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Lokal26.de Wittmund

Aktion: Niedersachsens Gesamtschulen fordern Umdenken in der Politik

13.03.2020

Wittmund „Die kreativen Fächer dürfen nicht vernachlässigt werden“, sagt Bürgermeister Rolf Claußen zu Beginn der Veranstaltung „KUMU20“ in der Bohnenbar.

Geschäftsführer David Jakusch hatte die Räumlichkeiten am Donnerstag gerne zur Verfügung gestellt. KUMU20 ist ein Pilotprojekt niedersächsischer Gesamtschulen, mit dem die Relevanz der sogenannten ästhetischen Fächer – Kunst, Musik, Darstellendes Spiel – vor allem der Politik gegenüber verdeutlicht werden soll. „Wir haben extra in eine Bühne investiert, die netterweise vom Bauhof gebracht und aufgebaut wurde“, erzählt Matthias Post, Fachbereichsleiter Ästhetik an der KGS Wittmund.

Die Bläserklassen, die Big Band, die Tanzgruppe „Beat Steps“ und die Schauspieler treten auf und Kunstwerke der Schüler werden ausgestellt. „Jeder, der sich an seine Schulzeit erinnert, weiß, dass in Kunst oder Musik andere Freiräume möglich sind. Die Schüler können sich kreativ entfalten“, so Post. Der Mangel an Fachlehrern und eine reduzierte Stundenzahl hätten schon dazu geführt, dass Klassen in einem Schuljahr ganz auf den Unterricht in kreativen Fächern verzichten mussten.

Das Problem: „Wir bieten auch Abiturprüfungen in diesen Fächern an. Dafür müssen die Schüler in dem Fach lange genug unterrichtet worden sein“, erklärt der Fachbereichsleiter. Die Motivation der Schüler und Lehrer sei groß.

Der Mangel an Pädagogen sei vor allem auf fehlenden Nachwuchs zurückzuführen. Alle Schulen buhlten um die jungen Lehrer, die sich folglich aussuchen können, an welche Schule sie gehen. „Und Städte sind einfach beliebter“, stellt Matthias Post fest. Umso wichtiger sei es deshalb, den Beruf so attraktiv wie möglich zu gestalten, um den Unterricht zu gewährleisten. Partner der Aktion sind sowohl das Niedersächsische Kultusministerium als auch die Landesschulbehörde. Das Projekt soll langfristig auch mit anderen Schulformen durchgeführt werden.

Julia DittmannVolontärin

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