Medienhaus Brune|Mettcker
  • Anzeiger für Harlingerland
  • Jeversches Wochenblatt
  • Wilhelmshavener Zeitung
  • Shop
  • Tickets
  • Werben
  • Kontakt
 
Lokal26.de Wilhelmshaven

Offenes Gespräch: Wie viel Feuerwerk muss sein?

28.01.2020

Wilhelmshaven Die Grünen in Wilhelmshaven laden für Donnerstag, 30. Januar, um 19 Uhr ins Café Gerda an der Schillerstraße zum offenen Gespräch zum Thema „Feuerwerk“ ein. Sie hoffen, dass viele interessierte Bürger das Angebot wahrnehmen.

Der Versuch der Inselgemeinde Spiekeroog, ein generelles Feuerwerksverbot über eine Lärmschutzrichtlinie zu erreichen, sei kürzlich am Verwaltungsgericht gescheitert. Allerdings gebe es in vielen Kommunen Teilverbote.

Eine Umfrage kurz vor Silvester zeigte, dass 57 Prozent ein Verbot von Böllern zu Silvester befürworten, nur 36 Prozent waren dagegen. Dafür gäbe es viele Gründe: Kleine Kinder, Tiere sowie viele Menschen mit Demenz bekommen Angst, andere werden an schlimme Kriegserlebnisse erinnert. Auch die Probleme für die Umwelt in Form von Feinstaub werden zunehmend wahrgenommen.

Andererseits ist für manche Menschen Silvester der absolute Höhepunkt des Jahres. Feuerwerk ist für sie eine Leidenschaft, für die sie viel Geld ausgeben. Zu Hochzeiten und kleinen, wie großen Veranstaltungen werden Feuerwerke auch immer beliebter.

„Uns sagen viele Bürger, dass sie sehr gut ohne Böller leben könnten“, berichtet Alexander von Fintel, Mitglied im Vorstand der Wilhelmshavener Grüne. „Selbst wenn ich selber dieses Jahr kein Geld für Feuerwerk ausgegeben habe, fände ich ein komplettes Verbot persönlich übertrieben. Es ist aber höchste Zeit, dass Politik und Bürger miteinander reden und einen gute Kompromiss finden.“

Es gäbe Möglichkeiten, Art und Umfang der Böllerei zu steuern – sowohl zu Silvester als auch während des ganzen Jahres. Dazu könnten nach Ansicht der Grünen gehören: Abstandsregelungen zur Weltnaturerbe Wattenmeer, freiwillige Vereinbarungen mit dem Einzelhandel, eine kleine Anzahl professioneller Feuerwerksshows in den Stadtteilen zu Silvester, das Etablieren von Alternativen, etwa Laser-Shows, oder höhere Bußgelder für das Böllern außerhalb des gesetzlich erlaubten Zeitfensters.

Bereits vor zwei Jahren haben die Verwaltung, die Grünen und der BUND Gespräche zum Thema Feuerwerk aufgenommen, die aber derzeit ruhen. „Diese Gespräche müssen fortgesetzt werden, bevor die neue Feuerwerks- Saison beginnt“, findet die Grünen-Vorstandssprecherin Antje Kloster.

Lesen Sie auch: Hohe Feinstaubbelastung in Ballungsgebieten am Neujahrstag

Ihre Meinung

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.