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Corona-Ticker: RKI registriert 111.224 Neuinfektionen - Inzidenz bei 1723,8

07.03.2022

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Das Robert-Koch-Institut meldet 15.718.500 nachgewiesene Corona-Infektionen (+111.224 Neuinfektionen) und 128.437 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. (Stand: 25. März).

Landkreis Wittmund (Stand: 25.3.): Aktuelle Fälle: 1846, Insgesamt: 7566 (49 Todesfälle)

Landkreis Aurich (Stand: 23.3., Aktualisierung nur noch einmal wöchentlich): Aktuelle Fälle: 5063, Insgesamt: 28 947 (100 Todesfälle)

Stadt Wilhelmshaven (Stand: 25.3.): Aktuelle Fälle: 2102, Insgesamt: 12 473 (82 Todesfälle)

Landkreis Friesland (Stand: 25.3.): Aktuelle Fälle: 2251, Insgesamt: 13 033 (53 Todesfälle)

Wir schließen diesen Corona-Ticker. Die neuesten Entwicklungen zur Pandemie finden Sie in unserem neuen Corona-Ticker.

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Corona-Ticker
Lauterbach sieht für Herbst wieder Corona-Schutzmaßnahmen

+++ Sonntag, 27. März +++

Kein Stauanstieg nach Ende der Homeoffice-Pflicht

Das Ende der Homeoffice-Pflicht am vergangenen Sonntag hat keine größeren Auswirkungen im Berufsverkehr.

Eine Analyse von Verkehrsdaten durch den Kartierungsspezialisten TomTom für die Deutsche Presse-Agentur ergab in der Mehrzahl von 26 großen deutschen Städten und Regionen Stauniveaus auf vergleichbarem Niveau wie vor der Abschaffung. Teilweise gab es sogar weniger Stau. „Die Aufhebung der Homeoffice-Pflicht hat nicht zu einer Verschärfung im morgendlichen Berufsverkehr geführt“, sagte Ralf-Peter Schäfer von TomTom.

Betrachtet wurden jeweils Montag bis Donnerstag der abgelaufenen drei Wochen. Für die meisten der 26 Städte und Regionen ergeben sich für die drei Zeitabschnitte sehr ähnliche Muster. Deutliche Abweichungen in Hamburg und Berlin lassen sich durch das Ende der Skiferien beziehungsweise einen Feiertag am 8. März erklären. Nur in Freiburg zeigen die TomTom-Daten einen deutlichen Anstieg des Stauniveaus in der abgelaufenen Woche, für den es zunächst keine offensichtliche Erklärung gab.

Die Homeoffice-Pflicht gilt seit dem 20. März nicht mehr. Sie sollte in der Pandemie ermöglichen, von zuhause aus zu arbeiten, solange keine betrieblichen Gründe entgegenstanden, um Infektionen zu vermeiden. Doch längst nicht überall ist das Thema Homeoffice oder mobiles Arbeiten damit beendet: Viele Unternehmen wollen auch weiter zumindest hybride Modelle für ihre Mitarbeiter anbieten, teils auch unabhängig von der Pandemie.

Die Analysen von TomTom beruhen auf den anonymisiert erhobenen Daten von mehr als 600 Millionen GPS-Geräten weltweit. Dabei handelt es sich sowohl um Navigationsgeräte des Unternehmens, als auch festeingebaute Infotainment-Lösungen in Autos und Smartphones.

RKI registriert 111.224 Neuinfektionen - Inzidenz bei 1723,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1723,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1758,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1708,7 (Vormonat: 1240,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 111.224 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 131.792 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 49 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 49 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 20.256.278 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 7,39 an (Donnerstag: 7,28). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht mitgeteilt.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 15.718.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 128.437.

+++ Samstag, 26. März +++

Immunologe: Omikron-Infektion wirkt wie Booster-Impfung

Durchbruchinfektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus erhöhen nach Angaben des Immunologen Carsten Watzl den Immunschutz Geimpfter erheblich.

„Eine Infektion ist wie eine einzelne Impfdosis“, sagte Watzl der „Augsburger Allgemeinen“. „Für Geimpfte wirkt sie wie ein Booster mit einem angepassten Impfstoff.“ Die momentan hohe Zahl an Infektionen und der damit einhergehende Immunschutz kann sich nach Ansicht des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Immunologie im Herbst auszahlen - „wenn keine neue gefährlichere Variante kommt“.

Ob eine Impfpflicht angesichts dessen überhaupt noch nötig sei, sei „die 100.000-Dollar-Frage“. Bleibe Omikron die vorherrschende Variante, komme man vermutlich auch ohne Impfpflicht vergleichsweise gut durch die kalte Jahreszeit. „Das pessimistische Szenario wäre eine Virusvariante, die so krank macht wie Delta und so ansteckend ist wie Omikron. Dann hätten wir mit der großen Zahl an nicht geimpften Menschen wieder ein großes Problem.“ Für Ungeimpfte bringe auch eine durchgemachte Omikron-Infektion keinen vernünftigen Schutz vor einer schweren Erkrankung mit einer anderen Virusvariante. „Hier stellt sich die Frage der Impfpflicht als Vorsorgemaßnahme. Als Immunologe bin ich natürlich immer für das Impfen, weil es nachgewiesenermaßen sicherer ist als eine Infektion.“

20 Millionen Infektionen seit Pandemiebeginn

Die bundesweite Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Corona-Infektionen hat die 20-Millionen-Marke überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Gesamtzahl am Samstagmorgen mit 20.145.054 an.

Der tatsächliche Wert dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erfasst werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1758,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 252 026 neue Corona-Fälle.

„Meine Erwartung ist noch eine weitere Zunahme der täglich gemeldeten Fälle für einige Tage, vielleicht Wochen“, sagte der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb der Deutschen Presse-Agentur zur möglichen weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens. „Gerade, weil Omikron-Subtyp BA.2 mit den jetzigen Lockerungen natürlich weiterhin sehr gutes Verbreitungspotenzial hat.“ Durch saisonale Effekte und allmählich zunehmende Immunität sei dann mit einem Plateau und dem Absinken zu rechnen. Generell bleibe der Verlauf aber schwer vorauszusagen, so Zeeb.

Bei der Belegung der Intensivstationen zeige sich derzeit eine Stagnation bei etwas über 2000 Fällen, führte der Hamburger Intensivmediziner Stefan Kluge aus. „Auf den Intensivstationen ist die Lage stabil.“ Die Normalstationen seien zwar recht stark gefüllt, ein Großteil der positiv getesteten Patientinnen und Patienten sei aber nicht ursächlich wegen einer Corona-Infektion aufgenommen. Der Direktor der UKE-Klinik für Intensivmedizin fasste zusammen: „Derzeit können wir sagen: Die Krankenhaus-Belastung ist zwar da, aber sie ist gut zu händeln.“ Grundsätzlich sehe man viel seltener schwere Verläufe als etwa auf dem Zenit der Delta-Welle, sagte Kluge. Er warnte aber, dass auch eine Omikron-Infektion schwer verlaufen könne. (dpa)

„Zur Untätigkeit verdammt“: Weiter Ärger um Corona-Lockerung

Die Hotspot-Regel für schärfere Corona-Maßnahmen sorgt weiter für Diskussionen in den Bundesländern. In den Landesregierungen herrscht große Uneinigkeit in der Frage, ob die rechtlichen Voraussetzungen zur Feststellung von Hotspots derzeit erfüllt sind oder nicht.

So hat Mecklenburg-Vorpommern bereits das ganze Land bis Ende April zum Hotspot erklärt. Hamburg hat dasselbe vor, obwohl der Stadtstaat die bundesweit niedrigste Inzidenz hat.

Andere Länder wie Baden-Württemberg und Niedersachsen hingegen sehen im Moment trotz Rekorden bei den Corona-Neuinfektionen keine rechtliche Handhabe für eine Hotspot-Regelung, obwohl sie eine Beibehaltung der Maßnahmen begrüßen würden. Wieder andere sind gegen eine Verlängerung der Schutzmaßnahmen. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den 16 Bundesländern ergeben.

„Die Länder sind im Wesentlichen zur Untätigkeit verdammt“, sagte die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) der dpa in Hannover. „Vorsorge ist nicht mehr möglich. Ich halte das für falsch.“ Fünf weitere Länder - Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland - forderten den Bund auf, offene Fragen zur Umsetzung der Hotspot-Regelung schnell zu klären. Dazu wurde eine Sondersitzung der Gesundheitsministerkonferenz beantragt, die am Montag stattfinden soll. Die bisherigen Kriterien für die Ausweisung eines Corona-Hotspots seien nicht rechtssicher und unklar. (dpa)

RKI: Impfung auch bei Omikron-Subtyp effektiv

Die Ausbreitung des noch leichter übertragbaren Omikron-Subtyps BA.2 in Deutschland hat sich weiter fortgesetzt. Nach den jüngsten verfügbaren Daten für die vorletzte Woche betrug ihr Anteil in einer Stichprobe rund 72 Prozent, nach zuvor rund 64 Prozent, wie aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 24. März hervorgeht.

Aktuell dürfte die Variante folglich bereits noch größeren Anteil am Infektionsgeschehen haben. Indes wird die Rolle der zuvor vorherrschenden Omikron-Sublinie BA.1 immer kleiner.

Für die vergangene Kalenderwoche gab das RKI an, dass erstmals mehr als 1,5 Millionen Corona-Fälle gemeldet worden seien. BA.2 gilt als ein Treiber des aktuellen Infektionsgeschehens - neben Lockerungen und Verhaltensänderungen der Bevölkerung, wie die Autoren des Berichts vermuten. Sie betonten, wie wichtig es sei, dass sich größere Teile der Bevölkerung weiter umsichtig verhalten - und unterstrichen den trotz Omikron bestehenden Nutzen der Impfung. „Die Impfung hat aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit gegenüber einem schweren Verlauf auch bei Erkrankungen durch die Omikron-Variante nicht an Bedeutung verloren“, hieß es.

Die geschätzte Effektivität der Auffrischimpfung in Hinblick auf eine Krankenhauseinweisung beziffert das RKI für die als besonders gefährdet geltenden Menschen ab 60 Jahren mit 87 Prozent. Bei lediglich einer Grundimmunisierung betrage sie in dieser Altersgruppe 75 Prozent. Auf Twitter ergänzte das Institut, dass vollständige Impfung und vor allem Booster sehr gut vor schwerem Verlauf und Tod schützten. Zudem sei die Krankheitsschwere bei Infektion nach Impfung grundsätzlich geringer. (dpa)

Lauterbach dringt auf schnelles Eindämmen der Corona-Welle

Unter dem Druck hoher Corona-Infektionszahlen rücken weitergehende Schutzmaßnahmen in vielen Regionen Deutschlands in den Blick.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach forderte die Länder zum schnellen Gegensteuern mit zusätzlichen Alltagsauflagen nach dem umstrittenen neuen Infektionsschutzgesetz auf. „Wir können es so nicht laufen lassen“, sagte der SPD-Politiker. Von mehreren Ländern kamen Forderungen, geltende Schutzregeln länger in Kraft zu lassen als nur bis Anfang April. Lauterbach rief alle Nicht-Geimpften auf, sich wegen bisher höchster Ansteckungsgefahr impfen zu lassen.

Die Virus-Ausbreitung beschleunigte sich laut Robert Koch-Institut (RKI) weiter. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei, im Gegenteil“, sagte Präsident Lothar Wieler in Berlin. „Jede Woche sterben aktuell mehr als 1000 Menschen im Zusammenhang mit einer Omikron-Infektion in unserem Land.“ Binnen einer Woche seien zuletzt etwa drei Prozent der Bevölkerung positiv getestet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf den Höchstwert von nun 1756,4 - nach 1752,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am Vortag. Registriert wurden 288 weitere Tote in 24 Stunden. Die Gesundheitsämter meldeten 296.498 neue Fälle an einem Tag - tatsächlich dürften es mehr als doppelt so viele sein, sagte Lauterbach mit Blick auf eine hohe Dunkelziffer. (dpa)

+++ Freitag, 25. März +++

Corona-Zahlen an Schulen wieder gestiegen - viele Lehrer fallen aus

An den Schulen in Deutschland sind die Corona-Zahlen wieder gestiegen. In der vergangenen Woche waren 348 000 Corona- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag mitteilte. In der Woche davor waren es 275 000 Fälle. Bei den Lehrkräften wurden rund 35 700 Corona- und Quarantänefälle gemeldet (Vorwoche 28 300). Das ist ein Höchststand in der aktuellen Omikron-Welle.

Die wöchentlich von der KMK veröffentlichten Zahlen basieren auf Rückmeldungen aus den Ländern, sie sind aber nur bedingt vergleichbar und aussagekräftig. Zum einen, weil immer wieder Ferien sind und aus den betreffenden Bundesländern dann keine Zahlen gemeldet werden. Außerdem liegen nicht aus allen Ländern Daten zu Quarantänefällen vor. Berlin meldet gar keine Zahlen mehr. Begründung: „In der Schule durchgeführte Schnelltests werden nicht mehr durch PCR-Tests bestätigt, so dass keine validen Daten vorliegen.“

Bei Schülerinnen und Schülern waren in den ersten beiden Februarwochen Höchststände erreicht worden. Damals wurden fast 550 000 Corona- und Quarantänefälle gemeldet. Bei den Lehrkräften waren damals 28 200 Fälle bekannt. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 11 Millionen Schüler und knapp 900 000 Lehrkräfte an rund 40 000 Schulen und Berufsschulen.

Wieler: Pandemie ist nicht vorbei – im Gegenteil

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat angesichts der aktuellen Rekord-Infektionszahlen seine Appelle für eine Impfung und rücksichtsvolles Verhalten wiederholt. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei, im Gegenteil“, sagte Wieler am Freitag in Berlin mit Blick auf das anziehende Infektionsgeschehen. „Jede Woche sterben aktuell mehr als 1000 Menschen im Zusammenhang mit einer Omikron-Infektion in unserem Land.“ Innerhalb einer Woche seien zuletzt etwa drei Prozent der Bevölkerung positiv mit Covid-19 getestet worden, einige Landkreise wiesen Sieben-Tage-Inzidenzen von über 3000 aus, führte Wieler aus. Mit Blick auf die Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen betonte er, nun gehe es darum „wie wir uns verhalten“.

Wieler erklärte, eine Impfung könne zwar nicht immer eine Infektion verhindern, in den meisten Fällen schütze sie aber davor, dass man schwer erkranke. Weltweite Daten zeigten demnach deutlich, dass Geimpfte generell viel seltener ins Krankenhaus müssten und viel seltener sterben würden. Besonders deutlich sehe man diesen Effekt bei älteren Menschen mit Auffrischimpfung. Entsprechend forderte er noch ungeimpfte Menschen auf, sich immunisieren zu lassen.

„Wie sich die nächsten Wochen entwickeln, das hängt sehr stark von unser aller Verhalten ab“, sagte Wieler. Wer Symptome habe, solle drei bis fünf Tage zuhause bleiben und außerhalb des Haushaltes möglichst niemanden treffen, vor allem keine Menschen mit Risikofaktoren. Auch die AHA-Regeln empfahl Wieler weiterhin – und betonte insbesondere die Bedeutsamkeit des Maskentragens in Innenräumen.

Mit Blick auf besonders gefährdete Menschen sagte er, jede und jeder Einzelne könne durch die Einhaltung der Maßnahmen helfen, sie zu schützen. „Wir können diese Pandemie nach wie vor nur gemeinsam bewältigen, und wir werden sie auch gemeinsam bewältigen.“

Tankstellen-Mord: Angeklagter gesteht tödlichen Schuss

Im Prozess um den tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Mitarbeiter im Streit um die Corona-Maskenpflicht hat der Angeklagte die Tat gestanden. „Ich bereue sie zutiefst“, sagte der 50-Jährige am Freitag vor dem Landgericht Bad Kreuznach. Erklären könne er sich sein Handeln bis heute nicht. Er sei sich der Schwere der Tat bewusst und bitte die Angehörigen des 20 Jahre alten Opfers um Entschuldigung.

RKI registriert 296 498 Neuinfektionen – Inzidenz bei 1756,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist gestiegen und hat erneut einen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1756,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1752,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1706,3 (Vormonat: 1259,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 296 498 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 297 845 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 288 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 226 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 19 893 028 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 7,28 an (Mittwoch: 7,23). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 15 518 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 128 110.

+++ Donnerstag, 24. März +++

Baldiger Wechsel von pandemische in die endemische Phase?

Baden-Württemberg hat den Bund zu einem baldigen Wechsel von der pandemischen in die endemische Phase aufgefordert. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verlangt der Stuttgarter Sozialminister Manne Lucha, dieser Strategiewechsel solle für Ende April eingeleitet werden. Das würde bedeuten, dass von diesem Zeitpunkt an das Coronavirus wie das Grippevirus eingestuft würde. Positiv getestete Menschen und deren Kontaktpersonen müssten sich nicht mehr absondern und Erkrankte nicht mehr zu Hause bleiben. Als Grund für seine Forderung führt Lucha an, die Gesundheitsämter hätten wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante sowieso keinen Einfluss mehr auf das Ausbruchsgeschehen.

Hamburger Krankenhäuser haben wegen Corona viele Personal-Ausfälle

Die hohen Infektionszahlen führen in Hamburger Krankenhäusern aufgrund von erkranktem Personal wieder zu Engpässen. „Nach einer vorübergehenden Entspannung in den vergangenen Wochen sind im Verlauf der letzten Woche - wohl durch die anflutende Omikron BA 2 Welle - die Personalausfälle in den Krankenhäusern wieder erheblich angestiegen“, teilte die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) am Donnerstag auf Anfrage mit.

In den vergangenen Tagen gebe es vermehrt Meldungen aus den Mitglieds-Krankenhäusern, dass es deshalb zu Störungen im Krankenhausbetrieb komme. „Die von uns angestrebte Rückkehr zum „Normalbetrieb“ kann daher zum aktuellen Zeitpunkt leider noch nicht stattfinden“, teilte die HKG weiter mit. Laut Krankenhausgesellschaft werden die Personalausfall-Raten aber nicht hamburgweit gemeldet.

Die HKG vertritt nach eigenen Angaben die gemeinsamen Interessen der Hamburger Krankenhäuser in der Gesundheitspolitik.

Lauterbach ruft Länder zu weiterer Corona-Eindämmung auf

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Länder angesichts hoher Infektionszahlen dazu aufgefordert, Möglichkeiten für eine stärkere Corona-Eindämmung zu nutzen. „Es gibt keinen Freedom Day, es gibt keinen Grund, hier nachzulassen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bundestag. Es gelte zusammenzustehen, um durch „diese schwere Welle der Pandemie“ noch durchzukommen. Die Situation mit 200 bis 300 Toten pro Tag und aktuell 300 000 neuen Fällen am Tag könne nicht akzeptiert werden.

Lauterbach appellierte an die Länder, das neue Infektionsschutzgesetz umzusetzen. Der eine oder andere hätte sich gewünscht, dass der Bund Regeln für ganz Deutschland mache. Dies gehe aber nicht, da nicht in ganz Deutschland eine Überlastung des Gesundheitssystems bestehe. Es gebe aber zahlreiche Regionen, wo Krankenhäuser überlastet seien, planbare Eingriffe abgesagt und Patienten verlegt werden müssten. „Dort kann und soll das Infektionsschutzgesetz eingesetzt werden.“

Hintergrund ist die umstrittene neue Rechtsgrundlage des Bundes, die seit Sonntag gilt. Für regionale „Hotspots“ kann es demnach weitergehende Beschränkungen geben, wenn das Landesparlament für diese eine kritische Lage feststellt. Grundsätzlich sind den Ländern aber nur noch wenige allgemeine Schutzvorgaben im Alltag etwa zu Masken und Tests in Einrichtungen für gefährdete Gruppen wie Pflegeheimen und Kliniken möglich.

CTS Eventim schafft Sprung in Gewinnzone – keine neue Prognose

Der Veranstalter und Ticketverkäufer CTS Eventim hat 2021 wieder mit einem Gewinn abgeschlossen und besser abgeschnitten als erwartet. Der Jahreskonzernumsatz stieg gegenüber dem stark von Corona-Maßnahmen betroffenen Vorjahr um fast 60 Prozent auf 407,8 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Unter dem Strich verbuchte der Vorstand nach einem Verlustjahr einen Gewinn von 87,9 Millionen Euro. Bei beiden Kennziffern entwickelte sich CTS Eventim deutlich besser als von Analysten hochgerechnet. Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr will der Vorstand nicht wagen. Auch wenn das Management „zuversichtlich“ sei, machten die bestehenden Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie und der geopolitischen Situation ein genaues Bild unmöglich.

Neuer Höchststand bei Neuinfektionen und Inzidenz

Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 300 000 neue Corona-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 318 387 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 294 931 erfasste Neuinfektionen. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 1752,0 an - das ist ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1734,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1651,4 (Vormonat: 1265,0). Die aktuellen Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wieder.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 300 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 278 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 19 596 530 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Mittwoch mit 7,23 an (Dienstag: 7,08). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 15 329 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 127 822.

+++ Mittwoch, 23. März +++

Südafrika lockert Corona-Beschränkungen

Vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen hat Südafrika die Maskenpflicht im Freien aufgehoben und Einreisebestimmungen gelockert. Präsident Cyril Ramaphosa sagte am Dienstagabend in einer Fernsehansprache, das Land verändere seinen Umgang mit der Pandemie und lerne, mit dem Virus zu leben. In Südafrika starben fast 100 000 Menschen an einer Corona-Infektion. In den vergangenen Wochen ging die Zahl der Infektionen und Todesfälle aber deutlich zurück.

Geimpfte Reisende müssen bei der Ankunft in Südafrika nicht länger einen negativen PCR-Test nachweisen. Die gelockerten Beschränkungen ermöglichen es auch, dass Sportstadien und Musikveranstaltungen bis zu 50 Prozent ihrer Kapazität auslasten dürfen. Eingelassen werden aber nur Menschen mit einer Corona-Schutzimpfung oder einem negativen PCR-Test.

Ramaphosa sagte, aufgrund von Impfungen oder früheren Infektionen besäßen 60 bis 80 Prozent der Einwohner Südafrikas eine gewisse Immunität gegen das Virus. „Das bedeutet, dass wir unsere Wirtschaft noch weiter öffnen und viele der sozialen und kulturellen Aktivitäten wieder aufnehmen, die wir in den letzten zwei Jahren vermisst haben“, sagte der Präsident.

Unternehmensangaben: Moderna auch für Kinder unter sechs Jahren geeignet

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist nach Angaben des Unternehmens auch bei Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren sicher. Die zweimalige Gabe des Präparats rufe robuste Antikörper-Spiegel hervor und sei dabei gut verträglich, teilte Moderna am Mittwoch mit. Vor Ansteckungen mit der Omikron-Variante schützt der Impfstoff den Daten zufolge ähnlich wie bei Erwachsenen eher schlecht, es habe aber keine schweren Krankheitsverläufe gegeben. Das Unternehmen wolle nun „so schnell wie möglich“ Zulassungsanträge für diese Altersgruppe bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA, der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und anderen zuständigen Behörden einreichen.

Die vorgestellten Zwischenergebnisse beruhen auf Daten von insgesamt 6700 Kindern; 4200 zwischen zwei und sechs Jahren und 2500 zwischen sechs Monaten bis zwei Jahren. Sie erhielten im Abstand von 28 Tagen 25 Mikrogramm des Impfstoffs gespritzt - ein Viertel der für Erwachsene vorgesehenen Dosis - oder ein Placebo. Die Immunantwort fiel trotz der geringeren Dosis ebenso stark aus wie bei den Erwachsenen. Unerwünschte Wirkungen seien mild oder moderat gewesen und häufiger nach der zweiten Dosis aufgetreten, etwa Fieber über 38 Grad. Todesfälle oder Entzündungen des Herzmuskels oder -beutels habe es nicht gegeben, auch keine schweren Entzündungsreaktionen.

Zur Zeitpunkt der Studie sei in den USA die Omikron-Variante zirkuliert. Die Wirksamkeit der Impfungen mit Blick auf den Schutz vor Ansteckung habe in der jüngsten Gruppe 43,7 Prozent, in der etwas älteren Gruppe 37,5 Prozent betragen. Schwere Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte oder Todesfälle seien in der Studie nicht aufgetreten, so dass der Schutz der Impfung vor diesen Ereignissen nicht ermittelt werden könne. Für Kinder unter fünf Jahren ist in der EU momentan noch kein Corona-Impfstoff zugelassen.

Infektionsgeschehen in Niedersachsen verschärft sich weiter

Das Corona-Geschehen hat sich in Niedersachsen bis zum Mittwoch weiter verschärft. Die zentralen Richtwerte zur Bewertung der Infektionslage sind gestiegen, wie aus vom Land veröffentlichen Daten hervorging. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg demnach auf 1878,7, am Vortag lag sie noch bei 1811,2. So viele Menschen pro 100 000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) starben 38 weitere mit Corona infizierte Menschen, die Gesamtzahl in Niedersachsen erhöhte sich auf 7864 Tote. Der Hospitalisierungswert stieg von 15,5 auf 15,8. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen in den vergangenen sieben Tagen je 100 000 Einwohner mit Covid-19 in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-Patienten erhöhte sich auf 6,9 Prozent (Dienstag 6,7 Prozent).

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen verzeichnete am Mittwoch weiter die Grafschaft Bentheim mit 2676,0 gefolgt von dem Landkreis Gifhorn mit 2430,8 und dem Landkreis Leer mit 2368,2. Die geringste Inzidenz hatte weiter der Landkreis Vechta mit einem Wert von 299,2.

In Bremen sank die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch laut RKI auf 1331,4. Am Dienstag lag der Wert noch bei 1348,3. Es gab drei weitere Todesfälle.

Zwei Jahre Corona: Mehr als eine Million Fälle in Litauen

Gut zwei Jahre nach dem ersten Corona-Fall in Litauen ist die Zahl an Neuinfektionen in dem baltischen EU-Land auf mehr als eine Million angewachsen. Die Gesundheitsbehörde in Vilnius vermeldete am Dienstag 5322 positive Tests binnen 24 Stunden. Damit wurden in dem Ostseestaat mit 2,8 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie insgesamt 1 002 365 Corona-Fälle erfasst, wobei einige Menschen auch mehrfach infiziert waren. Insgesamt starben seit 2020 fast 8800 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Der 14-Tage-Inzidenzwert lag zuletzt bei 2038,3 Infektionen pro 100 000 Menschen, die Quote der mindestens einmal Geimpften bei 69,7 Prozent.

„Bild“: Nationalspieler Kimmich gegen Corona geimpft

Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich soll einem Medienbericht zufolge gegen das Coronavirus geimpft sein. Die „Bild“-Zeitung berichtete, der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler des FC Bayern München habe bei einem Mannschaftsabend am 2. März einen 2G-Nachweis vorzeigen müssen. Sein Management antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage. Der Club teilte auf dpa-Anfrage mit: „Das ist Privatsache.“ Die Münchner verwiesen darauf, dass sie sich im Verlauf der Pandemie nie zum Impfstatus einzelner Spieler geäußert hätten und dies auch beibehalten würden.

Weil er zunächst öffentlich Zweifel an der Corona-Impfung geäußert hatte, stand Kimmich lange Zeit im Zentrum einer heftigen gesellschaftlichen Debatte. Er war im vergangenen November positiv auf das Coronavirus getestet worden, sein Genesenen-Status war damit Anfang März abgelaufen. Mitte Dezember hatte er angekündigt, sich impfen lassen zu wollen.

„Es war für mich einfach schwierig, mit meinen Ängsten und Bedenken umzugehen. Deshalb war ich auch so lange unentschlossen“, hatte Kimmich vor gut drei Monaten zur Impfung gesagt. Er äußerte damals aber auch, dass er die heftige Debatte um seine Impfbedenken als „völlig überzogen und teils gar gefährlich“ empfunden habe. „Da wurden einfach Grenzen überschritten.“

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1734,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1733,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1607,1 (Vormonat: 1278,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 283 732 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 262 593 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 329 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 269 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 19 278 143 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Dienstag mit 7,08 an (Montag: 7,36). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 15 121 100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 127 522.

+++ Dienstag, 22. März +++

RKI meldet erneut gestiegene Sieben-Tage-Inzidenz

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1733,4 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1714,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1585,4 (Vormonat: 1306,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 222.080 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 198.888 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 264 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 283 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 18.994.411 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Montag mit 7,36 an (Sonntag: 7,62). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 14.904.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 127.193.

Pro und Contra Impfpflicht - Spott über Papiermangel-Warnung

Die Argumente für und gegen die umstrittene Einführung einer Pflicht zur Corona-Impfung sind am Montag im Bundestag heftig aufeinandergeprallt.

In einer Anhörung zu den vorliegenden Entwürfen betonten Mediziner und Juristen, warum eine Impfpflicht aus ihrer Sicht nötig sei, um im Herbst neue Freiheitseinschränkungen und eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden. Andere Expertinnen und Experten wandten sich dagegen. Im April soll im Bundestag ohne Fraktionszwang über mehrere vorliegende Vorschläge abgestimmt werden. Spott zog der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung mit einer Warnung vor Papiermangel auf sich, der einer Impfpflicht in die Quere kommen könne.

In einer Stellungnahme für die Expertenanhörung hatte der GKV-Spitzenverband auf mögliche praktische Probleme einer Impfpflicht ab 18 hingewiesen - darunter auf einen Papiermangel in Europa. Die Kassen seien „keine Gesundheits- oder Ordnungsbehörden“. Bis 15. Mai geplante Info-Schreiben an die Versicherten seien nicht zu erfüllen. „Des Weiteren herrscht in Europa ein akuter Papiermangel, und somit fehlt Material für die rund 120 Millionen Schreiben“, so der Kassenverband. (dpa)

Arbeitsunfähigkeit: Jüngste Corona-Wellen sorgen für 383 Millionen weniger Arbeitsstunden

Die vierte und die fünfte Corona-Welle haben nach einer Studie insgesamt für einen Arbeitsausfall von schätzungsweise 383 Millionen Stunden gesorgt.

Damit hat die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen von Oktober 2021 bis Februar 2022 wegen erhöhten Krankenstands und Quarantänemaßnahmen um 8,4 Stunden abgenommen, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der veröffentlichen Berechnung erklärt.

Allein dadurch ergebe sich ein Rückgang des Arbeitsvolumens um 1,5 Prozent verglichen mit dem von fünf Monaten vor der Corona-Krise. Die Arbeitszeitausfälle aufgrund von Kurzarbeit, Kündigungen oder unterbliebenen Einstellungen seien dabei nicht inbegriffen, erläuterte das Autoren-Team Susanne Wanger und Enzo Weber.

Hauptursache für die Ausfälle in der vierten und fünften Welle waren den Angaben nach krankheitsbedinge Abwesenheiten vom Arbeitsplatz. In der zweiten Welle seien dagegen vor allem geschlossene Schulen und Kitas für die Arbeitsausfälle verantwortlich gewesen.

Weisser Ring: Folgen häuslicher Gewalt in Pandemie-Zeit lange sichtbar

Die Folgen gestiegener häuslicher Gewalt in der Corona-Pandemie werden nach Einschätzung des Weißen Rings noch lange sichtbar sein.

„Wir sehen schon jetzt einen deutlichen Anstieg der Anfragen zu diesem Thema. Aber viele Betroffene brauchen Jahre, bevor sie sich melden“, sagte Mandy Hennig, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Sachsen. „Frauen haben durchschnittlich sieben Versuche hinter sich, bis sie es tatsächlich schaffen, sich aus einer toxischen Beziehung zu lösen.“ Daher würden sich die Folgen in diesem Bereich erst in den kommenden Jahren in voller Wucht entladen.

Die Zahl der Hilfesuchenden bei häuslicher Gewalt sei bereits im ersten Pandemie-Jahr 2020 gestiegen, zum vergangenen Jahr habe die Opferschutzorganisation einen weiteren Anstieg verzeichnet. „Es gibt auch Fälle, in denen Männer Opfer häuslicher Gewalt werden. Sie melden sich aber eher über unsere Online-Beratung“, sagte Hennig. Die Hemmschwelle sei dann niedriger.

Eine weitere Kriminalitätsform mit steigenden Zahlen sei in der Pandemie der Betrug, sagte Hennig. Betrüger hätten schnell die Verunsicherung vor allem älterer Menschen ausgenutzt und ihnen etwa am Telefon vorgegaukelt, dass ihre Verwandten mit Corona im Krankenhaus lägen und finanzielle Hilfe bräuchten. „Es ist Wahnsinn, mit welcher Energie und Kreativität Kriminelle ihre Strategien anpassen“, sagte sie. Der Weiße Ring beobachte mit Besorgnis, welche Verbrechen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auftauchen könnten.

+++ Montag, 21. März +++

Hotspot-Regel: Wie könnte es in Niedersachsen weitergehen?

Angesichts anhaltend hoher Corona-Fallzahlen in Niedersachsen fordern die Grünen die Nutzung der Hotspot-Regel für schärfere Corona-Vorgaben. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) müsse alle Möglichkeiten nutzen, die ihm nach der Lockerung des Infektionsschutzgesetzes durch den Bund noch blieben, forderte Grünen-Fraktionschefin Julia Willie Hamburg, die derzeit selbst mit Corona infiziert ist, am Montag in Hannover.

Der Landtag könne noch in dieser Woche festlegen, welche Kriterien erfüllt sein müssten, damit ein Landkreis oder eine Stadt zum Corona-Hotspot werde. Dafür brachte Hamburg die Inzidenz in Verbindung mit der Auslastung der Intensivbetten sowie Ausfallzahlen von Klinikpersonal ins Spiel. Gerade Masken- und Testpflichten seien weiterhin wichtig, um die Infektionszahlen einzudämmen, sagte sie.

Die Feststellung von Hotspots obliegt den Landtagen. Allerdings muss dafür eine konkrete Gefahr vorliegen, etwa das Auftreten einer gefährlicheren Virusvariante oder eine drohende Überlastung der Krankenhäuser. Ministerpräsident Weil hatte am Freitag erklärt, er sehe die Voraussetzungen dafür, das ganze Bundesland zum Hotspot zu erklären, derzeit als nicht gegeben.

Neue Technik erlaubt EU-weiten Rückruf falscher Covid-Nachweise

Falsche oder als gefälscht entlarvte Impf-, Test- oder Genesenennachweise können künftig EU-weit für nichtig erklärt werden. „Mit dieser Maßnahme wird ein Zertifikat, das in einem Mitgliedstaat widerrufen wird, auch in anderen Mitgliedstaaten als ungültig angezeigt“, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Bislang habe es in mehreren EU-Ländern lediglich nationale Widerrufsysteme für die Covid-Zertifikate gegeben. Die Kommission betonte, dass die Gesamtzahl der falschen oder gefälschten Bescheinigungen sehr gering sei.

Nach Angaben der EU-Kommission sind bislang mehr als 1,7 Milliarden EU-Covid-Zertifikate ausgestellt worden. Mit ihnen kann man etwa über einen QR-Code auf seinem Smartphone nachweisen, dass man geimpft, genesen oder frisch getestet ist.

Weitere Booster-Impfungen für über 75-Jährige in England

In England können über 75-Jährige seit Montag eine weitere Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Auch Bewohner von Altenheimen sowie über 12-Jährige mit Immunschwächen dürfen sich für den „Frühlingsbooster“ (Spring Booster) melden, der sechs Monate nach der dritten Impfung angeboten wird. Nach dieser Zeitspanne lässt nach Einschätzung von Experten die Immunität wieder nach. Insgesamt sind etwa fünf Millionen Menschen im größten britischen Landesteil zu der vierten Corona-Impfung berechtigt.

Nikki Kanani vom Gesundheitsdienst NHS verwies auf die auch in Großbritannien wieder steigenden Neuinfektionen und warb bei besonders gefährdeten Menschen darum, die Booster-Möglichkeit zu nutzen. Gesundheitsminister Sajid Javid schloss nicht aus, dass über 50-Jährige im Herbst ebenfalls eine Auffrischungsimpfung erhalten.

In England gibt es keine Corona-Regeln mehr. So müssen sich Infizierte nicht mehr isolieren. Javid verteidigte das Vorgehen und appellierte an den gesunden Menschenverstand der Betroffenen. Vom 1. April an soll es auch keine kostenlosen Corona-Tests mehr geben. Javid sagte dem Sender LBC, vielmehr sollten Menschen sich für eine Auffrischungsimpfung melden, wenn sie dazu aufgefordert werden. Bisher haben gut zwei Drittel der über 12-Jährigen in Großbritannien eine dritte Impfung erhalten.

In Schottland und Wales war bereits früher mit dem „Spring Booster“ begonnen worden. Gesundheitspolitik ist im Vereinigten Königreich Sache der Regionalregierungen.

Wegen Corona: VW-Werke in Nordostchina stehen weiter still

Volkswagen muss den Produktionsstopp wegen des Corona-Lockdowns in drei Werken in der nordostchinesischen Metropole Changchun bis Dienstag verlängern. Wie eine Sprecherin am Montag in Peking mitteilte, läuft die Produktion in den Werken in Shanghai allerdings weiter. In Changchun sind ein VW-Werk, ein Audi-Werk sowie ein Komponentenwerk betroffen. Alle drei werden gemeinsam mit dem chinesischen Partner FAW betrieben.

Die Behörden von Changchun hatten vor mehr als einer Woche einen Lockdown für die Neun-Millionen-Metropole angeordnet, nachdem die Corona-Zahlen in der Provinzhauptstadt von Jilin deutlich angestiegen waren. China wird gegenwärtig von seiner schlimmsten Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor gut zwei Jahren überrollt.

Das bevölkerungsreichste Land der Welt verfolgt eine Null-Covid-Strategie und reagiert mit Ausgangssperren, Massentests, Verkehrsbeschränkungen und Quarantäne auf lokale Ausbrüche. Auch hat sich das Land weitgehend vom Ausland abgeschottet.

Inzidenz wieder leicht gestiegen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1714,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1708,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1543,0 (Vormonat: 1346,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 92 314 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 92 378 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 19 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 18 772 331 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 7,81 an (Donnerstag: 7,58). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht mitgeteilt.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 14 680 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 929.

+++ Sonntag, 20. März +++

RKI registriert 131 792 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1708,7

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einer längeren Phase des Anstiegs erstmals wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1708,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1735,0 gelegen, vor einer Woche bei 1526,8 (Vormonat: 1346,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 131 792 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.04 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 146 607 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern. Oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 49 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 50 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 18 553 100 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 7,81 an (Donnerstag: 7,58). Darunter sind viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht mitgeteilt.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntagmorgen mit 14 528 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 916.

DGB-Chef fordert Beibehaltung der Homeoffice-Pflicht

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, fordert eine rasche Rücknahme von Corona-Lockerungen. „Wir haben Rekord-Inzidenzen, und im Herbst kann sich die Lage noch einmal verschlechtern“, sagte Hoffmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag/Print Montag). „Ich plädiere dafür, das Infektionsschutzgesetz und auch die Covid-Arbeitsschutzverordnung rasch nachzuschärfen. Wir dürfen nicht riskieren, dass der Arbeitsplatz wieder zu einem Infektionsherd wird.“

Trotz hoher Infektionszahlen und massiver Kritik aus den Ländern sind eine Reihe bundesweiter Corona-Auflagen nun ausgelaufen. Fürs Zugfahren mit der Deutschen Bahn zum Beispiel werden seit diesem Sonntag keine 3G-Nachweise als Geimpfte, Genesene oder Getestete mehr benötigt. Aufgehoben ist nun auch die gesetzliche Verpflichtung zu 3G-Zutrittsnachweisen am Arbeitsplatz. Künftig sollen die Unternehmen selbst die Gefährdungslage einschätzen und in betrieblichen Hygienekonzepten Schutzmaßnahmen festlegen können.

Hoffmann betonte: „Unter den Bedingungen der Pandemie sollte die Homeoffice-Pflicht beibehalten werden.“ Zwar hielten viele Unternehmen über den 20. März hinaus auf der Basis von Betriebsvereinbarungen am Homeoffice fest. Allerdings gebe es auch Unternehmen, die Homeoffice partout nicht wollten. „Deshalb brauchen wir die Verpflichtung.“

Erste bundesweite Corona-Schutzregeln fallen weg

Nach mehreren Monaten fallen in Deutschland erste bundesweite Corona-Schutzauflagen weg. Fürs Zugfahren mit der Deutschen Bahn werden von diesem Sonntag an keine 3G-Nachweise als Geimpfte, Genesene oder Getestete mehr benötigt, wie das Infektionsschutzgesetz nunmehr festlegt. Die Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr gilt aber weiter.

Aufgehoben ist nun auch die gesetzliche Verpflichtung zu 3G-Zutrittsnachweisen am Arbeitsplatz. Künftig sollen die Unternehmen selbst die Gefährdungslage einschätzen und in betrieblichen Hygienekonzepten Schutzmaßnahmen festlegen können.

Das Ende dieser 3G-Regeln gehört zu Änderungen der bundesweiten Rechtsgrundlage, die der Bundestag mit Stimmen der Ampel-Koalition am Freitag beschlossen hatte. Damit sind den Ländern nur noch wenige allgemeine Schutzvorgaben etwa zu Masken und Tests in Einrichtungen für gefährdete Gruppen wie Pflegeheimen und Kliniken möglich.

Für regionale „Hotspots“ können aber weitergehende Beschränkungen kommen, wenn das Landesparlament für diese eine besonders kritische Corona-Lage feststellt. Alle Länder wollen noch eine Übergangsfrist nutzen und bisherige Regeln bis längstens 2. April aufrechterhalten.

+++ Samstag, 19. März +++

Einzelhandelsverbandschef Genth fordert Corona-Impfpflicht

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, hat sich erneut für eine Impfpflicht ausgesprochen. „Noch lässt sich verhindern, dass wir in einigen Monaten erneut vor erheblichen Einschränkungen mit dramatischen Folgen stehen“, sagte Genth der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). Notwendig dafür sei eine Steigerung der Impfquote. „Freiwilligkeit war leider offenbar kein zielführender Weg. Daher muss nun endlich eine allgemeine Impfpflicht beschlossen und umgesetzt werden.“

Dass Bund und Länder sich in der Corona-Politik nicht auf eine einheitliche Linie einigen konnten, bezeichnete Genth als „bedauerlich“. „Wichtig ist ein einheitliches Vorgehen in besonders vom Infektionsgeschehen getroffenen Regionen, um Planungssicherheit für Händlerinnen und Händler zu schaffen.“

Der Bundestag hatte am Freitag das umstrittene neue Infektionsschutzgesetz verabschiedet, das ein Auslaufen der meisten bundesweiten Corona-Auflagen an diesem Sonntag vorsieht. Es ermöglicht den Ländern aber, übergangsweise noch zwei Wochen - bis zum 2. April - die meisten Schutzmaßnahmen beizubehalten.

China meldet erste Corona-Todesfälle seit über einem Jahr

Erstmals seit Januar 2021 hat China wieder neue Corona-Todesfälle außerhalb Hongkongs gemeldet. Die nationale Gesundheitskommission teilte am Samstag mit, zwei Infizierte seien in der nordöstlichen Provinz Jilin an den Folgen ihrer Viruserkrankung gestorben. Unabhängige Experten haben allerdings Zweifel an den offiziellen Angaben aus Peking zu Infektions- und Todeszahlen. Demnach hätte es den bis dato letzten Todesfall am 25. Januar 2021 gegeben.

Ungeachtet der vermuteten Untertreibung durch die staatliche Zensur meldeten Chinas Behörden zuletzt die höchsten Infektionszahlen seit Ende der ersten Corona-Welle in Wuhan im Frühjahr 2020. So wurden am Freitag 3870 Ansteckungen in insgesamt 16 Regionen des Landes registriert, wobei die Fälle aus Hongkong nicht mit eingerechnet sind. Im internationalen Vergleich sind die Zahlen zwar nach wie vor gering, doch aufgrund der strengen Null-Covid-Strategie reagieren die Behörden auch auf kleinere Ausbrüche umgehend mit Ausgangssperren, Massentests, Transportbeschränkungen und Quarantäne-Vorschriften.

RKI registriert 260 239 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1735,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 1735,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1706,3 gelegen, vor einer Woche bei 1496,0 (Vormonat: 1350,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 260 239 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 237 086 Ansteckungen gewesen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern. So werden Kontakte oft nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 221 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 249 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 18 548 225 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 7,81 an (Donnerstag: 7,58). Darunter sind viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 14 448 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 867.

Viele Betriebe planen Mischung aus Homeoffice und Präsenz

Viele große Unternehmen streben nach diesem Wochenende ein Hybrid-Modell aus Homeoffice- und Präsenz-Arbeit an. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Von Sonntag an entscheiden Arbeitgeber, welche Corona-Schutzmaßnahmen in ihren Betrieben gelten. Die Homeoffice-Pflicht läuft aus und sie müssen dann die Gefahr durch das Virus selbst einschätzen und ihr Hygienekonzept daran angepasst gestalten.

Die Deutsche Telekom etwa plant nach eigenen Angaben zwar eine vermehrte Rückkehr ins Büro. „Klar ist aber auch, dass es kein Zurück zum alten Status Quo geben wird. Mobiles Arbeiten hat seine Vorteile und ist gekommen, um zu bleiben“.

Die Commerzbank fährt einen etwas anderen Kurs. „In der Commerzbank können Mitarbeitende grundsätzlich bis zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit von zu Hause arbeiten, sofern dies mit ihrer Tätigkeit vereinbar ist“, teilte das Geldhaus mit. Angesichts der Corona-Lage dürften Angestellte auch in den kommenden Wochen überwiegend von zu Hause aus zu arbeiten.

Auch beim Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer wird ein Hybrid-Modell aus Homeoffice- und Präsenz-Arbeit angestrebt. „In der momentanen Situation mit steigenden Infektionszahlen, aber auch infolge des Kriegs in der Ukraine exorbitant gestiegenen Kraftstoffpreisen, ist es nur für alle Beteiligten nur vernünftig, vorläufig weiter überwiegend im Homeoffice zu arbeiten“, so Bayer.

Bundeskanzler Scholz kritisiert Impfgegner scharf

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Gegner von Corona-Impfungen scharf kritisiert. Solidarität funktioniere nicht, wenn man nur an sich denke, sagte Scholz bei einer SPD-Wahlkampfveranstaltung am Freitag in Neunkirchen im Saarland. „Wir müssen für einander einstehen.“ Es sei unsolidarisch, wenn es einem egal sei, ob man andere Leute anstecke.

Scholz, dessen Rede teilweise lautstark von sogenannten Querdenkern und Anhängern der Rechten gestört wurde, fügte unter dem Beifall der Mehrheit der Zuhörer hinzu: „Freiheit für uns funktioniert nur als Freiheit auch für alle anderen. Und wir müssen das miteinander hinkriegen.“ Deutschland sei „ziemlich gut“ durch die Corona-Pandemie gekommen. „Das haben wir gemeinsam geschafft“, betonte der Kanzler.

Die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Anke Rehlinger, hatte der Gruppe von Störern zuvor zugerufen: „Wenn Sie so laut für das Impfen geworben hätten, dann bräuchten wir an dieser Stelle vielleicht keine Impfpflicht.“

Im Saarland wird am 27. März ein neuer Landtag gewählt. Das Land mit knapp einer Million Einwohnern wird seit 2012 von einer großen Koalition unter Führung der CDU regiert.

+++ Freitag, 18. März +++

Umfrage: Rund zwei Drittel halten Corona-Lockerungen für verfrüht

Rund zwei Drittel (64 Prozent) der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland halten die Corona-Lockerungen ab dem 20. März für verfrüht. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Forsa-Instituts für das RTL/ntv-Trendbarometer hervor. Ein Drittel (34 Prozent) findet die Aufhebung der Maßnahmen den Angaben zufolge richtig. Die restlichen Befragten antworteten demnach mit „weiß nicht“ oder machten keine Angabe.

Am Freitag hatte der Bundestag ungeachtet hoher Infektionszahlen ein geändertes Infektionsschutzgesetz mit dem Wegfall der meisten bundesweiten Corona-Schutzregeln beschlossen. Die Länder können aber in eigener Verantwortung weitergehende Corona-Auflagen für jeweils auszurufende „Hotspots“ beschließen, was sie aber - auch wegen unbestimmter Gesetzesformulierungen - als unpraktikabel und rechtlich schwierig ansehen. Die Forsa-Umfrage wurde vor den Beratungen in Bundestag und Bundesrat durchgeführt.

65 Prozent gaben bei der Umfrage an, dass die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske vorerst weitgehend bestehen bleiben sollte. 23 Prozent sprachen sich laut Trendbarometer für eine Abschaffung der Maskenpflicht in manchen Bereichen aus. 12 Prozent meinten hingegen, die Maskenpflicht solle komplett abgeschafft werden.

Eine große Mehrheit (74 Prozent) der Befragten reduziert der Umfrage zufolge weiterhin die sozialen Kontakte. Jeder Vierte (26 Prozent) gab laut Trendbarometer an, diesbezüglich nicht mehr so vorsichtig zu sein.

Auch in Zukunft rechnen die Bürgerinnen und Bürger damit, dass das Coronavirus sie noch beschäftigen wird. Nur neun Prozent glauben, dass die Pandemie mit dem Sommer 2022 beendet sein wird. Die große Mehrheit (87 Prozent) meint hingegen, dass es noch zu einer weiteren Corona-Welle kommen wird.

IG Metall kritisiert uneinheitliche Corona-Vorgaben

Die IG Metall hat unterschiedliche Vorgaben zum Tragen von Corona-Schutzmasken in Deutschland infolge der neuen Corona-Regeln der Ampelkoalition kritisiert. „Es ist bedauerlich, dass die Maskenpflicht in Innenräumen bei der aktuellen Infektionslage nicht generell bestehen bleibt und so ein Ungleichgewicht zwischen Arbeitsplatz und Öffentlichkeit entsteht“, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Das von der Regierung auf den Weg gebrachte und am Freitag beschlossene neue Infektionsschutzgesetz regelt, dass es ab Sonntag im Handel keine bundesweiten Vorgaben für Masken mehr gibt, sondern nur noch für bestimmte Einrichtungen wie Pflegeheime und Kliniken. Für die Unternehmen hatte das Kabinett bereits am Mittwoch eine Arbeitsschutzverordnung beschlossen, nach der konkrete Vorgaben für die Arbeitgeber für bestimmte Schutzmaßnahmen zum Sonntag entfallen. Doch sollen die Unternehmen die Gefährdung eigenständig beurteilen und ein Hygienekonzept zum Beispiel mit Masken aufstellen.

Hofmann sagte: „Besonders in Hinblick darauf, dass im Herbst schon die nächste Welle drohen könnte, sollten wir jetzt pragmatisch und bundeseinheitlich Planbarkeit herstellen.“ Auch die kostenlosen Bürgertests sollten über den 31. März hinaus weitergeführt werden. „Es wäre kurzsichtig und fatal, die Fehler der letzten Monate zu wiederholen und den Sommer nicht zu nutzen, um Herbst und Winter vorbereitet entgegentreten zu können.“

Auch wenn 3G-Zugangsregeln in den Betrieben nicht aufrechterhalten würden, müsse der Schutz und die Gesundheit der Beschäftigten an erster Stelle stehen. „Der Arbeitgeber ist weiterhin zu umfassendem Arbeitsschutz verpflichtet.“ Hofmann mahnte eine sorgfältige Umsetzung an. Sonst drohe zusätzliche Belastung durch höhere Infektionszahlen in der ohnehin schwierigen Situation vieler Unternehmen.

Mecklenburg-Vorpommern und Bayern kritisieren Corona-Gesetz heftig

Im Bundesrat hat es auf breiter Linie scharfe Kritik an der geplanten Abschwächung des bundesweiten Corona-Schutzes gegeben. Die Belastung in ihrem Land sei hoch wie nie, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Freitag in der Länderkammer. Vielerorts in Deutschland sei die Lage in den Kliniken angespannt, mancherorts dramatisch. Die von der Regierung auf den Weg gebrachte Aufhebung elementarer Schutzmöglichkeiten sei falsch. Und die geplante Hotspot-Regelung, mit der die Länder regional schärfere Maßnahmen erlassen können, sei unklar. So seien von verschiedenen Bundesministerien unterschiedliche Aussagen zu hören, ob ein ganzes Bundesland ein Hotspot sein könne.

Der bayerische Minister für Bundesangelegenheiten, Florian Herrmann (CSU), sagte: „Das ist alles eine prozedurale Unverschämtheit.“ Die Länder müssten es nun im Eiltempo regeln, wenn sie eine Übergangsfrist nutzen wollten vor dem grundsätzlich beschlossenen Auslaufen bundesweiter Vorgaben. Das gelte aber auch für die Bürgerinnen und Bürger: „Es blickt ja auch niemand mehr durch, welche Regelung wann gilt.“ Große Rechtsunsicherheit sei entstanden. Dies sei verantwortungslos.

Sabine Dittmar (SPD), Staatssekretärin des Bundesgesundheitsministeriums, verteidigte die Pläne. Die Länder könnten durch eigene Beschlüsse die meisten Schutzmaßnahmen weiter aufrecht erhalten, wo dies nötig sei, betonte sie im Bundesrat. Im Übrigen sei das geänderte Infektionsschutzgesetz Ergebnis eines Kompromisses, sagte sie mit Blick auf die im Bund mitregierende FDP.

275 000 Corona- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern

An den Schulen in Deutschland gab es zuletzt etwa 275 000 bekannte Corona- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern, sowie 28 300 bei Lehrkräften. Die Zahlen gab die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag bekannt. Sie basieren auf Rückmeldungen aus den Bundesländern der vergangenen Woche vom 7. bis 13. März. Im Vergleich zum Februar hat es demnach bei den Schülern einen deutlichen Rückgang gegeben. In der Woche vom 7. bis 13. Februar hatten die Länder hier 543 000 Corona- und Quarantänefälle gemeldet. Die Zahlen bei den Lehrkräften sind allerdings unverändert. Auch im( Februar: 28 200). Die Statistik gibt nur einen groben Überblick, da nicht in allen Ländern vollständige Zahlen erhoben werden. So liegen beispielsweise aus manchen Ländern keine Daten zu Quarantänefällen vor. Berlin meldet gar keine Zahlen mehr. Begründung: „In der Schule durchgeführte Schnelltests werden nicht mehr durch PCR-Tests bestätigt, so dass keine validen Daten vorliegen.“ Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 11 Millionen Schüler und knapp 900 000 Lehrkräfte an rund 40 000 Schulen und Berufsschulen.

Keine Tests und Formulare mehr bei der Einreise nach Großbritannien

Bei der Einreise nach Großbritannien müssen Ankommende ab sofort keinerlei Corona-Reiseregeln mehr beachten. Die britische Regierung hob am Freitag die letzten noch verbliebenen Reiseregeln auf. Damit müssen sich auch ungeimpfte Reisende nicht mehr verpflichtend vor ihrer Einreise auf das Coronavirus testen lassen, für Geimpfte gilt dies schon länger nicht mehr. Außerdem sind die Formulare, die alle Ankommenden durch die Pandemie hinweg vor Übertritt der Grenze ausfüllen mussten, Geschichte.

Die Änderung bedeute „größere Freiheiten rechtzeitig vor Ostern“, sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps. Die Regierung behielt sich vor, im Fall neu auftretender Varianten wieder Regeln einzuführen, kündigte jedoch an, dies nur unter „extremen Umständen“ tun zu wollen.

Die Corona-Zahlen steigen jedoch in Großbritannien wieder, wie aus Erhebungen des britischen Statistikamtes hervorgeht. Auch die Zahl der Krankenhausfälle nahm im Wochenvergleich in England um mehr als ein Fünftel zu. Allerdings liegt das Niveau weiterhin unter den Höhepunkten bisheriger Wellen.

Lauterbach verteidigt Aufweichung von Corona-Regeln

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die geplanten rechtlichen Neuregelungen in der Corona-Pandemie erneut verteidigt. Es handele sich um einen „schweren Kompromiss“, sagte der SPD-Politiker am Freitag im Bundestag bei der abschließenden Beratung über Änderungen des Infektionsschutzgesetzes, durch die viele Corona-Maßnahmen demnächst auslaufen werden. „Das ist aber nicht der Kompromiss zwischen Team Freiheit und Team Vorsicht“, sagte Lauterbach. Man müsse die rechtliche Lage beachten. „Wir können nicht weiter das gesamte Land unter Schutz stellen, um eine kleine Gruppe von Impfunwilligen und denjenigen, die nicht bereit sind die Maßnahmen mitzutragen, um diese zu schützen, die Balance wird geändert.“ Durch die Omikron-Variante sei eine flächendeckende Überlastung der Kliniken nicht mehr zu befürchten. Lauterbach wies darauf hin, dass in Gebieten wo dies zu erwarten sei, die sogenannte Hotspot-Lösung mit schärferen Maßnahmen zum Einsatz kommen kann. Das sei der richtige Kompromiss. Sollte sich die Lage ändern sei man jederzeit bereit das Infektionsschutzgesetz erneut anzupassen. Lauterbach mahnte, die Pandemie sei leider noch nicht vorbei und man brauche weitere Schutzmaßnahmen. „Wir sind nicht an dem Punkt, wo schon ein Freedom-Day kommen könnte.“

Erneuter Höchststand bei Neuinfektionen

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen ist auf einen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Freitagmorgen 297 845 Neuinfektionen in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 252 836 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1706,3 an - das ist ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1651,4 gelegen, vor einer Woche bei 1439,0 (Vormonat: 1371,7). Die aktuellen Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von Freitagmorgen, 05.00 Uhr, wieder.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 226 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 249 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 18 287 986 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 7,58 an (Mittwoch: 7,45). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 14 323 500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 646.

+++ Donnerstag, 17. März +++

Länder: Bund handelt bei Corona verantwortungslos und falsch

Parteiübergreifend haben die Länder dem Bund bei der Ministerpräsidentenkonferenz einen verantwortungslosen Alleingang in der Corona-Politik vorgeworfen. „Heute werden zwei Jahre gemeinsame Wegstrecke beendet“, sagte etwa der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach Angaben von Teilnehmern am Donnerstag bei der Videoschaltkonferenz von Bund und Ländern. Das Vorgehen des Bundes treffe die Länder ins Mark, „die Länder, die seit Jahren hart arbeiten, um Leben zu retten“.

Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) betonte den Angaben zufolge: „Einen solchen Umgang mit den Ländern hat es noch nie gegeben.“ Eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit stelle er sich anderes vor. Er verstehe das Vorgehen der Bundesregierung nicht. „Bisher haben wir über zwei Jahre gut zusammengearbeitet. Es gibt keine rationalen Gründe, warum es zu diesem Bruch von Seiten des Bundes kommt.“

Ähnlich äußerte sich demnach Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), sein hessischer Kollege Volker Bouffier (CDU) sagte: „Ein Zusammenwirken mit den Ländern hat es nicht gegeben.“

Auch aus den SPD-Ländern hagelte es Kritik: „Ich halte das nicht für vertretbar“, zitierten Teilnehmer Niedersachsens Landeschef Stephan Weil. Er erwarte nun, dass der Bund die Verantwortung übernehme. „Die Pandemie ist eben nicht vorbei. Das ist kein guter Weg, der hier eingeschlagen wird.“ Die rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte: „Ich kann den Frust der Kolleginnen und Kollegen gut verstehen.“ Das Vorgehen sei gegen die Empfehlungen des Expertenrates und „falsch“. Aus dem SPD-regierten Mecklenburg-Vorpommern hieß es ebenfalls, dass man kein Verständnis für das Vorgehen habe.

Konkret störten sich die Länder daran, dass der Bund in vielen Bereichen des Alltags die Maskenpflicht abschaffen will, die Hürden für die Einführung der sogenannten Hotspot-Regelung halten sie in der Praxis für kaum umsetzbar. „Bayern hat 1400 Kilometer Außengrenze und soll den Landtag bei jedem einzelnen Hotspot-Landkreis einbinden“, sagte Söder. Weil monierte außerdem, dass die Begrifflichkeit der „konkreten Gefahr“ für strengere Infektionsschutzmaßnahmen nur sei schwer belegbar sei: „Ich halte es für ausgeschlossen, dass wir auf so einer Grundlage in den Herbst hineingehen können.“

Das neue Gesetz für das Corona-Management soll an diesem Freitag vom Bundestag beschlossen werden und kommt dann direkt in den Bundesrat - zustimmungspflichtig ist es dort aber nicht. Für einen möglichen Antrag auf eine Anrufung des Vermittlungsausschusses wäre eine Mehrheit von 35 Stimmen in der Länderkammer nötig. Zugleich besteht Zeitdruck für eine schnelle Anschlussregelung, da sonst ab Sonntag gar keine Rechtsgrundlage für Corona-Maßnahmen mehr bestünde.

Scholz und Länderchefs nehmen Beratungen zu Corona und Ukraine auf

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Regierungschefs der 16 Bundesländer sind am Donnerstag zu Beratungen über aktuelle Krisen zusammengekommen. Bei der Videokonferenz geht es vor allem um die geplanten weitreichenden Lockerungen der Corona-Auflagen, um die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und um die steigenden Energiepreise.

Die Ministerpräsidenten fordern vom Bund eine angemessene Beteiligung an den Kosten für die Versorgung und Unterbringung ukrainischer Kriegsflüchtlinge in Deutschland. Das geht aus einer gemeinsamen Beschlussvorlage der Länderchefs vor ihrem Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In dem nach dpa-Informationen gemeinsam beschlossenen Papier schlagen die Regierungschefinnen und -chefs eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Klärung dieser Frage vor. Sie soll eine Lösung bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 7. April erarbeiten.

An der geplanten Abschaffung aller einschneidenden Corona-Schutzmaßnahmen zum 20. März hat es harsche Kritik aus den Ländern gegeben - nach dpa-Informationen auch in der internen Ministerpräsidentenkonferenz.

Verband fordert für Schulen „mehr Prävention statt Reaktion“

Die Lehrergewerkschaft VBE hat von der Schulpolitik verlangt, nach zwei Jahren Corona-Pandemie „mehr präventiv anstatt reaktiv zu agieren“. Um die Herausforderungen besser bewältigen zu können, brauche es mehr Planbarkeit und ein Bündel an Maßnahmen, betonte der Verband Bildung und Erziehung im Bund und in den Ländern am Donnerstag.

Oberstes Ziel bleibe dabei immer ein kontinuierlicher Unterrichtsbetrieb mit Gesundheitsschutz für alle Beteiligten, sagte der NRW-Vorsitzende Stefan Behlau. Das sei die Voraussetzung dafür, dass Schulen nicht wieder geschlossen werden müssten, dass Lehrkräfte, pädagogisches Personal und Schülerschaft vorausschauender und ruhiger lehren und lernen könnten.

Nach Ansicht des Bundesvorsitzendem Udo Beckmann muss die Politik aus den Erfahrungen von zwei Jahren coronabedingter Einschränkungen Lehren ziehen und alles unternehmen, „um auf die nächste Welle vorbereitet zu sein.“ Nötig seien transparente Stufenpläne auf Basis bundeseinheitlicher Kriterien. Die Vorgaben müssten die Lebens- und Schulrealität besser beachten und mit „realistischem“ zeitlichen Vorlauf an die Schulen gehen.

Weidel in Impfpflichtdebatte: „Sie reiten ein totes Pferd“

In der ersten Beratung über die mögliche Einführung einer Corona-Impfpflicht hat AfD-Fraktionschefin Alice Weidel die Befürworter eines solchen Schrittes dazu aufgerufen ihre Anträge zurückzuziehen. „Sie reiten ein totes Pferd, bitte steigen Sie ab“, sagt sie am Donnerstag bei der Debatte im Bundestag. Die Argumente für die Impfpflicht seien von Anfang an schwach gewesen und inzwischen wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. „Es gibt keine legitime und verfassungsrechtlich zulässige Rechtfertigung für die Einführung einer Impfpflicht gegen Covid-19.“ Diese verletze zentrale Grundrechte.

Der CDU-Abgeordnete Sepp Müller warb um Zustimmung für den Antrag der Union zum Aufbau eines Impfregisters. Dieser sei mehrheitsfähig. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Impfpflicht tot. Es gibt keine Mehrheit in diesem haus für eine allgemeine Impfpflicht ab 18.“

Zahlreiche Corona-Fälle – gesamte JVA Werl unter Quarantäne

Wegen zahlreicher Corona-Infektionen steht die gesamte JVA Werl mit rund 1000 Insassen seit Montag unter Quarantäne. Das bestätigte eine JVA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Der „Soester Anzeiger“ und „Hellweg Radio“ hatten zuvor berichtet.

Betroffen sind laut der Sprecherin sowohl die normale Haftabteilung, als auch die Sicherungsverwahrung. Zunächst hatte man in einzelnen Flügeln Quarantänebereiche eingerichtet - doch die Plätze reichten nicht mehr aus. Da es überall Fälle bei den Gefangenen gab - bis Montag waren es 82 -, wurde letztlich die gesamte JVA unter Quarantäne gestellt. Die Inhaftierten und Sicherheitsverwahrten dürfen ihre Zellen beziehungsweise Zimmer nicht mehr verlassen. Besuch ist verboten. Arbeitsbetriebe wurden geschlossen.

Die Quarantäne soll laut der JVA-Sprecherin zunächst bis zum 28. März andauern.

Bremens Bürgermeister Bovenschulte wirbt für Impfpflicht

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat erneut für eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren geworben. „Wer die Pandemie hinter sich lassen will, braucht eine sehr hohe Grundimmunität in der Bevölkerung“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Die kriegen wir nur mit einer Impfpflicht hin.“

Nach Bovenschultes Einschätzung wird man auf diese Weise eine Impfquote von 95 Prozent in der Bevölkerung erreichen können. Der Regierungschef des kleinsten Bundeslandes spricht an diesem Donnerstag im Bundestag. In der Debatte über verschiedene Vorschläge will Bovenschulte im Namen der 16 Ministerpräsidenten für die allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren werben.

„Es wird niemand zwangsweise zum Impfen vorgeführt“, sagte der Bremer Bürgermeister. Allerdings könne durch die Androhung von Bußgeldern mehr Druck ausgeübt werden. Bovenschulte warnte davor, dass es immer wieder zu Corona-Infektionswellen kommen werde, sollte die Impfquote in Deutschland so niedrig bleiben wie bisher. Dann drohe auch immer wieder die Gefahr von Lockdowns oder Teil-Lockdowns. Bovenschulte zeigte sich offen für einen Kompromiss. „Eine Teil-Impfpflicht ab einem bestimmten Alter wäre besser als gar nichts“, sagte er.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts haben aktuell 76,5 Prozent Prozent der Bevölkerung in Deutschland mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus (Stand 16.3.).

RKI registriert fast 300 000 Neuinfektionen - Inzidenz bei 1651,4

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen ist auf einen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 294 931 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am 10. März hatte die Zahl erstmals in der Pandemie die 250 000 überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1651,4 an - das ist ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1607,1 gelegen, vor einer Woche bei 1388,5 (Vormonat: 1385,1). Die aktuellen Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von Donnerstagmorgen, 05.00 Uhr, wieder.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 278 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 259 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 17 990 141 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 7,45 an (Dienstag: 7,21). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 14 142 500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 420.

+++ Mittwoch, 16. März +++

Tennisstar Djokovic kann mit French-Open-Teilnahme planen

Einer Teilnahme des ungeimpften serbischen Tennisstars Novak Djokovic an den Ende Mai beginnenden French Open steht nach einer Lockerung der französischen Corona-Auflagen nichts im Weg. Das sagten die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers am Mittwoch in Paris, wie die Sportzeitung „L’Équipe“ berichtete. Die Einschränkung, dass nur geimpfte Sportler und Zuschauer an Wettkämpfen teilnehmen können, wurde diesen Montag mit der Mehrzahl der übrigen Corona-Regeln in Frankreich aufgehoben. „Nach dem derzeitigen Stand der Dinge spricht nichts dagegen, dass Djokovic an den French Open teilnimmt“, sagte Turnierdirektorin Amélie Mauresmo bei einer Pressekonferenz zu den French Open.

Djokovic hatte seinen Titel bei den Australian Open zu Beginn des Tennis-Jahres nicht verteidigen können, weil er nicht gegen das Coronavirus geimpft ist und deswegen keine Einreiseerlaubnis bekommen hatte. Auch beim derzeit laufenden Masters-Turnier in Indian Wells und beim folgenden Event in Miami ist er nicht dabei, da die USA Nichtgeimpften die Einreise verweigern.

Wie der Präsident des Französischen Tennis-Verbandes, Gilles Moretton, sagte, zirkuliere das Virus aber noch und man müsse vorsichtig bleiben, berichtete „L’Équipe“. Sollten die Corona-Vorschriften wieder verschärft werden, sei man davon nicht ausgeschlossen.

Wie der Bund Knappheit bei Impfstoffen vorbeugen möchte

Um Knappheit bei Corona-Impfstoffen vorzubeugen, sichert sich die Bundesregierung Zugriff auf Produktionskapazitäten. Dazu schließt sie Verträge mit fünf Herstellern mit einer Dauer bis 2029, wie das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Fachleute des Wirtschaftsministeriums haben die Vereinbarungen im Auftrag des Gesundheitsministeriums mit BioNTech, CureVac/GSK, Wacker/CordenPharma, Celonic und IDT geschlossen.

Die Verträge umfassen den Angaben zufolge die Bereithaltung von Produktionskapazitäten und Vereinbarungen zur Herstellung und Lieferung von Impfstoffen an die Bundesregierung. Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) erklärte: „Wir haben die Lehren aus der Corona-Pandemie und der anfänglichen Impfstoffknappheit gezogen.“ Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte: „So stellen wir sicher, dass künftig schnell die Bevölkerung mit Impfstoff versorgt werden kann.“

Die Taskforce, die die Verträge ausgehandelt hat, wird nun aufgelöst. Die Umsetzung soll beim im Zuge der Pandemie eingerichteten Zentrum für Pandemieimpfstoffe und -Therapeutika beim Paul-Ehrlich-Institut (ZEPAI) liegen, das im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsministeriums liegt. Die so genannten Pandemiebereitschaftsverträge müssen noch unterzeichnet werden.

Die Unternehmen sollen als Gegenleistung ein jährliches Bereitschaftsentgelt erhalten, damit sie Kapazitäten zur Impfstoffherstellung erhalten und bei Bedarf schnell die Produktion hochfahren. Der Bund rechnet den Angaben zufolge mit Kosten von bis zu 2,861 Milliarden Euro für die Jahre 2022 bis 2029. Mit den Verträgen leiste man auch einen Beitrag zur europaweiten und globalen Impfstoffversorgung, hieß es.

Falsche Impfpässe: Ermittlungen gegen Klinik-Angestellte und Friseure

Wegen gefälschter Impfpässe ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft Hannover gegen eine Reihe von Verdächtigen, darunter vier ehemalige Klinik-Mitarbeiterinnen und mehrere Friseure. Insgesamt sind in den vergangenen 14 Tagen rund zwei Dutzend Wohnungen, Geschäftsräume und Fahrzeuge durchsucht worden, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.

Eine 43-jährige Klinik-Angestellte soll im Dezember ihrem Arbeitgeber einen gefälschten Impfpass vorgelegt haben. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung stellte sich nun heraus, dass auch die Impfausweise ihrer beiden Kinder den Ermittlungen zufolge gefälscht waren. Ermittelt wird auch gegen drei 32, 51 und 57 Jahre alten Kolleginnen der Frau wegen gefälschter Impfpässe. Die vier Frauen seien inzwischen nicht mehr in dem Krankenhaus beschäftigt, hieß es. Seit diesem Mittwoch gilt die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht - Beschäftigte in Pflegeheimen und Krankenhäusern müssen gegen Covid-19 geimpft sein.

In einem Friseursalon in Hannover tauschten sich Mitarbeitende laut Polizei im Januar über den Handel mit gefälschten Impfpässen aus. Sie ahnten nicht, dass ein 24-jähriger Kunde im Laden Polizeibeamter war. In dem Salon wurden später ein gefälschter Pass sowie zwei Nachweise zum Erstellen von Impfzertifikaten entdeckt.

Wer amtliche Dokumente fälscht, muss mit empfindlichen Geldstrafen oder gar Freiheitsstrafen rechnen. Es drohten eine Vorstrafe und damit eine Eintragung im Führungszeugnis, warnten Polizei und Staatsanwaltschaft. Verurteilt wurde bereits unter anderem die 59-jährige Inhaberin eines Friseurgeschäfts, die zweimal mit einem „unrichtigen Attest“ zur Befreiung von der Maskenpflicht erwischt worden war. Sie erhielt eine Geldstrafe von 1800 Euro. Eine 26 Jahre alte Arzthelferin, die den Impfpass eines Bekannten aus Gefälligkeit gefälscht hatte, wurde laut Polizei zu einer Geldstrafe von 4200 Euro verurteilt.

Japan hebt Quasi-Notstand auf

Japan hebt den Quasi-Notstand angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen wie geplant kommende Woche auf. Die Maßnahme ende in Tokio und den 17 anderen betroffenen Präfekturen am Montag, gab Ministerpräsident Fumio Kishida am Mittwoch bekannt. Das Gesundheitssystem steht inzwischen nicht mehr so stark unter Druck wie auf dem Höhepunkt der Pandemie, wobei der Rückgang der Neuinfektionen in einigen Regionen langsamer als erwartet verläuft.

Die Hauptstadt registrierte am Mittwoch 10 221 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, rund 600 Fälle weniger als noch eine Woche zuvor. Unter dem Quasi-Notstand wurden Restaurants und Bars aufgefordert, früher zu schließen und den Ausschank von Alkohol einzustellen oder zu begrenzen. Einen Lockdown mit harten Ausgangssperren, wie in anderen Ländern, hatte Japan nie verhängt.

Hotelgruppe scheitert mit Verfassungsklage zu Corona-Schließungen

Eine Hotelgruppe ist mit einer Verfassungsbeschwerde wegen der Corona-Beschränkungen gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage nicht zur Entscheidung an, wie es am Mittwoch mitteilte. Eine Verletzung von Grundrechten sei „nicht schlüssig aufgezeigt“. Außerdem hätte die Unternehmensgruppe, zu der den Angaben zufolge 58 Hotels in Deutschland gehören, zunächst vor den Fachgerichten eine rechtskräftige Entscheidung erstreiten müssen. (Az. 1 BvR 1073/21)

Die Kläger hatten in ihrer 2021 eingereichten Verfassungsbeschwerde vorgebracht, durch die angeordneten Schließungen in ihrer Existenz bedroht zu sein. In Hotels und auf Reisen bestehe ein sehr geringes Risiko, sich oder andere mit dem Coronavirus anzustecken. Die staatlichen Hilfen kritisierten sie wegen der vorgesehenen Obergrenze als ungerecht: Ein großes Unternehmen bekomme so nur einen kleineren Teil seiner wirtschaftlichen Schäden ersetzt.

Die Verfassungsrichterinnen und -richter begründen die Abweisung der Klage unter anderem damit, dass zunächst grundsätzlich geklärt werden müsste, ob sich aus dem Infektionsschutzgesetz möglicherweise Entschädigungsansprüche ergeben. Zu dieser Frage verkündet der Bundesgerichtshof am Donnerstag sein erstes Urteil.

Eishockey: Voraussichtlich „neun“ DEL-Partien nicht nachholbar

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) wird nach zahlreichen Corona-Fällen am Ende der Hauptrunde nicht alle geplanten Partien absolviert haben. „Stand heute sind wir bei neun Spielen, die wir nicht nachholen können. Was unschön ist, aber in der Gesamtsicht von 420 Spielen überschaubar“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Deutschen Presse-Agentur: „Nichtsdestotrotz sorgt jedes Spiel, das fehlt, für Diskussionen, wenn es nachher um den Punktequotienten geht. Es sind zudem entgangene Einnahmen. Von daher tut es uns schon weh.“

Schon vor Saisonbeginn hatten sich die Clubs aufgrund der Corona-Pandemie darauf verständigt, dass ein Punktequotient statt der Gesamtpunktzahl für die Tabelle angewendet wird. Wegen der Spiel-Ausfälle und notwendigen Verlegungen wurde der Hauptrundenabschluss bereits um eine Woche nach hinten verschoben. Die Hauptrunde endet nun am 3. April.

„Wenn man jetzt noch mal verlängern würde, hätte man auch keine 100-prozentige Sicherheit, dass man alle Spiele nachholen kann, und es würde massiv in die Playoffs einschreiten“, sagte Tripcke: „Natürlich ist es eine gewisse Verzerrung, wenn nicht jeder gleich viele Spiele gemacht hat. Aber wir haben uns darauf einstimmig verständigt, in diesem Fall den Punkteschnitt zu nutzen.“

Folgen der Pandemie: Millionen Menschen in Südostasien in extremer Armut

Corona hat in Südostasien einer Studie zufolge im zweiten Jahr der Pandemie weitere fast fünf Millionen Menschen in die extreme Armut getrieben und damit Erfolge bei der Armutsbekämpfung rückgängig gemacht. Im Jahr 2021 seien weitere 4,7 Millionen Menschen unter die Schwelle der extremen Armut gefallen nach 5,4 Millionen im Jahr 2020, hieß es in einem Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) vom Mittwoch. Damit müssen nun mehr als 24 Millionen Menschen in Ländern der Region wie Brunei, Indonesien, Thailand, Singapur, Vietnam oder Kambodscha von weniger als 1,90 Dollar pro Tag leben. Noch 2019, dem Jahr vor der Pandemie, war ihre Zahl auf gut 14 Millionen gesunken.

Dieser Anstieg der Armut während der Pandemie sei auf den Verlust von 9,3 Millionen Arbeitsplätzen allein im Jahr 2021 zurückzuführen, schrieb die ADB. Die Pandemie habe zu weit verbreiteter Arbeitslosigkeit, zunehmender Ungleichheit und steigender Armut geführt, insbesondere bei Frauen, jüngeren Arbeitnehmern und älteren Menschen in Südostasien, sagte ADB-Präsident Masatsugu Asakawa. 2017 waren der ADB zufolge etwa 21 Millionen Menschen in der Region von extremer Armut betroffen.

Trotz besserer Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung der Region im Jahr 2022 könnte die Omikron-Variante das Wachstum um bis zu 0,8 Prozentpunkte verringern, hieß es in dem Bericht „South-East Asia: Rising from the Pandemic“. Demnach erwartet die ADB, die ihren Sitz in der philippinischen Hauptstadt Manila hat, dass die Wirtschaftsleistung der Region im Jahr 2022 voraussichtlich um mehr als 10 Prozent unter der Schwelle eines Szenarios ohne Covid liegen werde. „Wir ermutigen die Regierungen Südostasiens, in intelligente, grüne Infrastrukturen zu investieren und technologische Innovationen einzuführen, um das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln“, sagte Asakawa.

Erneut Höchstwert bei Inzidenz

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1607,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1585,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1319,0 (Vormonat: 1401,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 262 593 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 215 854 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 269 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 314 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 17 695 210 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 7,21 an (Montag: 6,77). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 13 931 900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 142.

+++ Dienstag, 15. März +++

Wohnungen von Polizisten durchsucht – Verdacht auf Impfpassfälschung

Die Polizei hat im niedersächsischen Stade vier Wohnungen von fünf Polizistinnen und Polizisten durchsucht. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, stehen die fünf Beamten im Verdacht, Impfpässe gefälscht zu haben. Weil es sich bei den Verdächtigen um Beamte der Polizei Stade handelt, führt die Polizei Rotenburg die Ermittlungen.

Den fünf Verdächtigen im Alter von 31, 32, 35, 40 und 44 Jahren wird den Angaben zufolge vorgeworfen, die gefälschten Impfnachweise selbst genutzt sowie an andere Menschen verteilt zu haben. Sie seien vom Dienst freigestellt worden und müssten sich sowohl strafrechtlich als auch in einem Disziplinarverfahren verantworten.

Bei den Durchsuchungen habe die Polizei Utensilien, die zur Herstellung der gefälschten Impfzertifikate dienen könnten, sowie Speichermedien, Handys und Laptops sichergestellt. Die Auswertung des beschlagnahmten Beweismaterials und die weiteren Ermittlungen dauern laut Polizei an.

Übergangsverordnung soll am Samstag in Kraft treten

Die Corona-Übergangsverordnung für Niedersachsen soll am Samstag in Kraft treten. Das sagte eine Regierungssprecherin am Dienstag in Hannover. Am Donnerstag soll die Verordnung im Sozialausschuss des Landtags vorgelegt werden. Viele Details sind dazu noch nicht bekannt.

Nicht mehr enthalten sein sollen in dieser Übergangsverordnung demnach etwa Kontaktbeschränkungen für Menschen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Bislang dürfen diese sich in Niedersachsen bei privaten Zusammenkünften nur mit zwei Menschen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Nach einem Bund-Länder-Beschluss sollen ab 20. März - also Sonntag dieser Woche - bundesweit viele Corona-Schutzmaßnahmen entfallen; obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland so hoch ist wie noch nie in der Pandemie. Der Entwurf der Bundesregierung für die künftigen Regeln stieß in Niedersachsen auf deutliche Kritik. Nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums sind in einem Entwurf des neuen Bundesinfektionsschutzgesetzes die Möglichkeiten festgehalten, dass Länder Übergangsregeln bis zum 2. April festlegen können. Davon will Niedersachsen Gebrauch machen, weitere Bundesländer haben es ebenfalls angekündigt.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte zu dem Entwurf jüngst gesagt, die Länder würden zahlreiche Handlungsmöglichkeiten verlieren. Die Regierungssprecherin sagte am Dienstag: „Wir haben immer noch die Hoffnung, dass es noch Nachbesserungen geben wird in diesem Bundesinfektionsschutzgesetz“. Allerdings gebe es „keinerlei Signale, dass es da noch Änderungen geben wird.“

Bremen verlängert Corona-Regeln bis Anfang April

Die aktuellen Corona-Regeln im Land Bremen werden bis zum 2. April gelten. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen, wie der Sprecher des Gesundheitsressorts mitteilte. Damit gilt in vielen Einrichtungen weiter die 3G-Regel, Zutritt haben also Geimpfte, Genesene und Menschen mit negativem Corona-Testergebnis. In Clubs und Diskotheken gilt weiter 2G-plus, das heißt Besucherinnen und Besucher müssen geimpft oder genesen sein und brauchen zusätzlich einen negativen Test. Bei Menschen mit Booster-Impfung entfällt die Testpflicht. Mit der Verlängerung der Maßnahmen bleibt auch die Maskenpflicht etwa im Einzelhandel bis Anfang April bestehen.

Auch andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen haben angekündigt, die Corona-Regeln zu verlängern. Hintergrund ist ein Entwurf der Bundesregierung, der vom 20. März an nur noch wenige allgemeine Schutzregeln vorsieht. Um Regelungs- und Schutzlücken zu vermeiden, sieht der Entwurf eine zweiwöchige Übergangszeit vor. Demnach können bisherige Regelungen der Länder wie 2G und 3G bis zum 2. April bestehen bleiben - ausgenommen etwa Kontaktbeschränkungen oder Teilnehmerobergrenzen für Veranstaltungen. Am kommenden Freitag soll der Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz beschließen.

Die Übergangszeit soll auch genutzt werden können, um neue Regeln zu besiegeln. Dies ist in Bremen geplant. „Nach der Verabschiedung des Infektionsschutzgesetzes können der Senat und die Bremische Bürgerschaft in der nächsten Woche die weiteren Maßnahmen in Bremen diskutieren und verabschieden“, hieß es. In Niedersachsen will die Landesregierung im Laufe der Woche eine Übergangsverordnung vorstellen, die bis 2. April gelten soll.

Pandemie: Labore verzeichnen wieder mehr Tests und höhere Auslastung

Nach wochenlang rückläufigem Trend verzeichnen viele Labore in Deutschland wieder einen deutlichen Zuwachs an PCR-Tests auf Sars-CoV-2. Rund 2,17 Millionen solcher Untersuchungen seien vom 7. bis 13. März angefordert worden, knapp ein Viertel (23 Prozent) mehr als in der Woche zuvor, berichtete der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag in Berlin und berief sich auf Angaben von rund 180 Laboren bundesweit. Die Daten bilden laut ALM etwa 90 Prozent des Testgeschehens ab.

Der Anteil positiver Ergebnisse, die sogenannte Positivrate, ist laut der Auswertung weiter auf knapp 54 Prozent gestiegen - ein Rekord. „Das ist immer ein Hinweis darauf, dass es ein gewisses, ein höheres Maß an Untererfassung gibt“, sagte der Verbandsvorsitzende Michael Müller mit Blick auf Infizierte, die mangels PCR-Ergebnis nicht in die Statistik eingehen. Wahrscheinlich würden nicht alle positiven Schnelltests im Labor bestätigt, erläuterte Müller. Das sei bei unauffälligem Beschwerdebild aber auch nicht immer erforderlich. Vielleicht gingen auch nicht alle Erkrankten zum Arzt, sondern isolierten sich nach einem positiven Schnelltest zu Hause.

Die geplanten Lockerungen könne man angesichts des Infektionsgeschehens „nicht vollständig nachvollziehen“, betonte Müllers Stellvertreter Jan Kramer. Er sprach sich etwa dafür aus, dass weiterhin Masken getragen werden. Grundsätzlich plädierte der Berufsverband für eine Professionalisierung der Testinfrastruktur. Teils bestätige sich eine Infektion erst beim PCR-Test im Labor - während vorherige Schnelltests und auch sogenannte Point-of-Care-PCR-Tests mit Ergebnissen nach 30 Minuten negativ ausgefallen seien, sagte Müller. Man müsse auch wegkommen von anlasslosen Tests.

Lauterbach: Länder sollen bei Lockerung Übergangsregel nutzen

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Länder aufgefordert, die Schutzmaßnahmen nicht schon zum 20. März auslaufen zu lassen, sondern die Übergangsfrist bis 2. April zu nutzen. Anschließend könnten sie auf die geplanten Regelungen für Regionen mit hoher Inzidenz setzen. „Die Länder müssen es anpacken. Das haben jetzt einige Länder, zum Beispiel Brandenburg, auch getan. Die gehen nach vorne und sagen: Wir verlängern fast alles, was wir haben, und dann nehmen wir die neuen Hotspot-Regelungen“, sagte Lauterbach am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“.

Nach einem Entwurf der Ampel-Regierung soll nach dem 19. März eine Maskenpflicht nur noch in Pflegeheimen, Kliniken und im öffentlichem Nahverkehr sowie im Fernverkehr gelten. Sollte sich die Corona-Lage regional verschärfen, können die Länder demnach per Parlamentsbeschluss strengere Regeln einführen, wenn auch nicht mehr alle bisher verfügbaren. Am Mittwoch soll der Bundestag erstmals über einen von Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgelegten Entwurf für die neue Rechtsgrundlage beraten. Sie soll die auslaufende jetzige ersetzen.

Lauterbach sagte, ab dem 2. April müssten die Länder die neuen Hotspot-Regelungen nutzen, um das Geschehen in den Griff zu bekommen.

Rückgang der privaten Konsumausgaben auch im zweiten Corona-Jahr

Lockdowns und andere Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben den Privatkonsum in Deutschland das zweite Jahr in Folge gedämpft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im vergangenen Jahr gegenüber dem ersten Corona-Jahr 2020 um 0,2 Prozent. Sie lagen damit um 5 Prozent unter dem Vorkrisenniveau 2019.

Der Rückgang sei unter anderem auf den Lockdown im ersten Quartal 2021 sowie auf weitere Corona-Beschränkungen zum Jahresende zurückzuführen. Mit den Lockerungen gaben die Konsumentinnen und Konsumenten dann wieder mehr Geld aus, wie die Wiesbadener Behörde am Dienstag mitteilte. Der Privatkonsum ist eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur.

Besonders deutlich waren die Auswirkungen der Corona-Beschränkungen auf das Gastgewerbe: Nach dem starken Rückgang 2020 sanken die Ausgaben für touristische Übernachtungen sowie Besuche in Restaurants und Co. im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent. Sie erreichten damit nur knapp 65 Prozent des Vorkrisenniveaus. Die preisbereinigten Ausgaben für Freizeit- und Kulturdienstleistungen lagen bei knapp 86 Prozent des Vorkrisenniveaus.

RKI registriert 198 888 Neuinfektionen – Inzidenz bei 1585,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert gemeldet. Das RKI gab den Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1585,4 an. Am Vortag hatte der Wert bei 1543,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1293,6 (Vormonat: 1437,5).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 198 888 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.27 Uhr wiedergeben. Im Vergleich zum Vortag waren das gut 100 000 Neuinfektionen mehr (Montag: 92 378 Neuinfektionen). Dieser Anstieg ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass am Wochenende weniger getestet wird und die Gesundheitsämter am Wochenende keine Fallzahlen melden. Am Dienstag vor einer Woche waren es 156 799 Corona-Neuansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 238 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 324 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 17 432 617 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 6,77 an (Sonntag: 7,07). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 13 714 200 an.

+++ Montag, 14. März +++

SPD verteidigt geplante Verlagerung von Corona-Maßnahmen auf Länder

In der Debatte um die künftigen Corona-Auflagen in Deutschland hat sich die SPD bereit erklärt, in begrenztem Ausmaß über weitergehende bundesweite Schutzmaßnahmen als bisher geplant zu reden. Gleichzeitig verteidigte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert am Montag in Berlin das Vorhaben, Auflagen über einen bundesweiten Basisschutz hinaus von Entscheidungen der jeweiligen Landesparlamente abhängig zu machen. Jeder, der Maßnahmen des Basisschutz aufrechterhalten „und an der einen oder anderen Stelle auch verstärken“ wolle, finde in der SPD einen offenen Gesprächspartner, sagte Kühnert am Montag in Berlin.

Die Entscheidung, die Kompetenz für Maßnahmen aber stärker in die Hände der Länder zu geben, die dies dann für einzelne Gebietskörperschaften wie etwa Landkreise ausdefinieren könnten, folge der Annahme, „dass sich das Hotspotgeschehen insbesondere regional ausdrücken wird“, so Kühnert. „Und da geht es ja längst nicht mehr nur um Inzidenzen (...), sondern es geht insbesondere um die Krankenhausbelastung“, sagte er weiter. „Und das kann naturgemäß am besten auch im Zusammenspiel mit den örtlichen Gesundheitsbehörden und den Trägern der Gesundheitsversorgung auf der kommunalen und Landesebene eingeschätzt werden.“

Kritiker hatten vor der Umsetzung eines entsprechenden Gesetzentwurfs von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) gewarnt. Angesichts der starken aktuellen Virusverbreitung in den kommenden Wochen drohe, dass die Infektionslage so bleibe oder schlechter werde, sagte etwa die Virologin Melanie Brinkmann in einer Bundestagsanhörung zu den Gesetzesplänen.

Bundestagspräsidentin in Isolation

Der Bundestag muss in dieser Woche ohne Präsidentin Bärbel Bas auskommen. „Jetzt hat Corona auch mich erwischt. Trotz Symptomen geht es mir relativ gut“, schrieb die SPD-Politikerin am Montag bei Twitter. Sie bleibe für die kommenden Tage in Isolation und könne leider keine Termine wahrnehmen – „auch wenn das in diesen Wochen besonders schwerfällt“. Nach Angaben eines Sprechers hatte die Bundestagspräsidentin einen positiven PCR-Test. Die Plenarsitzungen in dieser Woche würden von den Stellvertretern geleitet. Der Bundestag hat vier Vizepräsidentinnen und einen Vizepräsidenten: Aydan Özoguz (SPD), Yvonne Magwas (CDU), Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Wolfgang Kubicki (FDP) und Petra Pau (Linke).

Lindner: „Pandemie hat Charakter verändert“

FDP-Chef Christian Lindner hat die geplanten Neuregelungen im Infektionsschutzgesetz mit künftig bundesweit weniger strengen Corona-Regeln ab Sonntag verteidigt. „Die Pandemie ist nicht überwunden, aber sie hat ihren Charakter verändert, also muss sich auch der Charakter der Bekämpfung der Pandemie verändern“, sagte Lindner am Montag nach Beratungen mit dem FDP-Vorstand. Man gehe verantwortbare Schritte zurück zur Normalität. Zugleich blieben Handlungsmöglichkeiten gegeben.

Auf die Frage. ob er angesichts wieder gestiegener Corona-Zahlen kurzfristig doch noch Änderungsbedarf im Zuge der Reform des Infektionsschutzgesetzes sehe, sagte der Bundesfinanzminister: Der Orientierungspunkt für die Pandemiebekämpfung sei die Situation des Gesundheitswesens. „Und unser Gesundheitswesen ist sicherlich in Anspruch genommen, aber Gott sei dank haben wir keine strukturelle Überlastung gegenwärtig zu befürchten.“

Das Infektionsschutzgesetz soll in dieser Woche im Bundestag zum wiederholten Mal in der Pandemie geändert werden. In der aktuellen Version sieht es vor, dass die meisten bundesweiten Corona-Auflagen zum Sonntag (20. März) auslaufen. Die geplante Neufassung sieht noch einen sogenannten Basisschutz vor. Bundesweit möglich sein sollen demnach Maskenpflichten in Pflegeheimen, Kliniken und Nahverkehr - und Testpflichten in Heimen und Schulen. Bundesweit bleiben soll auch die Maskenpflicht in Zug und Flugzeug. Die Länder bekommen darüber hinaus Übergangsfristen und können auch weitere Corona-Auflagen für jeweils auszurufende Hotspots beschließen.

Hamburger Fischmarkt öffnet Anfang April wieder in altbewährter Form

Nach mehr als 15-monatiger Corona-Unterbrechung und acht Monaten im eingeschränkten Pandemiebetrieb kann der Hamburger Fischmarkt in knapp drei Wochen wieder in vollem Umfang öffnen. Ab dem 3. April dürften dann auch die typischen Marktschreier ihre Produkte wieder aus vollem Halse anbieten, teilte das Bezirksamt Altona am Montag mit. Noch ist ihnen das Schreien untersagt; außerdem darf nach der teilweisen Wiederöffnung des Marktes im vergangenen Juli bislang nur die Hälfte der Stände aufgebaut werden.

In den vergangenen Wochen sei mit Hochdruck daran gearbeitet worden, den Traditionsmarkt wieder in vollem Umfang zu ermöglichen, sagte Bezirksamtschefin Stefanie von Berg (Grüne). „Das ist nicht nur für all die Besucherinnen und Besucher schön, die sich in den vergangenen beiden Jahren nach dem pulsierenden Markt gesehnt haben, es ist insbesondere für die Marktkaufleute eine wirtschaftlich bedeutende Entscheidung.“ Nach den aktuell geltenden Corona-Regeln müssen Marktbesucher in Hamburg Maske tragen.

RKI meldet 12 000 weitere Impfungen

In Deutschland sind am Sonntag etwa 12 000 Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden, davon 8000 Spritzen zur Auffrischung. Dies geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag hervor. Zum Vergleich: Der Spitzenwert an Impfungen binnen eines einzigen Tages lag Mitte Dezember bei 1,6 Millionen. Mittlerweile haben 63 Millionen Menschen (75,6 Prozent der Bevölkerung) einen Grundschutz gegen das Virus, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind. Mindestens 48,1 Millionen Menschen (57,8 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung.Das RKI weist seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Es geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt. Mit 19,6 Millionen Menschen ist fast ein Viertel der Bevölkerung (23,6 Prozent) auch mehr als zwei Jahre nach Beginn der Pandemie weiterhin ungeimpft. Darunter sind auch etwa vier Millionen Kinder unter vier Jahren, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist.

Arbeitgeber begrüßen geplanten Wegfall von Corona-Vorschriften

Die Arbeitgeber in Deutschland haben den geplanten Wegfall der Corona-Auflagen für Unternehmen begrüßt, gleichzeitig aber die Beibehaltung von Schutzmaßnahmen zugesagt. „Die jetzt vorgesehenen Flexibilisierungen für die Betriebe sind notwendig und sinnvoll“, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie seien die gebotene Reaktion auf die betrieblichen Schutzkonzepte und die hohe Impfquote der Beschäftigten. „Auch nach Aufhebung der gesetzlichen 3G-Zugangsregelung und dem Wegfall der Verpflichtung zu mobiler Arbeit wird die Wirtschaft weiterhin wirksame Schutzmaßnahmen beibehalten“, kündigte Dulger an.

Im Entwurf einer Verordnung des Bundesarbeitsministeriums ist vorgesehen, dass die Arbeitgeber selbst die Gefährdung durch das Virus einschätzen und in einem betrieblichen Hygienekonzept entsprechende Maßnahmen festlegen sollen. Die Verordnung soll voraussichtlich am Mittwoch im Bundeskabinett beschlossen werden.

Dulger sagte, auch mobile Arbeit werde ohne gesetzlichen Zwang in den Betrieben weiter genutzt werden. „Es ist daher überflüssig, dass das Bundesarbeitsministerium entgegen dem Beschluss der Ministerpräsidenten und des Bundeskanzlers das Homeoffice wieder zum Teil durch die Hintertür in der Arbeitsschutzverordnung verankern will“, kritisierte er.

In dem Verordnungsentwurf ist der Hinweis enthalten, dass keine gesetzliche Verpflichtung zum Homeoffice bestehe, sondern der Arbeitgeber die Möglichkeit habe, seinen Beschäftigten Homeoffice anzubieten.

RKI registriert 92 378 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1543

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1543,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1526,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1259,2 (Vormonat: 1459,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 92 378 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 78 428 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, liegt damit nun bei 125 590.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 17 233 729 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 13 501 400 an.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 7,0 an (Donnerstag: 6,74). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

+++ Sonntag, 13. März +++

Ärztevertreter gegen Ende der Maskenpflicht in Innenräumen

Angesichts der rasanten Ausbreitung von Omikron in Deutschland warnen Mediziner vor der geplanten Streichung der Maskenpflicht in den meisten Innenräumen.

„Es wäre ein Fehler, dieses Mittel ohne Not aus der Hand zu geben“, sagte der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft können viele Kliniken bereits keine neuen Kranke mehr aufnehmen. Bayern und Nordrhein-Westfalen forderten Nachbesserungen an den Öffnungsplänen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz auf 1496 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner.

Am Samstag wurden 237 086 neu registrierte Corona-Infektionen binnen eines Tages in Deutschland registriert. 249 weitere Menschen starben innerhalb 24 Stunden an oder mit Corona. Insgesamt sind es 125 521 Corona-Tote in Deutschland. Die wachsende Omikron-Welle wird nach Einschätzung der Bundesregierung größtenteils durch die ansteckendere Variante BA.2 getrieben. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet steigende Totenzahlen, wenn nicht genug gegengesteuert wird, wie er am Vortag deutlich machte.

Divi-Präsident Marx sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag), mit Masken könne man sich und andere effektiv schützen. „Die Länder sollten deswegen in jedem Fall auch nach dem 20. März die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen beibehalten.“

DGB: Betriebe sollen weiter auf Homeoffice setzen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat davor gewarnt, den Schutz vor Corona-Infektionen am Arbeitsplatz zu vernachlässigen.

Arbeitsschutz darf ab Ende März keinesfalls zur Privatsache der Beschäftigten werden“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Die Pandemie ist eben noch nicht vorbei, und deshalb bleibt Homeoffice - da wo es möglich ist - auch weiterhin nützliches Instrument, um Kontakte und damit Infektionsgefahren einzuschränken.

Gleichzeitig müssten Beschäftigte auch am Arbeitsplatz im Unternehmen weiterhin geschützt werden: durch Maskentragen in Innenräumen und enge Kontrollen des Infektionsgeschehens durch regelmäßige Tests. „Die Kosten dafür müssten die Arbeitgeber tragen“, sagte Piel.

Trotz steigender Infektionszahlen sollen in Deutschlands Betrieben ab dem Frühlingsanfang in einer Woche lockerere Corona-Regeln gelten. Im Entwurf einer Verordnung des Bundesarbeitsministeriums ist vorgesehen, dass die Arbeitgeber selbst die Gefährdung durch das Virus einschätzen und in einem betrieblichen Hygienekonzept entsprechende Maßnahmen festlegen sollen. Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, andere Medien hatten zuvor ebenfalls darüber berichtet.

Die Arbeitgeber sollen dabei auch das regionale Infektionsgeschehen berücksichtigen. Prüfen sollen sie dann dem Entwurf zufolge, ob sie den Beschäftigten einen Corona-Test pro Woche anbieten, ob sie Schutzmasken bereitstellen und ob Beschäftigte im Homeoffice arbeiten sollen. Auch über Schutzmaßnahmen wie Abstands- und Hygieneregeln oder eine Maskenpflicht sollen Betriebe künftig selbst entscheiden.

Zahl der Corona-Fälle in China schnellt in die Höhe

Bei der schwersten Corona-Welle in China seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren schnellt die Zahl der Infektionen weiter in die Höhe.

Die Gesundheitskommission berichtete am Sonntag einen Tagesrekord von mehr als 3100 Fällen in 19 Regionen. Die Behörden reagieren mit Massentests, Transporteinschränkungen, Ausgangssperren und der Schließung von Schulen und Universitäten. In mehreren Städten wurde mit dem Bau provisorischer Krankenhäuser mit Tausenden von Betten begonnen, um Infizierte zu isolieren. Vor drei Wochen waren erst einige Dutzend Infektionen pro Tag gemeldet worden.

Die 26 Millionen Einwohner von Shanghai und die 9 Millionen von Qingdao wurden aufgefordert, die Hafenmetropolen möglichst nicht zu verlassen. Wer trotzdem unbedingt reisen muss, muss einen negativen Corona-Test aus den letzten 48 Stunden vorlegen - ähnlich jeder Reisende bei der Ankunft. Über die neun Millionen Einwohner zählende Metropole Changchun im Nordosten wurde am Freitag bereits ein Lockdown verhängt. Pro Haushalt darf alle zwei Tage nur eine Person für Einkäufe die Wohnung verlassen. Im Süden sind in der Provinz Guangdong auch die Millionenstädte Dongguan und Shenzhen betroffen.

Lauterbach mahnt angesichts Rekord-Corona-Zahlen zum Impfen

Angesichts der im europäischen Vergleich aktuell besonders starken Verbreitung von Corona in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ungeimpfte Menschen erneut eindringlich zur Impfung gemahnt.

Deutschland habe jetzt die höchste Corona-Inzidenz in Europa, so Lauterbach am Sonntag unter Verweis auf Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO auf Twitter. „Tendenz steigt, viele Tote“, so Lauterbach weiter. Geimpfte seien jetzt oft unvorsichtig, weil sie wüssten, dass sie sich infizieren könnten, aber meist nicht schwer erkrankten. Ungeimpfte aber seien dem Virus jetzt schutzlos ausgeliefert.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Sonntag laut Robert Koch-Institut auf 1526,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Binnen eines Tages wurden 146.607 Corona-Neuinfektionen und 50 Todesfälle gezählt. Die wachsende Omikron-Welle wird nach Einschätzung der Bundesregierung größtenteils durch die ansteckendere Variante BA.2 getrieben. Lauterbach hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrfach vor womöglich steigenden Totenzahlen gewarnt.

Ab 20. März sollen die meisten bundesweiten Corona-Auflagen wegfallen. Auf Basis eines Gesetzentwurfs von Lauterbach und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) sollen dann die Länder dafür verantwortlich sein, welche weitergehenden Schutzmaßnahmen in extra zu bestimmenden Hotspots noch gelten sollen.

+++ Samstag, 12. März +++

Sieben-Tage-Inzidenz erreicht neuen Höchstwert

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz einen Höchstwert gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 1496,0 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1439,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1220,8 (Vormonat: 1474,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 237.086 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 192.210 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 249 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 255 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16.994.744 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 7,0 an (Donnerstag: 6,74). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 13.273.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 125.521.

Bundesrat verlängert Kurzarbeiterregeln

Die coronabedingten Sonderregeln für das Kurzarbeitergeld werden erneut verlängert. Der Bundesrat ließ den Gesetzentwurf dazu passieren, den der Bundestag im Februar verabschiedet hatte. Die Sonderregeln würden eigentlich Ende März auslaufen und werden nun bis Ende Juni verlängert. Sie beinhalten unter anderem einen vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld. So reicht es weiter aus, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sind. Sonst muss mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein.

Womöglich dreimal so viel Covid-Tote wie registriert

Die Pandemie hat weltweit womöglich deutlich mehr Todesopfer gekostet als bisher angenommen. Zwischen Januar 2020 und Dezember 2021 sind einer aktuellen Studie zufolge 18,2 Millionen Menschen mehr gestorben als in Nicht-Pandemiejahren erwartet worden wären.

Offiziell verzeichnet sind in diesem Zeitraum nur 5,9 Millionen Corona-Tote. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die vollen Auswirkungen der Pandemie viel größer waren, als es die offiziellen Statistiken vermuten lassen“, schreibt das internationale Forscherteam um Haidong Wang vom Institute for Health Metrics and Evaluation (Seattle/USA) im Fachmagazin „The Lancet“

Weltweit starben den Modellierungen zufolge 120 von 100.000 Menschen infolge von Corona, in 21 Ländern lag diese Übersterblichkeitsrate bei über 300. Die höchsten Raten fanden die Wissenschaftler in den Anden-Staaten in Lateinamerika (512 Todesfälle pro 100.000 Einwohner), in Ost- (345) und Zentraleuropa (316) sowie Sub-Sahara Afrika (309). In einigen Ländern wie Island oder Australien waren den Schätzungen zufolge hingegen in den Pandemiejahren sogar weniger Menschen gestorben als statistisch zu erwarten gewesen wären.

Die teils großen Unterschiede zwischen der registrierten und der tatsächlichen Zahl an Todesfällen gehe vermutlich auf fehlende Diagnosen wegen mangelnder Tests sowie auf Probleme beim Melden der Zahlen zurück. Wie viele Menschen unmittelbar an der Coronainfektion und wie viele an indirekten Folgen der Pandemie gestorben sind, sei derzeit unklar. „Studien aus mehreren Ländern, darunter Schweden und die Niederlande, deuten darauf hin, dass Covid-19 die unmittelbare Ursache für die meisten überzähligen Todesfälle war, aber wir haben derzeit nicht genügend Beweise für die meisten Regionen“, sagt Studienleiter Wang.

Die Wissenschaftler hatten wöchentliche oder monatliche Angaben zur Zahl der Todesfälle von insgesamt 74 Ländern und 266 Staaten oder Provinzen - wie etwa den deutschen Bundesländern - aus den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 sowie aus bis zu elf Jahren davor zusammengestellt. Die Differenz zwischen der Zahl tatsächlicher und statistisch erwarteter Todesfälle ergibt die Übersterblichkeit. Mit Hilfe statistischer Modelle schätzten sie die Übersterblichkeit auch für Länder, aus denen keine Angaben zur Zahl der Todesfälle vorlagen.

China meldet höchste Infektionszahlen seit über zwei Jahren

Chinas tägliche Corona-Infektionszahlen haben den höchsten Wert seit Ende der ersten Pandemie-Welle in Wuhan vor zwei Jahren erreicht. Am Samstag meldete die nationale Gesundheitskommission landesweit 1524 lokale Ansteckungen, darunter 1048 asymptomatische Fälle.

Erst am Freitag wurde die nordostchinesische Metropole Changchun nach mehreren Hundert Corona-Infektionen in einen Lockdown geschickt. Wie die dortigen Behörden bekanntgaben, darf pro Haushalt nur noch alle zwei Tage eine Person für Einkäufe die Wohnung verlassen. Alle rund neun Millionen Bewohner der Stadt sollten auf das Virus getestet werden.

Nach der ersten großen Corona-Welle in Wuhan konnte China das Virus mit strengen Maßnahmen schnell unter Kontrolle bringen. Seitdem hält die Volksrepublik an einer epidemiologischen Nulltoleranzstrategie mit strengen Maßnahmen fest. So kam es in den letzten zwei Jahren lediglich zu lokal begrenzten Infektionssträngen mit wenigen Fällen, die rasch durch Lockdowns und Massentests eingedämmt werden konnten. Doch seit Omikron Anfang Januar erstmals in der ostchinesischen Hafenmetropole Tianjin entdeckt wurde, fürchten Gesundheitsexperten, dass die ansteckendere Corona-Variante die chinesischen Schutzmaßnahmen an ihre Grenzen bringen könnte.

+++ Freitag, 11. März +++

Keine Maskenpflicht in Niedersachsens Clubs und Bars

Die Maskenpflicht in Clubs, Diskotheken und Shisha-Bars in Niedersachsen ist vom Oberverwaltungsgericht (OVG) vorläufig außer Vollzug gesetzt worden. Das teilte das Gericht am Freitag in Lüneburg mit. Die Betreiberin einer Diskothek in Osnabrück habe sich gegen diese Regelung gewandt. Das Gericht habe entschieden, dass die Regelungen keine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes seien und zudem nicht angemessen. Der Beschluss ist unanfechtbar.Seit vergangener Woche Freitag dürfen Clubs und Diskotheken im Bundesland wieder öffnen. Bislang durfte die Maske nur am Sitzplatz abgenommen werden, beim Tanzen musste sie getragen werden. Die Zugangsregel ist in dem Beschluss nicht thematisiert - somit gilt im Innen- und Außenbereich dieser Betriebe weiterhin die 2G-plus-Regel. Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen ist, bekommt keinen Zugang. Wer noch keine dritte Impfung hatte, benötigt zusätzlich einen negativen Test. Jugendliche unter 18 Jahren sind laut Landesregierung von diesen Vorgaben im Gegensatz zu anderen Bereichen bei Clubs und Diskotheken nicht ausgenommen.

Bundestag: Abgeordnete ohne Impf- oder Genesenennachweis müssen nicht mehr auf Besuchertribüne

Im Bundestag müssen Abgeordnete ohne Impf- oder Genesenennachweis künftig nicht mehr auf die Besuchertribüne ausweichen. Die Corona-Regeln im Parlament werden wieder entschärft. Das geht aus einem Schreiben der Bundestagsverwaltung an die Abgeordneten vom Freitag hervor. Demnach soll ab Montag wieder die sogenannte 3G-Regel gelten: Auch ungeimpfte oder nicht genesene Abgeordnete dürfen damit wieder in den Plenarsaal und in Ausschusssitzungen, wenn sie einen negativen Test vorweisen können.

„Die bisherige „Tribünenlösung“ entfällt“, heißt es in dem Schreiben. Abgeordnete ohne Impf- oder Genesennachweis hatten zuletzt keinen Zutritt mehr zu Plenarsitzungen, auch nicht mit negativem Test, und mussten auf die Besuchertribüne ausweichen. Das waren vorrangig Abgeordnete der AfD. Auch Ausschusssitzungen waren entsprechend beschränkt.

Der Bundestag hatte Mitte Januar mit den Stimmen der anderen Fraktionen gegen die der AfD diese 2G-plus-Regel für das Parlament beschlossen. Die AfD hatte scharf protestiert und sogar vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt.

Die nun geplanten Lockerungen orientierten sich am Beschluss von Bund und Ländern von Mitte Februar, „wonach die derzeit geltenden Infektionsschutzmaßnahmen verantwortungsbewusst und in kontrollierten Schritten zurückgefahren werden sollen“, heißt es in dem Schreiben an die Abgeordneten. Die FFP2-Maskenpflicht im Bundestag soll vorerst bleiben.

Medien: Corona-Ausbruch bei Arminia - Spiel beim BVB gefährdet?

Beim Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld wachsen nach Medieninformationen die Corona-Probleme. Demnach sollen mittlerweile auch eine Reihe von Profis positiv auf das Virus getestet worden sein. Das hat der Verein vor dem Spiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) bei Borussia Dortmund bisher aber nicht bestätigt. Die ursprünglich für Freitag vorgesehene Pressekonferenz zur Partie wurde kurzfristig auf Samstag verlegt.

Der Tabellen-15. hatte am Dienstag Coronafälle schwerpunktmäßig im Bereich des Trainer- und Betreuerstabs gemeldet, dabei aber keine Angaben zur Anzahl und zu den Personen gemacht. Inzwischen sollen auch mindestens vier Profis betroffen sein. Bisher waren die Ostwestfalen bei Corona-Infektionen vergleichsweise glimpflich davon gekommen. Nur Torwart Stefan Ortega und Kapitän Manuel Prietl hatten sich bereits im Dezember angesteckt.

Ob dem Duell der Arminia mit dem Bundesliga-Zweiten aus Dortmund eine Verlegung droht, bleibt vorerst offen. Dazu will sich der Verein erst auf der Pressekonferenz am Samstagmorgen äußern. Gemäß den Vorgaben der Deutschen Fußball Liga kann ein Club einen entsprechenden Antrag stellen, wenn weniger als 16 spielfähige Profis zur Verfügung stehen. Der BVB war bereits am vorigen Spieltag betroffen, als die Partie in Mainz coronabedingt verlegt werden musste.

Zahl der mit Corona infizierten Schüler steigt wieder

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schülerinnen und Schüler ist in Niedersachsen nach mehreren Wochen wieder angestiegen. Am Freitag konnten rund 13 000 von ihnen wegen eines positiven Tests nicht in die Schule gehen, wie ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover mitteilte. Am Freitag vergangener Woche waren es rund 11 150 Schüler, vor zwei Wochen 12 870. Drei Schulen im Bundesland sind demnach derzeit wegen vieler Corona-Fälle im Distanzlernen.

An diesem Freitag waren den Angaben zufolge rund 1700 Schulbeschäftigte von einem positiven Corona-Test betroffen, darunter 1240 Lehrkräfte. Vor einer Woche waren es noch insgesamt 1270 Schulbeschäftigte, vor zwei Wochen etwa 1400.

Etwa 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler besuchen laut Ministerium die rund 3000 Schulen in Niedersachsen, etwa 100 000 Menschen arbeiten dort.

Lauterbach: Corona-Lage wieder kritisch

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor dem geplanten baldigen Wegfall von Corona-Beschränkungen in Deutschland vor Sorglosigkeit gewarnt. „Die Lage ist objektiv viel schlechter als die Stimmung“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin mit Blick auf wieder stark steigende Infektionszahlen. Er bezeichnete die Lage als kritisch und wandte sich gegen pauschale Einschätzungen, dass die Omikron-Variante milder sei. „Wir können nicht zufrieden sein mit einer Situation, wo 200 bis 250 Menschen jeden Tag sterben.“ Dies sei eine unhaltbare Lage, auf die man reagieren müsse.

Lauterbach verteidigte die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Neuregelungen zu weiter möglichen Schutzmaßnahmen über den Frühling hinaus. Nach einem Entwurf für eine neue Rechtsgrundlage sollen allgemeine Basismaßnahmen möglich sein und weitergehende Eingriffsmöglichkeiten in „Hotspots“ mit kritischer Infektionslage. Hintergrund ist ein Beschluss von Bund und Ländern, dass zum 20. März alle weitgehenden Alltagsbeschränkungen wegfallen sollen.

Lauterbach sagte, er erwarte wegen der Infektionslage solche „Hotspots“ in zahlreichen Bundesländern. Bereits in wenigen Tagen würden die künftig vorgesehenen Maßnahmen daher sehr schnell eingesetzt werden müssen. Er forderte die Landesregierungen auf, sich nicht mit Kritik an dem Gesetz aufzuhalten, sondern nun die Nutzung vorzubereiten. Mehrere Länder fordern mehr Schutzinstrumente.

Der Minister rechtfertigte es, dass weitergehende Beschränkungen an eine hohe Klinikbelastung oder gefährlichere Virusvarianten in einer Region geknüpft werden sollen. Solche Freiheitseingriffe müssten gerechtfertigt werden, um eine rechtssichere Regelung zu haben. Lauterbach betonte erneut, dass die allgemeine Impfpflicht unbedingt nötig sei, um neue breite Beschränkungen im Herbst zu vermeiden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete den neunten Tag in Folge einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz auf nun 1439,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Gesundheitsämter meldeten demnach 252 836 neue Fälle an einem Tag, registriert wurden zudem 249 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden.

Ärzte fordern Ende der anlasslosen Corona-Tests für Kinder

Ärzte haben für Kinder nach über zwei Jahren Pandemie ein Ende der anlasslosen Corona-Testungen und mehr Normalität im Alltag gefordert. Die bisherigen zum Schutz gedachten Maßnahmen belasteten die Jungen und Mädchen eher als sie nutzten, kritisierte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in NRW am Freitag. Auch wenn die Infektionszahlen bei Kinder hoch seien, „spiegelt das die reale Krankheitssituation bei den Kindern überhaupt nicht wieder“.

Die beiden BVKJ-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe betonten: „Wir sehen in unseren Praxen kaum Kinder, die an Corona erkrankt sind, wir erleben massenhaft Kinder, die bei völliger Gesundheit oder banalem Schnupfen aufgrund von Testmaßnahmen der Kita teilweise zum wiederholten Male fernbleiben müssen.“ Das sei der falsche Weg. „Wenn wir Kinder schützen wollen, dann muss endlich wieder gelten, dass wir über Krankheit reden und nicht über die Tatsache, dass ein gesundes Kind eventuell Viren in sich trägt.“

Die Tests verhindern laut Verband „keine einzige Infektion irgendeines Kindes.“ Sondern: „Die Lage in den Kitas verschlechtert sich nicht aufgrund der Zahl der Infektionen, wie von manchen Politikern behauptet, sondern aufgrund der weiterhin meist angstgesteuerten Maßnahmen und Forderungen, die den Alltag von Kindern und Familien belasten.“ Der BVKJ appellierte: „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem jede Beeinträchtigung von Kindern durch Maßnahmen nur noch erfolgen darf, wenn diese nachweislich den Kindern nutzt.“ Sie müssten wieder unbeschwert mit anderen spielen, lernen, Spaß haben dürfen.

RKI registriert 252 836 Neuinfektionen – Inzidenz bei 1439,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den neunten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1439,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1388,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1196,4 (Vormonat: 1472,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 252 836 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben.

Am Donnerstag hatte das RKI eine Rekordzahl von 262 752 Fällen binnen 24 Stunden und damit erstmals mehr als 250 000 verzeichnete Neuinfektionen an einem Tag registriert. Vor einer Woche waren es 217 593 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 249 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 291 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16 757 658 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,74 an (Mittwoch 6,62). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 13 153 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 125 272.

+++ Donnerstag, 10. März +++

Wieder Rekord bei Corona-Neuinfektionen in Österreich

Den zweiten Tag hintereinander ist in Österreich ein Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Nach knapp 48 000 Fällen binnen 24 Stunden am Mittwoch wurden am Donnerstag fast 50 000 neue Infektionen registriert, wie die Behörden berichteten. Experten hatten zuletzt kritisiert, dass die fast komplette Aufhebung aller Corona-Beschränkungen am 5. März zu früh erfolgt sei. Allerdings blieb die Situation in den Kliniken stabil. Auf den Normalstationen sank die Zahl der Corona-Patienten im Vergleich zum Vortag leicht, auf den Intensivstationen blieb sie stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei rund 2800 Fällen auf 100 000 Einwohner. In Deutschland beträgt sie knapp 1400.

29 Prozent weniger Theaterbesucher durch ersten Lockdown

Die Zahl der Besucherinnen und Besucher der öffentlichen Theater, Orchester, Privattheater und Festspiele ist in der Spielzeit 2019/20 aufgrund des ersten Corona-Lockdowns um 29 Prozent zurückgegangen. Das teilte am Donnerstag der Deutsche Bühnenverein in Köln mit. Während die Zahl der Fest-Beschäftigten dank der Möglichkeit zur Kurzarbeit konstant geblieben sei, zeigte sich bei den nicht fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Rückgang von 10,6 Prozent. „Dies ist der pandemiebedingten Schließung der Bühnen geschuldet“, so der Bühnenverein.

Ein bundesweiter Lockdown hatte ab März 2020 zu einer monatelangen Schließung der Häuser geführt. Die gesellschaftlichen Folgen des Wegfalls der Bühnen seien schon jetzt deutlich spürbar, sagte die Geschäftsführende Direktorin des Bühnenvereins, Claudia Schmitz. „Perspektivische Folgen sind schon in Sicht: Angespannte öffentliche Haushalte treffen auf Bühnen, die sich erst wieder ganz in die gesellschaftliche Wahrnehmung zurückarbeiten müssen und auf diesem Weg das klare Bekenntnis der Kulturpolitik benötigen.“

Augsburg-Trainer Weinzierl fordert einheitliche Corona-Teststrategie

Trainer Markus Weinzierl vom FC Augsburg hat vor dem Saisonendspurt in der Fußball-Bundesliga eine einheitliche Corona-Teststrategie für die Vereine gefordert. „Es gehört geregelt, wie die Vereine testen. Dass sie auch gleich testen“, sagte der Coach am Donnerstag. „Weil wir testen jeden Tag und haben dadurch schon mehrere Spieler am Spieltag nicht dabei gehabt.“ Nach Angaben des 47-Jährigen gibt es seitens der Deutschen Fußball Liga mit Blick auf Corona-Tests keine klaren Richtlinien. „Ich weiß, dass das in den Vereinen unterschiedlich gehandhabt wird, und ich finde, dass sowas jetzt auch in der Schlussphase in den letzten sechs, acht Spieltagen auch von der DFL geregelt gehört“, sagte Weinzierl. Schließlich stünden die Clubs im Abstiegskampf in einem engen Wettbewerb. „Da sollten wir relativ gleiche Bedingungen haben.“

VW-Chef: Krieg droht Wirtschaft schlimmer zu belasten als Corona

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine könnte laut VW-Konzernchef Herbert Diess noch heftigere Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft haben als die Corona-Krise. Eine in die Länge gezogene militärische Auseinandersetzung würde die Region wohl „sehr viel schlimmer“ treffen als die Verbreitung des Covid-19-Erregers, sagte der Manager der „Financial Times“ (Donnerstag). Auf Dauer beschädigte globale Lieferketten dürften demnach „zu riesigen Preiserhöhungen, Knappheit an Energie und Inflation“ führen, warnte der Vorstandsvorsitzende von Europas größtem Autokonzern. „Das könnte sehr riskant sein für die europäische und die deutsche Wirtschaft.“ Diess gab sich als Anhänger „maximaler Sanktionen“, die aber durch Verhandlungen ergänzt werden müssten. VW hatte das Russland-Geschäft in der vergangenen Woche gestoppt. Die Produktion in und der Export von Fahrzeugen nach Russland ist bis auf weiteres eingestellt.

WHO: Europa steht in Gesundheitsfragen vor Richtungsentscheidung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die europäischen Länder aufgerufen, das Thema Gesundheit nach der Corona-Pandemie viel stärker in den Fokus zu rücken als zuvor. Angesichts der weitreichenden Auswirkungen der Pandemie stünden die Länder vor gewaltigen Herausforderungen, um die gesundheitlichen Ungleichheiten anzupacken und die gesundheitsbezogenen der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2030 zu erreichen, teilte die WHO Europa am Donnerstag bei der Vorstellung ihres neuen Europäischen Gesundheitsberichts 2021 mit.Nach fast zwei Jahren Pandemie stehe man vor einer klaren Richtungswahl, erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge: Man könne dem Gesundheitssektor entweder mehr Priorität als je zuvor einräumen und einen Fokus auf lange vernachlässigte Themen wie die mentale Gesundheit legen. Oder aber man könne die Chance verstreichen lassen und somit die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger aufs Spiel setzen.

Firmenpleiten im Jahr 2021 auf historischem Tiefstand

Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland so wenige Firmeninsolvenzen gegeben wie noch nie seit Einführung der aktuellen Insolvenzordnung im Jahr 1999. Die Amtsgerichte haben 13 993 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit endgültigen Zahlen berichtete. Das waren 11,7 Prozent weniger als im Vorjahr und 25,4 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Die Summe der Forderungen stieg in der Jahresfrist um gut 4 Milliarden Euro auf 48,3 Milliarden Euro. Die beiden Jahre 2020 und 2021 waren geprägt von Sonderregelungen zu Insolvenzen in Folge der Corona-Pandemie sowie der Starkregenfälle und Hochwasser im Juli 2021. Um eine Pleitewelle infolge der Pandemie abzuwenden, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt von Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt.

RKI registriert Rekordzahl an Neuinfektionen – 262 752 Fälle

Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 250 000 neue Corona-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 262 752 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 210 673 Ansteckungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls deutlich auf 1388,5. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1319,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1174,1 (Vormonat: 1465,4).

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 259 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 267 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16 504 822 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 6,62 an (Dienstag mit 6,15). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 12 963 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 125 023.

+++ Mittwoch, 9. März +++

Frieslands Landrat hat Corona

Frieslands Landrat Sven Ambrosy hat sich mit Corona infiziert. Symptome habe er seit Sonntag, gestern sei der PCR-Test positiv ausgefallen, teilte Ambrosy mit. Wo er sich infiziert hat, wisse er nicht. Seit Sonntag habe er keine dienstlichen Kontakte mehr, da er sich zu Hause im Urlaub befinde.

Slowakei erlaubt Veranstaltungen wieder unbeschränkt

Die slowakische Regierung hat am Mittwoch weitere Lockerungen bei den geltenden Corona-Regeln beschlossen. Ab kommenden Montag dürfen Sport- und Kulturveranstaltungen wieder ohne Beschränkung der Publikumszahl stattfinden. Der verpflichtende Nachweis einer Impfung oder eines negativen Corona-Tests war schon seit 26. Februar aufgehoben. Weiterhin gilt allerdings eine Maskenpflicht in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn kein Abstand von mindestens zwei Metern eingehalten werden kann, ist auch bei Massenveranstaltungen im Freien eine FFP2-Maske zu tragen.

Ursprünglich war die Aufhebung der Kapazitätsbeschränkungen bei Veranstaltungen erst zum Monatsende geplant gewesen. Dass sie nun vorgezogen wurden, begründete das Gesundheitsministerium in Bratislava mit der günstigen Pandemie-Entwicklung. Die Infektionszahlen gingen demnach in allen Altersgruppen zurück und auch in den Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen habe sich die Lage stabilisiert.

Die Slowakei verzeichnet bisher eine der niedrigsten Corona-Impfquoten und zugleich eine der höchsten coronabedingten Todesraten in der Europäischen Union. Von den 5,5 Millionen Einwohnern der Slowakei waren bis zum Mittwoch nur 50,1 Prozent vollständig geimpft. Seit Ausbruch der Pandemie starben in der Slowakei 18 786 Menschen an oder mit Covid-19.

Israels Ex-Regierungschef Netanjahu positiv auf Corona getestet

Israels Ex-Regierungschef Benjamin Netanjahu ist positiv auf Corona getestet worden. Dies bestätigte ein Sprecher der Familie am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatten israelische Medien darüber berichtet.Zuletzt war die Zahl der Corona-Neuinfektionen in dem Land mit 9,4 Millionen Einwohnern weiter zurückgegangen. Das israelische Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch 6668 neue Fälle. Seit März sind weitere Lockerungen in Kraft getreten - so dürfen erstmals seit Pandemiebeginn ungeimpfte Touristen wieder ohne Sondergenehmigung einreisen und müssen nicht in Quarantäne.

Rekordwert bei Neuinfektionen in Österreich

Vier Tage nach dem Ende fast aller Corona-Beschränkungen ist in Österreich die Zahl der Neuinfektionen auf einen neuen Höchstwert geklettert. Wie die Behörden am Mittwoch berichteten, wurden binnen eines Tages 47 795 neue Fälle verzeichnet. Unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner entspräche das etwa einem Wert von 450 000 in Deutschland. Seit Samstag gilt in Österreich nur noch eine FFP2-Maskenpflicht in Teilen des Handels. Außerdem sind die Vorschriften in Wien teils noch etwas strenger. Viele Menschen feierten vor allem in der Nachtgastronomie, die nach zwei Jahren wieder öffnen durfte. Die Lage in den Kliniken - vor allem auf den Intensivstationen - ist aktuell weiter stabil.

Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen leicht gesunken

Nach Tagen des Anstiegs ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert am Mittwoch mit 1209,4 an, am Vortag lag er noch bei 1213,5. 25 neue Todesfälle wurden im Zusammenhang mit der Pandemie registriert. Spitzenreiter bei den Inzidenzzahlen bleibt der Landkreis Grafschaft Bentheim mit 2710,8. Den niedrigsten Wert hat der Landkreis Wesermarsch mit 645,0.

Die Hospitalisierungsinzidenz stieg von 11,0 leicht auf 11,2 an. Diese Größe bezeichnet die Zahl der Neuaufnahmen von Patientinnen und Patienten in Kliniken je 100 000 Menschen innerhalb einer Woche. Es können auch Menschen mit positivem Corona-Test darunter sein, die wegen anderer Erkrankungen in der Klinik sind. Die Auslastung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten erhöhte sich wieder auf 5,4 nach 5,3 am Vortag.

In Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen am Mittwoch laut RKI bei 730,0, am Dienstag betrug die Inzidenz 723,0. Im Zusammenhang mit Corona gab es im kleinsten Bundesland einen weiteren Toten.

Bundesfamilienministerin Spiegel weiterhin corona-positiv

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) bleibt auch knapp zwei Wochen nach ihrem positiven Corona-PCR-Test zunächst zu Hause. Sie sei weiterhin positiv getestet worden und führe die häusliche Isolation fort, sagte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Bei der heutigen Kabinettssitzung wird sie von Sven Lehmann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vertreten.“ Am 24. Februar hatte das Ministerium von einem positiven PCR-Test Spiegels berichtet. Anstehende Präsenztermine wurden abgesagt.

Lauterbach sieht Novavax-Kampagne in sozialen Medien diffamiert

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach führt die geringe Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff von Novavax auch auf eine Kampagne gegen das Vakzin in sozialen Medien zurück. Das Mittel sei noch während seiner Beschaffung diffamiert worden, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. „Es wurde sogar darüber spekuliert, der Impfstoff würde dazu führen, dass Krebsgeschwulste entstehen würden. Das ist natürlich blanker Unsinn.“ Es sei ein sicherer und guter Impfstoff. Er hoffe, dass sie Nachfrage noch anziehe. „Wir stellen den Impfstoff jetzt auch, diesen guten Impfstoff, auch über die Hausärzte, die Fachärzte zur Verfügung und über die Impfzentren und hoffen, dass er dann noch mehr angenommen wird.“ Beim Novavax-Mittel Nuvaxovid handelt sich um einen Proteinimpfstoff - also eine andere Technologie als bei den bisher zumeist eingesetzten mRNA-Präparaten von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben. Erste Bundesländer hatten vor knapp zwei Wochen damit begonnen, den neuen Impfstoff zu verabreichen.

RKI registriert 215 854 Neuinfektionen – Inzidenz bei 1319,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den siebten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1319,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1293,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1171,9 (Vormonat: 1450,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 215 854 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 186 406 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 314 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 301 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16 242 070 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 6,06 an (Sonntag mit 6,24). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Neuere Zahlen lagen zunächst nicht vor.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 12 753 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124 764.

+++ Dienstag, 8. März +++

Landkreise: Noch offene Fragen zur Corona-Impfpflicht in der Pflege

Der Deutsche Landkreistag verlangt die Klärung noch offener Fragen für die Umsetzung der Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in der Pflege und im Gesundheitswesen. „Wir benötigen von Bund und Ländern entsprechende Leitplanken für den Vollzug, damit eine Umsetzung der Impfpflicht gut funktionieren kann“, sagte Verbandspräsident Reinhard Sager am Dienstag nach einer Präsidiumssitzung in Saarlouis. Dies sei bislang teilweise geschehen.

Vom 15. März an gilt in Deutschland eine sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. Ab dann müssen Beschäftigte etwa von Pflegeeinrichtungen gegen das Coronavirus geimpft sein. Der Umgang mit Mitarbeitern, die bis dahin nicht wie vorgeschrieben geimpft sind, wurde aber nicht genau festgelegt und in das Ermessen der örtlichen Gesundheitsämter gestellt.

Zahl an Corona-PCR-Tests sinkt weiter – Positivrate auf Rekordhoch

Der Anteil der positiven PCR-Tests auf Corona hat in der vergangenen Woche ein Rekordhoch erreicht. Die sogenannte Positivrate sei innerhalb einer Woche von 45,6 auf 51,9 Prozent gestiegen und damit auf den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie, berichtete der Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit Blick auf die Woche vom 28.02. bis 06.03.2022. Der Rekord hänge unter anderem mit dem „hohen Infektionsgeschehen“ zusammen, sagte ein ALM-Sprecher. Bei einer hohen Positivrate sei auch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

„Die aktuellen Zahlen aus der Datenerhebung deuten auf ein wieder steigendes Infektionsgeschehen hin“, sagte der 1. Vorsitzende des Berufsverbandes, Michael Müller. „Die ersten Sonnenstrahlen des nahenden Frühlings dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Pandemie leider noch immer nicht vorüber ist.“

Die Gesamtzahl der Corona-PCR-Tests in Deutschland ist zugleich weiter gesunken. Sie habe in der vergangenen Woche bei 1 757 140 gelegen und damit um 7 Prozent niedriger als in der Vorwoche mit 1 885 360. Zuvor lag sie bei 2 048 786. Die Auslastung der Labore in Bezug auf Sars-CoV-2-PCR-Tests sei mit durchschnittlich 63 Prozent aktuell niedrig und zeige weiterhin ein leicht sinkendes Niveau.

Derzeit gibt es kostenlose PCR-Tests nur nach einem positiven Antigen-Schnelltest von einer Teststelle. Diese Regel war wegen der hohen Auslastung der Testlabore eingeführt worden. Angesichts der aktuell ausreichenden PCR-Testkapazitäten sei es sinnvoll, diese Regel für viele Personengruppen aufzuheben, schreibt der Verband.

Studie: Pandemie verändert Geschlechterrollen kaum

Die Corona-Krise hat die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen bei Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung kaum verändert. Zwar beteiligten sich Männer vor allem zu Beginn der Pandemie stärker an der Kinderbetreuung, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Den weitaus größeren Teil übernahmen aber nach wie vor Mütter.

Die Analyse beruht unter anderem auf Online-Befragungen des IAB zu den Corona-Folgen auf die Erwerbstätigkeit. Im Verlauf der Pandemie nahm die stärkere Beteiligung der Väter an der Kinderbetreuung den Forschern zufolge ab. „Der Trend setzt sich auch 2021 fort“, sagte Co-Autorin Claudia Globisch. Erste Zahlen zum zweiten Lockdown im Januar und Februar 2021 zeigten, dass Väter zwar erneut in der Kinderbetreuung etwas mehr übernommen haben, allerdings weniger als im ersten Lockdown, und nach dem zweiten Lockdown sei die stärkere Beteiligung auch wieder gesunken.

Dies spreche dafür, dass ihr Engagement aus der Notwendigkeit geboren sein dürfte und sich mit einer Normalisierung der Situation wieder zurückbilden dürfte, heißt es in der Studie. Belege, dass die Corona-Krise zu einer Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse - also dass Frauen Erwerbstätigkeit reduzierten, um mehr unbezahlte Sorgearbeit zu übernehmen - geführt habe, fanden die Forscher dagegen nicht. „Man kann also nicht von einem Rückschritt sprechen, aber eben auch nicht von einem Fortschritt“, sagte Globisch.

Moderna verzichtet dauerhaft auf Patentschutz in 92 Ländern

Der US-Konzern Moderna verzichtet in 92 Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen dauerhaft auf den Patentschutz seines Corona-Impfstoffes. Man werde die Patente in diesen Ländern „nie“ durchsetzen, kündigte der Hersteller am Dienstag an. Voraussetzung sei, dass diese Impfstoffe ausschließlich zur Verwendung in diesen Ländern hergestellt werden. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet. Es handelt sich um Länder, in denen Gavi, die Impfallianz aus Regierungen, Firmen, Stiftungen und UN-Organisationen, das Covax-Programm durchführt.

Moderna-Präsident Stephen Hoge sagte der Zeitschrift weiter, das Unternehmen verzichte auch auf entsprechende Lizenzeinnahmen „Für die Nutzung der Patente verlangt Moderna kein Geld. Wir machen damit keinen Gewinn - im Gegenteil“, sagte Hoge.

Moderna will zudem mRNA-Impfstoffe in Kenia produzieren, abfüllen und verpacken. Das Unternehmen habe eine entsprechende Absichtserklärung mit der kenianischen Regierung unterzeichnet, hatte Moderna am Montag mitgeteilt. Man werde bis zu 500 Millionen Dollar (rund 460 Millionen Euro) investieren, um jährlich bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen für den afrikanischen Kontinent zu produzieren. 2021 hatte Moderna bereits bekanntgegeben, dass es eine solche Anlage in Afrika bauen möchte.

Frankreich hebt Corona-Beschränkungen am Arbeitsplatz auf

Frankreich hebt die Corona-Beschränkungen am Arbeitsplatz auf. Ab kommendem Montag gebe es keine Masken- und Abstandspflicht mehr am Arbeitsplatz und auch in der Betriebskantine, sagte Arbeitsministerin Élisabeth Borne am Dienstag in Paris. Der seit rund zwei Jahren geltende Corona-Erlass für die Arbeitswelt werde aufgehoben. Die Corona-Lage verbessert sich in Frankreich seit etlichen Wochen zusehend. Die Sieben-Tage-Inzidenz, das heißt die Zahl registrierter Neuinfektionen binnen einer Woche auf 100 000 Einwohner, lag zuletzt bei 538.

Deswegen fallen in Frankreich ab kommendem Montag auch fast alle anderen Corona-Beschränkungen. Die Menschen können dann wieder ohne Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder negativen Test in Restaurants, Fernzüge, Kinos und Museen und zu Veranstaltungen. Auch die Maskenpflicht in Innenräumen wird außer im öffentlichen Verkehr aufgehoben.

Impftempo sinkt weiter – Rund 57 000 Impfungen am Montag

In Deutschland sinkt das Tempo der Impfungen gegen das Coronavirus weiter ab. Am Montag wurden rund 57 000 Impfdosen verabreicht, wie am Dienstag aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Am Montag vor einer Woche waren es noch rund 73 000, vor zwei Wochen 108 000 und vor drei Wochen 117 000.

Bei rund 37 000 der rund 57 000 Impfdosen am Montag handelte es sich um Auffrischungsimpfungen. Der Anteil der Menschen mit Grundschutz, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind, liegt damit weiter bei mindestens 75,6 Prozent der Bevölkerung (mindestens 62,9 Millionen Menschen). Mindestens 57,5 Prozent (47,8 Millionen) haben mittlerweile zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen.

Das RKI weist seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard angegeben. (dpa)

Schutz gegen Corona: 46 Masken pro Einwohner importiert

Das In der Corona-Pandemie hat Deutschland Milliarden Schutzmasken vor allem aus China eingekauft. 3,8 Milliarden Stück, etwa FFP2-Masken, im Gesamtwert von 841,3 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr nach Deutschland eingeführt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das waren nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde 46 Masken pro Einwohner. Kosten je Maske beim Import im Schnitt: 22 Cent.

Aus China stammten fast 85 Prozent dieser Einfuhren: 3,2 Milliarden Masken im Wert von 691 Millionen Euro orderte Deutschland von dort. Zweitwichtigster Maskenlieferant war das Vereinigte Königreich mit 173 Millionen Masken im Wert von 56 Millionen Euro, danach folgte die Türkei mit 159 Millionen Masken für 24 Millionen Euro.

Zugleich gingen 669 Millionen Schutzmasken aus deutscher Produktion im Gesamtwert von 285 Millionen Euro ins Ausland, vor allem nach Österreich und Polen. (dpa)

RKI registriert 156 799 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1293,6

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den sechsten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1293,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1259,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1213,0 (Vormonat: 1441,0 ). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 156 799 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 122 111 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 324 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 235 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16 026 216 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 6,06 an (Freitag mit 6,35). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 12 525 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124 450. (dpa)

+++ Montag, 7. März +++

Lauterbach besorgt wegen steigender Corona-Zahlen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich besorgt über die wieder steigenden Corona-Zahlen gezeigt. Es werde sich weiter bemerkbar machen, dass die Omikronvariante BA.2 noch ansteckender sei als die ursprüngliche Omikronvariante, sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin. Nach längerem Rückgang stieg die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz den fünften Tag in Folge. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gab es 1259,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

Zuversichtlich zeigte sich Lauterbach, dass die Verhandlungen in der Ampelkoalition über die künftigen Corona-Auflagen rechtzeitig abgeschlossen werden und ein geändertes Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht wird. „Wir müssen handlungsfähig bleiben, und so wird das Gesetz auch ausfallen.“ In der Ampel dringt vor allem die FDP darauf, dass der verabredete Wegfall vieler Corona-Beschränkungen zum 20. März möglichst umfassend ausfällt.

Ob ein entsprechender Gesetzentwurf am Mittwoch im Bundeskabinett beraten wird, sei noch offen. Der Gesundheitsminister sagte, man sei „in der Nähe einer Einigung“. Das Gesetz könne auch im Umlaufverfahren auf den Weg gebracht werden. (dpa)

Forscher: Weltweit mehr als sechs Millionen Corona-Tote

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als sechs Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervor, die die Hochschule am Montag in Baltimore veröffentlichte. Die Schwelle von fünf Millionen Corona-Toten weltweit war Anfang November überschritten worden, die Vier-Millionen-Marke Anfang Juli vergangenen Jahres.

Nach den Daten der US-Forscher liegt die Zahl der bestätigten Infektionen nach inzwischen mehr als zwei Jahren bei mehr als 446 Millionen Fällen. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen rund um den Globus von einer hohen Dunkelziffer aus. Weltweit wurden nach der JHU-Statistik inzwischen mehr als 10,6 Milliarden Impfungen verabreicht.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen auch wieder zeitweise nach unten korrigiert. Nach Angaben der WHO von Montag gab es bisher 5,98 Millionen bestätigte Todesfälle und gut 440 Millionen bekannte Infektionen.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die tödlich verlaufen kann. Es gibt in allen Altersgruppen Todesfälle, aber ältere und Patienten mit schwachem Immunsystem sind besonders betroffen. (dpa)

Rotes Kreuz befürchtet verstärkte Corona-Welle in der Ukraine

Der Ukraine-Krieg könnte nach Ansicht von Experten zu stark steigenden Corona-Infektionen im Land sowie in den Nachbarstaaten führen. Die Ukraine sei vor Kriegsbeginn mit 900 000 Fällen im Februar noch mitten in der Omikron-Welle gewesen und habe bei Tests eine Positivitätsrate von 60 Prozent aufgewiesen, sagte eine Sprecherin der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Montag in Genf. Die normalen Vorsichtsmaßnahmen seien nun nicht mehr gegeben.

„Es gibt überfüllte Schutzräume, Busse, Bahnen, Hotels“, sagte IFRC-Gesundheitsexpertin Petra Khoury. Da die Zahl der Tests wegen des Kriegs sinken werde, leide auch der Überblick über die epidemiologische Lage im Land. Nachbarstaaten wie Moldawien und Rumänien als Ziele der Ukraine-Flüchtlinge hätten niedrige Corona-Impfquoten, hieß es.

Umfrage: Mehr als 60 Prozent der Menschen planen Urlaubsreise

Nach zwei Jahren Pandemie ist die Reiselust vieler Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge groß. Nach Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) planten bei einer Umfrage zum Jahreswechsel, also vor Beginn des Ukraine-Krieges, 61 Prozent der Befragten in diesem Jahr sicher einer Urlaubsreise. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 49 Prozent. 28 Prozent haben schon ein festes Ziel. „Diese Werte stimmen optimistisch, dass 2022 in großer Zahl in den Urlaub gereist wird, sofern es die Rahmenbedingungen zulassen“, heißt es in der am Montag veröffentlichten „Reiseanalyse 2022“.

Die Branche, die ab Dienstag online zur Reisemesse ITB (8.3 bis 10.3) zusammentrifft, hofft nach zwei Corona-Jahren mit zahlreichen Reisebeschränkungen auf eine Erholung. Wie sich der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine auf die Nachfrage auswirkt, ist Veranstaltern zufolge derzeit noch nicht abzusehen. Grundsätzlich hätten Katastrophen, Kriege und Terror in den vergangenen Jahrzehnten an der Nachfrage nichts geändert, berichtete FUR-Tourismusforscher Martin Lohmann. Urlauber seien auf andere Ziele ausgewichen.

Generell ist die Unsicherheit immer noch größer als vor Ausbruch der Pandemie in Europa im März 2020. So gaben 27 Prozent der Befragten an, sie wüssten noch nicht, ob sie in diesem Jahr in den Urlaub fahren wollten. Vor Beginn der Corona-Krise waren es nur 17 Prozent.

Nach dem Ende vieler Reisebeschränkungen deutet sich ein Comeback beliebter Ziele rund ums Mittelmeer an. Bereits im vergangenen Jahr lag die Zahl der Urlaubsreisen in den meisten Bundesländern den Angaben zufolge etwas unter dem Niveau des Jahres 2020. Dafür führten wieder mehr Trips von mindestens fünf Tagen Dauer nach Spanien, Italien oder in die Türkei. In diesem Jahr rechnet die FUR mit einem weiter sinkenden Inlandsanteil.

Ungarn hebt fast alle Corona-Maßnahmen auf

Im EU-Land Ungarn sind am Montag fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden. In öffentlich zugänglichen Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss niemand mehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Maskenpflicht gilt lediglich noch in Krankenhäusern und Altenheimen.

Ungarn hatte bereits im vergangenen Sommer viele Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie abgeschafft. Die Einreisebeschränkungen waren damals ebenso gestrichen worden wie die 3G-Regel für die Gastronomie. Die Regeln waren auch nicht wieder eingeführt worden, als im Herbst und Winter weitere Corona-Wellen durch das Land rollten.

Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern durften bislang in Ungarn nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete besuchen. Nun sind auch solche Großveranstaltungen wieder frei zugänglich.

Kritiker werfen der Regierung des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban im Umgang mit der Pandemie schwere Versäumnisse vor. In dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land starben bisher mehr als 44 000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion - im benachbarten Österreich mit neun Millionen Einwohnern waren es 15 000. Nur 63 Prozent der Ungarn sind mindestens zwei Mal geimpft (Österreich: 74 Prozent).

RKI registriert 78 428 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1259,2

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den fünften Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1259,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1231,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1238,2 (Vormonat: 1426,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 78 428 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 62 349 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 24 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15 869 417 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,35 an (Donnerstag: 6,36). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 12 287 900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124 126

+++ Sonntag, 6. März +++

RKI registriert 116 889 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1231,1

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den vierten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1231,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1220,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1240,3 (Vormonat: 1400,8 ). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 116 889 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 107 913 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 51 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 57 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15 666 900 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,35 an (Donnerstag: 6,36). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 12 119 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124 102.

FDP besteht auf Zurückfahren von Corona-Maßnahmen im Frühling

In der Debatte über den Corona-Kurs im Frühling pocht die FDP auf ein weitgehendes Ende von Alltagsbeschränkungen. „Wenn sich die Gefahrenlage entspannt, müssen auch Maßnahmen zurückgefahren werden“, sagte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „Man kann nicht bloß

präventiv auf Dauer millionenfach Grundrechte beschränken.“ Darauf müsse jede Lösung Rücksicht nehmen.

Nach einem von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungsplan sollen zum 20. März „alle tiefgreifenderen“ Beschränkungen entfallen, wenn die Lage in den Kliniken es zulässt. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Maßnahmen läuft am 19. März aus. Über eine neue Grundlage für einen weiter nötigen Basisschutz im Frühling wird gerade beraten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte in den Funke-Zeitungen betont, die Länder müssten die Möglichkeit haben, früh auf kommende Wellen zu reagieren. Dazu gehörten Maskenpflichten und Kontaktbeschränkungen, möglich bleiben müssten auch Obergrenzen für private Treffen und Veranstaltungen sowie Zutrittsregeln etwa für die Gastronomie. Die Instrumente sollten bei Bedarf zum Einsatz kommen können, wenn Landesparlamente die Notwendigkeit feststellten.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte den Funke-Zeitungen, er sei sicher, dass sich die Vorstellungen Lauterbachs zu weiteren tiefgreifenden Maßnahmen über den 20. März hinaus nicht realisieren würden. Es sei niemandem zu erklären, warum Deutschland in der Corona-Bekämpfung in Europa „als Geisterfahrer“ auftrete. „Einen solchen Sonderweg werden wir nicht mittragen. Wir hatten keine Überlastung des Gesundheitssystems und werden auch keine mehr wegen Corona bekommen.“

Lauterbach hatte mehrfach deutlich gemacht, dass weite Öffnungen wie in anderen Staaten wegen vieler Ungeimpfter bei den Über-60-Jährigen kein Vorbild seien. „Deutschland muss einen Sonderweg gehen, weil wir eine Sondersituation haben“, argumentierte der Minister.

+++ Samstag, 5. März +++

Panikattacken wegen Gedränges vor Berliner Club - Polizeieinsatz

Am ersten Tag der Öffnung von Clubs und Diskotheken in Berlin nach langer Corona-Pause ist es wegen des großen Gedränges vor einem Club zu einem Polizeieinsatz gekommen. Mehrere Menschen hätten Panikattacken erlitten, ein Mann sei in Ohnmacht gefallen, eine Frau sei ins Krankenhaus gekommen, teilte die Polizei am Samstag mit. Etwa 1500 bis 2000 Menschen hätten sich am Freitagabend vor einem Club gedrängt. Die Polizei rückte mit rund 70 Einsatzkräften an und räumte den Hof vor dem Club.

Clubs und Diskotheken dürfen in Berlin seit Freitag wieder öffnen. Genesene und Geimpfte müssen sich zusätzlich testen lassen, wenn sie auf die Tanzfläche wollen.

Ansturm auf Diskothek nach Corona-Lockerungen in Österreich

Das Ende fast aller Corona-Beschränkungen in Österreich hat vor einer Diskothek zu tumultartigen Szenen geführt. Ein paar Hundert Nachtschwärmer versammelten sich laut Polizei schon Stunden vor Mitternacht vor dem Tanzlokal in Oberndorf bei Salzburg. Im Gedränge hätten einige Besucher das Bewusstsein verloren, berichtete die Polizei weiter. Zehn Polizisten mussten einschreiten und ließen den Club frühzeitig öffnen, um die Situation zu entschärfen. Eine verletzte Person musste vom Roten Kreuz versorgt werden. Unter den Besuchern waren den Angaben zufolge auch viele aus dem benachbarten Bayern. Am Ende konnte nur die Hälfte der Wartenden in die Diskothek. Die Nachtgastronomie war corona-bedingt in Österreich seit zwei Jahren geschlossen. Die Öffnung der Nachtlokale gehört zu den umfassenden Lockerungen, die seit Samstag in Österreich in Kraft getreten sind.

Lauterbach wirbt für gemeinsamen Antrag für Corona-Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts der wieder stockenden Corona-Impfungen erneut für eine übergreifende Verständigung für eine allgemeine Impfpflicht geworben. „Wir sollten unsere Kräfte bündeln“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „Die Impfpflicht hat dann eine Chance, wenn diejenigen sich zusammenfinden, die uns eine schwere Herbstwelle mit neuen Einschränkungen ersparen wollen.“

Lauterbach sagte: „Wenn wir uns jetzt auf einen gemeinsamen Antrag einigen könnten, dann wären wir auch bereit, auf die Union zuzugehen.“ Er empfehle deswegen allen Antragstellern für eine allgemeine Impfpflicht, sich hinter einen gemeinsamen Antrag zu stellen. „Ich appelliere auch an den Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz persönlich, hier im Dienste der Gesundheit der Bevölkerung dabei zu helfen.“

Über eine mögliche allgemeine Impfpflicht soll der Bundestag ohne sonst übliche Fraktionsvorgaben entscheiden.

RKI registriert 192 210 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1220,8

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zum dritten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 1220,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1196,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1253,3 (Vormonat: 1388,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 192 210 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 175 833 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 255 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 250 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15 550 100 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,35 an (Donnerstag: 6,36). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 135 100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124 051.

Lauterbach: Müssen mit einer Corona-Sommerwelle rechnen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor steigenden Corona-Infektionszahlen im Sommer gewarnt. Er hält die Beibehaltung von Schutzmöglichkeiten über den 20. März hinaus für erforderlich. „Wir müssen mit einer Sommerwelle rechnen“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Sowohl die Delta- als auch die Omikron-Variante des Virus seien so infektiös, dass es selbst bei gutem Wetter durch viele Kontakte und den nachlassenden Impfschutz wieder zu steigenden Infektionszahlen kommen könnte, wenn es gar keine Einschränkungen mehr gäbe. Darauf müsse das Infektionsschutzgesetz ausgerichtet werden.

Die Bundesländer müssten die Möglichkeit haben, frühzeitig zu reagieren. Dazu gehörten die Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen. „Es sollte möglich sein, Obergrenzen für private Treffen und öffentliche Veranstaltungen festzulegen sowie Zutrittsregeln etwa für die Gastronomie, also 2G- oder 2G-plus-Regelungen“, sagte Lauterbach. „Dazu muss es weiterhin die Möglichkeit geben, Testregeln im öffentlichen Raum und in Betrieben durchzusetzen.“ All diese Instrumente sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn sie tatsächlich notwendig seien.

Ab dem 20. März sollen die meisten Corona-Auflagen wegfallen. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Maßnahmen läuft am 19. März aus. Sogenannte Basisschutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen sollen aber bestehen bleiben. Über die genaue Ausgestaltung muss der Bundestag noch beraten. Erst am Freitag waren weitere Corona-Maßnahmen weggefallen, Lockerungen gibt es etwa für die Gastronomie, Hotellerie, Clubs und Diskotheken.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, rief die Bürger auf, im Handel sowie in Bussen und Bahnen weiterhin FFP2-Masken zu tragen. Der „Rheinischen Post“ (Samstag) sagte Reinhardt: „Im künftigen Umgang mit der Pandemie ist entscheidend, dass Menschen lernen, durch eigenverantwortliches Handeln im Alltag mit Ansteckungsrisiken vernünftig umzugehen.“ Dazu zählte Reinhardt, sich vollständig impfen zu lassen oder freiwillige Schnelltests vor privaten Feiern.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, forderte in der „Rheinischen Post“ die Aufrechterhaltung von kostenfreien Bürgertests. Auch sollten die Impfzentren „wenigstens im Stand-by-Betrieb gehalten werden“.

+++ Freitag, 4. März +++

Belgien verabschiedet sich von fast allen Corona-Beschränkungen

Die meisten Corona-Maßnahmen in Belgien sind dank sinkender Infektionszahlen ab kommender Woche hinfällig. Am Freitag einigte sich das belgische Corona-Komitee auf ein Ende der pandemischen Notlage für das Land. So sind Masken künftig nur noch in Krankenhäusern und in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht, wie die Regierung mitteilte. Menschen müssen demnach auch keinen Impfnachweis oder Corona-Test mehr in Restaurants, Bars oder Fitnessstudios vorlegen. Es gebe auch keine Beschränkungen für Veranstaltungen mehr.

„Ein wichtiges Blatt wendet sich“, sagte der belgische Premierminister Alexander De Croo bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Belgien habe fünf Wellen des Virus erlebt, rund 30 000 Menschen seien gestorben. Viele wirtschaftliche Sektoren seien hart getroffen worden.

Die Zahl der Infektionen und der Krankenhauseinweisungen gehe mittlerweile aber stetig zurück, hieß es. Daher sei beschlossen worden, dass Reisende nach Belgien ab Ende nächster Woche nur noch einen Impfnachweis, Genesenen-Status oder Corona-Test nachweisen müssten - Reiseformulare, Quarantäne oder zusätzliche Tests seien in den meisten Fällen nicht mehr nötig. Das Komitee einigte sich darauf, noch einmal am 25. März zusammenzukommen - idealerweise, um auch die letzten Masken-Beschränkungen ganz aufzuheben.

In Belgien, einem Land mit etwa 11 Millionen Einwohnern, haben laut Zahlen der Gesundheitsbehörde Sciensano 61 Prozent der Bevölkerung eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Die 14-Tage Inzidenz lag demnach zuletzt bei 864 Infektionen pro 100 000 Menschen. Es wurden nach offiziellen Angaben rund 6000 Fälle pro Tage registriert, ein Rückgang von 27 Prozent.

Bund sieht Höhepunkt der Corona-Welle nicht überall überschritten

Das Bundesgesundheitsministerium sieht weiterhin noch keine flächendeckende Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens in Deutschland. Es sehe so aus, dass der Höhepunkt der fünften Welle tatsächlich in der Mehrheit der Bundesländer überschritten sei - dies gelte aber nicht für alle, sagte ein Sprecher am Freitag in Berlin. Insgesamt habe man es nach wie vor mit einer recht hohen Inzidenz zu tun, in einigen Bundesländern stiegen die Inzidenzen weiterhin.

Minister Karl Lauterbach rief zu weiterer Vorsicht beim Corona-Kurs im Frühling auf. „Wir müssen wachsam sein“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend bei einer Online-Diskussion der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Es sei richtig, dass die aktuell dominierende Omikron-Virusvariante nicht so gefährlich sei wie die Delta-Variante. Durch die höheren Infiziertenzahlen gebe es aber weiterhin ein Niveau von etwa 200 Todesfällen am Tag. „Das ist kein stabiler Zustand.“

Lauterbach bekräftigte, dass auch nach dem von Bund und Ländern beschlossenen Wegfall aller tiefgreifenden Corona-Beschränkungen zum 20. März „bestimmte Basisschutzmaßnahmen“ weiter nötig seien. Bei den laufenden Beratungen über eine neue bundesweite Rechtsbasis dafür gehe es daher um etwas, das „eine unmittelbare Antwort“ auf eine möglich erneue Verschärfung der Corona-Lage ermögliche.

Corona-Testzentren erfunden: Essenerin muss über drei Jahre in Haft

Eine 49 Jahre alte Frau aus Essen muss drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis, weil sie Corona-Testzentren erfunden und mit angeblichen Tests sowie fingierten Impfungen bundesweit mehr als eine Million Euro ergaunert hat. Die angestellte Busfahrerin habe sich bei der Verhandlung am Donnerstag einsichtig und geständig gezeigt, bestätigte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Staatsanwaltschaft und die Verteidiger akzeptierten das Urteil. Strafmildernd wertete das Schöffen-Gericht unter Vorsitz von Richterin Sandra Quade, dass der dreiste Betrug der Frau von den Behörden und Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) recht leicht gemacht worden sei. Laut Richterin war das Abrechnungssystem seinerzeit „auf Schnelligkeit angelegt“, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtete. Quade monierte das sozialschädigende Verhalten der Angeklagten, „während viele andere Menschen Existenzprobleme hatten“.

Handel in den Innenstädten klagt über weiter ausbleibende Kunden

Auch nach dem Wegfall der 2G- und 3G-Beschränkungen im Einzelhandel meiden nach einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) weiter viele Menschen die Einkaufsstraßen. „Viele Einzelhändler in den Innenstädten verzeichnen nach wie vor ein erhebliches Umsatzminus, die Menschen kommen noch nicht in ausreichender Anzahl zurück“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Freitag.

Nach einer aktuellen HDE-Umfrage unter 820 Handelsunternehmen lagen die Umsätze im Nicht-Lebensmittel-Handel in der vergangenen Woche durchschnittlich ein Fünftel unter den Vorkrisenwerten von 2019. Besonders hart treffe die Kaufzurückhaltung den innerstädtischen Einzelhandel. Die Kundenfrequenzen erreichten in den Stadtzentren durchschnittlich demnach nur 70 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Besonders schlecht gehe es weiterhin dem Bekleidungs- und Schuhhandel sowie mittelständischen Betrieben, berichtete Genth. Deutlich besser laufe es in den Branchen abseits von Bekleidung und Schuhen. Hier liege das Umsatzminus im Vergleich zu 2019 bei zehn Prozent.

„Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen ziehen nach wie vor eine tiefe Schleifspur durch die Innenstädte im ganzen Land“, sagte Genth. Das bedrohe am Ende ganze Stadtzentren, denn ohne lebendigen Einzelhandel gebt es keine attraktiven Innenstädte. Er bekräftigte die Forderung nach einem Sonderprogramm zur Innenstadtentwicklung mit jährlich mindestens 500 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren.

Umfrage: Frauen sehen Anstieg von Gewalt gegen sich wegen Pandemie

Fast vier von fünf Frauen in der EU (77 Prozent) gehen davon aus, dass es während der Corona-Pandemie zu mehr körperlicher oder seelischer Gewalt gegen sie gekommen ist. Dabei ist der Wert in Griechenland mit rund 93 Prozent am höchsten und in Ungarn mit weniger als 50 Prozent am niedrigsten, wie am Freitag aus einer repräsentativen Eurobarometer-Umfrage des EU-Parlaments hervorging. Deutschland liegt mit einem Wert von 80 Prozent im Mittelfeld.

Auf die Frage, welche Formen von Gewalt Frauen aus ihrem Umfeld seit Pandemiebeginn widerfahren sei, gaben 14 Prozent häusliche Gewalt oder Missbrauch, 16 Prozent Online-Belästigung, ebenso viele Belästigung auf der Straße und 11 Prozent Belästigung am Arbeitsplatz an. Vor allem in Irland, Griechenland, Kroatien, Zypern, Luxemburg und Rumänien waren die Werte für häusliche Gewalt und Missbrauch mit jeweils mehr als 20 Prozent überdurchschnittlich hoch. Für Deutschland wird in diesem Zusammenhang ein Wert von elf Prozent angegeben.

Knapp 60 Prozent der befragten Frauen sehen es als Schlüsselinstrument gegen körperliche und emotionale Gewalt, dass es einfacher sein sollte, Gewalt zu melden - auch bei der Polizei. Zwei von fünf Frauen sprechen sich in diesem Zusammenhang dafür aus, Polizei- und Justizmitarbeitende besser zu schulen.

NFL entscheidet: Keine Einschränkungen mehr durch Corona-Pandemie

Die NFL hat sich als erste große Profi-Liga in Nordamerika von allen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus verabschiedet. Teams haben seit der Entscheidung am Donnerstag keinerlei Einschränkungen mehr, müssen niemanden mehr testen oder das Tragen von Masken sicherstellen. Nur falls regionale Vorschriften noch in Kraft sind, müssen sich die Football-Teams auf ihren Anlagen daran halten. Die Saison ist seit dem Super Bowl im Februar allerdings vorbei und die Profis sehen sich derzeit ohnehin nicht für gemeinsame Trainingseinheiten bei ihren Teams.

RKI registriert 217 593 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1196,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zum zweiten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1196,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1174,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1259,5 (Vormonat: 1349,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 217 593 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 210 743 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 291 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 226 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15 481 890 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,36 an (Mittwoch: 6,14). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 201 900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 123 796.

Weniger Corona-Maßnahmen und mehr Freiheiten

Nach monatelangen Corona-Beschränkungen sind in Deutschland weitere Maßnahmen weggefallen. In der Gastronomie und Hotellerie gilt nun die 3G-Regel, nach der auch Ungeimpfte mit negativem Test zum Beispiel im Restaurant essen dürfen. Auch die lange geschlossenen Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen, dort gilt die 2G-Plus-Regel. Es sind also nur Genesene und Geimpfte mit Test oder mit dritter Impfung zugelassen.

Die neuen Lockerungen sind der zweite Schritt des bundesweiten Lockerungsplans, den Bund und Länder Mitte Februar beschlossen hatten. Bei Veranstaltungen sind nun mehr Gäste erlaubt. Bund und Länder hatten festgelegt, dass bei Großveranstaltungen mehr geimpfte oder genesene Zuschauer (2G) zugelassen werden können als bisher - drinnen liegt die Höchstzahl bei 6000 Menschen bei einer maximalen Auslastung von 60 Prozent. Im Freien darf 75 Prozent der Höchstkapazität ausgeschöpft werden und maximal 25 000 Menschen sind erlaubt.

Ab dem 20. März sollen „alle tiefgreifenderen“ Maßnahmen entfallen, wenn die Lage in den Kliniken es zulässt. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Maßnahmen läuft am 19. März aus. Sogenannte Basisschutzmaßnahmen, wie die Maskenpflicht in Innenräumen sollen aber bestehen bleiben. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wandte sich zuletzt ausdrücklich dagegen, einen „Freedom Day“ mit dem Wegfall aller Maßnahmen zu erwarten.

Novavax: Langes Impfwochenende in NordseePassage Wilhelmshaven

Die Stadt Wilhelmshaven beteiligt sich am langen Impfwochenende von Sonntag, 6. März, bis Dienstag, 8. März. Und zwar zu folgenden Zeiten: Sonntag von 10 bis 18 Uhr sowie am Montag und Dienstag von 14 bis 19 Uhr. An diesen drei Tagen wird im Impflokal an der Nordseepassage ausschließlich der Impfstoff Novavax verimpft. Er ist zurzeit für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. „Rund 80 Termine sind bereits über die Hotline vergeben worden. Da wir aber 400 Dosen bekommen, können auch Spontan-Impfwillige vorbeikommen“, erklärt Julia Muth, Pressesprecherin der Stadt Wilhelmshaven. Allerdings müsse unter Umständen mit Wartezeiten gerechnet werden. Ab Mittwoch, 9. März, sind dann – je nach Verfügbarkeit – alle drei Impfstoffe zu den gewohnten Öffnungszeiten im Impflokal im Einsatz – also Biontech, Moderna sowie Novavax.

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