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Lokal26.de Wittmund

Deutsches Sielhafenmuseum: Bei Sanierung alte Wandmalereien entdeckt

22.04.2020

Carolinensiel Eigentlich hätte es am 4. Mai einen offiziellen Termin gegeben, an dem die groß angelegten Maßnahmen im Groot Hus des Deutschen Sielhafenmuseums in Carolinensiel der Öffentlichkeit vorgestellt worden wären. Die Betonung liegt auf wären, denn die Corona-Pandemie macht den Organisatoren um Museumsleiterin Dr. Heike Ritter-Eden und ihre Stellvertreterin Dr. Julia Kaffarnik einen Strich durch die Rechnung.

Das heißt aber nicht, dass die Arbeiten an dem 1840 gebauten Gebäude nicht auf Hochtouren laufen würden und es bedeutet auch nicht, dass die beiden Hauptamtlichen sich jetzt ausruhen können. Obwohl die drei Häuser geschlossen sind, laufen die Vorbereitungen und damit die Neuausrichtung der Sammlungen im Rahmen des Masterplanes weiter.

Sichtbar ist in der vergangenen Woche die Instandsetzung der Fassade gestartet. Das gesamte Haus wurde eingerüstet, leer ist es schon länger. Die Museumsmitarbeiter haben alles ausgeräumt, um Platz für Neues zu schaffen. „Bei den Arbeiten in den beiden Räumen vorne wurde eine alte Wandmalerei entdeckt“, sagt Ritter-Eden. Die wurde nun freigelegt und wird mit Mitteln aus der Ernst-von-Siemens-Stiftung mit 5000 Euro wieder hergestellt.

Bis das Haus, das die Familie Mammen hatte bauen lassen wieder geöffnet wird, geht aber noch Zeit ins Land. Die Kosten für die Umgestaltung und die Fassadenarbeiten belaufen sich auf eine Million Euro. „Der Plan ist in diesem Jahr mit den Arbeiten am und im Haus fertig zu werden“, erklärt Kaffarnik. Dazu zählen die Instandsetzung der Fassade, neue Sanitärräume und der Einbau eines Fahrstuhls. Die inhaltliche Neuausrichtung wird ein weiteres Jahr dauern, sodass das Groot Hus erst wieder 2022 geöffnet sein wird.

Groot Hus wichtigstes Exponat des Museums

Parallel zu den Fassadenarbeiten ist die 43-jährige Kaffarnik, die seit 2015 im Sielhafenmuseum abgestellt ist, zusammen mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Wulf Holtmann in Braunschweig dabei, die Ausrichtung neu zu konzipieren. „Wir gehen Raum für Raum vor“, sagt Kaffarnik. Dabei werden in den insgesamt sechs Räumen auf fünf Ebenen verschiedene Themenschwerpunkte gesetzt, die sich aber im Groot Hus zum Gesamtplan der Sammlung „Vom Handelshafen zum Museumshafen“ zusammensetzen. Dabei geht es um die Infrastruktur eines Hafens oder um die Frage, was ein Siel ist. Ein Raum wird auch den Bauherren, der Familie Mammen, gewidmet.

Pro Raum wird eine Liste erstellt mit Objekten, die dort thematisch platziert werden sollen. Ergänzt wird sie durch Erklärungen zu den einzelnen Exponaten. „Die Stücke müssen teilweise ganz unterschiedlich behandelt werden“, sagt die stellvertretende Museumsleiterin. Einige sind lichtempfindlich, andere wiederum benötigen eine bestimmte Raumtemperatur. Diese Sammlung an Informationen schicken Holtmann und Kaffarnik an die Firma hgb Visuelle Kommunikation in Hannover, die sich um die Ausgestaltung, also das richtige In-Szene-Setzen, der Objekte kümmert. Ergänzt werden dann alle Themenbereiche noch mit entsprechenden Erklärungen.

„Das Groot Hus ist, wie wir sagen, das wichtigste Exponat unseres Museums“, sagt Heike Ritter-Eden, die sich freut, dass mit den Arbeiten an der Immobilie am Museumshafen die Umsetzung des Masterplanes jetzt sichtbar Fahrt aufnimmt.

Inga MennenLokalredaktion

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