bei der „Glacier 3000 Air Show“ zeigte die Stab-Akrobatin Sheila Nicolodi in luftiger Höhe einen Stangentanz. Der Schweizer Drahtseilkünstler Freddy Nock spazierte mit einem undurchsichtigen Helm auf einem Seil der Seilbahn im Skigebiet Glacier 3000 bei Les Diablerets. Außerdem fuhr er mit einem Rad dank eines Balancierstabs auf den Seilen in 175,4 Metern Höhe über dem Boden über eine Distanz von 367 Metern.

Der Akrobatikkünstler Ramon Kathriner trat während der Show auf einem „Todesrad“ mit den Schweizer Alpen im Hintergrund auf. Die werktags für Touristen noch geschlossenen Anlagen der Seilbahn wurden so zur Artistikbühne. Ab dem 27. Juni sind die Anlagen laut Website des Unternehmens auch wieder täglich für Touristen geöffnet. (dpa)

Veranstaltung: „Mittwochs am Pumpwerk“ in abgespeckter Form

Ein lauer Sommerabend, Freunde treffen, ein kühles Getränk in der Hand und dazu Live-Musik – das sind seit vielen Jahren die Zutaten von „Mittwochs am Pumpwerk“. In diesem Jahr allerdings machen die coronabedingten Beschränkungen das nicht nur bei Wilhelmshavenern beliebte Event unmöglich. Bis zu 250 Besucher aber dürfen jetzt wieder zu Veranstaltungen kommen – natürlich unter Einhaltung klar definierter Vorgaben. Und so kann ab Mittwoch, 24. Juni, am Pumpwerk ein neues Format starten. Einen festen Namen wie „Mittwochs am Pumpwerk“ gebe es für die neue Reihe (noch) nicht, erzählt der verantwortliche Gastronom und Veranstalter Michael Reckers. „Es ist sozusagen ein ‚Unplugged Sommerdorf’. Es gibt verschiedene Stände mit Speisen und Getränken, 250 Sitzplätze mit ausreichend Abstand und natürlich jeden Abend Live-Musik.“

Das Sommerdorf hat in den kommenden Wochen nicht nur mittwochs, sondern von mittwochs bis samstags geöffnet, jeweils von 18 bis 23 Uhr. Live-Musik steht dabei von 19 bis 22 Uhr auf dem Programm.

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USA: Fauci sieht „beunruhigenden“ Anstieg von Infektionen

Der führende US-Immunologe in der Corona-Krise, Anthony Fauci, hat sich besorgt über deutlich zunehmende Fallzahlen von Coronavirus-Infektionen in mehreren US-Bundesstaaten geäußert.

Fauci sprach am Dienstag bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus von einem „beunruhigenden Anstieg von Infektionen“ in Florida, Texas, Arizona und anderen Bundesstaaten. Die nächsten Wochen seien entscheidend dafür, diesem Anstieg entgegenzuwirken, sagte er. Es gebe aber auch Erfolge im Kampf gegen das Virus in den USA. So sei es etwa im Bundesstaat New York gelungen, die Fallzahlen zu senken.

Rund die Hälfte der US-Bundesstaaten verzeichnen eine Zunahme von Fällen. US-Präsident Donald Trump spielte den jüngsten Anstieg bekannter Coronavirus-Infektionen in den USA am Dienstag indes erneut herunter. „Wenn wir mehr testen, finden wir mehr Fälle“, sagte er. „Testen ist ein zweischneidiges Schwert.“ Die USA hätten mehr als 25 Millionen Tests ausgeführt, mehr als jedes andere Land.

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Landkreis Wittmund erstellt Prioritätenliste für Investitionen

Allen war klar, dass der Lockdown schwerwiegende wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen würde.“ Mit diesen Worten eröffnete Landrat Holger Heymann seine Ausführungen zu den Auswirkungen der Pandemie auf die Finanzlage des Landkreises. Am Ende stand zwar ein ernüchterndes Ergebnis – bis Ende 2023 wird ein Fehlbetrag von voraussichtlich rund 19,5 Millionen Euro stehen – doch stellte Heymann auch klar: „Es handelt sich hier um Schätzungen und Prognosen. Zuverlässige Vorhersagen sind nicht möglich. Wir gehen vom Worst-Case-Szenario aus.“Der Kreis werde versuchen, über das Konjunktur- und Krisenbewältigungsprogramm der Bundesregierung weitere Zuwendungen zu generieren. Aber, so Heymann, man könne auch nicht überall den Stecker ziehen, es brauche „mutige Antworten“.

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Auftritt von Torsten Sträter ins neue Jahr verlegt

Der Auftritt des Comedians Torsten Sträter mit seinem Programm „Schnee, der auf Ceran fällt“, der für Freitag, 11.September in der Stadthalle Wilhelmshaven geplant war, wird auf Montag, 26. April 2021 verlegt. Grund ist die Verlängerung des Verbots für Großveranstaltungen. Torsten Sträter kommt 2021 mit seinem neuen Programm nach Wilhelmshaven.

Kabinett beschließt Programm für EU-Ratspräsidentschaft

Die Bundesregierung will an diesem Mittwoch das Programm für ihre EU-Ratspräsidentschaft beschließen, in deren Mittelpunkt ab 1. Juli die Überwindung der Corona-Krise stehen wird.

Weiterer Schwerpunkt des sechsmonatigen deutschen Vorsitzes in der Europäischen Union wird der Abschluss der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU sein. Daneben wird es um Klimaschutz, Digitalisierung und die Positionierung Europas zwischen den Großmächten China und USA gehen.

„Gemeinsam Europa wieder stark machen“, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits in der vergangenen Woche als Motto der Präsidentschaft ausgegeben. „Die Pandemie zeigt uns: Unser Europa ist verwundbar“, sagte sie. Deshalb seien Zusammenhalt und Solidarität noch nie so wichtig wie heute gewesen.

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Strenge Corona-Regeln in zwei NRW-Landkreisen in Kraft

Nach dem massiven Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb von Tönnies ist das öffentliche Leben in zwei Landkreisen von Nordrhein-Westfalen wieder eingeschränkt.

Um Mitternacht traten im Landkreis Gütersloh und im Nachbarkreis Warendorf erneut strenge Auflagen in Kraft. Betroffen sind insgesamt rund 640.000 Einwohner. Das Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh gilt als Ausgangspunkt des Ausbruchs, auch im Raum Warendorf wohnen viele Tönnies-Mitarbeiter.

Im öffentlichen Raum dürfen nun nur noch zwei Menschen oder Menschen aus einem Familien- oder Haushaltsverbund zusammentreffen, wie die Landesregierung mitgeteilt hatte. Zudem sollen eine Reihe von Freizeitaktivitäten unterbleiben. So müssen den Angaben zufolge zum Beispiel Museen, Kinos, Fitnessstudios, Hallenschwimmbäder und Bars geschlossen vorübergehend werden. Die Vorschriften für die neuen Einschränkungen gelten zunächst für eine Woche bis zum 30. Juni.

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Trotz Rassismus-Kritik: Trump bezeichnet Coronavirus als „Kung Flu“

Trotz Rassismus-Vorwürfen hält US-Präsident Donald Trump an seiner Bezeichnung „Kung Flu“ für das Coronavirus fest - während die Neuinfektionen in den USA bei Experten die Alarmglocken schrillen lassen.

Trump sagte bei einem Auftritt vor Anhängern in Phoenix (Arizona), er kenne „19 oder 20 Namen“ für das Virus, das zunächst in China festgestellt worden war und sich dann über die Welt verbreitete. „Es gab noch nie etwas, wofür es so viele Namen gab“, sagte Trump.

Als aus dem Publikum in Phoenix „Kung Flu“-Rufe ertönten, sagte der Präsident: „Kung Flu, ja, Kung Flu.“ Daraufhin bekam er tosenden Applaus. In den USA steigen die Zahlen der Neuinfektionen durch das Virus in zahlreichen US-Bundesstaaten an. Trump hat das Coronavirus entgegen der Einschätzung von Experten wiederholt mit einer Grippe verglichen - auf Englisch „Flu“.

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+++ Ticker von Dienstag, 23. Juni +++

Finnland lockert Reisebeschränkungen zum 13. Juli

Finnland will die in der Corona-Krise erlassenen Reisebeschränkungen Mitte Juli für eine Reihe von europäischen Ländern wieder aufheben, darunter voraussichtlich auch Deutschland. Die Möglichkeit zur Einreise hänge dann vom Infektionsgeschehen im jeweiligen Land ab, gaben Innenministerin Maria Ohisalo und Außenminister Pekka Haavisto am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Helsinki bekannt.

Ab dem 13. Juli sollen demnach Reisen aus Ländern wieder möglich sein, die innerhalb einer Zwei-Wochen-Periode weniger als acht neue Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner verzeichnet haben. Nach heutigem Stand fielen darunter neun Staaten des EU- und Schengenraumes, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz - Finnlands wichtigstes Nachbarland Schweden dagegen nicht. Bereits Mitte Juni hatte Finnland seine Grenzen für Reisende aus dem Baltikum, Norwegen, Dänemark und Island aufgehoben. (Quelle: dpa)

Lockdown rund um Tönnies-Fleischfabrik - Urlauber zurückgeschickt

Der massive Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies trifft die Menschen in den westfälischen Kreisen Gütersloh und Warendorf hart. Kurz vor Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen schränken die NRW-Behörden den Alltag von mehr als 640 000 Einwohnern in der Region um die größte deutsche Fleischfabrik erheblich ein. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wollen Touristen aus Corona-Hotspots nicht mehr im Land übernachten lassen. (Quelle: dpa)

Corona-Infektionen in Wiesenhof-Schlachthof bei Oldenburg

Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs der PHW-Gruppe („Wiesenhof“) im niedersächsischen Wildeshausen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Eine am Montag erfolgte Reihentestung sei bei 23 von 50 Mitarbeitern positiv verlaufen, sagte ein Sprecher des Landkreises. Der PHW-Gruppe zufolge sollen alle mehr als 1100 Mitarbeiter des Schlachthofes auf eine Corona-Infektion getestet werden. PHW hält eine Mehrheitsbeteiligung an dem Schlachthof Geestland Putenspezialitäten. (dpa)

Tönnies-Skandal: Auch Lockdown im Landkreis Warendorf

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies verhängen die Behörden einen Lockdown auch für den Nachbarkreis Warendorf. Genau wie im Kreis Gütersloh gebe es Kontaktbeschränkungen, Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen würden verboten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag. Ab Donnerstag würden zudem Schulen und Kitas im Kreisgebiet geschlossen. (dpa)

Lufthansa stellt Flugbetrieb von SunExpress Deutschland ein

Der Lufthansa-Konzern schließt wegen der Corona-Flaute den Flugbetrieb der Beteiligung SunExpress Deutschland mit rund 1200 Mitarbeitern. Die verbleibenden Flüge sollen von der türkischen Schwestergesellschaft, Eurowings und anderen Airlines abgewickelt werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Kunden würden automatisch umgebucht.SunExpress ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Lufthansa mit Turkish Airlines mit zwei getrennten Flugbetrieben. Die in Frankfurt beheimatete SunExpress Deutschland ist mit 20 Flugzeugen eine Gesellschaft der türkischen SunExpress, die insgesamt 69 Flieger betreibt. (dpa)

WTG: Bäder im Wangerland bleiben geschlossen

Das Meerwasser-Hallenwellenbad in Hooksiel und die Frieslandtherme in Horumersiel bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Das bestätigte der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, Armin Kanning auf Nachfrage der Redaktion. „Die Voraussetzungen für eine Öffnung sind einfach nicht gegeben“, so Kanning. Die Intervalle in denen immer wieder desinfiziert werden müsste seien einfach nicht leistbar. „Außerdem können wir keine Liegen in den Bädern für die Gäste aufstellen.“ Weil wir so einfach nicht ausreichend für die Sicherheit der Gäste sorgen können, haben wir uns entschieden, die Bäder vorerst geschlossen zu halten.“

Steinmeier und Wirtschaft rufen Betriebe zur Ausbildung auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Spitzen von Wirtschaft und Gewerkschaften haben die Unternehmen in Deutschland aufgerufen, auch in der Corona-Krise weiter auszubilden.

Setzen Sie wo immer möglich und trotz schwieriger Rahmenbedingungen Ihr Engagement für die Ausbildung fort“, heißt es in einem gemeinsamen Appell vom Dienstag. „Schaffen Sie Ausbildungsplätze, und nutzen Sie dafür auch die von Bund und Ländern in historischen Dimensionen bereitgestellten Hilfsprogramme.“ Denn: „Es geht um die Zukunftschancen der jungen Generation und Ihre Fachkräfte von morgen.

Der Bundespräsident hatte zuvor mit dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Reiner Hoffmann, und den Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, beraten. Der Bundesverband der Deutschen Industrie war durch seine Vizepräsidentin Ingeborg Neumann vertreten.

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Nach Adria-Cup: Auch Djokovic positiv auf Corona getestet

Tennisstar Novak Djokovic ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Weltranglisten-Erste am Dienstag mit.

„Ich werde mich nun für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und den Test in fünf Tagen wiederholen“, schrieb Djokovic in einem Statement, das in den sozialen Medien geteilt wurde. Djokovic war für die Organisation seiner Adria-Tour zuletzt heftig kritisiert worden, weil bei den Veranstaltungen in Belgrad und Zadar keine Hygiene- und Sicherheitsregeln eingehalten worden waren.

Vor dem 33-Jährigen waren bereits der Bulgare Grigor Dimitrow, der Kroate Borna Coric und der Serbe Viktor Troicki positiv getestet worden. (dpa)

Studie: Deutschland ist für Pandemien weniger anfällig

Deutschland ist dank seiner Wirtschaftsstruktur und seines Gesundheitssystems deutlich besser aufgestellt, um Pandemien zu bewältigen, als viele andere Ländern Europas.

Das ist das Ergebnis einer veröffentlichten Studie der Wirtschaftauskunftei Creditreform zu den ökonomischen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen eines potenziellen Pandemieausbruchs auf die EU-Länder und Großbritannien.

Dabei belegte Deutschland hinter Luxemburg den zweiten Platz unter den Ländern, die dank ihrer Wirtschaftsstruktur, ihres Arbeitsmarktes, des Gesundheitssystems, der Bevölkerungsstruktur und der Kapazitäten für das mobile Arbeiten grundsätzlich am besten in der Lage sind, mit Krankheitswellen wie der Corona-Epidemie fertig zu werden. Die Plätze drei und vier belegten Dänemark und Schweden.

Gemeinsam sei diesen Ländern, dass die Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten weit verbreitet seien, das die Gesundheitssyteme über eine hohe Qualität verfügten und dass die Zahl prekärer und selbstständiger Beschäftigungsverhältnisse sehr gering sei.

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Tagesgäste wieder erlaubt – Inselbad bleibt jedoch bis Oktober geschlossen

Darauf haben viele seit Wochen gewartet: Tagesgäste dürfen die Insel Spiekeroog laut niedersächsischer Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab Dienstag wieder besuchen. Dennoch bleibt es dabei: Die Gesundheit der Gäste und Insulaner hat weiterhin Priorität. „Zur Sicherstellung ausreichender Abstandsregelungen bleibt es bei einer freiwilligen Beschränkung der Personenkapazität der Sommerzulassung der Schiffe. Es steht nur eine geringere Beförderungskapazität zur Verfügung. Darin begründet liegen auch die um den Faktor 1,5 erhöhten Beförderungstarife “, heißt es von Seiten der Nordseebad Spiekeroog GmbH (NSB).

„Die Schiffskapazitäten für Tagesgäste sind aufgrund der insgesamt geltenden Reduzierung der Sommerzulassung je Schiff sowie der überwiegend vorgebuchten Fährfahrkarten von Übernachtungsgästen stark limitiert. Zugleich geben wir die Mehrwertsteuersenkung ab 1. Juli eins zu eins an unsere Kunden weiter“, erklärt NSB-Geschäftsführer Ansgar Ohmes.

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Jugendamt Wilhelmshaven verschickt besondere Post für Kinder

In normalen Zeiten verfügt Wilhelmshaven über gute Angebote und Netzwerke für Kinder und Familien. Eine Vielfalt von Angeboten findet direkt in den unterschiedlichen Familienzentren statt, aber auch in den Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen. Die Netzwerkkoordination „Frühe Hilfen/Präventionskette“ steuert und koordiniert die internen Netzwerke zu einer gemeinsamen Arbeit aller Beteiligten. Aber das Coronavirus erfordert aktuell einen einfallsreichen Umgang mit der Situation.Einige Familien sind neben der eigenen Arbeit durch die Betreuung der Kinder mehr belastet als gewöhnlich. „Wir wollen diese Familien ein wenig durch die Beschäftigung der Kinder unterstützen“, sagen Kirsten Duschak und Britta Baumgart vom Jugendamt der Stadt. Durch die Kindergärten und Familienzentren wird jetzt an etliche Familien ein Brief an alle drei- bis sechsjährigen Kinder verteilt. Mit einem Ausmalbild und Sonnenblumenkernen möchte das Jugendamt den Kindern die Zeit vertreiben und Hoffnung machen auf eine schöne Zukunft. In diesem Brief wird zum ersten Mal auch das neue Logo „Frühe Hilfen“/Präventionskette verwendet.

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RKI-Präsident: Mehrere Gründe für Corona-Ausbrüche in Fleischindustrie

Warum es besonders in der Fleischindustrie vermehrt hohe Zahlen von Corona-Infizierten gibt, kann der Präsident des Robert Koch-Instituts derzeit noch nicht sagen. Lothar Wieler verwies bei einer Pressekonferenz des RKI am Dienstag in Berlin zum einen auf die Wohnsituation der Arbeiter in der Fleischindustrie, aber auch auf die niedrigen Temperaturen in den Schlachthöfen. „Wir gehen davon aus, dass es „sowohl... als auch“ ist“, sagte Wieler. In engen Wohnungen habe es das Virus einfacher, dass sei einer der Grundregeln, sagte der RKI-Präsident. Niedrige Temperaturen, um das Fleisch zu kühlen, könnten bei der Übertragung des Corona-Virus ebenso eine Rolle spielen, wie Aerosole, bei der über die Luft Stoffe übertragen werden.

In Deutschlands größtem Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind mehr als 1500 Arbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Als Folge hat das Land Nordrhein-Westfalen am Dienstag weitere Einschränkungen für den Kreis Gütersloh angekündigt. Nach Angaben der Landesregierung liegt das Zentrum der Ausbreitung mit den meisten Infizierten in der Fleischzerteilung. (dpa)

Fall Tönnies: Massive Einschränkungen in Gütersloh

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies schränken die NRW-Behörden das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh massiv ein.

Erstmals in Deutschland werde ein gesamter Kreis wegen des Corona-Infektionsgeschehens wieder auf die Schutzmaßnahmen zurückgeführt, die noch vor einigen Wochen gegolten hätten, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Im Kreis Gütersloh handele es sich um das bisher „größte Infektionsgeschehen“ in NRW und in Deutschland.

Grund für den Schritt ist der Corona-Massenausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies. Beim Schlachtbetrieb des Marktführers im westfälischen Rheda-Wiedenbrück hatten sich mehr 1550 Beschäftigte nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Der Lockdown gelte zunächst für eine Woche. Bis zum 30. Juni werde man dann mehr Klarheit haben, inwieweit sich das Virus womöglich auch bei Menschen, die nicht bei Tönnies arbeiten, ausgebreitet habe, sagte Laschet. Bisher gebe es hier nur 24 nachgewiesene Infektionen. Die Behörden werden die Tests in der Bevölkerung zudem massiv ausweiten, betonte der Regierungschef.

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Wenig Bewegung bei Fahrradverkäufen in der Region

Neues Fahrrad statt Urlaubsreise: Was sich bundesweit abzeichnet, gilt auch für Wilhelmshaven, wie eine Umfrage unter beispielhaft ausgewählten Fahrradhändlern zeigt. Doch das gestiegen Interesse der Kunden trifft auf Lieferschwierigkeiten, bestätigen alle angefragten Händler. „Betroffen ist tatsächlich fast das gesamte Sortiment – vom Fahrrad über Ersatzteile bis Zubehör wie Helme“, sagt Ralf Jungmann (Mühlenweg). Bei ihm werden zu rund 70 Prozent noch herkömmliche Räder verkauft. „Insgesamt sind Räder, seitdem wir wieder verkaufen dürfen, sehr viel stärker nachgefragt als üblich“, so Jungmann weiter. „Und dazu erleben wir alle extreme Lieferengpässe wegen der Corona-Pandemie.“ Viele Wochen stand die Produktion in Fernost und vielerorts in Europa still, ist dann in Schichten erst langsam wieder angelaufen. Dazu kommt dann der sechs- bis achtwöchige Seeweg mit der Ware. Auch eine Fahrrad-Produktion in Deutschland hilft nur bedingt, wenn der Zulieferer von wichtigen Teilen in China oder Italien sitzt.

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Wie Auswanderer Nikolaus Stumpf die Pandemie auf den Philippinen erlebte

„Die Brücke ist gebrochen“, sagt Nikolaus Stumpf und meint damit die Verbindung von den Philippinen nach Deutschland. Denn seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind die Reisemöglichkeiten weltweit stark eingeschränkt, in dem südostasiatischen Staat sind nicht einmal Reisen zwischen den Inseln möglich.

Die Stadt Cebu, in der der 53-Jährige Auswanderer aus Waddewarden arbeitet, war zu Beginn des Ausbruchs für sechs Wochen abgeriegelt. „Meine Familie wohnt 100 Kilometer von hier in den Bergen“, erzählt Stumpf. Sein Glück: Seine Arbeit in der Lebensmittelindustrie gilt als systemrelevant, innerhalb der Stadt durfte er sich frei bewegen, war nicht auf sein 18-Quadratmeter-Apartment beschränkt. Der gebürtige Waddewarder berät die Big-Blue-Logistik in Sachen Kühlhaustechnik.

Das Fitnesscenter, das er sonst regelmäßig besucht, wurde geschlossen. Da nutzte der Ingenieur kurzerhand das eigene Treppenhaus und besorgte sich zusätzlich ein Fahrrad, um fit zu bleiben. Als er nach den sechs Wochen wieder zu seinem Haus gefahren ist, habe sich vor allem sein deutscher Schäferhund sehr gefreut. Stumpf hat sich erst einmal nach draußen gesetzt, die Luft genossen, ein Bier getrunken. „Während der Beschränkungen galt nämlich ein Alkoholverbot“, sagt er.

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Fußball-Pokalsieger werden per Elfmeter ermittelt

Der Bezirk Weser-Ems hat es vorgemacht und die Fußballkreise wollen es jetzt nachmachen: Die Pokalsieger der Saison 2019/20 sollen vom Elfmeterpunkt aus ermittelt werden. Dies haben sowohl Manfred Walde, Vorsitzender des Kreises Jade-Weser-Hunte, als auch Winfried Neumann, Fußballchef der Ostfriesen, auf Nachfrage bestätigt. „Wir sind mittendrin in den Planungen“, berichtet Walde.

Jedoch soll der Pokalsieger nur im Hauptwettbewerb der Männer ermittelt werden. „Bei den Frauen, Mädchen und Jungen sind noch zu viele Runden offen. Das schaffen wir zeitlich bis zum 30. Juni nicht“, erklärt der Kreisvorsitzende weiter. Wie viele andere gehen er und seine Vorstandskollegen davon aus, dass die durch Corona unterbrochene Saison am kommenden Samstag beim außerordentlichen Verbandstag endgültig abgebrochen wird – und damit sollen auch die laufenden Pokal-Wettbewerbe bis spätestens nächsten Dienstag beendet sein.

Damit werden wohl nur noch die Fußballer aus Büppel, Lehmden, Wiefelstede und Nordenham in den Genuss kommen, in dieser Spielzeit noch einmal offiziell gegen den Ball zu treten – wenn auch nur vom Elfmeterpunkt. „Termin und Ort sind aktuell noch in Klärung. Die vier Mannschaften haben aber signalisiert, dass sie auf jeden Fall dabei sind“, berichtet Walde.

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Nüchtern durch die Krise: Bierabsatz ging stark zurück

Die Deutschen bleiben in der Corona-Krise offenkundig häufiger nüchtern als üblich. In diesem Frühjahr wurde deutlich weniger Alkohol verkauft als sonst.

Nach der Steuerstatistik ging der Absatz von Bier kräftig zurück, im Mai sogar um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dafür wurden etwas mehr Spirituosen verkauft.

„Die gesellschaftlichen Auswirkungen auf den Alkoholkonsum, Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit infolge der Covid-19-Pandemie sind derzeit noch nicht abschätzbar“, erklärte das Gesundheitsministerium in seiner Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. Für die Brauer dagegen ist schon klar: Sie erleben den stärksten Einbruch seit Gründung der Bundesrepublik.

Kneipen und Restaurants waren im März geschlossen worden, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Seit Ende Mai werden die Beschränkungen gelockert. Die Steuereinnahmen beim Alkohol lassen zwar keinen Rückschluss auf den tatsächlichen Konsum zu, wohl aber auf den Getränkeabsatz, erläuterte das Ministerium.

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Polizeiarbeit in der Corona-Krise: „Immer ein mulmiges Gefühl“

Notruf aus der Südstadt. In der Rheinstraße randaliert ein Mieter in seiner Wohnung. Polizeibeamte machen sich auf den Weg und versuchen den angetrunkenen Mann zu beruhigen. Vergebens. Er schlägt um sich – und muss fixiert werden. Ganz normale Polizeiarbeit. Ganz normal, in Corona-Zeiten? Einen Mindestabstand einzuhalten ist bei der zupackenden Arbeit der Beamten schlichtweg nicht möglich. Ebenso eine Mund-Nasen-Bedeckung. „Nach solchen Einsätzen bleibt schon ein mulmiges Gefühl“, räumt Oberkommissar Fritz Hubert ein. „Die Virus-Gefahr sieht man nicht. Man weiß nie, ob man sich nicht doch infiziert hat.“

Fritz Huber, ein Polizist mit der Erfahrung von 41 Dienstjahren, gehört wie seine junge Kollegin, Kommissarin Saskia B. zur Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland. In „normalen“ Zeiten liegt der Schwerpunkt der Einheit bei Verkehrskontrollen. Die wurden aktuell etwas zurückgefahren, auch aufgrund der möglichen Ansteckungsgefahren für die Beamten und die Kontrollierten. Langweilig ist es der Verfügungseinheit dennoch nicht geworden. Im Gegenteil. „Wir kümmern uns seit Wochen um alle Einsätze und Lagen, die etwas mit Corona zu tun haben“, sagt Saskia B.. Und das waren jede Menge: Verstöße gegen Kontaktsperren, das Missachten von Mindestabständen, das Gebot, Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen und, und, und. „Wir waren auch eine Woche auf Wangerooge, um die dort geltende Corona-Verordnung durchzusetzen und zu helfen, Urlauber und Zweitwohnungsbesitzer von der Insel zu entfernen.“

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R-Wert weiterhin hoch: Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen nun bei 537

Infolge mehrerer Ausbrüche des Coronavirus in einzelnen Regionen Deutschlands hat sich die für die Ausbreitung wichtige Reproduktionszahl (R-Wert) zuletzt deutlich erhöht.

Nachdem sie am Sonntag auf 2,88 angestiegen war, sank der Wert mit Datenstand 22.6. 0.00 Uhr allerdings wieder etwas - auf 2,76. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel zwischen zwei und drei weitere Menschen ansteckt. Der Anstieg hänge mit lokalen Häufungen zusammen, wobei insbesondere der Ausbruch in Nordrhein-Westfalen eine große Rolle spiele, wie das RKI in seinem Lagebericht mitteilte.

„Da die Fallzahlen in Deutschland insgesamt auf niedrigem Niveau liegen, beeinflussen diese lokalen Ausbrüche den Wert der Reproduktionszahl relativ stark“, heißt es darin weiter. In den vier Stadt- und Landkreisen Gütersloh, Warendorf, Magdeburg und Berlin-Neukölln sind demnach in den vergangenen sieben Tagen merklich viele Sars-CoV-2 Fälle registriert worden. Dabei führt das RKI die Fälle in den NRW-Landkreisen Gütersloh und Warendorf auf den Ausbruch in dem fleischverarbeitenden Betrieb Tönnies zurück.

In Magdeburg stiegen die Fallzahlen demnach, weil an mehreren Schulen Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Im Berliner Bezirk Neukölln hing der Anstieg der Fälle mit einem Ausbruch „im Umfeld einer Glaubensgemeinschaft“ zusammen.

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Forscher wollen Lockdown-Auswirkungen auf Tiere untersuchen

Im März standen wegen der Corona-Pandemie Teile der Menschenwelt für ein paar Wochen still - und auch die Bewegungsmuster etwa von Rehen, Störchen und Enten haben sich anscheinend geändert.Darauf gebe es zumindest erste Hinweise, sagte der Direktor des Konstanzer Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie, Martin Wikelski. Er will nun gemeinsam mit einem internationalen Konsortium von Forschern untersuchen, wie sich der Lockdown auf die Tierwelt ausgewirkt hat. Aufschlüsse darüber versprechen sich die Wissenschaftler von Daten von Mini-Sendern, mit denen Wildtiere weltweit ausgestattet sind.

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Deutlich weniger Heimsiege in der Bundesliga

Seit der rund zweimonatigen Corona-Pause sind Heimsiege in der Fußball-Bundesliga statistisch gesehen deutlich seltener geworden.Hatten vor der durch die Pandemie bedingten Unterbrechung 43,3 Prozent der Teams ihre Heimspiele in der höchsten deutschen Spielklasse gewonnen, sind es seit der Wiederaufnahme Mitte Mai nur noch 27,4 Prozent der Mannschaften. Wegen des Virus hat die Bundesliga ihren Spielbetrieb ohne Zuschauer fortgesetzt.

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+++ Ticker von Montag, 22. Juni +++

Landrat von Kreis Gütersloh hält regionalen Lockdown für vorstellbar

Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück hält jetzt auch Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) einen Lockdown in der Region für vorstellbar. „Ich würde sagen ja“, sagte Adenauer am Montagabend auf die Frage, ob es nach einem Lockdown „rieche“. Die mobilen Teams, die in den Wohnungen und den Unterkünften unterwegs seien und auch Familienangehörige ansprächen, stießen jetzt in ein gewisses Dunkelfeld. „Insofern ist das für mich schon eine neue Situation“, erklärte Adenauer. Die mobilen Teams hätten einige positive Fälle bei ihrem Einsatz gefunden. Eine Zahl wollte der Landrat aber zunächst noch nicht nennen, da zunächst ausgeschlossen werden solle, dass es doppelte Zählungen gebe. (Quelle: dpa)

Eishockey: WM 2021 und Olympia-Qualifikation verlegt

Der Eishockey-Weltverband IIHF hat am Montag die Verschiebung der Weltmeisterschaft 2021 in Riga und Minsk um zwei Wochen bestätigt. Damit wird das Turnier nun vom 21. Mai bis 6. Juni 2021 ausgetragen, ursprünglicher Termin war vom 7. Mai bis zum 23. Mai 2021. Damit will die IIHF allen nationalen Meisterschaften, die wegen der Corona-Pandemie von Planungsschwierigkeiten betroffen sind, und auch den Nationalteams etwas mehr zeitlichen Spielraum geben. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes spielt in Gruppe B in Riga gegen Kanada, Finnland, USA, Lettland, Norwegen, Italien und Kasachstan. (Quelle: dpa)

Zahl der registrierten Corona Neuinfektionen nun bei 537

Lange hielt sich der im Zusammenhang mit dem Coronavirus viel genannte Reproduktionswert um den angestrebten Wert von 1. Zuletzt schnellte er nach oben. Haben die Ausbrüche in NRW, Berlin und Sachsen-Anhalt etwas damit zu tun?

Disneyland Paris öffnet im Juli

Das Disneyland Paris wird nach einer coronabedingten Schließung kommenden Monat wieder für Besucher öffnen. Ab dem 15. Juli werde der Freizeitpark in Marne-la-Vallée vor den Toren der französischen Hauptstadt schrittweise wieder geöffnet, teilte der Betreiber am Montag mit. Die im Park erlaubte Besucherzahl werde reduziert, außerdem sei das Tragen einer Schutzmaske ab einem Alter von elf Jahren verpflichtend. Tickets müssten vor dem Besuch gekauft werden. Dafür wird demnach Anfang Juli ein neues Reservierungssystem eingeführt.

Auch die Mitarbeiter müssten Masken tragen, erklärte der Parkbetreiber. Einzelne Treffen mit Darstellern, die zum Beispiel als Mickey Mouse, Donald Duck oder Prinzessinnen aus Disney-Filmen verkleidet sind, seien zunächst nicht möglich. Auch Umarmungen oder andere enge Interaktionen mit den Schauspielern seien nicht erlaubt. Die Besucher hätten an neuen „Selfie-Spots“ aber weiterhin die Möglichkeit, Fotos mit den Charakteren zu machen, so der Betreiber.

Das Disneyland im Westen von Paris ist nach eigenen Angaben eine der größten Tourismus-Attraktionen in ganz Europa. Es verzeichnete 2018 nach Angaben des Tourismusverbands der Hauptstadtregion rund 15,1 Millionen Besucher, rund drei Millionen mehr als die Kathedrale Notre-Dame. Der Freizeitpark empfang zuletzt am 13. März Besucher, wenige Tage später trat in Frankreich eine strenge Ausgangssperre in Kraft. (Quelle: dpa)

Niederlande: Seit März erstmals kein Todesfall durch Corona

Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise in den Niederlanden Anfang März ist kein Todesfall durch Covid-19 gemeldet worden. Das teilte das für Infektionskrankheiten zuständige Institut für Volksgesundheit und Umwelt RIVM am Montag in Bilthoven bei Utrecht mit. Bisher wurden 6090 Todesopfer registriert. Am 10. März war das erste Todesopfer in den Niederlanden gemeldet worden. Am 31. März wurde mit 175 die bisher höchste Zahl an einem Tag registriert. Insgesamt wurde das Virus bisher bei rund 50 000 Personen nachgewiesen. (Quelle: dpa)

Ruhe ist hin: Gibt es eine Lockdown-Nostalgie?

Kurze Wege zur Arbeit, Ruhe selbst mitten in der Stadt und Rücksicht bei den Mitmenschen: Angesichts der Lockerungen und des wieder anschwellenden Alltagslebens sehnt sich mancher zurück in die Zeit der großen Corona-Beschränkungen. Ein Tabu?

Plötzlich ist sie bei vielen wieder da, diese innere Unruhe. Und mancher denkt still und heimlich: Was waren das damals - also vor ein paar Wochen - noch für Zeiten, als in der Corona-Krise fast alles stillstand!

Ich mochte die Ruhe“, bekennen manche jetzt freimütig unter engen Freunden oder in sozialen Netzwerken. Die weit verbreitete Rücksicht der Mitmenschen sei schön zu erleben gewesen, insgesamt das Gefühl, dass es doch auch ganz anders ginge, nicht für alle natürlich, aber doch für viele. „Eine andere Welt war möglich.

Der Schauspieler Mark Waschke (“Tatort“) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, „das Anhalten des Kapitalismus, das Ausbremsen des Einfach-weiter-so-Konsumierens“ habe ihn inspiriert. „Wir haben uns alle besonnen und konnten schauen, was uns im Leben wirklich wichtig ist. Und das ist auch kein Kitsch im Angesicht der gesellschaftlichen Herausforderungen, die uns gegenüber stehen.“

Natürlich gehört es nicht zum guten Ton, ein Hoch auf die Corona-Beschränkungen zu singen. Und so bemühen sich alle auch, zu betonen, dass der persönliche Eindruck das Leid der vielen, die unter der Krise gelitten haben, nicht mindern solle.

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Auch 20 Karstadt-Sports-Filialen sollen schließen

Leere in der City und Frust bei den Beschäftigten: Das geplante Aus von Dutzenden Filialen der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) sowie 20 Standorten der Tochter Karstadt Sports schürt in vielen Kommunen die Angst vor verödeten Innenstädten.

Mitarbeiter sprachen von einer „schrecklichen Entscheidung“, die Gewerkschaft Verdi hofft aber weiter, doch noch die Schließung einiger Niederlassungen verhindern zu können.

Zunächst hatte GKK angekündigt, 62 seiner 172 Häuser zu schließen. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrates werden dadurch insgesamt 5317 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren. Der Konzern hat derzeit noch 28.000 Beschäftigte. Ursprünglich hatte die Geschäftsführung sogar bis zu 80 Geschäfte dicht machen wollen. Am Samstag wurde dann bekannt, dass auch 20 der 30 Niederlassungen der Tochter Karstadt Sports schließen sollen.

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Corona-Warn-App läuft auf mehr als 85 Prozent der Handys

Die Bundesregierung hat Verständnis für die Kritik gezeigt, dass die Corona-Warn-App auf älteren Smartphones nicht läuft. „Natürlich würde man sich wünschen, dass (...) jeder mit jedem alten Smartphone damit arbeiten könnte, aber es gibt da technische Gründe, die durch ein politisches Wollen der Bundesregierung nicht wegzuwischen sind“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die App nutze neue Techniken und Sicherheitsverfahren, die ältere Smartphones nicht leisteten. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren hätten die Entwickler an der App gearbeitet.

„Sie läuft auf mehr als 85 Prozent der in Deutschland vorhandenen Smartphones“, sagte er. Die Entwickler hätten zugesagt, noch einmal zu überprüfen, ob eine Steigerung möglich ist. Knapp eine Woche nach dem Start wurde die Corona-Warn-App nach Seiberts Angaben inzwischen bereits 11,7 Millionen mal heruntergeladen. Die im Auftrag des Bundes entwickelte Warn-App steht seit vergangenen Dienstag zum Download bereit. Sie kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich auf Kassenkosten testen lassen. (Quelle. dpa)

Maas: Deutsche müssen sich im Urlaub an Corona-Regeln halten

Sommerurlaub ist trotz Corona wieder möglich - Außenminister Heiko Maas hat die Deutschen aber zur Vorsicht in den Ferien aufgerufen. „Viele Deutschen wollen diesen Sommer wieder nach Italien kommen“, sagte der SPD-Politiker am Montag bei einem Besuch in Rom. Die Gesundheit der Besucher müsse dabei genauso wie die der Gastgeber gewährleistet sein. Deshalb sei es wichtig, sich „besonders verantwortungsvoll zu verhalten“ und die Anti-Corona-Regeln zu befolgen, damit die Fallzahlen weder später in Deutschland noch im Urlaubsland wieder nach oben gehen.

Italien hat seit Anfang Juni seine Grenzen für EU-Ausländer geöffnet. In Hotels und am Strand gelten weiter Abstandsregeln, in vielen geschlossenen Räumen ist das Tragen von Mundschutz Pflicht. Bei Museen ist zum Beispiel eine Buchung des Besuchs vorab wichtig. Dort dürfen wie bei anderen Sehenswürdigkeiten weniger Menschen als normalerweise gleichzeitig hinein.

Italien gehört in Europa zu den Ländern mit den meisten Toten in der Corona-Krise. Besonders der Norden war betroffen, in Süditalien gab es kaum größeren Ausbrüche. (Quelle: dpa)

Lockerung der Corona-Regeln - der aktuelle Stand in den Bundesländern

Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Hier der aktuelle Stand der Lockerungen in den Ländern in ausgewählten Lebensbereichen.

Wichtig: Die Lockerungen erfolgen in aller Regel unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr

Kaum noch unterschiedliche Regelungen gibt es inzwischen bei Restaurants und Bars. Restaurants haben in allen Bundesländern wieder geöffnet. Mit Ausnahme von Bayern haben auch Bars deutschlandweit ihren Betrieb wieder aufgenommen, in Bremen bleiben Bars - im Sinne von Einraumeinrichtungen mit Tresen - geschlossen. Die Lokale müssen aber Auflagen - wie etwa eine Sitzplatzpflicht für Gäste - einhalten. Shisha-Bars dürfen nur in Niedersachsen und Bremen nicht öffnen. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland müssen Gaststätten zudem um 24.00 Uhr schließen.

1) Kontaktbestimmungen

BREMEN: Es können sich mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. In geschlossenen Räumen sind Veranstaltungen mit maximal 20 Personen möglich, wenn ein Hygienekonzept vorliegt. Bei Veranstaltungen im Garten, auf der Parzelle oder ähnlich umfriedeten Flächen im Freien liegt die Grenze bei 50 Personen. Für beide Fälle wird die einschränkende „Zwei-Haushalts-Regel“ aufgehoben.

HAMBURG: Bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich wieder treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.

NIEDERSACHSEN: Seit Montag dürfen sich Gruppen von bis zu zehn Personen treffen - sind es Angehörige oder Mitglieder zweier Haushalte, dürfen es auch mehr sein.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Gruppen mit bis zu zehn Personen dürfen sich im Freien treffen. Sind es Personen aus zwei Haushalten, dürfen es auch mehr sein.

RHEINLAND-PFALZ: Es dürfen sich bis zu zehn Menschen unabhängig von der Zahl der Haushalte treffen.

2) Schulen und Kitas

BREMEN: Kitas haben in der Stadt Bremen im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet, dieser soll seit Montag auch für Grundschulen gelten.

HAMBURG: Alle Schüler sollen wenigstens einmal pro Woche Unterricht in der Schule bekommen. Alle Kinder dürfen in einem eingeschränkten Regelbetrieb wieder die Kitas besuchen.

NIEDERSACHSEN: Die Kitas sind seit Montag in einem eingeschränkten Betrieb wieder für alle Kinder geöffnet. Alle Jahrgänge haben wieder Unterricht in den Schulen.

3) Feste und Veranstaltungen

BREMEN: Erlaubt sind Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen unter freiem Himmel und bis zu 20 Personen in geschlossenen Räumen. Für beides ist ein Hygienekonzept nötig. In geschlossenen Räumen muss eine Teilnehmerliste geführt werden. Messen bleiben verboten.

HAMBURG: In Hamburg sind sämtliche öffentliche wie nicht-öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen bis 30. Juni untersagt.

NIEDERSACHSEN: Messen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Für private Feiern zum Beispiel in einem Restaurant gelten die Kontaktbestimmungen mit der Obergrenze von zehn Personen, sofern es sich nicht ausschließlich um Angehörige oder die Mitglieder zweier Haushalte handelt.

4) Freibäder und Freizeitparks

BREMEN: Freibäder können bei Vorlage eines Hygienekonzeptes generell geöffnet werden. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

HAMBURG: Freibäder dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Hamburg hat keine größeren Freizeitparks.

NIEDERSACHSEN: Freibäder, Hallenbäder und Freizeitparks dürfen wieder öffnen.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Freibäder dürfen öffnen, der Mindestabstand gilt auch in den Schwimmbecken. Freizeitparks dürfen Besucher hereinlassen. Auch Wellnesseinrichtungen und Saunabetriebe können unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Dasselbe gilt für Erlebnis- und Spaßbäder.

5) Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze

BREMEN: Hotels und Ferienwohnungen dürfen öffnen, Campingplätze ebenso.HAMBURG: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gäste beherbergen

NIEDERSACHSEN: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet. (Quelle: dpa)

Nach Tennis-Turnier: Weiterer Spieler mit Coronavirus infiziert

Bei der vom Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic organisierten Adria Tour hat es einen zweiten positiven Corona-Fall gegeben.Nach dem Bulgaren Grigor Dimitrow teilte auch der kroatische Profi Borna Coric in den sozialen Netzwerken mit, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Bei dem Show-Turnier mit Stationen in mehreren Städten hat auch der deutsche Tennisstar Alexander Zverev teilgenommen.

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Kretschmann: Rückkehr zum Schul-Regelbetrieb unrealistisch

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen in Baden-Württemberg nach den Sommerferien für unrealistisch.

Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein“, sagte Kretschmann in einem Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“. „So kann man keinen Regelbetrieb wie vor der Corona-Pandemie machen.

In der vergangenen Woche hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren sollen.

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Aktuelle Meldungen aus der Region

Preise für Immobilien in Wilhelmshaven steigen: Trotz der Corona-Krise – das große Interesse an Wohnhäusern an der Küste hält an. Das bedeutet, dass potenzielle Eigentümer für Immobilien in der Stadt Wilhelmshaven mehr Geld investieren müssen.

Boßler sollen am kommenden Wochenende wieder um Punkte kämpfen: Am kommenden Wochenende kämpfen die Boßler wieder um Punkte auf den Straßen. Das Hygienekonzept erlaubt zwar keine Gäste und Zuschauer bei den Wettkämpfen. Der Friesische Klootschießerverband will die Saison jedoch sportlich beenden.

Langeoog öffnet Schwimmbad und Sauna: Ab der kommenden Woche öffnet die Gemeinde Langeoog wieder das Schwimmbad. Das Kur- und Wellness-Center kann bereits ab Montag wieder Angebote präsentieren.

Theater-Publikum verzichtet auf Ticketerstattung –stattdessen gibts die Spende: Viele Theaterbesucher verzichteten auf die Möglichkeit der Ticket-Erstattung. Sie wollten die Landesbühne unterstützen. Und diese finanzielle Unterstützung kann sich sehen lassen: 22.036 Euro sind zusammengekommen. Mit 419 gespendeten Abos zeigt sich fast die Hälfte der Abonnenten solidarisch.

Sportvereine verzeichnen starke Einbußen: Die Coronakrise wirkt sich auf geplante Investitionen aus – Es wird ein Sonderprogramm von der Landesregierung erhofft. Doch Niedersachsen hinkt bei Unterstützung der Sportorganisationen anderen Bundesländern hinterher.

Ärzte für Krisen-Puffer bei Kliniken-Kapazitäten

Ärztepräsident Klaus Reinhardt befürwortet angesichts der Corona-Pandemie einen ständigen Krisen-Puffer bei den Kliniken. „Krankenhäuser sind keine Unternehmen, in denen man wie in einem produzierenden Betrieb nur die Auslastung optimiert“.Wir müssen immer einen gewissen Überhang an Kapazitäten vorhalten und natürlich auch finanzieren, um auf Krisen angemessen reagieren zu können“, sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. Es sei wie bei der Feuerwehr: „Sie kostet Geld, auch wenn sie nicht im Einsatz ist. Aber wenn es brennt, ist sie schnell da.

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Lufthansa verhandelt weiter über Job-Abbau

Auf die verheerenden Folgen der Corona-Krise will die Lufthansa mit einem Sparpaket reagieren. Da die Pandemie die Geschäfte mit Ausnahme der Fracht fast zum Erliegen gebracht hat, meldet die größte deutsche Airline zu viele Stellen an Bord.

Sie sprach von einem rechnerischen Überhang von 22.000 Vollzeitstellen, davon die Hälfte in Deutschland. Verhandlungen über einen Job-Abbau mit den Gewerkschaften sollten bis diesen Montag Ergebnisse bringen.

Auch die Staatshilfen könnten erneut diskutiert werden. Großaktionär Heinz Hermann Thiele wolle an diesem Montagmorgen mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zusammenkommen, berichtete die „Bild am Sonntag“. Thiele hatte das Rettungspaket und vor allem die geplante Beteiligung des Bundes mit 20 Prozent der Lufthansa-Anteile kritisiert und seine Zustimmung offen gelassen.

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Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh: Tests durch mobile Teams

In dem vom massenhaften Corona-Ausbruch in Deutschlands größter Fleischfabrik besonders betroffenen Landkreis Gütersloh gehen die Tests heute weiter.

Erneut sollen mobile Teams in den Städten und Gemeinden Abstriche bei Haushaltsangehörigen von Tönnies-Mitarbeitern machen und ihnen Unterstützung anbieten. Nachdem am Sonntag 32 solcher Teams im Einsatz waren, soll deren Zahl heute aufgestockt werden, sagte eine Sprecherin des Kreises.

An den Teams beteiligt sind jeweils Mitarbeiter des zuständigen Ordnungsamtes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Bundeswehr sowie Dolmetscher. Die örtlichen Kräfte werden dabei durch Fachpersonal aus anderen Landesteilen unterstützt. Auch alle anderen Bürger des Landkreises sollen in den kommenden Tagen die Möglichkeit bekommen, sich kostenlos testen zu lassen.

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Ticker-Meldungen zum Nachlesen

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