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Lokal26.de Wilhelmshaven

HANDBALL: Am Saisonende muss für den Wilhelmshavener HV der Aufstieg stehen

23.08.2019

WILHELMSHAVEN Es gibt in dieser Spielzeit nur ein Ziel für den Zweitliga-Absteiger Wilhelmshavener HV: die sofortige Rückkehr ins Handball-Unterhaus. Um das zu erreichen, haben die Verantwortlichen um Teammanager Dieter Koopmann und die Geschäftsführer Florian Schulz und Maik Menninga diesmal im Vorfeld nicht gekleckert, sondern geklotzt. Nicht nur, dass alle Leistungsträger gehalten werden konnten, der Kader des Clubs, der am Mittwoch 25 Jahre WHV-Sportmarketing feierte, wurde sogar soweit verstärkt, dass er jetzt schon das Zeug dazu hätte, einen sicheren Platz im Mittelfeld der 2. Bundesliga zu erreichen.

Trainer Christian Köhrmann konnte in der Vorbereitung auf erstklassige Trainingsunterstützung aus den Niederlanden bauen, wo sein Team leistungsdiagnostische Tests bei 'Total Movement' absolvierte und die darauffolgenden Einheiten individueller gestaltete. Gerade in der zweiten Saisonhälfte soll den Wilhelmshavenern das Vorteile gegenüber den anderen Mannschaften verschaffen.

Die Neuzugänge

50 Prozent eines Handballspiels entscheiden sich auf der Torwartposition. Gerade in den vergangenen Spielzeiten war der WHV angreifbar. Das hat sich spätestens mit Neuzugang Primozž Prošt erldigt. Der 36-jährige Routinier mit Erstliga-Erfahrung hat bereits in den Testspielen bewiesen, dass er das Zünglein an der Waage sein kann, wenn es eng wird. Auch Angelo Grunz, der im Winter an die Jade kam, und der zweite Torwart-Neuzugang Levin Stasch, ein regionaler Keeper aus Sillenstede, können von dem slowenischen Nationalspieler nur profitieren. Mehr Erstliga-Wissen bringt der kroatische Kreisläufer Stanko Sabljic zum WHV. 2016 gewann er mit RK Zagreb die kroatische Meisterschaft und den Landespokal. Vierter Neuzugang ist Tim Rozman. 'An ihm werden wir noch viel Freude haben', ist sich Geschäftsführer Menninga sicher. Der Linkshänder soll nicht nur René Drechsler entlasten, sondern auf Rückraum rechts auch neue, eigene Impulse setzen.

Die Abgänge

Mit Frederick Lüpke wechselte ein Ur-Wilhelmshavener zum Ligakonkurrenten OHV Aurich. Er kam häufig nur zu Kurzeinsätzen und erhofft sich bei den Ostfriesen nun mehr Spielanteile im Tor. Torwart-Kollege Dennis Doden schloss sich dem westfälischen Oberligisten TSG Altenhagen-Heepen an und Spielmacher Janik Köhler trägt jetzt das Trikot des TV Cloppenburg in der Oberliga Nordsee. Matej Kozul wechselt die Position. Es ist in der neuen Spielzeit Co-Trainer an der Seite von Christian Köhrmann, steht aber notfalls immer bereit, auf dem Feld auszuhelfen. Denn als Spielertrainer der zweiten Mannschaft, hält er sich fit. Der bisherige Co-Trainer Christoph Dannigkeit beendete sein Engagement und konzentriert sich sportlich fortan ganz auf die Bundesliga-Frauen des VfL Oldenburg, bei denen er Torwarttrainer ist. Rechtsaußen Fabrice Lehmann blieb dem Club ebenfalls als Spieler und Trainer der zweiten Mannschaft erhalten. Kreisläufer Daniel Andrejew, der sich bei den Jadestädtern nie richtig durchsetzen konnte, wechselte zu Brest Meschkow (Weißrussland).

Der Trainer

In der Saison 2011/2012 übernahm Christian Köhrmann zunächst als Spielertrainer die Geschicke des Clubs. Andrzej Staszewski hatte nach drei Erfolgen am Saisonbeginn etwas überraschend 'aus persönlichen Gründen' um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Köhrmann führte das Team in der Saison 2014/2015 zurück in die 2. Bundesliga und stieg auch mit ihr am Ende der vergangenen Spielzeit wieder ab. Köhrmann ist gefragter Handball-Experte. So analysierte er in diesem Jahr für den 'Spiegel' vor der Handball-Weltmeisterschaft die Leistungsstärke der Deutschen Nationalmannschaft.

Die Vorbereitung

Professionalität ist eines der Schlagwörter, die auf die Saisonvorbereitung zutreffen. Nicht nur die Leistungsdiagnostik in den Niederlanden ist bundesligareif. Nach langen Jahren ohne, wurde diesmal wieder ein Trainingslager organisiert, das das Team nach Schweden führte. Dort wurde ein Testspiel gegen den schwedischen Erstligisten Lugi Lund ausgetragen, das die Jadestädter knapp mit 25:28 verloren. Auch die Vier-Tore-Niederlage am vergangenen Dienstag gegen den polnischen Serienmeister aus Kielce mit dem deutschen Nationaltorhüter Andreas Wolff im Kader ließ aufhorchen. Die hohe Niederlage im DHB-Pokal gegen den TBV Lemgo-Lippe wirkt hingegen ernüchternd, ist aber auch der Personalsituation geschuldet gewesen.

Das Auftaktprogramm

Schon am Freitag geht’s für den WHV los. Gegner um 20 Uhr in der Nordfrost-Arena ist der Longericher SC. Das erste Auswärtsspiel führt die Mannschaft zum Leichlinger TV.

Thomas BrevesLeitung Sportredaktion

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