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Lokal26.de Wilhelmshaven

Theater am Meer: Zehn Jahre Zugabe für kleines Schauspielhaus

07.01.2020

Wilhelmshaven Arnold Preuß als Vorstandsvorsitzender des Trägervereins „Theater am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven e.V.“ hat den Mietvertrag für das Privattheater an der Kieler Straße 63 für weitere zehn Jahre neu abgeschlossen. „2020 werden wir am 9. Mai unser zehnjähriges Bestehen in unserem kleinen Schauspielhaus feiern können und durch die Vertragsverlängerung wird es dem Theater weitere zehn und mehr Jahre möglich sein, dort engagiertes Theater in Niederdeutscher Sprache zu produzieren“, so Preuß.

„Wir konnten es uns in den kühnsten Träumen nicht ausmalen, dass wir diese Erfolgsgeschichte in dem besonderen Theaterraum schreiben konnten. Aber meist ausverkaufte Vorstellungen und ein Stamm von rund 1000 Abonnenten sowie eine Schar von rund 90 engagierten Ehrenamtlichen auf und neben der Bühne hat es uns ermöglicht, ein Privattheater ohne jegliche regelmäßige finanzielle Bezuschussung aus öffentlichen Kassen zu unterhalten. Ich weiß dabei gar nicht, wem ich zuerst dafür danken muss, den vielen Zuschauern oder den wunderbaren ehrenamtlichen Mitgliedern“, so Arnold Preuß.

Es ist Halbzeit in der Spielzeit 2019/2020. Das Fazit fällt ungeheuer positiv aus. Mit den ersten beiden Inszenierungen ist es nicht nur gelungen, das Publikum und die Kritik zu überzeugen, sondern es haben auch viel neue Kräfte ihren ersten Auftritt auf der Bühne gehabt. Nachdem man im Jahr zuvor eine Gruppe älterer, am Niederdeutschen Theaterspiel Interessierter gründen konnte, sind diese intern durch bühneneigene Kräfte geschult worden. Auch haben sie Fortbildungskurse des Niederdeutschen Bühnenbundes besucht.

In der Eröffnungsinszenierung „Allens ut de Reeg“, einer Farce von Ray Cooney, stand in der Regie von Arnold Preuß eine ganze Reihe der „Neuen“ auf der Bühne und diese haben ihr Debüt an der Seite der bewährten Kräfte des Ensembles mit Bravour gemeistert. Das zweite Stück der Spielzeit „...un denn de Heven vull van Geigen“ der zeitlose Liebesreigen von Marc Becker hat in der Inszenierung von Elke Münch seit Anfang November das Publikum ebenfalls bestens unterhalten.

Das neue Jahr startet am Samstag, 18. Januar, mit der ersten Premiere des Jahres, die gleich eine Niederdeutsche Erstaufführung ist. Arnold Preuß hat die Komödie von Jordi Galceran „Der Kredit“ ins Niederdeutsche übertragen und übernimmt nicht nur die Regie, sondern auch eine der drei Rollen. Das im Bankmilieu spielende Stück zeigt ein ausgeklügeltes Spiel um Macht und Gefühle.

Einem Bankkunden wird ein Kredit von 3000 Euro verwehrt, da er nicht über die nötigen Sicherheiten verfügt.

Im März wird mit „Honnig in’n Kopp“ das Theaterstück nach dem bekannten Film von Till Schweiger, in dem Dieter Hallervorden glänzen konnte, auf die Bühne des Theaters am Meer gebracht. Elke Münch wird ein zweites Mal in der laufenden Spielzeit das Bühnenbild entwerfen und die Inszenierung vornehmen. In dieser an der personenreichsten Inszenierung der laufenden Spielzeit werden wie schon zu Beginn der Spielzeit viele neue Darsteller erstmal die Bühne betreten und in wechselnde Rollen schlüpfen. Die herausragenden Rollen des Opas Amandus und der Enkelin Theda werden von Heinz Zomerland und Leyan Besser (aus der Theaterschule) verkörpert.

Seit Beginn der Spielzeit 2019/20 hat das Theater am Meer wieder eine aktive Gruppe von 13 jungen Menschen im Alter von zwölf bis 20 Jahren in der bühneneigenen Theaterschule, die seit Saisonbeginn von Martina Brünjes geleitet wird. Mit großer Begeisterung haben sich die Jugendlichen dabei der für sie neuen Sprache gewidmet und schon große, erstaunliche Fortschritte gezeigt. Man könne daher sehr optimistisch sein, dass hier ein sehr guter Jahrgang der Theaterschule heranwächst, der dann später im Ensemble der Erwachsenen jugendliche Verstärkung bringt.

Nach einer ersten Phase des Theatertrainings seit September geht es ab jetzt in die nächste Ausbildungsphase. Dann starten die Proben unter Leitung von Martina Brünjes für das neue Stück der Theaterschule. Das Stück heißt „Hapen“ (Hoffnung) und Martina Brünjes hat es nicht nur geschrieben, sie wird es selbstverständlich auch inszenieren. Die Premiere wird am 12. Juni sein. Nach circa sechs Aufführungen geht es dann damit Anfang Juli nach Emden zum 12. Niederdeutschen Jugendtheaterfestival des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen, so Preuß.

Maik MichalskiLeitung Lokalredtion

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