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Lokal26.de Wilhelmshaven

Karneval: Narren erobern die Stadt im Sturm

24.02.2020

Wilhelmshaven Den Narren blies der Wind ins Gesicht, als sie sich am Samstagmittag anschickten, das Wilhelmshavener Rathaus zu erobern. Tiefdruckkomplex „Xanthippe“ und Hoch „Günter“ erzeugten einen Sturm, der den angekündigten Sturm der Fastnachtsgesellschaft Schlicktown aufs Rathaus an Kraft deutlich übertraf.

Kaum waren die Treppen zum Höger-Bau erklommen, ging der Jecken- Elferrat zu Boden. Auf Knien und Sitzflächen sicherten die Ober-Jecken das Terrain für ihre stürmenden Truppen, so dass Funkenmariechen und Funkengarde nicht mit dem ausgebreiteten Teppich davon flogen.

Mehr aus Mitleid als aus Angst entschied Bürgermeisterin Ursula Glaser sich für die Rückwärtsverteidigung, bot den Angreifern Schutz vor dem Sturm und versuchte nur noch, die Barrikade vor der Stadtkasse zu halten, obwohl dort – wie sie einräumte – ohnehin nichts zu holen war.

Bürgermeisterin händigte die Schlüssel aus

Der Auftritt der Sternengarde, der Nachwuchs-Formation des närrischen Volkes, brach dann den letzten Widerstand. Des Einsatzes der „Wattweiber“ hätte es nicht mehr bedurft, dass die Bürgermeisterin dem Prinzessinnenpaar Simone I. und Michaela I. die Schlüssel aushändigte.

Doch nicht nur im Rathaus konnten nun die Narren das Zepter schwingen. Gestern Nachmittag war auch die Stadthalle fest in ihrer Hand. Es ging bunt zu beim großen Kinderkarneval. „Schlicktown Helau!“ rief es da von der Bühne unter großem Applaus. Bei bester Laune feierten viele Kinder in verschiedensten Kostümen in die Narrensaison.

Bunte Luftballons in allen Farben und Luftschlangen hingen im großen Saal. Dort tummelten sich Dinosaurier, Piraten, Clowns und Eisprinzessinnen. Batman jagte Spiderman hinterher, und kleine Feuerwehrleute spielten mit Polizisten.

Kindern wurde ein buntes Fest geboten

„Wir möchten den Kindern einen behüteten, sicheren und lustigen Karneval bieten“, sagte Holger Ulfers, Vizepräsident der Fastnachtsgesellschaft Schlicktown.

Auf der Bühne lernten die Heranwachsenden in Gardeuniform und Show-Kostümierung einige Schritte der Garde- und Showtänze. „Wir wollen mit den Tänzen die Kinder unterstützen, sich kreativ auszulassen“, sagte die frühere Gardetanzlehrerin Gabi Kostka. Auch im Foyer konnten sich die Kinder austoben. Eine Hüpfburg mit Flugzeug auf dem Dach bot den Kindern viel Freude.

August Desenz begleitete mit Narrenkappe und Drehorgel musikalisch das wilde Springen und Hopsen in der zitternden Hüpfburg.

Im Saal freuten sich derweil die Kinder über Spielstände, wie das Drehen am Glücksrad oder Fadenziehen. Auch eine Tombola mit einem Fahrrad als Hauptpreis sorgte für große Augen bei den Kleinen.

Zum Liedklassiker „Eine Insel mit zwei Bergen“ aus dem Film „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ bildeten die Kinder auf der Bühne eine lange Schlange und hielten sich tanzend an den Händen. Ein großer Spaß für alle. So hielten sie das karnevalistische Brauchtum lebendig.

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Stadthalle | Karneval

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