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Lokal26.de Wilhelmshaven

Corona-Ticker: Weniger Neuinfektionen – Studie zeigt Erfolge bei Israels Impf-Kampagne

07.01.2021

Wilhelmshaven /Friesland /Wittmund Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland insgesamt bis dato 2 040 659 (+7141 zum Vortag) Infektionen und 46 633Todesfälle. (Stand: 18. Januar, 6.45 Uhr).

Wilhelmshaven:

Akute Coronafälle: 171 (+0 neue Fälle)

Gesamtzahl: 819 (genesen: 615, verstorben: 33)

Inzidenzwert: 97,3

(Stand: 17. Januar, 18.12 Uhr)

Landkreis Friesland:

Akute Coronafälle: 81 (+16 neue Fälle)

Gesamtzahl: 884 (genesen: 793, verstorben: 26)

Inzidenzwert: 50,7

(Stand: 17. Januar, 18.14 Uhr)

Landkreis Wittmund:

Akute Coronafälle: 138 Personen

Gesamtzahl: 640 (genesen: 489 Personen, verstorben: 13)

Inzidenzwert: 152,8

(Stand: 17. Januar, 17.10 Uhr)

Landkreis Aurich:

Akute Coronafälle: 117 Personen (+9 neue Fälle)

Gesamtzahl: 1.800 (genesen: 1.660, verstorben: 23)

Inzidenzwert: 43,8

(Stand: 17. Januar, 18.16 Uhr)

+++ Ticker vom Montag, 18. Januar +++

Studie zeigt erste Erfolge bei Israels Corona-Impfkampagne

Einen Monat nach Beginn der massiven Corona-Impfkampagne in Israel zeigen erste Studienergebnisse, dass das Vakzin die Zahl von Neuinfektionen deutlich senkt. Bereits zwei Wochen nach der ersten Dosis des Biontech-Pifzer-Impfstoffs war die Zahl der positiven Corona-Tests bei über 60-Jährigen signifikant niedriger, wie eine Studie der größten Krankenkasse des Landes ergab.

Die Krankenkasse Clalit habe eine Gruppe von rund 200 000 Geimpften über 60 mit einer gleich großen und gleichaltrigen Gruppe Nicht-Geimpfter verglichen, erklärte der Chief Medical Officer, Professor Ran Balicer. „Das ist die interessanteste Altersgruppe, was die Wirksamkeit des Impfstoffs angeht.“ Balicer betonte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, man habe keine speziellen Tests initiiert, sondern die Gruppen nur „im echten Leben beobachtet“.

Die Ergebnisse betreffen Personen beider Gruppen, die aus verschiedenen Gründen Corona-Tests machen mussten - etwa weil sie Symptome oder mit Erkrankten Kontakt hatten. „Der Anteil der positiv Getesteten - ob symptomatisch oder asymptomatisch - war in der geimpften Gruppe 33 Prozent niedriger als in der nicht geimpften Gruppe“, sagte Balicer.

Der Epidemiologe spricht von einem „ermutigenden Ergebnis, das zeigt, dass der Impfstoff auch bei älteren Menschen wirksam ist“. Er rechne daher damit, dass die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten in Kürze sinken werde.

Israel gilt mit seiner rasanten Impfkampagne als Vorreiter. Mehr als zwei Millionen Menschen haben bereits die erste und rund eine Viertelmillion die zweite Impfdosis erhalten. Bereits 75 Prozent der über 60-Jährigen wurden nach Angaben Balicers geimpft.

„Wir verstehen, wie wichtig es ist, der Welt schnelle und verlässliche Informationen über die Impfkampagne in Israel zu übermitteln“, sagt Balicer, Vorsitzender eines Corona-Expertenteams, das die Regierung berät. „Wir verfolgen die Wirksamkeit des Impfstoffs unter Echtbedigungen.“ (dpa)

Wegen Corona: Behörden schaffen Technik für Homeoffice an

Viele öffentliche Verwaltungen in Deutschland schaffen Technik an, um ihren Mitarbeitern in der Corona-Pandemie die Arbeit zu Hause zu ermöglichen. „Die Städte haben in Sachen Homeoffice eine steile Lernkurve hinter sich“, sagt Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Städtetags. Zu Beginn der Pandemie seien in kürzester Zeit mobile Endgeräte beschafft und digitale Zugänge eingerichtet worden.

Im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen etwa ist der Anteil der Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, wegen Corona auf 60 bis 70 Prozent gestiegen. „Das Kreishaus ist aktuell, wenn überhaupt, nur zu einem Drittel besetzt“, sagte Kreisdirektor Dirk Lönnecke.

Der Deutsche Beamtenbund bemängelt jedoch, dass es bei der Digitalisierung nicht schnell genug gehe. Defizite wie technische Mängel oder fehlendes Personal behinderten auch die Bekämpfung der Pandemie, kritisierte der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach bei der Jahrestagung vergangene Woche in Berlin. (dpa)

7141 Corona-Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 7141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12 497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

„Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht am Sonntagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 134,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 274,2 und Sachsen mit 244,9. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 86,6.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2 040 659 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 46 633. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 691 700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,93 (Vortag: 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

Berliner Modewoche: Laufsteg wird online gezeigt

Die Berliner Modewoche findet wegen der Pandemie weitgehend online statt. Der große Laufsteg wird am Montagabend (18.00 Uhr) vom belgischen Designer Tom Van Der Borght eröffnet. Die Schau wird ohne Gäste aufgezeichnet und im Internet gezeigt. Dabei soll im Berliner Kraftwerk ein Sicherheitskonzept gelten.

Vorgesehen sind zum Beispiel Corona-Tests, Belüftungssysteme, Abstandsregeln, aber auch eine Nachverfolgungssoftware. „Dies soll verhindern, dass die Gesundheit von Modeunternehmen, Designern und Mitarbeitern gefährdet wird“, hieß es vom Veranstalter.

Geplant sind in den nächsten Tagen auch Aufführungen etwa von Marc Cain und Kilian Kerner. Gerechnet wird mit Zuschauern aus der Modebranche - etwa Einkäufern-, aber auch Journalisten und anderen Menschen, die sich für Mode interessieren.

Die Berliner Modewoche vereint viele Veranstaltungen unter einem Dach. Die großen Laufstegschauen sollen unter www.mbfw.berlin übertragen werden. Daneben ist etwa bis Sonntag der Onlinegipfel „202030“ geplant, bei dem zum Beispiel über die Modebranche und den Umweltschutz gesprochen werden soll. (dpa)

+++ Ticker vom Sonntag, 17. Januar +++

Mehrere Einsätze durch Corona-Verstöße in Wilhelmshaven, Wittmund und Friesland

An mehreren Stellen im Stadtgebiet von Wilhelmshaven schritt die Polizei am Wochenende ein, um Verstöße gegen die Infektionsschutzbestimmungen zu ahnden. So löste sie ein Treffen mit 13 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus verschiedenen Haushalten in einer Wohnung in Bant auf. In einer Gaststätte in Voslapp feierten nach Zeugenaussagen Männer lautstark. Die Polizei traf auf fünf Personen. Außerdem, so der Polizeibericht, gab es noch zwei ähnlich gelagerte Fälle. Die Beamten hatten im Anschluss etliche Ordnungswidrigkeitsanzeigen auszufertigen. Die Betroffenen müssen Bußgelder zahlen.

Wie die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund mitteilt, ist es am Wochenende im Landkreis Wittmund ebenfalls zu mehreren Verstößen gegen die Corona-Verordnungen gekommen.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde eine Lärmbelästigung durch eine Feier in einem Mehrparteienhaus im Wittmund gemeldet. In der Wohnung hielten sich mehrere Menschen aus unterschiedlichen Haushalten auf. Die Polizisten erteilen den Personen Platzverweise, was aber offenbar wenig Wirkung zeigte: Sie fielen später erneut durch Lärmbelästigung in der Öffentlichkeit auf. Die Beamten sprachen wieder Platzverweise aus und leiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Auch die Polizei Esens musste drei private Zusammenkünfte von mehreren Personen auflösen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag verstießen die Personen gegen die Kontaktbeschränkungen. Wie die Polizisten mitteilen, werden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Polizei appelliert nochmals an alle Bürger, die Corona-Maßnahmen einzuhalten.

Das könnte unangenehme Folgen haben: Ein 57-Jähriger ohne Mund-Nasen-Schutz ist am Samstag in der Neuen Straße in Jever, wo die Maskenpflicht gilt, einer Streife der Polizei aufgefallen, doch bei dem Verstoß blieb es nicht. Der Mann übergab den Beamten ein Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht, das diese als offensichtlich im Internet heruntergeladenes, also als ein falsches Gesundheitszeugnis erkannten. Zum Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz könnte nun auch eine Anzeige wegen Urkundenfälschung hinzukommen. Das Gesundheitsamt hatte angekündigt, in solchen Fällen die Staatsanwaltschaft einzuschalten.

Ein weiterer Todesfall im Kreis Friesland

Inzidenzzahl im Kreis Wittmund leicht gesunken – Ein weiterer Todesfall

Die 7-Tage-Inzidenz ist laut Angaben des Landkreises Wittmund von Samstag auf Sonntag weiter gesunken. So verringerten sich die Prozentpunkte von 180,9 auf 152,8. Gleichzeitig ist allerdings ein weiterer Todesfall zu beklagen. Damit liegt die Zahl der Opfer im Kreisgebiet inzwischen bei 13. Seit Beginn der Pandemie gab es 640 Fälle, derzeit gibt es noch 138 aktive Fälle.

Distanzunterricht für zehnten Jahrgang der Oberschule Stadtmitte in Wilhelmshaven

Die Pressestelle der Stadt teilte am Sonntag mit:

. Neun Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind in den vergangenen beiden Tagen wieder genesen. Das meldet das Gesundheitsamt der Stadt Wilhelmshaven am Sonntag, 17. Januar. Damit gelten derzeit 171 Personen als akute Fälle. Die Gesamtzahl aller Personen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven, die mit dem Corona-Virus infiziert sind bzw. waren, beträgt weiterhin 819. 615 Personen sind mittlerweile wieder genesen.

Aufgrund zweier positiver Corona-Fälle in der Schülerschaft der Oberschule Mitte wird der zehnte Jahrgang ab Montag, 18. Januar, im Home-Schooling unterrichtet.

Das Landesgesundheitsamt weist für die Stadt Wilhelmshaven am Sonntag mit Stand 9 Uhr einen Inzidenzwert von 97,3 aus.

Maas: Geimpfte in Restaurants und Kinos lassen

Als erster Bundesminister fordert Außenamtschef Heiko Maas, Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben.

Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen“, sagte Maas der „Bild am Sonntag“. „Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können. Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg.

Maas erinnerte auch an die Betreiber von derzeit geschlossenen Restaurants, Kinos, Theater oder Museen. „Die haben ein Recht darauf, ihre Betriebe irgendwann wieder zu öffnen, wenn es dafür eine Möglichkeit gibt. Und die gibt es, wenn immer mehr Menschen geimpft sind. Denn wenn erst mal nur Geimpfte im Restaurant oder Kino sind, können die sich nicht mehr gegenseitig gefährden.“

Die Bundesregierung hatte die Wiederherstellung der Freiheiten für Geimpfte bislang auch mit dem Hinweis darauf abgelehnt, dass nicht bekannt ist, ob sie dennoch andere anstecken können. Derzeit breitet sich von Großbritannien ausgehend ein veränderter Corona-Typ aus, der als extrem ansteckend gilt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte zudem vor einer drohenden Spaltung der Gesellschaft gewarnt. Maas, der früher Justizminister war, widersprach: „Ja, das wird in einer Übergangszeit auch zu Ungleichheiten führen, aber solange es dafür einen sachlichen Grund gibt, ist das verfassungsrechtlich vertretbar.“

Allerdings sind bisher erst gut eine Million Menschen in Deutschland geimpft, das entspricht gut einem Prozent der Einwohner. Vor allem sind es Hochbetagte und Pflegebedürftige sowie medizinisches Personal beziehungsweise Pflegekräfte.

Bayer prüft Produktion von Corona-Impfstoffen

Der Pharmakonzern Bayer erwägt, in die Produktion von Corona-Impfstoffen einzusteigen. „Wir diskutieren mit Curevac und auch mit der Politik und den Behörden, was gemacht werden kann“, sagt Bayer-Chef Werner Baumann der „Welt am Sonntag“.

„Mit unserem Produktionsnetzwerk in Deutschland und den USA sowie dem entsprechenden zeitlichen Vorlauf wären wir grundsätzlich in der Lage, Impfstoff in größeren Mengen zu produzieren. Dies prüfen wir gerade unter Hochdruck.“ Dabei gehe es in erster Linie nicht um finanzielle Überlegungen, sondern darum, den Impfstoff so schnell wie möglich verfügbar zu machen.

Anfang des Monats hatten Bayer und das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac einen Kooperations- und Servicevertrag geschlossen. Curevac sitzt schon seit längerem an der Entwicklung des Corona-Impfstoffs CVnCoV, für den Mitte Dezember die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie begann. Mit ersten Ergebnissen rechnet Curevac gegen Ende März. Für den Fall einer Zulassung hat sich die EU-Kommission für die EU-Staaten 405 Millionen Dosen gesichert.

Bayer soll nun bei Zulassungsarbeiten die dafür nötige Studie mitmachen und zudem die Lieferketten im Blick haben. Dass der Konzern uch die Produktion übernimmt, ist im Vertrag nicht enthalten. Zudem bleibt Curevac der Inhaber einer Marktzulassung. Bayer hätte aber die Option, Inhaber der Zulassung in bestimmten Märkten außerhalb Europas zu werden.

Bayern will Homeoffice mit Steueranreizen fördern

Bayern legt konkrete Vorschläge zur Förderung der Arbeit im Heimbüro vor. Finanzminister Albert Füracker (CSU) plädiert dafür, die Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen zu verbessern und die Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer dauerhaft zu verlängern.

Wir brauchen möglichst viel Homeoffice“, sagte Füracker der Deutschen Presse-Agentur. „Bayern setzt nicht auf gesetzliche Pflichten, sondern auf steuerliche Anreize.

Die Corona-Pandemie hat die Diskussion um das Heimbüro angeheizt. „Es gibt verschiedene mögliche Stellschrauben“, sagte der CSU-Politiker. Als Beispiel nannte Füracker die Erhöhung der Sofortabschreibung für alle geringwertigen – mindestens jedoch für digitale - Wirtschaftsgüter von 800 auf 2000 Euro. Das bedeutet beispielsweise, dass eine Firma neue Laptops und Monitore für die Mitarbeiter in einem Steuerjahr komplett abschreiben könnte. „Ein weiterer deutlicher Anreiz wären verbesserte Abschreibungsbedingungen für digitale Investitionen, wie zum Beispiel eine Softwareanschaffung.“

Für Arbeitnehmer gilt seit vergangenem Jahr eine 5-Euro-Pauschale je Arbeitstag in der eigenen Wohnung, die bis Ende dieses Jahres befristet ist. Bayern fordert, diese Pauschale zur Dauereinrichtung zu machen. „Für Arbeitnehmer darf Homeoffice kein Zuschussgeschäft sein, und das nicht nur in Pandemiezeiten“, sagte der bayerische Finanzminister dazu.

Darüber hinaus forderte Füracker eine generelle Entlastung der Wirtschaft: „Unternehmen brauchen mehr Luft für Investitionen in digitale Prozesse und Homeoffice. Wir müssen die Unternehmenssteuerbelastung auf international wettbewerbsfähige 25 Prozent reduzieren.“ In den vergangenen Jahren haben mehrere europäische Länder ihre Unternehmenssteuern gesenkt, nicht jedoch Deutschland. Darüber beklagen sich Unternehmen und Wirtschaftsverbände.

DHB-Team wartet weiter auf Absage der zweiten WM-Partie

Noch immer müssen die deutschen Handballer auf die wahrscheinliche Absage ihres zweiten WM-Spiels gegen Kap Verde warten. Obwohl im Lager der DHB-Auswahl keiner mehr an die Austragung der Partie um 18.00 Uhr glaubt, wurde zumindest offiziell noch keine Entscheidung getroffen.

Denn obwohl die Afrikaner aufgrund etlicher Corona-Fälle aktuell nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung haben, wollen sie offenbar mit aller Gewalt im Turnier bleiben. Es sehe so aus, „dass die Kap Verder wohl versuchen, ihr Team wieder so zu ergänzen, dass sie wieder spielberechtigt wären“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Dass dies bereits für das Spiel gegen Deutschland gelingt, ist allerdings äußerst unwahrscheinlich. Aktuell stehen dem Team lediglich neun Spieler zur Verfügung. Um wieder an der WM teilnehmen zu können, braucht Kap Verde mindestens zehn inklusive Torhüter. Frühestens am Sonntag könnten neue Spieler nach Ägypten reisen, die jedoch einen frischen und negativen Corona-Test vorweisen müssten. Nach der Ankunft stünde dann ein weiterer PCR-Test an, der rechtzeitig vor dem Anpfiff am frühen Abend ebenfalls negativ ausfallen müsste. „Und wenn dieser Test nicht rechtzeitig kommt, können sie nicht spielen“, sagte Kromer.

Daher will der WM-Neuling wohl alles auf das abschließende Vorrundenspiel am Dienstag gegen Uruguay setzen. Bis dahin könnten die nachnominierten Spieler sowie die negativen Tests vorliegen. Mit einem Sieg gegen die Südamerikaner würde Kap Verde dann sogar in die Hauptrunde des Turniers einziehen.

+++ Ticker vom Samstag, 16. Januar +++

Inzidenzzahl im Kreis Wittmund steigt auf 180,9

Wie der Landkreis Wittmund am Samstagnachmittag mitteilt, ist die Zahl der Fälle im Kreisgebiet erneut leicht gestiegen. Dadurch erhöht sich allerdings auch der 7-Tage-Wert der Neuinfektionen, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner.

Demnach sind seit Freitag 17 neue Fälle dazugekommen. Acht dieser Personen befanden sich bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne. Zehn Personen sind genesen. Damit beträgt die aktuelle Zahl der akuten Fälle auf 140. Laut dem Niedersächsischen Landes-Gesundheitsamt beträgt die 7-Tage-Inzidenz derzeit 180,9.

Dem derzeitigen Stand des Corona-Dashboards ist zu entnehmen, dass mehr als die Hälfte der Fälle, 79 an der Zahl, aus dem Einzugsgebiet der Stadt Wittmund entstammen.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 635 bestätigte Fälle 483 Personen gelten als genesen. 12 Personen sind an einer Erkrankung mit dem Corona-Virus verstorben. Derzeit befinden sich 338 Personen in angeordneter Quarantäne.

Das Bürgertelefon des Landkreises ist derzeit werktäglich von 08-12 Uhr und auch am Wochenende von 10 bis 12 Uhr unter der Nummer 04462/867000 erreichbar.Außerhalb der Sprechzeiten des Bürgertelefons steht der Krisenstab per Mail unter koordinierungsgruppe@lk.wittmund.de zur Verfügung.

Wesentliche Zahlen können dem Corona-Dashboard des Landkreises entnommen werden.

Polizeieinsätze wegen Corona-Verstößen in Wittmund und Friedeburg

In der Nacht von Freitag zu Samstag kam es in einem Mehrparteienhaus zu einer Lärmbelästigung durch eine Feierlichkeit. Im Zuge der Überprüfung konnten die Polizeibeamten aus Wittmund feststellen, das sich in der Wohnung des Verursachers mehrere Personen aus unterschiedlichen Haushalten aufhielten. Den betroffenen Personen wurden Platzverweise erteilt. Wenig später fielen die Personen erneut mit einer Lärmbelästigung in der Öffentlichkeit auf. Auch dabei konnten Verstöße gegen die aktuell geltende Corona-Verordnung festgestellt werden. Es wurden erneut Platzverweise ausgesprochen. Gegen die Betroffenen wurden entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

In Friedeburg kam es am Freitagabend zu einem Verstoß gegen die aktuelle Corona-Verordnung. Mehrere Jugendliche hatten sich in der Öffentlichkeit gemeinschaftlich zusammengefunden und damit gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen verstoßen. Es wurden Platzverweise ausgesprochen und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. (ots)

Covid-19-Simulation: Lockdown bis Ende Januar reicht nicht

Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen für ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht.

Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden“, sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er ging davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 bei Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen frühestens Mitte Februar möglich sei. „Und das wäre eine optimistische Vorhersage.

Der Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen „Covid-Simulator“ entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und Prognosen liefert: für ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer bis hin auf Landkreisebene. Er kann auch online genutzt werden: In den vergangenen zwei Monaten wurde die Seite fast eine Million Mal aufgerufen, wie er sagte.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bundesweit laut Robert Koch-Institut bei 146. „Momentan ist eigentlich kein Absinken in Sicht“, sagte Lehr. „Es stagniert vielmehr.“ Wegen Nachmeldungen aufgrund der Feiertage gebe es immer noch gewisse Unklarheiten bei den Zahlen. Festzustellen sei aber, dass die derzeitigen Maßnahmen „nicht so greifen“.

Dabei brauche es auch angesichts der neuen drohenden Virusvarianten, die durch Mutationen entstanden und hochansteckend sind, „dringend eine Reduktion des Infektionsgeschehens“, sagte er. Die neuen Mutante zum Beispiel aus Großbritannien könnte den R-Wert sprunghaft um 0,5 nach oben schnellen lassen. „Dann würden viele Maßnahmen auf einen Schlag weggewischt. Und da zeigt sich dann: Je weiter wir unten sind, desto besser können wir die Ausbreitung bremsen.“

Bis zum 1. Mai: Island verschärft Corona-Bestimmungen für die Einreise

Island verschärft seine Einreisebestimmungen. Jeder Passagier muss sich ab Freitag verbindlich nach der Ankunft auf der Nordatlantik-Insel auf das Coronavirus testen lassen.

Nach fünf bis sechs Tagen Quarantäne muss dann ein zweiter Corona-Test vorgenommen werden, wie die isländische Regierung nach einer Kabinettssitzung mitteilte.

Die Maßnahme gilt bis zum 1. Mai, die Tests sind kostenlos. Bislang konnten Island-Touristen alternativ auch wählen, freiwillig für 14 Tage in Quarantäne zu gehen - in der Praxis bedeutete das aber, dass manche diese Option zwar wählten, am Ende aber nicht einhielten.

Island hat vor allem wegen seiner abgeschiedenen Lage verhältnismäßig wenige Neuinfektionen zu beklagen. Im Vergleich zu den Ländern der EU und den restlichen Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) hatte die Insel in den vergangenen Wochen die insgesamt geringsten Neuinfektionszahlen.

Corona-Warn-App wird weiter ausgebaut

Die Funktionen der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes werden in den kommenden Wochen signifikant erweitert. Außerdem soll die App ab Mitte Februar auch auf den älteren iPhone-Modellen 5s und 6 laufen können. Das kündigte das Bundesgesundheitsministerium an.

Zu den neuen Funktionen gehört ein Dashboard, auf dem aktuelle Informationen über das Infektionsgeschehen zur Verfügung gestellt werden sollen. Danach soll die App um eine Darstellung der Begegnungshistorie erweitert werden. Dabei geht es darum, die App-Nutzer genauer über den Zeitpunkt von Risikobegegnungen zu informieren. Diese Funktion werde im Einklang mit dem geltenden Datenschutz umgesetzt. Als dritte Neuerung wird die Schnittstelle von Apple für die älteren iPhone-Modelle 5s und 6 auch auf der Corona-Warn-App des Bundes umgesetzt.

Durch diese Änderung alleine wachse der Pool von kompatiblen Smartphones in Deutschland um bis zu vier Millionen Endgeräte. Apple hatte zuvor die notwendige technische Schnittstelle, das sogenannte Exposure Notification Framework, auch für die ältere Betriebssystem-Version iOS 12.5 bereitgestellt. Apple kam damit Forderung nach, die spezielle Bluetooth-Schnittstelle so zu verändern, dass noch mehr iPhone-Modelle als bislang die Corona-Tracing-App laufen lassen können.

Ebenfalls noch im Februar will das Entwicklerteam von SAP und Deutsche Telekom eine freiwillige Nutzerbefragung integrieren, in der sich die Anwender zu möglichen Datenspenden äußern können. Im März soll der Austausch von Infektionsschlüsseln mit der Schweiz möglich sein. Bislang tauscht das System der App des Bundes Daten mit Irland, Italien, Spanien, Lettland, Kroatien, Dänemark, Polen, Niederlande, Belgien und Finnland aus. Neben der Schweiz sollen Malta, Slowenien, Litauen, Portugal, Österreich und Zypern noch im ersten Quartal 2021 dazustoßen. Tschechien, Estland und Griechenland seien in der weiteren Planung. Nicht kompatibel dagegen sind die nationalen Apps in Großbritannien und Frankreich, weil diese nicht auf den Schnittstellen von Apple und Google aufsetzen.

Privathaushalte in der Corona-Krise so reich wie nie

Die Menschen in Deutschland haben in der Corona-Krise in Summe so viel Geld auf die hohe Kante gelegt wie nie und das Aktiensparen entdeckt. Auf den Rekordwert von 6738 Milliarden Euro kletterte das Geldvermögen der privaten Haushalte im dritten Quartal 2020, wie die Deutsche Bundesbank mitteilte.

Das sind 108 Milliarden oder 1,6 Prozent mehr als im Vierteljahr zuvor. Privatanleger profitierten auch davon, dass sich die Aktienmärkte vergleichsweise rasch vom Corona-Crash im Februar und März erholten.

Die Entwicklung im Zeitraum Juli bis einschließlich September sei „erneut durch eine hohe Ersparnisbildung und die anhaltende Erholung am Kapitalmarkt geprägt“, erklärte die Bundesbank. Die Bewertungsgewinne aus gestiegenen Kursen bezifferte die Notenbank auf 20 Milliarden Euro.

Wie das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor. Immobilien, die seit Jahren teils kräftige Wertsteigerungen verzeichnen, berücksichtigt die Bundesbank in dieser Berechnung nicht.

Nach Schätzungen der DZ Bank dürfte das Geldvermögen der privaten Haushalte im Gesamtjahr 2020 um 393 Milliarden Euro auf den Höchstwert von 7,1 Billionen Euro zugenommen haben - vor allem weil Privathaushalte in der Krise sparten wie die Weltmeister.

Aus Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit hielten viele Menschen ihr Geld zusammen, zudem bremsten die zeitweisen Schließungen im Einzelhandel und Reisebeschränkungen den Konsum. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Sparquote im vergangenen Jahr auf das Rekordhoch von 16,3 Prozent. Von 100 Euro verfügbarem Einkommen legten die Haushalte somit im Schnitt gut 16 Euro auf die hohe Kante.

Wieviel Corona-Härte ist nötig?

Die Politik diskutiert über eine weitere Verschärfung des Corona-Beschränkungen - Kanzleramtschef Helge Braun hält in der Corona-Krise gar eine „Kraftanstrengung“ bis zum Sommer für nötig.

Die Infektionszahlen müssten gesenkt werden, besonders die nächsten drei bis vier Monate würden schwer, sagte Braun auf dem digitalen CDU-Parteitag. Im Sommer werde sich alles sehr gut fügen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach von drei schweren Monaten und sagte dem Nachrichtenportal t-Online: „Ab Ostern kommen uns hoffentlich das bessere Wetter und zusätzliche Impfstoffe zur Hilfe.“

Angesichts der angespannten Lage ziehen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder ihre ursprünglich für den 25. Januar geplanten Beratungen um knapp eine Woche auf den kommenden Dienstag vor. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) plädiert für eine umfassende Ausweitung der Maßnahmen. „Jetzt lieber einmal richtig - anstatt eine Endlosschleife bis in den Sommer hinein“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Insbesondere die hohe Ansteckungsrate der neuen Mutation beunruhigt uns sehr.“

Die aus Großbritannien stammende Variante gilt als weit ansteckender als die bisher bekannte. Forscher befürchten, dass sie der vorherrschende Typ wird und die Infektionszahlen wieder rasant steigen: Die Corona-Pandemie wäre dann womöglich kaum einzudämmen.

„Mehr Impfen allein verhindert nicht einen weiteren Lockdown. Das zeigt die Situation in Großbritannien und in Israel“, erklärte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) in der „Rheinischen Post“. Dies gilt umso mehr angesichts der Lieferprobleme beim Impfstoff von Biontech/Pfizer, die beide Hersteller mit Fabrikumbauten zur Produktionssteigerung begründen. Ab der letzten Januarwoche werde dann wieder zeitlich wie zugesagt geliefert, ab der dritten Februarwoche dann mehr, so dass die Liefermenge für das erste Quartal gleich bleibe und sich für das zweite Quartal erhöhe, teilten sie am Freitagabend mit.

Über 18.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben sich innerhalb von 24 Stunden über 18.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.678 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab.

Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636 (Stand: 16.01., 00.00 Uhr). Noch am Vortag waren 22.368 Neuinfektionen gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 139,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 268,3 und Sachsen mit 255,8. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,0. Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen nach RKI-Daten vom Freitag leicht gesunken.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 45.974. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.657.900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Freitag bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

US-Forscher: Weltweit mehr als zwei Millionen Corona-Tote

Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als zwei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Das ging aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Weltweit gab es demnach bislang mehr als 93 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus. Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Der WHO zufolge gab es bis Freitag 1,98 Millionen bestätigte Todesfälle.

UN-Generalsekretär António Guterres sprach angesichts der zwei Millionen Toten von einem „herzzerreißenden Meilenstein“. In einer Mitteilung hieß es: „Hinter dieser erschütternden Zahl stehen Namen und Gesichter: das Lächeln, das nur noch eine Erinnerung ist, der für immer leere Platz am Esstisch, der Raum, in dem das Schweigen eines geliebten Menschen widerhallt.“ Guterres kritisierte, die tödlichen Auswirkungen der Pandemie seien durch das Fehlen weltweiter koordinierter Anstrengungen noch verschlimmert worden.

„Im Gedenken an diese zwei Millionen Seelen muss die Welt mit viel größerer Solidarität handeln“, forderte der UN-Generalsekretär. „Jetzt ist die Zeit dafür.“ Die führenden Wirtschaftsnationen trügen eine besondere Verantwortung. „Impfstoffe erreichen schnell die einkommensstarken Länder, während die Ärmsten der Welt überhaupt keine haben.“ Einige Länder beschafften sich mehr Impfstoff, als sie benötigten. Staaten müssten überschüssige Impfstoffdosen teilen. Das würde helfen, alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens auf der Welt zu impfen und die Gesundheitssysteme vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Lieferverzögerungen bei Pfizer für Corona-Impfstoff

Der Pharmakonzern Pfizer rechnet mit einer Einschränkung der Corona-Impfstofflieferungen in Europa in den kommenden Wochen.

Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich „vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken“, teilte Pfizer der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin geht davon aus, dass Pfizer die in den kommenden drei bis vier Wochen bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern kann. Zunächst war unklar, wie viele Impfdosen nun vorerst nicht zur Verfügung stehen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, das Unternehmen werde trotz der Produktionsverzögerungen die Lieferzusagen für die EU im ersten Quartal 2021 einhalten. Sie habe nach ersten Informationen dazu sofort den Pfizer-Chef angerufen, sagte sie am Freitag bei einem Besuch in Lissabon. Dieser habe bestätigt, dass es in den kommenden Wochen eine Produktionsverzögerung gebe. Zugleich habe er jedoch versichert, dass alle garantierten Dosen im ersten Quartal auch geliefert würden. Er werde sich persönlich darum kümmern, die Verzögerung zu reduzieren und so schnell wie möglich aufzuholen.

Fragen danach, wie viele Impfstoffdosen aufgrund der Probleme zunächst weniger geliefert würden, beantworte von der Leyen nicht. Dies müsse das Unternehmen beantworten. Sie verwies jedoch darauf, wie wichtig es sei, dass die zugesagten Dosen bis Ende März geliefert würden. Weil es innerhalb eines bestimmten Zeitraums zwei Impfungen des Vakzins von Pfizer und seinem deutschen Partner Biontech brauche, gebe es auch die medizinische Notwendigkeit, dass der Impfstoff rechtzeitig geliefert werde.

Nach Pfizer-Angaben kann es „in naher Zukunft zu Schwankungen bei Bestellungen und Versandplänen“ kommen. Der Konzern betonte jedoch, dass die Änderungen in der Fabrik in Belgien zu einer signifikant höheren Anzahl an Impfdosen Ende Februar und im März führen würden. „Unsere Pläne sehen eine gerechte Verteilung im Rahmen der Vereinbarungen mit den Regierungen vor und dass jedes Land seine zugewiesenen Dosen über die Laufzeit des Vertrags erhält, obwohl die geschätzten Mengen in einem bestimmten Quartal möglicherweise angepasst werden müssen.“