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Lokal26.de Wilhelmshaven

Ein Männlein steckt im Stiefel

06.12.2019

Wilhelmshaven Am Nikolaustag haben sicher wieder viele Kinder einen Stutenkerl vor der Haustür gefunden. Denn der Nikolaus war da und der bringt traditionell das süße Gebäck mit. Doch woher kommt dieser Brauch?

Der Name

Seinen Namen verdankt der süße Kerl dem Teig aus dem er hergestellt wird – dem Stutenteig. Er wird aus Mehl, Zucker, Fett und Hefe gemacht. Es gibt ihn mit und ohne Rosinen. In Niedersachsen heißt das Gebäck Stutenkerl, im Rheinland Weckmann und in Westfalen Kiepenkerl.

Die Geschichte

Als Stutenkerl gibt es das Gebäck traditionsgemäß in der Adventszeit, speziell am Nikolaustag. Seine ursprüngliche Form geht auf den Nikolaus von Myra zurück. Er ist einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirche und der lateinischen Kirche. Sein Gedenktag ist heute, der 6. Dezember.

Der Heilige war in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra in der heutigen Türkei. Dort soll er sein Vermögen unter den Armen aufgeteilt haben. Um sein Wirken ranken sich zahlreiche Legenden über von Nikolaus vollbrachte Wunder, die dazu führten, dass er als einer der wichtigsten Heiligen angesehen wird.

Im Rheinland und im Ruhrgebiet wird der Stutenkerl bereits am 11. November gegessen. Hier wird er mit dem heiligen Martin in Verbindung gebracht.

Vom Stab zur Pfeife

Stutenkerle werden mit Rosinen und einer Tonpfeife verziert. Ursprünglich soll die Pfeife ein Bischofsstab gewesen sein. Durch den Einfluss der Reformation soll dieser dann durch die Pfeife ersetzt worden sein, um kirchliche Symbole zu verweltlichen. Die Pfeife stellt demnach einen umgedrehten Bischofsstab dar. Es wird allerdings auch die Version erzählt, dass einem Bäcker schlicht die Stäbe ausgegangen sind und er kurzerhand zu Tonpfeifen gegriffen hat.

Gegen diese Pfeifen, die bei Kindern als Spielzeug beliebt sind, kam in den vergangenen Jahren Unmut unter Eltern auf. Die Pfeifen würden Kinder zum Rauchen animieren, hieß es.

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