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Lokal26.de Wilhelmshaven

Mitarbeiter stehen zu ihrem Jade-Dienst

10.01.2020

Wilhelmshaven Die Jade-Dienst GmbH hat neue Gesellschafter. Mit der HLM Hamburg Lines Men GmbH und der Lübecker Schleppreederei und Hafenservice Gesellschaft J. Johannsen & Sohn haben zwei mittelständische deutsche Unternehmen die Mehrheitsanteile an dem Wilhelmshavener Traditionsunternehmen übernommen. Dritter im Bunde – auch als Gesellschafter – sind 26 der insgesamt rund 90 Mitarbeiter.

Am Donnerstag stellte sich die neue Geschäftsleitung vor, die derzeit dabei ist, das Unternehmen im Detail kennen zu lernen und erste Gespräche mit Kunden aus der maritimen Wirtschaft zu führen. „Wilhelmshaven ist ein Hafenstandort mit großem Potenzial“, sind die neuen Hauptgesellschafter Hans Oestmann (HLM) und Michael Schaefer (Johannsen) überzeugt. „Hier passiert doch was.“

Gute Perspektiven verspricht sich Oestmann vom wachsenden Containerhafen, von der dynamischen Entwicklung bei der HES Wilhelmshaven (ehemalige Raffinerie), dem geplanten Autoumschlag der Mosolf-Gruppe und dem geplanten Bau eines Flüssigerdgas-Terminals (LNG). Für Schaefer ist darüber hinaus wichtig, dass der Jade-Dienst mit seiner langen Kaje am inneren Hafen beste Voraussetzungen bietet, die Dienstleitungen für Offshore-Projekte auszuweiten – gerade im Reparaturbereich und bei Dienstleistungen an Seebaustellen. Mit seinen Schiffen, Werkstätten und hoch qualifiziertem Personal sei das Unternehmen dafür bestens aufgestellt. Zur Flotte des Jade-Dienstes gehören zahlreiche Festmacher-Boote, Schlepper, Pontons und ein Schwimmkran.

Mitarbeiter sind hoch motiviert

Das Geschäft vor Ort werde im wesentlichen von den Prokuristen Florian Schäfer und Holger Schroeder sowie den Abteilungsleitern Heiko Seemann und Sebastian Hesse geführt werden. Erstes Ziel sei es, die laufenden Aufträge gut zu erledigen. Unter anderem erledigt das Unternehmen alle Festmacher-Aufgaben am JadeWeserPort und in der Wilhelmshavener Seeschleuse. Die neuen Hauptgesellschafter erhoffen sich Synergien davon, dass Tätigkeiten in der Unternehmensgruppe mit den Standorten Lübeck, Hamburg, Brunsbüttel und Wilhelmshaven zusammengefasst werden. Man denke etwa an einen zentralen Einkauf, gemeinsame Zertifizierungen und einen Sicherheitsbeauftragten für alle. „Möglicherweise kann es auch sinnvoll sein, Material für gemeinsame Projekte einzusetzen“, sagt Oestmann. An das Verschieben von Mitarbeitern zwischen den Standorten sei aber nicht gedacht.

Apropos Mitarbeiter: Die hoch qualifizierte Belegschaft des Jade-Dienstes von Kapitänen bis zu den Festmachern (Schaeer: „Festmacher ist ein hoch gefährlicher Job, der von der Pike auf gelernt sein will“) war nach den Worten der neuen Gesellschafter ein wesentlicher Grund für ihr Engagement. Wie Betriebsleiter Schäfer sagte, hätten die Mitarbeiter im Fall der Fälle ihr in Schieflage geratenes Unternehmen auch in Eigenregie übernommen. Dass sich mit HLM und Johannsen branchenerfahrene Partner gefunden hätten, die ebenfalls auf den Jade-Dienst setzen, sei um so besser. Oestmann: „Die Bereitschaft, sich am eigenen Unternehmen zu beteiligen, ist der beste Beleg dafür, dass die Mitarbeiter hoch motiviert sind und am Erfolg arbeiten.“

Gerd AbeldtChefredakteur

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