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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus–Ticker: Corona-Warn-App kann ab Montag heruntergeladen werden

09.06.2020

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven ist eine Person infiziert. Die Gesamtzahl der bisherigen Infizierten liegt bei 27, 25 gelten als genesen. Eine Person ist verstorben. (Stand: 12. Juni, 11.32 Uhr)

Im Landkreis Friesland ist derzeit niemand nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. 32 Patienten sind mittlerweile genesen, zwei Menschen sind gestorben. Insgesamt gab es bislang 34 Menschen aus dem Kreisgebiet, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. (Stand: 14. Juni, 15.55 Uhr)

Im Landkreis Wittmund gelten derzeit null Personen als mit dem Coronavirus infiziert. 41 Personen gelten als geheilt. Insgesamt waren bisher 41 Menschen infiziert. (Stand: 12. Juni, 11.32 Uhr)

Derzeit sind im Landkreis Aurich 21 Menschen an Corona erkrankt. Insgesamt waren 133 Personen infiziert, 104 gelten als geheilt. Acht infizierte Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. (Stand: 12. Juni, 12.24 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland 186.269 Infektionen und 8787 Todesfälle. In Niedersachsen gab es demnach bislang 12.874 Fälle und 614 Todesfälle (Stand: 14. Juni, 14.35 Uhr).

+++ Ticker von Sonntag, 14. Juni +++

Kabinett will Ausbildungsprämie in Corona-Krise beschließen

Das Bundeskabinett will am kommenden Mittwoch eine Ausbildungsprämie für kleine und mittelständische Unternehmen in der Corona-Krise auf den Weg bringen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag in Berlin. Grundlage ist ein sechsseitiges Eckpunkte-Papier, auf das sich die Ministerien für Bildung, Wirtschaft und Arbeit verständigt haben. Die Kosten werden darin auf 500 Millionen Euro geschätzt.

Die Prämie soll helfen, Ausbildungsplätze in der Pandemie zu erhalten. „Wir müssen verhindern, dass die Covid-19-Krise zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen und der Fachkräftesicherung wird“, heißt es in dem Papier, das dpa vorliegt. (Quelle: dpa)

Landesbühne nimmt Spielbetrieb mit Improtheater auf

Noch ist ein „normaler“ Theateralltag nicht möglich. Trotzdem hat die Landesbühne einen kleinen Teil des Spielbetriebs wieder aufgenommen – im wahrsten Sinne improvisiert.

Europas Reiseziele wappnen sich für Touristen

Ein Stück weit kehrt die Reisefreiheit wieder zurück: Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für zahlreiche europäische Länder auf. Doch ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann, hängt auch an den Regelungen der Urlaubsländer. Aufgehoben wird die Reisewarnung am Montag nach jüngstem Stand für 27 Staaten.

Für vier Länder kommt es dagegen zu Verzögerungen. Spanien, Norwegen und Finnland müssen erst noch ihre Einreisesperre für Ausländer aufheben. In Spanien ist das für den 1. Juli geplant, in Finnland gilt die Einreisesperre bis zum 14. Juli. In Norwegen ist die Einreisesperre unbefristet. In Schweden ist die Zahl der Neuinfektionen noch zu hoch für die Aufhebung der Reisewarnung.

Für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union verlängerte die Bundesregierung die Reisewarnung für Touristen bis zum 31. August. Ausnahmen können für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist. (Quelle: dpa)

Ziemiak: Schulden aus Corona-Krise bis 2030 abbauen

Die CDU strebt an, den wegen der Corona-Krise erhöhten Schuldenstand innerhalb von höchstens zehn Jahren wieder abzubauen. „Im Jahr 2030 sollte die Staatsverschuldung wieder auf dem Stand der Vor-Corona-Zeit sein“, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak dem „Handelsblatt“. Man solle „so schnell wie möglich“ wieder die schwarze Null, also einen Haushalt ohne Neuverschuldung, erreichen. Ähnlich hatte sich auch Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) geäußert. (Quelle: dpa)

Fast 200.000 Zurückweisungen bei Corona-Grenzkontrollen

Die Bundespolizei hat bei den coronabedingten Grenzkontrollen bis zum 11. Juni rund 196 000 Zurückweisungen ausgesprochen. Die Zahl nannte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der „Bild am Sonntag“. Seit dem 16. März seien 6000 Beamte täglich im Einsatz gewesen. Bei 122 Beamten der Bundespolizei sei eine Infektion mit dem Coronavirus bekannt, teilte das Innenministerium mit.

Seehofer sprach von einem der „schwierigsten Einsätze“ der Bundespolizei. Er lobte die Beamten für ihr „umsichtiges Handeln in dieser Ausnahmesituation“. Dafür gebühre allen Polizistinnen und Polizisten der Dank der gesamten Bundesregierung. Der Minister dankte auf Twitter auch der Bevölkerung und erklärte: „Ich bin froh, dass wir bei aller Vorsicht jetzt wieder mehr Freiheit wagen können.“ (Quelle: dpa)

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Für den Weg aus der Corona-Krise in die Normalität hoffen viele Menschen auch auf die seit Monaten angekündigte Corona-Warn-App. Sie soll dabei helfen, die Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu durchbrechen. Am Montagabend dürfte sie in den Stores von Google und Apple zum Herunterladen bereitstehen, am Dienstag wollen Politik und Entwicklerfirmen das Produkt vorstellen.

Lebensmittelgutscheine: Manche Wilhelmshavener warten drei Stunden für zehn Euro

Damit hatte der Caritasverband Wilhelmshaven nicht gerechnet: Eine derart hohe Nachfrage nach Lebensmittelgutscheinen in der Coronakrise führt zu langen Schlangen vor dem „Niels-Stensen-Haus“.

Tierische Helfer in der Krise - größere Nachfrage in Heimen

Die Corona-Krise hat den Menschen bisher einiges abverlangt. Viele sahen sich mit plötzlicher Isolation zu Beginn der Pandemie oder finanzieller Unsicherheit durch Kurzarbeit konfrontiert. In solchen Situationen können Haustiere helfen. „Unsere Tiere fühlen mit uns, leisten uns Gesellschaft, lenken uns ab und spenden Trost“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Das führt auch zu einer höheren Nachfrage in einigen deutschen Tierheimen.

Das Heim in Berlin bekam an einem Wochenende beispielsweise 500 E-Mails. „Das ist vorher noch nie passiert“, sagt die Sprecherin des Tierheims, Annette Rost. In Köln ist ebenfalls eine gestiegene Nachfrage zu beobachten. „Bei Kaninchen zum Beispiel war es so, dass viele Menschen durch Corona Zeit hatten, endlich das schon lange geplante Gehege im Garten zu bauen und Tiere dann aufzunehmen“, erklärt die erste Vorsitzende des örtlichen Tierschutzvereins, Anne Kolditz. (Quelle: dpa)

Umsatz-Boom bei Schutzmasken - Große Nachfrage treibt Preise

Das Geschäft mit Schutzmasken in der Corona-Kise boomt. Von Januar bis Ende Mai sind Umsätze und Preise von Atem- und Mundschutz rasant gestiegen, wie aus Daten des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervorgeht. Den stärksten Umsatzzuwachs mit nahezu 14 200 Prozent gab es demnach beim Verkauf im Großhandel. Der Preis pro Schutzmaske erhöhte sich dort im Schnitt um rund 509 Prozent. Auch die Lebensmittel- und Drogeriemärkte verzeichneten mit knapp 8000 Prozent ein starkes Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Preiserhöhungen um etwa 254 Prozent. (Quelle: dpa)

Lehrerverband fordert: Lehrer jede Woche auf Coronavirus testen

Wenn die Schulen nach den Sommerferien wie geplant wieder komplett öffnen, sollten Lehrer nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. „Wir setzen auf regelmäßige wöchentliche Tests von Lehrkräften, auch wenn keine Krankheitssymptome vorliegen“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Forderungen nach Tests für Lehrer und auch Schüler hatten verschiedene Verbandsvertreter aus dem Bildungsbereich bereits gestellt. In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Pläne. So will beispielsweise Brandenburg Lehrkräften und Kitapersonal anbieten, sich für zunächst drei Monate alle zwei Wochen testen zu lassen. Andere Länder planen stichprobenartige Tests.

+++ Ticker von Samstag, 13. Juni +++

Reisewarnung soll für drei EU-Länder bleiben - auch Finnland

Die Reisewarnung für Touristen aus Deutschand wird an diesem Montag wahrscheinlich nur für 23 der 26 anderen EU-Staaten aufgehoben. Nach Spanien hat auch Finnland seine Einreisesperre für Urlauber über den 15. Juni hinaus verlängert. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts wird das skandinavische Land deswegen nun zu den Ländern gezählt, für die die Reisewarnung bestehen bleiben könnte. Das dritte Land ist Schweden, das derzeit als einziges EU-Land die „Pandemiekriterien“ für eine Aufhebung der Warnung nicht erfüllt. Die Reisewarnung für Touristen aus Deutschand wird an diesem Montag wahrscheinlich nur für 23 der 26 anderen EU-Staaten aufgehoben. Nach Spanien hat auch Finnland seine Einreisesperre für Urlauber über den 15. Juni hinaus verlängert. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts wird das skandinavische Land deswegen nun zu den Ländern gezählt, für die die Reisewarnung bestehen bleiben könnte. Das dritte Land ist Schweden, das derzeit als einziges EU-Land die „Pandemiekriterien“ für eine Aufhebung der Warnung nicht erfüllt. (Quelle: dpa)

Corona-Grenzkontrollen enden in der Nacht auf Montag

Die in der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen der deutschen Grenzen enden um Mitternacht in der Nacht auf Montag. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. Am Freitag hatte die Bundespolizei mitgeteilt, dass die Kontrollen bei der Einreise aus Frankreich „mit Ablauf des Montags“ enden sollten. Der Ministeriumssprecher bestätigte nun, dass auch diese Kontrollen bereits am Montag zu Tagesanfang entfallen.

Rückholaktion: Auswärtiges Amt verschickt bald Rechnungen

Reisende, die in der Corona-Krise vom Auswärtigen Amt nach Deutschland zurückgeholt wurden, sollen bald ihre Rechnungen erhalten. „Die Teilnehmer werden individuell über den jeweils zu tragenden Kostenanteil in den nächsten Tagen und Wochen informiert“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Zuvor hatte das ARD-Hauptstadtstudio über das Thema berichtet.

Vor Pilotprojekt: Corona auf Mallorca unter Kontrolle

Kurz vor Beginn des Pilotprojekts mit knapp 11.000 deutschen Urlaubern am Montag auf den Balearen bleibt die Corona-Pandemie auf Mallorca und den anderen drei Inseln unter Kontrolle. Binnen 24 Stunden seien in dieser spanischen Region nur sechs neue Infektionsfälle registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden in der Hauptstadt Palma mit. Von den insgesamt 168 Betten auf Intensivstationen waren am Samstag den amtlichen Angaben zufolge nur noch 15 mit Covid-19-Patienten belegt.

Nachhol-Konfirmationen in Friedeburg

In Friedeburg und Gödens werden im Juli die ersten Festgottesdienste im Kirchenkreis gefeiert. Das Abstandsgebot hat höchste Priorität und nur der engere Familienkreis wird zugelassen. Die Frage nach dem Handauflegen bei der Segnung ist noch nicht geklärt.

Dänemark öffnet vierten Grenzübergang - Urlauber dürfen Montag rein

Von Montag an dürfen Touristen unter anderem aus Deutschland wieder nach Dänemark einreisen. Die dänische Polizei rechnet mit Wartezeiten und empfiehlt Urlaubern, Verkehrsnachrichten zu verfolgen und wenn machbar zu Tageszeiten einzureisen, in denen möglicherweise nicht so viel Verkehr herrscht.

Zudem werde kontinuierlich - unter anderem mit Tweets in dänischer, deutscher und englischer Sprache - über die Verkehrssituation informiert werden, teilte die dänische Polizei mit. Um die Kontrollen möglichst zügig vornehmen zu können, wurde zusätzliches Personal angefordert, wie die dänische Polizei mitteilte. (Quelle: dpa)

Arbeitsminister erwartet im Jahresschnitt zwei Millionen Kurzarbeiter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) rechnet im Jahresverlauf mit einem deutlichen Rückgang der Kurzarbeit. Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen „kehren Menschen auch zurück, mit den wirtschaftsfördernden, ankurbelnden Maßnahmen geht es auch wieder los, so dass wir im Jahresschnitt nicht bei sieben Millionen sein werden“, sagte Heil im Deutschlandfunk. „Wahrscheinlich bei zwei, zweieinhalb Millionen, das ist immer noch eine atemberaubende Zahl. (Quelle: dpa)

Polens Grenzen zu EU-Ländern wieder geöffnet

Nach knapp drei Monaten hat Polen seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern in der Nacht zum Samstag wieder geöffnet. Dies bedeute, dass es auch keine Fieber-Kontrollen und keine Quarantänepflicht für Einreisende aus der EU mehr gebe, sagte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes am Samstag laut Nachrichtenagentur PAP. „Wir kehren zum freien Reisen zurück.“ Bereits seit Freitag waren die Kontrollen an der litauisch-polnischen Grenze weggefallen. Seit Samstag um Mitternacht gilt dies auch für die Grenzen zu Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Die Auflagen für Reisende aus Nicht-EU-Staaten wurden gelockert. (Quelle: dpa)

Bundesliga verliert 150 Millionen Euro TV-Gelder

Die Fußball-Bundesliga verliert nach einem „Kicker“-Bericht wegen der Coronavirus-Pandemie 150 Millionen Euro an TV-Geldern. Statt mit Zahlungen in Höhe von 1,35 Milliarden Euro aus dem laufenden Medienvertrag dürften die 36 Vereine der Bundesliga und der 2. Bundesliga in der Saison 2020/21 nur mit 1,2 Milliarden Euro kalkulieren, berichtet das Magazin und bezieht sich auf einen Brief den die Finanz-Kommission der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Freitag an die 36 Clubs der 1. und 2. Liga verschickt habe. (Quelle: dpa)

Corona-Ausbruch auf Großmarkt in Peking - Wohnviertel abgeriegelt

Erstmals seit vielen Wochen erlebt Peking wieder einen größeren Ausbruch des Coronavirus. Auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt wurden bei anfangs 500 Tests schon 45 Infektionen entdeckt. Der Xinfadi-Markt im Stadtviertel Fengtai, der rund 90 Prozent des Gemüses und Obsts der 20-Millionen-Metropole liefert, wurde geschlossen. Im Umfeld wurden elf Wohnviertel abgeriegelt sowie Kindergärten und Schulen zugemacht. Rund 10 000 Händler und Mitarbeiter des Marktes sollen getestet werden. (Quelle: dpa)

Thüringer dürfen sich wieder uneingeschränkt treffen

Familienfeiern, Essen in größeren Runden, Anstoßen bei bestandenen Prüfungen: In Thüringen sind solche Zusammenkünfte von diesem Samstag an wieder möglich. Als erstes Bundesland hat der Freistaat seine Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie beendet und aufgehoben. Bislang durften sich in Thüringen nur Menschen von maximal zwei Haushalten treffen. Nun gelten nur noch Empfehlungen: Man soll sich mit nicht mehr als einem weiteren Haushalt oder zehn weiteren Menschen treffen. In anderen Bundesländern drohen bei Verstößen Bußgelder. Wer sich in Thüringen nicht an die Empfehlungen hält, muss mit keinerlei Konsequenzen rechnen. Bayern nannte den Weg des kleinen Nachbarlandes „unverantwortlich“, auch Hessen reagierte skeptisch.

+++ Ticker von Freitag, 12. Juni +++

Lockerungen: Brandenburg kippt Kontaktbeschränkung

Knapp drei Monate nach den ersten Beschränkungen lockert Brandenburg die Corona-Regeln drastisch. Die Kontaktbeschränkung für zwei Haushalte oder bis zu zehn Menschen fällt ab kommendem Montag (15. Juni) weg.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte nach einer Kabinettssitzung in Potsdam, dann würden die Abstands- und Hygieneregeln in den Mittelpunkt treten. „Es ist ein großer Schritt, der natürlich den Menschen im Land eine neue Verantwortung gibt“, sagte Woidke. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ab sechs Jahren wird allerdings vom öffentlichen Nahverkehr und vom Einzelhandel auf Krankenhäuser, Pflegeheime, Reisebusse und Schiffsausflüge erweitert.

Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen ab 15. Juni wieder mit bis zu 1000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte. Für Demonstrationen gilt keine Obergrenze mehr, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden.

Die Kitas sollen ab Montag wie schon angekündigt für alle Kinder wieder öffnen, während die Schulen nach den Sommerferien ab 10. August zum normalen Unterricht zurückkehren sollen.

Weiter Zwangspause für Hamburger Fischmarkt

Obwohl Hamburgs Wochenmärkte schon längst wieder offen sind, bleibt Hamburgs bekanntester Markt weiterhin geschlossen. Die Zwangspause für den berühmten Fischmarkt in Altona wird dem Bezirksamt zufolge noch bis mindestens Ende Juni bestehen bleiben.

„Wie es ab dem 1. Juli weitergeht, können wir zum derzeitigen Zeitpunkt nicht sagen. Das ist abhängig von den Corona-Zahlen“, sagte ein Behördensprecher dazu der Deutschen Presse-Agentur. Das Verbraucherschutzamt sei zudem im ständigen Kontakt mit den Fischmarkt-Betreibern. Es könne aber niemand etwas versprechen.

Bereits Mitte März war der Kult-Markt wegen der Ausbreitung des Coronavirus zum ersten Mal in 300 Jahren Marktgeschichte abgesagt worden. Seitdem müssen Touristen und Hamburger sonntagmorgens auf den traditionellen Fischmarkt an der Elbe verzichten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut.

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Durch Corona: Weniger geklaute Räder in Deutschland

Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Deutschland ist der Bundesregierung zufolge in den vergangenen fünf Jahren deutlich zurückgegangen.Zwischen 2015 und 2019 sank die Zahl der geklauten Drahtesel um 17 Prozent, wie aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung hervorgeht. Demnach wurden im vergangenen Jahr 277.874 Räder gestohlen, 2015 waren es noch 335.174. „Corona-bedingt ist davon auszugehen, dass sich die gemeldeten Diebstähle in diesem Jahr deutlich reduzieren werden“, prognostizierte Jung.

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Britische Wirtschaft bricht so stark ein wie nie zuvor

Die Coronakrise hat der britischen Wirtschaft einen erheblichen Schock versetzt. Wie das Statistikamt ONS mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in Großbritannien im April um 20 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Es ist die größte Einbruch von Monat zu Monat, der jemals verzeichnet wurde und drei Mal so groß wie bei der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09. Im Vergleich zu Februar war das britische Bruttoinlandsprodukt im April sogar um ein Viertel kleiner. Die Produktion brach in allen Bereichen ein.

Kramp-Karrenbauer: Mehrwertsteuer-Senkung nicht verlängern

Unmittelbar vor dem Kabinettsbeschluss zur Mehrwertsteuer-Senkung hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer vor einer Verlängerung der Corona-Hilfsmaßnahme über dieses Jahr hinaus gewarnt. „Ich möchte gerade durch die zeitliche Begrenzung die Anreizwirkung verstärken. Die Leute sollen jetzt leichter über Anschaffungen nachdenken können, die Wirtschaft soll jetzt anspringen“, sagte sie dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Wenn wir das Zeitlimit weglassen, konterkariert das einen Teil der erwünschten Wirkung.“ (Quelle: dpa)

258 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 258 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 185.674 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Freitagmorgen meldete (Datenstand 12.6. 0 Uhr). 8763 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 8 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Corona-Krise ist für Suchtkranke eine besondere Herausforderung

Wer Angst oder Einsamkeit mit Drogen kompensiert, kann aktuell besonders gefährdet sein. Kerstin Schön, Expertin von der Diakonie, erklärt, was Angehörige jetzt tun können, um Betroffene in ihrem Umfeld zu unterstützen.

„Niemand muss alleine sterben“ – auch nicht in der Corona-Krise

Auch nach den Corona-Lockerungen gelten stark einschränkende Kontakt- und Besuchsregeln. Die Mission Lebenshaus hat mit Dirk Ebens (Leiter des Friedel-Orth-Hospizes in Jever) und Maik Hinrichs (Leiter „Hospiz am Wattenmeer“ Varel) über die derzeitige Situation in den Häusern gesprochen.

Hallenbad in Wiesmoor öffnet wieder

Ab diesem Freitag darf im Wiesmoorer Hallenbad wieder geplanscht werden. Doch die Besucherzahl für das Nass ist begrenzt: Lediglich 25 Menschen dürfen schwimmen.

+++ Ticker von Donnerstag, 11. Juni +++

Motorsport kann bald starten – Hygienekonzept der FIA steht

Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz, Händewaschen - der Maßnahmenkatalog für die Rückkehr zum Motorsport geht darüber aber noch weit hinaus.

Auf insgesamt 74 Seiten hat der Internationale Automobilverband (Fia) die Richtlinien für Veranstaltungen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie vorgelegt. Auf die Formel 1 wird in dem Sicherheits- und Hygienekonzept nicht explizit eingegangen - die Motorsport-Königsklasse, die am 5. Juli im österreichischen Spielberg mit rund vier Monaten Verspätung losgehen soll, ist ohnehin das Fia-Nobelprodukt.

„Die Fia verdient in diesem Prozess eine enorme Anerkennung“, sagte jüngst bereits Geschäftsführer Chase Carey auf der Formel-1-Homepage. „In vielerlei Hinsicht werden wir wie in einer Blase leben, wenn der Charterflieger startet.“ Die Formel 1 hat zunächst acht Rennen in Europa angesetzt. Neben Österreich am 5. und 12. Juli soll in Ungarn, Großbritannien, Spanien, Belgien und Italien gefahren werden. Weitere Rennen wurden zunächst noch nicht geplant.

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Trotz einzelner Ausbrüche: Corona-Situation weitgehend ruhig

Nach 21 positiven Corona-Tests bei Erntehelfern auf einem Spargelhof im bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg hat das dortige Gesundheitsamt 500 Mitarbeiter des Betriebs getestet.

Unter ihnen gebe es weitere Corona-Fälle, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Bei 200 dieser Mitarbeiter stehe das Ergebnis noch aus, hieß es weiter. Symptome waren bei keinem der Getesteten aufgetreten. Die neuen Infektionszahlen sollen am Montag bekanntgegeben werden.

Offenbar beschränken sich die neuen Corona-Fälle in Aichach-Friedberg auf den Spargelhof: „Außerhalb des Spargelhofs sind die Infiziertenzahlen im Landkreis weiterhin völlig unauffällig, lagen zuletzt bei Null“, teilte das Landratsamt am Mittwoch mit.

Die Rate der positiven Corona-Testergebnisse in Deutschland ist laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) (11.06. 0 Uhr) weiterhin rückläufig. 122 von 412 Landkreisen meldeten in den vergangenen sieben Tagen keine Neuinfektionen an das RKI. Vergleichsweise hohe Neuinfektionsraten gibt es demnach in Aichach-Friedberg, Bremerhaven, Coburg, Sonneberg, Cuxhaven, Göttingen und Hersfeld-Rotenburg.

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DLRG warnt in der Corona-Krise vor unbewachten Badestellen

Ein ungestörtes Plätzchen zum Schwimmen - gerade in der Corona-Krise suchen sich viele Menschen abseitige Badestellen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sieht darin eine Gefahr.

Sie warnte am Donnerstag vor der Benutzung von unbewachten Badestellen. Die Organisation befürchtet, dass die Schwimmfertigkeit durch die wochenlang geschlossenen Schwimmbäder und die ausgefallenen Schwimmkurse gesunken ist. Da Freibäder nicht wie gewohnt zugänglich seien und Menschen wegen Corona Abstand suchten, ziehe es viele Menschen an offene Badestellen, sagte Frank Villmow aus dem DLRG-Präsidium. Die Gefahr zu ertrinken, sei dort höher als in Gewässern, die von Rettungsschwimmern überwacht werden.

Die Organisation mit Sitz in Bad Nenndorf nahe Hannover ist die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation Deutschlands. Im vergangenen Jahr bewahrten die Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer 950 Menschen vor dem Tod - oft in letzter Minute. Bei 42 Einsätzen setzten die Einsatzkräfte ihr eigenes Leben aufs Spiel, wie DLRG-Präsident Achim Haag sagte. „Sie kämpfen bei starker Strömung, Sturm und anderen Gefahren um jedes Leben.“

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Bundesregierung grenzt Sommerurlaub ein

Ja zum Urlaub im Ausland, aber nur in bestimmten Grenzen und auf eigene Gefahr: Mit dieser Ansage schickt die Bundesregierung die Deutschen in die Sommerferien in Zeiten von Corona.

Für 28 europäische Länder wird die weltweite Reisewarnung für Touristen an diesem Montag zwar aufgehoben und für drei weitere ist das geplant. Für mehr als 160 Staaten soll sie aber zunächst bis zum 31. August verlängert werden. Das beschloss das Kabinett am Mittwoch.

Bundesaußenminister Heiko Maas machte am Donnerstag nach Beratungen mit den zwölf Haupturlaubsländern der Deutschen aber klar, dass es auch da noch Ausnahmen geben könnte - zum Beispiele für beliebte Urlaubsländer wie die Türkei, die bereits den Flugverkehr nach Deutschland wieder aufgenommen hat. Dazu würden nun Gespräche geführt. „Wir werden das Woche für Woche überprüfen.“

Maas betonte auch, dass die Reisewarnungen und Reisehinweise der Bundesregierung nur eine Empfehlung und keine Vorschrift seien. „Die Verantwortung für eine Reise, die trägt jeder selbst. Selbst eine Reisewarnung ist ja kein Reiseverbot.“ Egal wohin es gehe, gelte: „Genießen Sie Ihren Sommerurlaub, aber genießen Sie Ihn mit Vorsicht und genießen Sie Ihn in Verantwortung.“

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Zu wenig zeitlicher Vorlauf – Sengwarder Markt 2020 abgesagt

Ernüchterung bei den Organisatoren des Sengwarder Marktes. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auflagen fällt die vom 5. bis 13. September geplante Veranstaltung in diesem Jahr aus.

„Teile der Veranstaltung wie die sportlichen Wettbewerbe – Fußballturnier, Tischtennisturnier, Seifenkistenrennen oder das Gruppenschießen in der Kaserne – benötigen wenigstens drei Monate Vorlaufzeit in der Planung. Auch eine Festschrift mit Programm kann nicht mehr rechtzeitig fertiggestellt werden“, erklärt Günter Hoffmann vom Orga-Team.

Zum Opfer der Pandemie fällt damit auch der kommunalpolitische Frühschoppen, für den die Einladungen jetzt gefertigt werden müssten. „Welcher Politiker kann zurzeit schon überblicken, ob er Anfang September eine launige Rede halten kann“, so Hoffmann, der sein Mitgefühl in Richtung Rüstersiel schickt, deren geplante Festlichkeit zum Jubiläum ebenfalls betroffen sind. „Wir sind dankbar, dass uns eine Pandemie in unserem Jubiläumsjahr 2018 erspart geblieben ist und fühlen in der Beziehung natürlich mit den Rüstersielern.“

Im kommenden Jahr gehe das Team in Sengwarden aber wieder voller Begeisterung an die Organisation des 403. Sengwarder Marktes, kündigt Hoffmann an. (mh)

Vorschlag von EU-Behörde: Einreisestopp nach und nach lockern

Einreisen in die EU sollen nach Empfehlungen der EU-Kommission ab Juli aus bestimmten Ländern wieder möglich sein. Der in der Corona-Krise verhängte Einreisestopp solle um zwei Wochen bis Ende Juni verlängert und dann schrittweise aufgehoben werden, schlug die EU-Behörde am Donnerstag vor.Bis dahin sollten die EU-Staaten eine Liste mit Ländern erarbeiten, für die die Beschränkungen am 1. Juli aufgehoben werden könnten, sagte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. „Das wird alle Drittstaaten betreffen, die im Vergleich zur EU in einer ähnlichen oder besseren Situation sind.“ Zu einzelnen Ländern wollte die Schwedin sich auch auf Nachfrage nicht äußern - mit Blick auf die Kriterien dürften Staaten wie die USA oder Russland, in denen die Lage derzeit deutlich schlechter als in der EU ist, allerdings zunächst nicht auf der Liste stehen. Vom Balkan könnten nach dem Willen der EU-Kommission allerdings bald wieder Reisende in die EU kommen.

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Experten erwarten tiefrote Zahlen in der Autoindustrie

Die Auswirkungen der Corona-Krise dürften die Bilanzen der weltgrößten Autokonzerne im zweiten Quartal noch weitaus schlimmer abstürzen lassen als bisher.

Die Branchenexperten des Beratungsunternehmens EY gehen in einer aktuellen Analyse davon aus, dass die Mehrzahl der großen Hersteller im Juli rote Zahlen präsentieren muss. „Gerade Unternehmen, die vor allem auf dem europäischen Markt engagiert sind, wird es im zweiten Quartal hart treffen, denn hier war der Absturz besonders massiv“, sagte der Leiter des Bereichs Automotive & Transportation bei EY, Constantin M. Gall, am Donnerstag.

Schon in den ersten drei Monaten des Jahres hat die Krise riesige Löcher in die Kassen gerissen. Zusammengenommen verbuchten die größten Hersteller im operativen Geschäft nur noch rund 7,5 Milliarden Euro Gewinn, wie EY in seiner regelmäßigen Branchenanalyse berechnet hat. Das ist ein Einbruch um mehr als die Hälfte im Vergleich zum ersten Quartal 2019 und der niedrigste Stand seit 2009. Die Verkaufszahlen gingen um 21 Prozent zurück, der Umsatz immerhin nur um 9 Prozent.

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Studie: Blutwerte erlauben Prognose über Covid-19-Verlauf

Bei einer Covid-19-Erkrankung lässt sich anhand von zwei Typen von Abwehrzellen im Blut vorhersagen, ob ein Patient einen schweren Verlauf oder nur milde Symptome entwickelt. Dies ergibt eine Studie an 40 Covid-19-Patienten im chinesischen Wuhan.

Die Befunde seien in Deutschland bei mehreren Patienten bestätigt worden, sagt Ko-Autor Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen und Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie. Mehrere Medien hatten zuvor über die im Fachblatt „EBioMedicine“ veröffentlichte Studie berichtet.

Bei einem der beiden Immunzell-Typen handelt es sich laut Dittmer um sogenannte Killer-T-Zellen mit einem bestimmten Oberflächenmarker (CD8). Sie töten virusinfizierte Körperzellen ab und unterbrechen damit die Vermehrung des Coronavirus Sars-CoV-2. „Wenn die Patienten nur wenige von diesen Zellen haben, haben sie ein hohes Risiko, schwere Symptome wie etwa eine Lungenentzündung oder Gerinnungsstörungen zu entwickeln“, erläutert Dittmer.

Der andere Zelltyp sind sogenannte Neutrophile. „Die sind eigentlich dafür da, Bakterien abzuwehren. Sie können aber auch T-Zellen in ihrer Funktion unterdrücken.“ Demnach wurden in Blutproben mit vielen Neutrophilen nur wenige T-Zellen gefunden, was mit einem schwereren Krankheitsverlauf verbunden war.

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Corona-Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen besonders hoch

Pflegebedürftige Menschen sind in Deutschland durch die Corona-Pandemie besonders stark gefährdet.

Nach Hochrechnungen von Forschern der Universität Bremen waren in Deutschland 60 Prozent aller Covid-19-Verstorbenen Menschen, die stationär in Pflegeheimen oder ambulant von Pflegediensten betreut wurden.

Von allen bundesweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 Infizierten habe diese Gruppe einen Anteil von 8,5 Prozent, teilte die Universität Bremen am Mittwoch mit. „Pflegeheime sind der wichtigste Ort in Bezug auf Covid-19-Verstorbene, obwohl nur ein Prozent der Bevölkerung in dieser Wohnform lebt“, betont Ko-Autor Heinz Rothgang in der Mitteilung. Die Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen sei mehr als 50 Mal so hoch wie im Rest der Bevölkerung.

Für die Studie befragte das Forscherteam online bundesweit 824 Pflegeheime, 701 Pflegedienste und 96 teilstationäre Einrichtungen. Wie repräsentativ die Angaben sind, war zunächst unklar.

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Corona-Warn-App kostet den Bund rund 20 Millionen Euro

Die Entwicklung der Corona-Warn-App des Bundes durch den Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom wird rund 20 Millionen Euro kosten. Das verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen in Berlin. Dazu kommen noch Betriebskosten in Höhe von 2,5 bis 3,5 Millionen Euro monatlich, wovon der Großteil auf den Betrieb von zwei Hotlines bei der Deutschen Telekom entfällt. Dort können sich die Anwender bei der Installation der App helfen lassen und telefonisch ein positives Test-Ergebnis in die App eintragen lassen. Die Infizierten erhalten dabei von dem Callcenter einen Freischaltcode.

Die Kosten für die Software-Entwicklung bewegen sich damit am unteren Ende der von der Bundesregierung prognostizierten Größenordnung in Höhe eines „zweistelligen Millionenbetrags.“ Bei den Kosten für die Callcenter müsse berücksichtigt werden, dass die Anwender nicht in langen Warteschlangen landen sollten. Außerdem wolle man den Service nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und Türkisch zur Verfügung stellen. (Quelle: dpa)

Wie der Start des Studiums in Corona-Zeiten gemeistert wird

Wer zum kommenden Wintersemester ein Studium aufnehmen möchte, ist angesichts der Corona-Epidemie oft verunsichert: Werden die Studiengänge überhaupt regulär beginnen und hat Corona Auswirkungen auf das Bewerbungsverfahren?Das sind nur zwei Fragen, welche derzeit viele Studieninteressierte beschäftigen. Jens Homberg, Berufsberater in der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, ist seit mehr als 25 Jahren Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Studium, gibt Tipps und Hinweise: „Wer zum Wintersemester 2020/2021 anfangen möchte zu studieren, sollte verfolgen, ob sich aufgrund der Epidemie Termine für Bewerbung und Zulassung verändern.“

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In der Corona-Krise: Hilfesuchenende zur Selbsthilfestelle vermitteln

Isolation, Abstand, kein Körperkontakt: Ein Nährboden für Ängste und Depressionen. Vor allem, da in der Corona-Krise keine Treffen von Selbsthilfegruppen stattfinden. Damit Menschen trotzdem Hilfe erhalten, erweitert die Selbsthilfekontaktstelle Wittmund/Wilhelmshaven ihr Angebot.

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Nautimo öffnet ab Montag – für Vereine und Sportkurse

Während andere Schwimmbäder bereits bekannt gaben, dass sie dieses Jahr den Betrieb gar nicht aufzunehmen – so geht es am Montag im Wilhelmshavener Nautimo wieder los – jedoch nur für Vereine und Sportkurse.

Am Montag, 15. Juni, geht der Betrieb langsam wieder los. Allerdings müssen sich die Badegäste noch gedulden, bis auch sie wieder wie gewohnt zu den öffentlichen Badezeiten ins Schwimmbad können. Denn das Nautimo öffnet zunächst nur für Schwimmvereine, die Rheumaliga, die Bundeswehr und ähnliche Organisationen. Das teilt die Stadt Wilhelmshaven via Facebook mit. Außerdem werden die hauseigenen Kurse Aquafitness und -jogging, Wassergymnastik und Hydropower angeboten. Baby- und Kinderschwimmkurse finden vorerst jedoch noch nicht wieder statt.

Fußball: Nach der Corona-Krise ist Italien wieder am Ball

Drei Monate war wegen Corona kompletter Stillstand im italienischen Fußball. Beim Wiederanfang geht es im Pokal gleich zur Sache. Aber die Mannschaften selbst sind tief gezeichnet von Tod und Leid in der Corona-Krise.

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Vor Urlaubsstart: Wie sich Europas Reiseziele für Touristen wappnen

Ein Stück weit kehrt die Reisefreiheit wieder zurück: Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für zahlreiche europäische Länder auf. Doch ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann, dürfte auch an den Regelungen der Urlaubsländer selbst hängen. Aufgehoben wird die Reisewarnung für die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Die Aufhebung gilt ab 15. Juni. Nur Spanien und Norwegen sind davon wegen noch bestehender Einreisesperren vorerst ausgenommen. (Quelle: dpa)

Trotz Absage: CSD-Veranstalter ziehen mit Paradetruck durch Dresden

Eigentlich ist der Dresdner Christopher Street Day (CSD) wegen der Corona-Pandemie abgesagt - zumindest ein Paradetruck soll am Samstag aber trotzdem durch die Stadt rollen. „Einfach gar nichts zu machen, ist für uns keine Option“, heißt es in einer Mitteilung des Veranstalters vom Donnerstag.

Normalerweise wäre am Samstag wie jedes Jahr gefeiert worden, doch die Veranstaltung musste auf September verschoben werden. Trotzdem möchte man den Tag nutzen, um mit einem Paradetruck die Institutionen und Geschäfte zu besuchen, die sich an dem CSD beteiligt hätten, wie es hieß. (Quelle: dpa)

Veranstalter des Bockhorner Oldtimermarkts planen freie Ausfahrt

Der regional bekannte Bockhorner Oldtimermarkt ist wegen der Coronakrise in diesem Jahr gestrichen. Deshalb ruft Veranstalter Thilo Ahlers ersatzweise alle Fahrer von Oldtimern und Youngtimern – egal ob Auto, Motorrad, Lastwagen oder irgendwas dazwischen – auf, sich am Sonntag, 14. Juni, zwischen 11 und 15 Uhr an einer freien Ausfahrt in Bockhorn zu beteiligen. Die Ausfahrt ist keine Veranstaltung, es gibt keinen gemeinsamen Zielort und keinen vorgegebenen Anlass, auszusteigen. Deswegen habe der Landkreis Friesland diese Aktion genehmigt. Es dürfen nur Personen aus maximal zwei Haushalten im Fahrzeug sitzen.

Badestelle in Heidmühle öffnet wieder

Die Badesaison an der Badestelle in Heidmühle startet diesen Donnerstag. Dennoch müssen aufgrund der Corona-Krise auch hier Vorschriften beachtet werden. Dazu zählen unter anderem, dass Abstand an Land und im Wasser gehalten werden soll und die Duschen und Umkleiden vorerst geschlossen bleiben.

80.000 Euro für Projekte in der Region

Die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) und die OLB-Stiftung unterstützen das Engagement von Vereinen und Institutionen vor Ort. Jetzt haben sie mehr als 30 Projekte in den Bereichen Jugend, Kultur, Soziales und Sport mit insgesamt 80 000 Euro rund um den Jadebusen unterstützt. Gefördert wurden unter anderem Sandes musikalischer Lesesommer, das Biografie-Projekt Franz Radziwill, Trauerbegleitung für Kinder, das Künstlerforum Jever, die Landesbühne Niedersachsen Nord, die Lebenshilfe Wilhelmshaven-Friesland, das Jugendtheater-Festival in Varel, der Schortenser Jever-Fun-Lauf und das „Watt´n Schlick“-Fest in Dangast.

Die „Suedbar“ kämpft ums Überleben

Die „Suedbar“ steht vor dem Aus. Genauer der gemeinnützige Verein „Neue Botschaft Sued e.V.“. der sich die Förderung von originellen Kunst- und Kulturprojekten in Wilhelmshaven auf die Fahne geschrieben hat. Vorsitzender Marcus Scharfenort: „Am Ende bricht uns möglicherweise die Bürokratie das Genick.“ Die Geschichte des 2014 aus der Taufe gehobenen Vereins steckt voller Widersprüche. Da wundert es kaum noch, dass es ausgerechnet ein Hilfsfonds ist, der das wirtschaftliche Aus für das allseits gelobte Engagement besiegelt könnte.

+++ Ticker von Mittwoch, 10. Juni +++

Studie: Corona-Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen hoch

Menschen in Pflegeheimen sind durch die Corona-Pandemie besonders stark gefährdet: Nach Hochrechnungen von Forschern der Universität Bremen waren in Deutschland 60 Prozent aller Covid-19-Verstorbenen Menschen, die stationär in Pflegeheimen oder ambulant von Pflegediensten betreut wurden. Diese Gruppe stellte der Studie zufolge etwa 8,5 Prozent aller bundesweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Personen, wie die Universität Bremen am Mittwoch mitteilte. „Pflegeheime sind der wichtigste Ort in Bezug auf Covid-19-Verstorbene, obwohl nur ein Prozent der Bevölkerung in dieser Wohnform lebt“, betont Ko-Autor Heinz Rothgang in der Mitteilung.

Pandemie-Vorsorge: Merkel für Schulterschluss in der EU

Als Lehre aus der Corona-Krise fordern Deutschland und fünf andere EU-Staaten eine bessere Vorbereitung der Europäischen Union auf die nächste Pandemie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wandte sich dazu zusammen mit Frankreich, Polen, Belgien, Dänemark und Spanien in einem Brief an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Deren Sprecher Eric Mamer begrüßte den Vorstoß am Mittwoch. Viele Punkte habe man bereits aufgegriffen.

Vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie hatten sich die 27 EU-Staaten über nationale Alleingänge entzweit. Als Schutzkleidung knapp wurde, sorgten Deutschland und andere Länder mit Exportbeschränkungen für großen Ärger. Auch wurden Arzneimittelengpässe durch die Krise verschärft, weil viele Wirkstoffe aus Asien kommen. Die in den EU-Staaten erfassten Gesundheitsdaten waren kaum vergleichbar.

Hier fordert die Sechser-Gruppe in einem fünfseitigen Papier gemeinsam Gegenmaßnahmen. „Die derzeitige Lage hat Fragen zur Abwehrbereitschaft Europas gegen Pandemien aufgeworfen und die Notwendigkeit eines gemeinsamen Ansatzes unterstrichen“, heißt es darin. Vorgeschlagen wird unter anderem der Austausch vergleichbarer Gesundheitsdaten und die Stärkung der europäischen Seuchenbehörde ECDC.

Wirtschaftliche Folgen der Pandemie bedrohen Frieden

Die ökonomischen Auswirkungen der Coronvirus-Pandemie könnten negative Folgen für den Frieden in vielen Ländern haben. Das geht aus dem am Mittwoch in London veröffentlichten Global Peace Index hervor.

Die Studie der Denkfabrik Institute for Economics and Peace (IEP) bewertet jedes Jahr die Lage in mehr als 160 Ländern der Welt anhand von Kriterien wie beispielsweise Krieg, Terrorismus, Polizeigewalt und Waffenexporten. In diesem Jahr ergänzten die Experten den Bericht zudem um eine Analyse der möglichen Folgen der Coronavirus-Pandemie auf den Frieden in der Welt.

Insgesamt verzeichnete das IEP weltweit einen Rückgang friedlicher Verhältnisse in neun von zwölf der vergangenen Jahren. Das gilt auch für 2019. „Die Welt ist erheblich weniger friedlich, als sie 2008 war“, hieß es in dem Bericht. Dabei sei sich aber eine Zweiteilung zu beobachten in Gruppen von je 80 Ländern. Bei der einen Gruppe verbesserte sich die Situation, bei der anderen wurde es schlechter. Während die Todesfälle durch Terrorismus und die Intensität von Konflikten abnehmen, gibt es immer mehr gewaltsame Ausschreitungen.

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OECD: Corona löst schlimmste Rezession seit 100 Jahren aus

Bürger, Unternehmen und Staaten müssen sich nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD wegen der Covid-19-Pandemie auf äußerst schwere und lang anhaltende Folgen einstellen.Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris in einem Konjunkturbericht mit.

Dank Corona: Inlandstourismus bricht ein – Hilfe vom Bund gefordert

Die Corona-Einschränkungen haben im April den Inlandstourismus in Deutschland fast komplett zum Erliegen gebracht.

Die Zahl der Gästeübernachtungen brach im Vergleich zum Vorjahresmonat um 89,3 Prozent auf 4,3 Millionen ein, wie das Statistische Bundesamt errechnete.

Das war nach Angaben der Wiesbadener Behörde der stärkste Rückgang gegenüber eines Vorjahresmonats seit Beginn der Aufzeichnungen 1992.

Seit Mitte März galt ein Verbot zur Beherbergung privatreisender Gäste, auch geschäftliche Reisen waren stark eingeschränkt. Im April schlugen die coronabedingten Maßnahmen für Hotels und Pensionen voll durch.

Die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland brachen um 93,1 Prozent auf 0,5 Millionen ein. Bei Reisenden aus dem Inland gab es einen Rückgang von 88,5 Prozent auf 3,8 Millionen.

Die Branche, die im vergangenen Jahr den zehnten Übernachtungsrekord in Folge verzeichnet hatte, war mit einem kräftigen Plus im Januar und Februar ins Jahr 2020 gestartet. Im März und April folgte der Absturz. In den ersten vier Monaten sank die Zahl der Übernachtungen um 39,6 Prozent auf 76,9 Millionen.

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Wittmund ist aktuell corona-frei

Gute Nachrichten aus dem Landkreis Wittmund: Am Mittwoch teilte der Landkreis via Facebook mit, dass es aktuell keine aktiven Corona-Fälle mehr gibt. Dennoch weist der Landkreis auch darauf hin, dass die Abstands- und Hygieneregeln auch weiterhin gelten.

OECD: Corona löst schlimmste Rezession seit 100 Jahren aus

Bürger, Unternehmen und Staaten müssen sich nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD wegen der Covid-19-Pandemie auf äußerst schwere und lang anhaltende Folgen einstellen. Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris in einem Konjunkturbericht mit.

Eine höhere öffentliche Verschuldung sei zwar nötig, berichtete Chefökonomin Laurence Boone. „Schuldenfinanzierte Ausgaben müssen jedoch sehr gezielt eingesetzt werden, um die schwächsten Gruppen zu unterstützen und die Investitionen zu fördern, die für den Aufbau einer krisenfesteren Wirtschaft nötig sind.“

Werbeeinnahmen bei ProSiebenSat.1 im Keller

Das Kerngeschäft von ProSiebenSat.1 läuft in der Corona-Krise weiterhin schlecht. Vorstandssprecher Rainer Beaujean sagte am Mittwoch auf der Hauptversammlung: „Im April und Mai hatten wir bei den TV-Werbeeinnahmen ein Minus von rund 40 Prozent. Auch im Juni sehen wir noch keine Verbesserungen.“ Auch das Geschäft der Red Arrow Studios werde durch Produktionsverschiebungen beeinträchtigt.

„In der Krise tendieren Werbekunden leider dazu, Marketingbudgets zu kürzen oder zu verschieben“, erklärte Beaujean. Das sei paradox, denn die Sehdauer sei in der Corona-Krise kräftig gewachsen. Hoffnung mache ihm aber, dass auch große Kunden ihr Jahresbudget inzwischen auf Vorjahreshöhe bestätigt hätten. Gewöhnlich erwirtschafte der Fernsehkonzern die Hälfte seines Gewinns erst zwischen September und Dezember. Ein Jahresprognose sei aber noch nicht möglich.

Hessen will Grundschulunterricht ohne Abstand wieder aufnehmen

In Hessen sollen in den Grundschulen vom 22. Juni an die Schüler wieder gemeinsam in ihren Klassen unterrichtet werden. Das Abstandsgebot gelte dann für die Kinder nicht mehr, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch. Außerdem dürfen sich ab diesem Donnerstag wieder bis zu zehn Menschen in der Öffentlichkeit treffen. Bislang war dies auf Menschen aus zwei Haushalten beschränkt. Ausgeweitet wurde hingegen die Maskenpflicht. So muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen künftig ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte, in den Grundschulen werde in den zwei Wochen bis zum Beginn der hessischen Sommerferien (6. Juli) die Schulbesuchspflicht aufgehoben. Eltern könnten also entscheiden, ob ihr Kind am Präsenzunterricht für alle teilnehme oder von zu Hause aus den Unterrichtsstoff lerne. Kindertagesstätten sollen vom 6. Juli an ihren Regelbetrieb wieder aufnehmen. Darauf haben sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände verständigt.

Grenzkontrollen werden beendet - EU-Bürger dürfen wieder einreisen

Vom kommenden Dienstag an soll an den deutschen Landesgrenzen wieder weitgehend Normalbetrieb herrschen. EU-Bürger können dann wieder ungehindert, ohne Kontrollen und ohne Quarantäne-Vorschriften einreisen - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) unterrichtete am Mittwoch das Bundeskabinett über die geplanten Änderungen.

In fast allen Bundesländern besteht allerdings aufgrund einer Landesverordnung eine Verpflichtung zur Quarantäne bei Einreisen aus EU-Staaten, die eine Zahl von Neu-Infizierten von mehr als 50 Fällen pro 100 000 Einwohner aufweisen - kumulativ in den letzten sieben Tagen. Dies ist seit der vergangenen Woche in Schweden der Fall. Eine Ausnahme bilden dabei nur Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Seehofer hatte Mitte März zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland strenge Einreisebeschränkungen verhängt und Grenzkontrollen angeordnet. Auch EU-Ausländer durften seither einreisen, wenn sie in Deutschland arbeiten oder einen anderen triftigen Grund vorweisen konnten.

Virologe: Mund-Nase-Schutz kann Nährboden für Mikroben sein

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck sieht den Einsatz von Atemmasken im Alltag wegen der oft falschen Anwendung skeptisch. „Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen“, sagte Streeck der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze“, so der Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn.

Kabinett will Reisewarnung für Nicht-EU-Länder verlängern

Die Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union soll bis Ende August verlängert werden. Das Bundeskabinett will nach dpa-Informationen am heutigen Mittwoch einen entsprechenden Beschluss fassen, der aber Ausnahmen für einzelne Länder zulässt, die bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu sollen etwa die Entwicklung der Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln und Reisebeschränkungen zählen. Der Reiseverband DRV hatte solche Maßstäbe auch für Ziele außerhalb Europas gefordert.

Freibad Isums bleibt dicht

Schlechte Nachrichten für viele Hobby-Schwimmer: Das Freibad in Isums bleibt geschlossen. Das Gelände ist nach Angaben der Stadt Wittmund zu weitläufig, um die Hygieneauflagen einzuhalten.

Selbsthilfegruppen in der Krise: Neue Verordnung bringt keine Klarheit

Am 15. März mussten viele Gruppen ihr Angebot von jetzt auf gleich einstellen. Doch auch dank neuer Regelungen ist oft kein Ende der Zwangspause in Sicht. Die Leiterin der Kontaktstelle Wittmund-Wilhelmshaven zeigt sich enttäuscht.

+++ Ticker von Dienstag, 9. Juni +++

Tui will Geld für abgesagte Reisen nun schnell erstatten

Nach Kritik von Kunden wegen ausbleibender Antworten auf Stornierungswünsche hat Tui Deutschland eine baldige Rückzahlung des Geldes versprochen. Man habe von Einzelüberweisungen zunächst auf ein automatisches System umstellen müssen, erklärte das Unternehmen am Montag in Hannover. Nun seien „die Prozesse so weit aufgesetzt“. Geschäftsführer Marek Andryszak sagte der „Bild“-Zeitung: „Das hat nicht sofort geklappt. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich weiß aber auch, dass die Kunden bis Mitte/Ende kommender Woche das Geld für alle Reisen, die bis zum 15. Mai abgesagt wurden und bei denen eine Erstattung gewünscht ist, auf ihren Konten haben werden.“

Tui Deutschland hatte Urlaubern in der Corona-Krise Rückzahlungen angeboten. Mitte Mai ergänzte das Unternehmen dann mit Blick auf die verspätet gestartete Sommersaison: Wer bis Ende Juni neu buche, könne bei Bedarf bis 14 Tage vor Abreise kostenlos stornieren - Anzahlungen gebe es zurück. Eine gebührenfreie Umbuchung bis zwei Wochen vor Abreise ist ebenfalls möglich. Es gibt zudem „Treueboni“, die jetzt noch einmal aufgestockt wurden. Bis Ende Juli sind Buchungsänderungen im Sonderflugplan möglich, aber nur für bereits bestehende Buchungen.

Nach Corona-Ausbruch: Lage in Göttingen entspannt sich

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen hat sich am Dienstag erstmals die Lage etwas entspannt. Der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in Stadt und Kreis Göttingen innerhalb von sieben Tagen sei von zuletzt 42,72 auf 35,4 gesunken, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD) als Leiterin des Krisenstabes. Ab einem Wert von 50 könnte es wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens geben. Von Montag auf Dienstag seien nur noch drei neue Infektionen hinzugekommen.Die Verwaltung hatte nach dem Ausbruch in Folge von Verstößen gegen die geltenden Maßnahmen bei privaten Familienfeiern aller Schulen und einiger Kindertagesstätten geschlossen sowie jeden Mannschaftssport untersagt. Die Maßnahmen hätten offenbar gewirkt, sagte Broistedt.

Maskenpflicht in Wittmund nicht eingehalten

In den vergangenen Tagen häufen sich bei der Kreisverwaltung Wittmund die Beschwerden darüber, dass insbesondere in den Bussen, die überwiegend Schüler transportieren, diese Maskenpflicht nicht immer eingehalten wird. Das teilte der Landkreis am Dienstag mit.

Niedersachsen öffnet Kitas für alle Kinder

Niedersachsen öffnet die Kindergärten ab dem 22. Juni wieder für alle Kinder. Die Notbetreuung im Zuge der Corona-Epidemie werde beendet und ein eingeschränkter Regelbetrieb aufgenommen, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover an. „Wir werden es ab dem 22. Juni ermöglichen, dass die Kindertageseinrichtungen wieder öffnen und damit auch allen Kindern einen Betreuungsplatz anbieten.“ Das sei das Ergebnis von Gesprächen mit den kommunalen Spitzenverbänden und Trägern. Niedersachsen öffne die Kitas damit schneller als ursprünglich vorgesehen. Umfangreiche Hygieneauflagen blieben aber bestehen. Grundlage für die Öffnung der Kindergärten sei die vergleichsweise günstige Entwicklung des Infektionsgeschehens in Niedersachsen, sagte der Minister. Es werde wieder eine Betreuung für jedes Kind mit Kindergartenplatz angeboten. „Angebote für alle Kinder sind zu machen“, betonte der Minister. Die Kinder kämen in ihre alten Gruppen und könnten bis hin zu der üblichen Zeit betreut werden. „Natürlich kann es zu Einschränkungen im zeitlichen Umfang kommen.“ Tonne sprach von einem „Quasi-Regelbetrieb“, da etwa Risikogruppen weiter besonders geschützt werden müssten.

Ende vergangener Woche lag die Quote der Notbetreuung bei 37 Prozent. Weiter aufgehoben sei der feste Betreuungsschlüssel, sagte Tonne. Das heißt, das eine Gruppe auch von weniger Erzieherinnen als üblicherweise nötig betreut werden kann. Auch können nicht examinierte Helfer unterstützen. Der „Quasi-Regelbetrieb“ sei noch nicht zu vergleichen mit dem alten Normalbetrieb aus der Zeit vor der Corona-Epidemie.

Keine Kontaktbeschränkungen mehr in Thüringen

In Thüringen werden die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen am 13. Juni aufgehoben. In einer neuen Grundverordnung wird lediglich empfohlen, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. Diese neue Regelung hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Bund und Länder hatten ursprünglich miteinander vereinbart, die Kontaktbeschränkungen in einer abgemilderten Form noch bis zum 29. Juni zu verlängern.

Etliche Bundesländer haben die Regeln bereits gelockert.Eine Maskenpflicht bleibt in Thüringer Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr bestehen. Mit der neuen Verordnung dürfen aber noch mehr Einrichtungen wieder öffnen - zum Beispiel Schwimm- und Freizeitbäder in geschlossenen Räumen sowie Thermen, Saunen und Kinos. Allerdings müssen dafür zunächst Infektionsschutzkonzepte genehmigt werden.

Wirtschaft in der Eurozone bricht etwas weniger ein als gedacht

Die Wirtschaft der Eurozone ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise eingebrochen, allerdings etwas weniger als bisher bekannt. Nach Angaben des Statistkamts Eurostat vom Dienstag schrumpfte die Wirtschaftsleistung (BIP) in den 19 Euroländern von Januar bis einschließlich März um 3,6 Prozent. Das ist etwas weniger als der bisher genannte Rückgang von 3,8 Prozent. Allerdings bleibt es dabei, dass der Einbruch der stärkste ist seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1995. In den 27 EU-Staaten lag der Rückgang bei 3,2 Prozent. Auch dort war zunächst ein etwas stärkerer Einbruch um 3,3 Prozent ermittelt worden. Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte die Eurozone um 3,1 Prozent, die EU um 2,6 Prozent.

In der gesamten EU wuchsen im ersten Quartal lediglich vier Länder, nämlich Irland, Rumänien, Bulgarien und Schweden. Dagegen brach die Wirtschaft am stärksten in Frankreich, Italien und Spanien ein. Diese Länder wurden durch die Corona-Pandemie mit am stärksten getroffen.

Studie: Deutsche haben Lockdown „erstaunlich gut verkraftet“

Die Deutschen haben die corona-bedingten Einschränkungen offenbar wider Erwarten gut verkraftet. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach hat sich die Krise kaum negativ auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit ausgewirkt, obwohl die subjektive Einsamkeit deutlich zugenommen hat. Einzig bei Depressions- und Angstsymptomen gab es einen Anstieg. Während in Deutschland lebende Menschen im Jahr 2017 recht wenig einsam waren (Durchschnittswert 3 auf einer Skala von 0 bis 12), stieg dieser Wert durch die Krise auf 5,4, wie es in der Auswertung heißt. Vor allem Frauen und junge Menschen unter 30 Jahren fühlten sich demnach einsam. Dabei beschreibt der Begriff „Einsamkeit“ die Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlich vorhandenen sozialen Beziehungen.

Die Lebenszufriedenheit und das emotionale Wohlbefinden blieben jedoch trotz Corona unverändert hoch. Einen Anstieg gab es laut den Forschern indes bei der durchschnittlichen Depressions- und Angstsymptomatik. Diese stieg von 1,9 auf 2,4 bei einer Skala von 0 bis 12.

Deutscher Export bricht im April um mehr als 30 Prozent ein

Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. (Quelle: dpa)

6000 Deutsche dürfen schon ab 15. Juni auf die Balearen

6000 Touristen aus Deutschland dürfen nach Medienberichten schon ab dem 15. Juni nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen - also zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen des einstigen Corona-Hotspots Spanien für ausländische Besucher. Die Zentralregierung in Madrid habe einem Antrag der Inseln auf Durchführung eines sogenannten Pilotprojekts nach langen Verhandlungen zugestimmt, berichteten die Zeitung „El País“ und balearische Medien unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma de Mallorca am Montag. Eine offizielle Bestätigung dieser Berichte lag zunächst nicht vor.

Kfz-Zulassungsstellen Aurich und Norden vergeben weitere Termine

Ab sofort werden in den Kfz-Zulassungsstellen Aurich und Norden zusätzliche Termine vergeben. Kunden, die bereits zuvor einen Termin vereinbart hatten, aber auf diesem Wege einen neuen (früheren) vereinbaren möchten, werden gebeten, den bisherigen Termin zu stornieren und wieder freizugeben. Dies ist mit einem Mausklick über einen entsprechenden Link in der Terminbestätigung möglich. Das teilt der Landkreis Aurich mit.

Schüler üben gemeinsam den Hygieneplan

Kinder, die sich auf die Schule freuen? Bis vor ein paar Monaten hätte so mancher das verneint. Anders mittlerweile – nicht nur – an der Friedrich-Schlosser-Schule in Jever. Doch der Schulalltag musste angepasst werden. Seit dem gestrigen Montag sind in der Schulstraße alle Klassen wieder in der Präsenzbeschulung. Vorher hieß es für viele noch „Home-Schooling“. Dafür wurden neben Videokonferenzen für die Älteren auch Pakete von den Lehrern verschickt oder gar vorbeigebracht. Darin fand sich neben den Arbeitsblättern ein Rezept des Tages und eine lebenspraktische Aufgabe, wie Spülmaschine ausräumen oder abwaschen.

Neustart in der Wilhelmshavener Musikschule

Nach einer kurzen Schockstarre am Anfang des zum Schutz vor der Corona-Pandemie behördlich verordneten Stillstands haben sich die Lehrer der Musikschule berappelt und sich im Unterricht via Internet-Videokonferenzschaltung versucht. Das klappte schließlich insgesamt ziemlich gut, alle haben enorm dazugelernt. Das jedenfalls bescheinigt Musikschulleiterin Katharina Sapozhnikov ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

+++ Ticker von Montag, 8. Juni +++

EU-Kommission fordert Berichte von sozialen Netzwerken zu Covid-19

Online-Plattformen wie Facebook und Twitter sollen ihren Kampf gegen Desinformationen in der Corona-Krise nach Ansicht der EU-Kommission transparenter machen. Die Brüsseler Behörde dringt in Leitlinien darauf, dass die Netzwerke künftig monatlich über ihre Bemühungen berichten. Das Papier, über das auch das „Handelsblatt“ berichtet, liegt der Deutschen Presse-Agentur im Entwurf vor. Die EU-Kommission fordert die Netzwerke auch dazu auf, Faktencheckern und Wissenschaftlern deutlich mehr Zugang zu gewähren. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und die Vize-Kommissionschefin Vera Jourova wollen das Papier am Mittwoch vorstellen.

Seit Beginn der Corona-Krise hat die EU-Kommission regelmäßig Unmengen von Fake News beklagt. In den Leitlinien ist von einer Flut an Informationen die Rede, die falsch oder ungenau seien, und sich schnell verbreiteten. Dies könne schwere gesundheitliche Folgen haben, aber auch die demokratischen Institutionen schädigen. Der Bericht nennt auch „ausländische Akteure“ - namentlich China und Russland -, die sich gezielt an Kampagnen beteiligten, um die demokratische Debatte in der EU zu unterlaufen, verstärkt zu polarisieren und das eigene Bild aufzupolieren.

Fußball: Ligaverband hofft auf Zuschauer in neuer Saison

Nach ersten Andeutungen aus der Politik befasst sich auch die Deutsche Fußball Liga für die neue Saison offenbar mit dem Wegfall der ungeliebten Geisterspiele. Angesichts sinkender Infektionszahlen habe die DFL „bereits den Dialog mit dem Bundesgesundheitsministerium aufgenommen mit Blick auf die Möglichkeit, mit dem Saisonstart schrittweise Zuschauer zu den Spielen beider Ligen zuzulassen“, teilte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (51) nach „Kicker“-Informationen am Montag in einem dreiseitigen Schreiben an die 36 Clubs der Bundesliga und 2. Liga mit.

Wie der „Kicker“ berichtete, ersucht der Liga-Chef die Vereine, „keine konkreten Zahlen oder Zeitpunkte ungeprüft in den Raum zu stellen.“ Er befürchte, dass dies erneut eine Debatte über die Sonderrolle des Fußballs in der Corona-Krise auslösen könnte.

Corona-App soll kommende Woche vorgestellt werden

Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Corona-Warn-App in der kommenden Woche vorgestellt werden soll. „Wir werden die App im Laufe der nächsten Woche vorstellen. Diese Zeit brauchten wir für die Entwicklung, weil wir hohe Anforderungen stellen: Die App muss auf allen Endgeräten genutzt werden können und soll beispielsweise auch dann messen, wenn man mit dem Handy Musik hört“, sagte der CDU-Politiker.

Spahn betonte, die App müsse strenge Vorgaben beim Datenschutz und bei der Energieeffizienz erfüllen. „Eine App, die in wenigen Stunden den Akku des Handys leerzieht, nutzt keiner“, sagte der Bundesgesundheitsminister.

Italien startet Corona-Warn-App in vier Regionen

Italien setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie jetzt in vier Regionen seine angekündigte Warn-App ein. Den Start in den Pilot-Gebieten bestätigte die für Innovation zuständige Ministerin Paola Pisano am Montag. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa haben bisher rund zwei Millionen Menschen die Anwendung auf ihre Smartphones heruntergeladen. Der Zugriff auf die App ist nach Behördenangaben in allen 20 Regionen schon möglich. Testgebiete für die Warnmeldungen sind aktuell die Abruzzen, Ligurien, die Marken und Apulien. Die Anwendung soll Bürgern einen Hinweis senden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Die kostenlose App mit dem Namen „Immuni“ wurde von einem Mailänder Unternehmen entwickelt. Sie funktioniert auf Basis der Bluetooth-Technik für eine Datenübertragung zwischen Geräten. Ihre Nutzung soll in Kürze national ausgeweitet werden. (Quelle: dpa)

Göttingen drohen nach Corona-Ausbruch weitere Einschränkungen

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen muss sich die Bevölkerung möglicherweise auf zusätzliche einschränkende Maßnahmen einstellen. Die Stadt warte noch auf Ergebnisse des Massentests unter den Bewohnern eines Hochhauskomplexes, sagte ein Sprecher am Montag. Das Resultat werde im Laufe des Tages erwartet. Danach werde entschieden, ob es weitere Einschränkungen geben werde, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Der Gebäudekomplex am Rand der Göttinger Innenstadt gilt als Schwerpunkt des Corona-Ausbruchs. Nach Darstellung der Stadt hatten dort private Feiern aus Anlass des muslimischen Zuckerfestes vor gut zwei Wochen stattgefunden. Dabei habe es Verstöße gegen die Corona-Hygiene- und Abstandsregeln gegeben. In deren Folge haben sich weit mehr als 100 Menschen, darunter auch Dutzende Kinder mit dem Virus infiziert. Insgesamt gab es am Sonntag in Göttingen insgesamt 146 Menschen, die aktuell mit dem Virus angesteckt sind. Vor dem jüngsten Ausbruch hatte es in Göttingen nahezu keine Neu-Infektionen gegeben. (Quelle: dpa)

Industrieproduktion im April deutlich eingebrochen

In der deutschen Industrie hat sich der Einbruch der Produktion wegen der Corona-Krise im April deutlich verstärkt. Die Fertigung im Produzierenden Gewerbe sei im Monatsvergleich um 17,9 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Rückgang fiel stärker aus als befürchtet. Analysten hatten im Schnitt einen Einbruch um 16,5 Prozent erwartet. Nachdem die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im März eingeführt worden waren, hatten die Industriebetriebe im gesamten April mit den drastischen Einschränkungen zu kämpfen. Für den März meldete das Bundesamt daher nur einen Rückgang der Produktion im Monatsvergleich um revidiert 8,9 Prozent, nachdem zuvor noch ein etwas stärkerer Einbruch um 9,2 Prozent gemeldet worden war. Im Jahresvergleich sei die Gesamtfertigung im April um 25,3 Prozent gefallen.

Weniger Firmenpleiten im ersten Quartal

In den ersten drei Monaten 2020 sind trotz erster Auswirkungen der Corona-Krise weniger Firmen in Deutschland in die Pleite gerutscht als ein Jahr zuvor. 4683 Fälle meldeten die Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes. Das waren 3,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2019, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte.

Neuseeland erklärt Coronavirus für überwunden

Neuseeland hat das Coronavirus nach eigenen Angaben besiegt. Wie das Gesundheitsministerium bekanntgab, hat der letzte Patient im Land, eine Frau aus Auckland, seit 48 Stunden keinerlei Symptome mehr und gilt als genesen. Sie dürfe nun aus der Isolation entlassen werden. Da es damit keinen einzigen aktiven Infektionsfall mehr in Neuseeland gibt, werde man die Corona-Einschränkungen aufheben, kündigte die Regierung an.

GPS-Werkstatt in Wilhelmshaven: Wenn die Gier nach Arbeit größer wird

Das lange Warten hat ein Ende. Diesen Tag haben die Mitarbeiter und Beschäftigten der GPS-Werkstatt an der Planckstraße in Wilhelmshaven ersehnt. „Es wurde Zeit, dass wir endlich wieder öffnen dürfen. Das Betretungsverbot hat schon ziemlich an den Nerven genagt“, sagt ein sichtlich erleichterter Jan Geerts. Der 41-Jährige ist seit Oktober vergangenen Jahres Einrichtungsleiter und weiß, welch große Herausforderung nicht nur die vergangenen rund drei Monate für alle Beteiligten waren, sondern auch die jetzt bevorstehende Phase ist.

Insel-Bad auf Wangerooge bleibt vorerst zu

Die Kurverwaltung der Insel Wangerooge arbeitet derzeit an Konzepten für Veranstaltungen im Freien und Indoor-Spielplatz. Auch wenn – laut der Niedersächsischen Verordnung – an diesem Montag Freizeitbäder wieder öffnen dürfen, wird die „Oase“ vermutlich erst zu Beginn der Sommerferien geöffnet haben.

Innen-Karussells im „Dorf Wangerland“ drehen sich wieder

Die Spielstadt im „Dorf Wangerland“ öffnet am Montag wieder ab 14 Uhr. 13 Wochen standen die zwölf Fahrgeschäfte in dem Indoor-Spieleparadies still. Die Zeit wurde von den Verantwortlichen sinnvoll genutzt.

Das passierte in der vergangenen Woche

Den Ticker mit allen Infos zu den Entwicklungen der Corona-Krise der vergangenen Woche finden Sie hier.

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