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Lokal26.de Wilhelmshaven

Gartenzeit: Familie Schröder hat den „grünen Daumen“ immer trainiert

11.04.2020

Wilhelmshaven Mit der „Pforte ins Paradies“ verbindet jeder unterschiedliche Bilder. Dass aber der Gang durch die Gartenpforte von Monika Schröder in ein wahres Naturparadies führt, wird kaum jemand bestreiten, der hier einmal eintreten durfte.

Östlich der Rosenhügelstraße, in Rufweite des Stadtparks, bietet ihr Kleingarten schon zu Frühlingsbeginn einen bunten Blütenteppich aus Primeln, Veilchen, Perl- und Sternhyazinthen. Dementsprechend emsig schwirren auch die Wildbienen, die sich im garteneigenen Insektenhotel einquartiert haben, bereits von Blüte zu Blüte.

45 Jahre ist es her, dass Monika Schröders Mutter die 500 Quadratmeter Wiese urbar machte. Sie war damit eine der Pionierinnen, die den Bezirk 12 des Kleingärtnervereins Rüstringen an diesem idyllischen Ort entstehen ließen. Bereits zwei Jahre später kauften Monika Schröder und ihr Mann den Eltern den Kleingarten ab, da diesen die Bearbeitung des Grundstücks zunehmend schwer fiel. Nachdem die eigene Wohnung in Fedderwardergroden nicht mal einen Balkon hatte, bot dieses Fleckchen Erde der vierköpfigen Familie nun viel Platz unter freiem Himmel.

Ursprünglich hatte sie vom Gärtnern gar keine Ahnung

In Anbetracht der üppigen Pflanzenpracht mag man kaum glauben, dass Monika Schröder vom Gärtnern überhaupt keine Ahnung hatte. Durch Ausprobieren und lesen von Fachzeitschriften hat sie über die Jahre ihren „grünen Daumen“ geschult und viele Pflanzen auch selbst vermehrt.

So zum Beispiel die Kletterhortensien, die sich heute malerisch an der Mauer entlang ranken, die den Sitzplatz bei der Laube vor Wind schützt. Ganz ohne Rückschläge war aber auch ihr gärtnerisches Schaffen nicht. „Die Tannen, die wir anfangs als kleine Pflänzchen gesetzt hatten, waren irgendwann so groß geworden, dass nur noch radikales roden half.“

Für die Gestaltung der Wege, die zur gelb verklinkerten Laube und entlang der Beete führen, hatte sie in ihrem Mann den perfekten Partner.

Als gelernter Steinsetzer war er 28 Jahre bei der Stadt angestellt und auch im Ruhestand war das Arbeiten mit Steinen noch lange seine Leidenschaft. So sind dann auch alle Beete akkurat mit Feldsteinen eingefasst. Alles andere aber, säen, pflanzen, vermehren, pflegen und ernten war und ist die Passion der 70-Jährigen, die auch einige Jahre Obmännin für den Heidelbeerweg war. Schön waren damals die Wegefeste, so Schröder, bei denen tagsüber Spiele für die Kinder organisiert wurden und abends die Erwachsenen zusammensaßen.

Garten mit Gaumenfreuden war ein wahres Kinderparadies

Dieses Gemeinschaftsgefüge gibt es so heute nicht mehr. Aber auch das Verhältnis zu den neuen Kleingärtnern ist gut und neben den eigenen Enkelkindern hat auch die Enkeltochter der Nachbarn gern und viel mit Monika Schröder gebastelt oder Schatzsuche gespielt. Ein wahres Kinderparadies war der Garten für ihre zwei Töchter und deren Kinder aber auch wegen der Gaumenfreuden, die er bereithält.

Neben zwei Apfelbäumen, Johannisbeeren und Brombeeren prunken im Moment drei Pfirsichbäume mit ihrer zartrosa Blüte. Und wenn im Gewächshaus und beim Komposthaufen der Frühjahrsputz erledigt ist, können auch wieder Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Erbsen und Bohnen Einzug halten im Kleingarten am Heidelbeerweg.

Angesichts unzähliger Rosen, Kamelien und Stauden, die ebenso wie Obst und Gemüse gehegt werden wollen, erstaunt es umso mehr, dass Monika Schröder neben Arbeit, Kindern und Kleingarten 22 Jahre lang ein weiteres Hobby gepflegt hat. Drei Mal im Jahr besuchte sie einen Töpferkurs bei der Evangelischen Familienbildungsstätte, wovon heute liebevoll gestaltete Brunnen, Figuren und Kugeln zeugen, die dem Garten einen ganz individuellen Charme verleihen.

Auf Schritt und Tritt gibt es Neues zu entdecken und wenn es keine getöpferten Figuren sind, dann vielleicht die Goldfische in einem der beiden Teiche oder Buchsbäume, die kunstvoll zu Vögeln, Fischen oder sogar zu einem stattlichen Teddy gestutzt wurden.

Bei der Frage aber, welches ihre Lieblingsblumen seien, will Monika Schröder sich nicht festlegen. „Ich liebe alle Blumen.“ Und damit erklärt sich dann auch, warum in ihrem Gartenparadies zu jeder Jahreszeit etwas blüht.

Annette MuschalikFreie Mitarbeiterin

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Kleingartenverein | Frühjahrsputz

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