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Lokal26.de Wilhelmshaven

HANDBALL: Wieder fehlt ein Treffer

13.11.2016

WILHELMSHAVEN Zwei Minuten vor dem Ende der Begegnung bleiben einem Trainer nicht mehr viele Optionen, wenn das eigene Team mit drei Toren im Hintertreffen liegt. Im Handball ist der letzte Trumpf, der dann gezogen wird, in der Regel die offene Manndeckung. Schnelle Ballgewinne gleich schnelle Tore, ist die Rechnung die aufgemacht wird. Auch Christian Köhrmann, Trainer des Wilhelmshavener HV, greift am Samstagabend im Zweitligaspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen nach diesem letzte Strohhalm. Eine Minute und 19 Sekunden verbleiben den Jadestädtern, um das Blatt doch noch einmal zu wenden. Nach einem schnellen Treffer durch Kay Smits luchst Matej Kozul dem Team aus der Grafschaft Bad Bentheim im darauffolgenden Angriff den Ball ab und trifft per Tempogegenstoß selbst – noch 30 Sekunden auf der Uhr, die Sensation greifbar nahe. Die 1277 Zuschauer verwandeln die Nordfrost-Arena in ein Tollhaus.

HSG-Trainer Heiner Bültmann sieht seine Felle davonschwimmen und versucht mit einer Auszeit, seine Mannschaft in den letzten Sekunden des Spiels auf Kurs zu halten. Dass sein Team wegen drohenden Zeitspiels noch einmal wird abschließen müssen, ist klar, der Schütze im Teamgespräch bestimmt. Jens Wiese zieht beim Freiwurf ab, doch Adam Weiner wirft sich in den Weg, der Ball prallt ab, Steffen Köhler nimmt den Ball auf und es muss schnell gehen. Der Kapitän wirft einen direkten Pass auf den davon geeilten Tobias Schwolow, der aber aufgrund der kurzen Restzeit aus 13 Metern Torentfernung verwandeln muss. Für Björn Buhrmester im Tor der Gäste ist es nicht mehr die größte Aufgabe. Er hält, die HSG jubelt. Der WHV hat sein mittlerweile sechstes Spiel mit nur einem Treffer verloren. Von der Anzeigetafel leuchtet ein bitteres 29:30.

'Die erste Halbzeit war aber der Knackpunkt', erklärte ein geknickter Tobias Schwolow nach der Partie. Nach einem starken und konzentrierten Beginn führte der WHV in der 18. Minute mit 10:8 Toren, brachte danach aber bis zum Seitenwechsel den Ball nur noch einmal im gegnerischen Kasten unter. Die Gäste indes nutzten, angeführt vom neunfachen Torschützen Patrick Miedema, die Schwächephase der Köhrmann-Sieben und drehten die Partie. Zum Seitenwechsel lagen die Jadehandballer plötzlich mit 11:14 im Hintertreffen. Dabei war es nicht unbedingt die Abwehr des WHV, die für Sorgenfalten auf der Stirn von Christian Köhrmann sorgte, vielmehr war das Angriffsspiel, bei dem René Drechsler weitgehend blass blieb, zu fehlerhaft. Die Gäste kamen über Tempogegenstöße zu einfachen Treffern.

Mit der starken Schlussphase der Wilhelmshavener gingen dann jedoch einige zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen zu ungunsten des WHV einher, die die Gäste zurück ins Spiel brachten.

Thomas BrevesLeitung Sportredaktion

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