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Lokal26.de Wilhelmshaven

Ministerium ergreift Maßnahmen gegen Lehrermangel

16.01.2020

Wilhelmshaven Die Stadt Wilhelmshaven gehört zu fünf Modellregionen in Niedersachsen, in denen das Kultusministerium verschiedene Maßnahmen erproben will, die dazu beitragen sollen, den Lehrermangel an Haupt-, Real- und Oberschulen zu verringern.

„Die Lehrkräfteversorgung ist besonders in einigen ländlichen Regionen Niedersachsens weiterhin nicht zufriedenstellend“, räumte gestern Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) ein. Im Rahmen des Sonderprogramms „Starke Sek I-Schulen“ könnten Schulen in Zusammenarbeit mit den Schulträgern neue Ideen entwickeln, mit denen sie Lehrkräften für ihre Schulen gewinnen wollen.

Neben Wilhelmshaven sind Salzgitter, Heidekreis, Holzminden und Nienburg als Modellregionen ausgewiesen. Das Programm, so Tonne, lebe von der Flexibilität der . „Das Ziel ist definiert, der Weg – der Maßnahmenkatalog – ist variabel.“ Man setze auf ein agiles Projektmanagement.

In der Modellregion sollen Schulen einen Strauß von im Kultusministerium erdachten Basismaßnahmen ausprobieren, die um eigene Schul-Schwerpunkte ergänzt werden können. Zu den Basismaßnahmen gehören finanzielle Anreize (Personalgewinnungszuschläge, Umzugs- kostenvergütung, Beförderungen, Zulagen) sowie Angebote an Gymnasiallehrer, die sich für drei Jahre verpflichten, an einer Haupt-, Real- oder Oberschule in den Modellregionen unterrichten, im Gegenzug eine Gymnasium-Stelle zu erhalten. Darüber hinaus seien landesweite Maßnahmen geplant, die Unterrichtsversorgung im ländlichen Raum zu verbessern.

Der Wilhelmshavener Landtagsabgeordnete Holger Ansmann (SPD) begrüßt das Programm als „Schritt in die richtige Richtung“. Das Ministerium habe Wilhelmshaven als einzige Modellregion in Weser-Ems ausgewählt und damit den besonderen Bedarf in den Oberschulen der Stadt anerkannt. Jetzt müsse man beobachten, wie die Maßnahmen greifen, die ab Februar angewendet werden können. Ansmann appelliert an die Schulen, von dem Angebot Gebrauch zu machen, zusammen mit der Schulbehörde weitere eigene Schwerpunkte zu entwickeln. Sollten diese erfolgreich sein und die Attraktivität der pädagogischen Arbeit steigern, können diese Ideen beispielhaft fürs ganze Land werden.

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