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Lokal26.de Wilhelmshaven

Kein leichter Gegner

04.12.2019

Wilhelmshaven Kommt die Deutsche Umwelthilfe ins Spiel, kann die öffentliche Hand schon mal nervös werden. Schließlich hat der anerkannte Umweltverband erfolgreich eine ganze Reihe von Städten verklagt – und sich durchgesetzt.

Dieselfahrverbote in etlichen Großstädten tragen das Markenzeichen DUH, was den Umweltverband nicht gerade zum Liebling der Dieselfahrer, der Automobilindustrie und der Politiker in den betroffenen Kommunen macht.

Nun also das LNG-Terminal Wilhelmshaven als neues Feindbild der Umweltschützer. Mag sein, dass der Import von verflüssigtem Erdgas, gar noch durch Fracking gewonnen, im Hinblick auf Klimaschutz nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Mag auch sein, dass in einem Genehmigungsverfahren für ein Terminal in Wilhelmshaven Hemmnisse und Hindernisse auftauchen werden, die das Projekt zum Scheitern bringen.

Doch vom Sinn oder Unsinn des LNG-Imports mal abgesehen, überzeugen die gegen den konkreten Standort Wilhelmshaven vorgebrachten Argumente wenig. Da ist von der Gefahr extremer Sturmfluten die Rede – ja, dann hätte es an der ganzen Nordsee keine Industrie geben dürfen. Da wird von umfangreichen Baggerarbeiten in der sensiblen Jade gesprochen – ja, dann hätte man den Voslapper Groden und den Jade-Weser-Port nicht aufspülen dürfen. Da wird auf Gebiete mit dem höchsten naturschutzfachlichen Schutzstatus in unmittelbarer Nähe des Terminals hingewiesen – ja, aber das Baugelände für das Terminal liegt auf einem seit Jahrzehnten dafür frei gehaltenen Industrie-Areal. Als der Voslapper Groden dafür aufgespült wurde, war der Nationalpark Wattenmeer noch nicht mal als Gedanke geboren, geschweige denn Realität.

Aber was zählt das am Ende in einem Gerichtsverfahren, das nach allen Erfahrungen mit der DUH nun wohl zu erwarten ist? Die Hafenwirtschaft und der Investor reagieren zu Recht ziemlich angefasst.

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Deutsche Umwelthilfe e.V.

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