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Lokal26.de Wilhelmshaven

Entscheidung bei „Weser“ und „Kapitän Meyer“ nicht in Sicht

15.02.2020

Wilhelmshaven Die einen wollen das Feuerschiff „Weser“ erhalten, weil da bereits Fördermittel winken, die anderen möchten auch die „Kapitän Meyer“ in ein gemeinsames Konzept mit dem Küstenmuseum einbinden – und so die Zukunft sichern. Man solle deshalb zunächst einmal ermitteln, welche Fördermittel auch für die „Kapitän Meyer“ möglich seien, bevor der Rat dann eine endgültige Entscheidung über die Zukunft fälle, empfahl am Donnerstagabend Ratsherr Dr. Michael von Teichman.

Über allem schwebt der städtische Haushalt und die Verpflichtung zur Entschuldung, wie einmal mehr Ratsvorsitzender Stefan Becker und Ratsherr Michael von den Berg deutlich machten. Ratsherr Uwe Heinemann forderte: „Wir brauchen vor einer Entscheidung verlässliche Zahlen, welche Folgekosten für Personal und Unterhaltung auf die Stadt zukommen, sollten wir beide Museumsschiffe im Verbund mit dem Küstenmuseum entwickeln.“

Die Arbeitsgruppe „Kapitän Meyer“ unter Federführung der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung hatte die Ratsmitglieder zu einer Diskussion ins Küstenmuseum eingeladen. Doch nur wenige Mitglieder des Rates waren dieser Einladung gefolgt. Zur Erinnerung: Während sich der Rat längst für den Erhalt des Feuerschiffes ausgesprochen hat, gibt es für die „Kapitän Meyer“ bislang keine Beschlussfassung.

Nikša Marušić, zuständiger Referatsleiter der Stadt, versprach – wie beim WZ-Stammtisch zum Thema am Tag zuvor – den Ratsmitgliedern, spätestens im April eine entsprechende Vorlage samt Konzept vorzulegen.

Als Gast ergriff Dr. Stephan Huck das Wort. Der Leiter des privat geführten und sehr erfolgreichen Marinemuseums sieht durchaus Synergiereffekte bei der Idee der Arbeitsgruppe: „Ein neu ausgerichtetes Küstenmuseum, Feuerschiff und Tonnenleger bilden ein schlüssiges Paket. Deshalb ist es sinnvoll, ein Gesamtkonzept zu entwickeln und nicht die Schiffe als Solitär zu betrachten.“ Doch die Stadt müsse sich auch ehrlich die Frage stellen, wass sie mit einer Neuausrichtung des Küstenmuseums und Erhalt der Schiffe erreichen möchte, so Huck. Das Küstenmuseum werde sich nie alleine tragen – auch wenn zukünftig über 20 000 Besucher im Jahr kämen.

Und so schön ein „Selfie-Point“ mit zwei Schiffen am sanierten Bontekai sei: „Das historische Alleinstellungsmerkmal der Kapitän Meyer darf man nicht mit Attraktivität verwechseln.“

Michael HalamaHafen, Schifffahrt und Marine

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