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Lokal26.de Wilhelmshaven

Bald Autoexport von Wilhelmshaven nach Afrika?

04.12.2019

Wilhelmshaven Die Mosolf-Gruppe wird sich dauerhaft in Wilhelmshaven engagieren. Wie Dr. Jörg Mosolf am Dienstag ankündigte, will das Logistikunternehmen ab kommenden Jahr von der Jade aus den Export von Autos nach Afrika organisieren. Zunächst werde man die vorhandene Belademöglichkeit am Hannoverkai im Inneren Hafen nutzen. Mittelfristig strebe man einen Autoterminal am JadeWeserPort an.

Die Mosolf-Gruppe, ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg, beschäftigt rund 3500 Mitarbeiter an etlichen Standorten in Deutschland, Tschechien, Polen und Frankreich. Seit 64 Jahren beschäftige man sich „mit allem, was vier Räder hat“, so Mosolf. Sei Anfang dieses Jahres hat das Unternehmen eine Niederlassung am JadeWeserPort, von wo aus man unter anderem den Elektro-Kleinlastwagen „Tropos“ vermarktet.

In der Automobilindustrie gebe es ein großes Interesse an weiteren Verlademöglichkeiten für den Seeverkehr, insbesondere auch für Gebrauchtwagen. „Hamburg und Antwerpen laufen komplett über“, sagte Mosolf im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung. Nach derzeitiger Planung soll Mitte nächsten Jahres eine Afrika-Linie von der Jade aus an den Start gehen.

Konkret geht es um einen ersten Auftrag für den Export von jährlich 30 000 bis 40 000 Gebrauchtwagen nach Libyen. „Wenn wir unseren Logistik-Job gut machen, kann da schnell mehr draus werden“, so Mosolf. Hinter dem Hannoverkai soll aus einer Flüche von 30 000 Quadratmetern ein Lagerplatz für zunächst 1500 Autos entstehen.

Perspektivisch plant die Mosolf-Gruppe aber einen Autoterminal am JadeWeserPort, wo das Unternehmen zum Januar eine vom Jade-Dienst erbaute Halle samt Bürokomplex übernimmt. Wie Rolf Mosolf sagte, sei man sich mit der JadeWeserPort Marketing-Gesellschaft einig über eine Option auf eine Fläche von 20 000 Hektar in der Logistikzone.

Hintergrund ist der von Mosolf angestrebte Bau einer RoRo-Autoumschlag-Anlage direkt neben dem vorhandenen Container-Terminal. Technisch möglich sei das. Die Umsetzung werde aber sicherer noch fünf bis sieben Jahre dauern, möglicherweise aber auch erst ein Baustein der geplanten Erweiterung des Terminals. Nach einem Bericht des NDR lehnt die Landesregierung diese Option derzeit aber ab.

Denkbar wäre eine Nutzung einer Autoverlade-Anlage auch in Kooperation mit anderen Nutzern. Ein möglicher Partner könnte die Bundeswehr werden, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD). Aus Gesprächen mit dem Logistikzentrum der Bundeswehr habe sie mitgenommen, dass dort mit Blick auf die Verschiffung von militärischem Gerät durchaus ein Interesse an entsprechender Infrastruktur bestehe.

Im Rahmen der Veranstaltung unterschrieb Mosolf einen Kooperationsvertrag mit dem Vizepräsidenten der Jade Hochschule, Professor Dr. Uwe Weithöner. Gemeinsam will man nach alternativen Antriebsformen für Nutzfahrzeuge suchen.

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