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Lokal26.de Wittmund

Herausforderung in Carolinensiel: Fast 2000 Quadratmeter müssen im Sielhafenmuseum saniert werden

22.05.2020

Carolinensiel Es ist schon eine riesige Herausforderung, die 1900 Quadratmeter hat, um es genau zu sagen. Das Groot Hus, eines der drei Häuser des Deutschen Sielhafenmuseums in Carolinensiel wird saniert und die Ausstellung gemäß des Masterplanes neu konzipiert. Da aufgrund der Corona-Pandemie eine öffentliche Vorstellung der Arbeiten ausfallen musste, luden am Mittwoch Museumsleiterin Dr. Heike Ritter-Eden, Bürgermeister Rolf Claußen, Angela Tusche vom Architekturbüro Ubben, Ihnken, Ufken (UIU) sowie Klaus Ulferts und Mareike Kohnke von der Stadt Wittmund zu einem Pressegespräch auf der Baustelle ein.

Vier Jahre dauerte die Vorbereitungszeit der Maßnahmen. „Ohne die vielen Fördermittel, hätten wir das nicht geschafft“, betonte Claußen. Denn etwa 80 Prozent der insgesamt 4,5 Millionen Euro, die in die Sanierung der Gebäude und die Neuausrichtung der Sammlungen fließen, kommen aus Fördertöpfen. Der Stadt als Eigentümerin der Häuser spielte das Programm zum städtebaulichen Denkmalschutz in die Hände. Aus diesem Topf werden die Gebäude und allen voran das Groot Hus saniert.

Auf neun Ebenen gibt es viel zu tun

Das Haus, das 1840 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht, soll 2022 vollständig saniert und mit neuen Inhalten gefüllt sein. Auf neun Ebenen und 1900 Quadratmetern gibt es allerhand zu tun. Die Fassade wird erneuert sowie die Elektrotechnik und teilweise auch die Fenster. Vor allem aber wird das Haus mit seinen vielen Räumen nach der Sanierung barrierefrei zugänglich sein. Aus diesem Grund erhält es einen Fahrstuhl. Dabei muss, so Tusche von UIU, immer genau mit dem Denkmalschutz jede Maßnahme abgeklärt werden. Das Büro aus Esens hatte vor Beginn der Arbeiten auch in Abstimmung mit dem Monumentendienst ein Modernisierungsgutachten erstellt. Damit es, so Claußen, keine bösen Überraschungen gibt. Denn finanziell ist auch die Kommune in der derzeitigen Lage nicht auf Rosen gebettet. Die Planungen aber für die Sanierung waren bereits lange vor der Pandemie abgeschlossen und entsprechende Fördergelder auch geflossen.

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„Wir wollen Carolinensiel und Harlesiel zukunftsfähig machen“, erklärte Claußen. Maßgebend dazu beitragen würde das Sielhafenmuseum, das die Geschichte des Ortes Touristen und Einheimischen anschaulich vermittelt. „Und wir hoffen in diesem Jahr auf die Prädikatisierung als Nordseeheilbad“, so der Bürgermeister.

Groot Hus, Kapitänshaus und die Alte Pastorei

Neben dem Groot Hus werden bis Mitte 2021 auch das Kapitänshaus von 1803 und die Alte Pastorei von 1825, die ebenfalls zum Deutschen Sielhafenmuseum gehören, baulich saniert. Die Ausschreibung der Einzelgewerke haben weitgehend Fachfirmen aus der näheren Umgebung für sich entschieden. Den Wettbewerb für die Neugestaltung der Ausstellung hat die Firma hgb – Visuelle Kommunikation aus Hannover gewonnen. Während der baulichen Maßnahmen am Groot Hus arbeitet das Museumsteam zusammen mit hgb und der Museumsberatung ZEITseeing aus Brandenburg am Ausstellungskonzept für alle drei Museumshäuser. Die Neueröffnung ist für das Frühjahr 2022 geplant. Zusammen mit der Vorarbeit durch den Masterplan, den die Sparkassenstiftungen finanziert haben, fließen insgesamt über 4,5 Millionen Euro in die Maßnahme. Auf die bauliche Sanierung entfallen davon 1,7 Millionen Euro.

Inga MennenLokalredaktion

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