Medienhaus Brune|Mettcker
  • Anzeiger für Harlingerland
  • Jeversches Wochenblatt
  • Wilhelmshavener Zeitung
  • Shop
  • Tickets
  • Werben
  • Kontakt
 
Lokal26.de Wittmund

Unterstützung des Landes: Landkreis Wittmund erhält Hilfspaket in Höhe von rund vier Millionen Euro

01.07.2020

Friedeburg Ein weiteres Hilfspaket für die Kommunen, das die bereits einkalkulierten Defizite etwas kompensiert – das war die beste Nachricht, die Landrat Holger Heymann am Dienstag dem Kreistag in Friedeburg mitteilen konnte. In der Schule Altes Amt informierte er über das zurückliegende Corona-Geschehen und die zu erwartenden finanziellen Auswirkungen auf die Kreisfinanzen.

Die bisherige Prognose des Haushaltsdefizites von fast 20 Millionen Euro bis Ende 2023 verbessere sich durch die zusätzliche Hilfe des Landes Niedersachsen um rund 3,8 Millionen Euro. Der Kreistag stimmte am Ende einstimmig für die Beschlussvorlage. Heiko Willms (Rot-Grün-Plus) betonte, dass sich zwar die Verschuldung erhöhen würde, aber „wir dadurch auch unsere Aufgaben erfüllen“. Hendrik Schulz (CDU-FDP) merkte positiv an, dass die Maßnahmen auf Investitionen ausgerichtet seien und nicht auf die Finanzierung von Liquiditätsproblemen. Diskutiert wird allerdings weiter über die verschobene Erhöhung der Kreisumlage, die nun für 2023 vorgesehen ist. Willms stellte klar, dass die Verluste Millionen ausmachen würden. Vor einer Erhöhung müsse die gesamtfinanzielle Entwicklung der nächsten Jahre abgewartet werden. Auch Schulz bat um weitere Prüfung, ob die Erhöhung so umsetzbar sei.

In seiner Rede appellierte Heymann daran, das Virus weiter ernst zu nehmen: „Wir müssen so wenig Risiken wie möglich eingehen, solange es keinen Impfstoff gibt.“ Für die Arbeit des Krisenstabes erhielt die Verwaltung erneut viel Lob aus allen Fraktionen. Das kann Heymann an viele Beteiligte weitergeben: Fast jeder fünfte Beschäftigte der Kernverwaltung sei im Stab engagiert gewesen, so der Landrat.

Zwar könne man jetzt, Mitte des Jahres, mit etwas Erleichterung zurückblicken. Aber dass es in der Region vergleichsweise wenige Fälle gibt, sei auch ebenso unpopulären wie doch notwendigen Maßnahmen zu verdanken: Absage der Osterfeuer und Maifeiern, keinen Zugang zur Küste für Wohnmobilisten, kein Bezug der Immobilien von Zweitwohnungsbesitzern. Wo man realistisch stehe, wisse man dennoch nicht. Ebenso, wie man jetzt noch nicht ermessen könne, was das Virus in finanzieller, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht angerichtet habe.

Eines sei allerdings sicher, so der Landrat: „Es gibt noch viel zu tun.“

Jens NählerRedaktionsleitung

Weitere Nachrichten:

Kreistag | CDU | Osterfeuer

Ihre Meinung

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.