Medienhaus Brune|Mettcker
  • Anzeiger für Harlingerland
  • Jeversches Wochenblatt
  • Wilhelmshavener Zeitung
  • Shop
  • Tickets
  • Werben
  • Kontakt
 
Lokal26.de Wittmund

Schausteller-Idee: Imbisswagen wird zum Drive-in wie bei Fastfood-Ketten

23.05.2020

Ardorf Für die Schausteller war es ein Schlag ins Gesicht – keine Veranstaltungen bis zum 31. August: Das bedeutet für die fahrenden Geschäfte, die ohnehin seit den Weihnachtsmärkten zu Hause waren, null Einnahmen. „Eine gewisse Zeit kann man das überstehen, aber nicht den ganzen Sommer über“, sagt Dennis Eden. In vierter Generation gehört er zur Arforfer Schaustellerfamilie, die vor allem durch ihre Imbissbuden in der Region bekannt sind.

Der 24-Jährige überlegte, was er machen könnte, um wenigstens einen Teil seiner Kosten decken zu können und kam auf eine Idee, die unter den Schaustellern bereits Schule macht. Was Fastfood-Ketten können, das können die ostfriesischen Schausteller auch. Viele bieten jetzt einen Drive-in an. Und den gibt es seit Freitag nun auch in Ardorf. Auf dem Gelände der Familie Eden an der Hohebarger Straße steht nun die Imbissbude. Aber damit nicht genug, tatsächlich kann man hier von der Hohebarger Straße aus vor den Speisewagen vorfahren, seine Bestellung abgeben, die Leckereien in Empfang nehmen und über die Eichenallee wieder wegfahren. „Ich selber werde an einem Stehtisch die Bestellungen entgegennehmen und weitergeben“, sagt der 24-jährige Dennis Eden. Weiterhin wird es aber auch möglich sein, direkt als Radfahrer oder Fußgänger am Imbisswagen zu bestellen. Allerdings nur von einer Seite aus und mit dem gebührenden Mindestabstand. „Dafür hat Dennis alle entsprechende Markierungen aufgezeichnet“, lobt sein Großvater Jonny Eden das Engagement seines Enkels. Und tatsächlich – es sieht sehr ansprechend aus auf dem Gelände, auf dem mit Sicherheitsabständen auch Bierzeltgarnituren aufgestellt worden sind. Den zwischenzeitlich ist es bekanntlich wieder möglich im Umkreis seine Sachen zu verzehren, vor zwei Wochen galt noch ein Abstand von 50 Metern.

Pommes von der Mutter

Über den roten Teppich werden die Gäste an den Imbisswagen geführt, wo bis nächste Woche noch Mutter Marion Eden die Würstchen, Hamburger und Pommes, die Preise sind übrigens nicht angestiegen, zubereiten wird. Nächste Woche aber muss Dennis Eden auf Aushilfen zurückgreifen, denn Marion und Dieter Eden werden dann ihren Imbisswagen vor dem Strandportal in Bensersiel aufstellen.

Für die Verzehrbuden gibt es also eine Möglichkeit, weiter Einnahmen zu generieren. Für die fahrenden Geschäfte sieht das schlechter aus. „Ich gehe nicht davon aus, das es Weihnachtsmärkte geben wird“, sagt Dennis Eden nüchtern. Er hofft mit seiner Idee jetzt über die schwere Zeit der Corona-Pandemie zu kommen. Vorerst hat der Drive-in von Freitag bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet, über eine Ausweitung dieser Zeiten denkt der 24-Jährige je nach Frequenz nach.

Inga MennenLokalredaktion

Weitere Nachrichten:

Coronavirus

Ihre Meinung

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.