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Niedersachsens Häfen auf Kurs

13.02.2020

Wilhelmshaven /Oldenburg Mit einer Gesamtmenge von 53,53 Millionen Tonnen an umgeschlagenen Gütern haben Niedersachsens Seehäfen das Vorjahresergebnis um sieben Prozent übertroffen. Exakt ebenso viel legte auch die Umschlagsmenge im Wilhelmshavener Hafen zu, bedingt durch eine Umschlagsteigerung bei Rohöl, Kraftstoffen und Heizöl und trotz eines starken Rückgangs der Umschlagsmengen bei der Steinkohle. Auch reduzierte sich die Zahl der über den JadeWeserPort verladenen Container um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit diesen Zahlen zeigte sich gestern Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, auf der Pressekonferenz in der Niedersächsischen Hafenzentrale in Oldenburg zufrieden. Von hier aus werden die Geschäfte der Seaports of Niedersachsen, für die deren Geschäftsführer Timo Schön die Zahlen bekanntgab und die die Häfen zu vermarkten unterstützt, und der Niedersachsen Ports GmbH & Co KG, für die Geschäftsführer Holger Banik sprach und die Eigentümer der niedersächsischen Häfen ist, gesteuert.

In Wilhelmshaven stieg der Umschlag auf 29,29 Millionen Tonnen im Seeverkehr. Im Vorjahr lag er bei 27,34 Millionen Tonnen. Während der Kohleumschlag als Folge der Energiewende von 2018 auf 2019 um ein Drittel auf 2,3 Millionen Tonnen einbrach, rettete der wieder besser schiffbare Rhein die Bilanz; weil die Raffinerien am Fluss wieder normal arbeiten konnten und nicht wegen trockenheitsbedingter Niedrigwasserstände die Produktion drosseln mussten, wurde von Wilhelmshaven aus wieder mehr Rohöl durch die Pipelines gedrückt.

Auch wenn der JadeWeserPort aufs Jahr gesehen einen leichten Umschlagsrückgang verzeichnete, sieht Althusmann in dem Hafen eine Erfolgsstory. Hier hätten mittlerweile 1000 Beschäftigte Arbeit gefunden. Althusmann sprach sich für die zweite Ausbaustufe des Containerterminals aus, weil eine Marktstudie den Bedarf ermittelt habe. Ob der künftige Hafenbereich einem „außereuropäischen Betreiber“ übertragen werde, müsste gutachterlich bewertet werden.

Die Flüssigerdgas-Pläne sieht Althusmann insgesamt auf einem guten Weg. Es gebe einen sehr hohen Bedarf an dem Gas.

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