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Lokal26.de Wittmund

Corona: Was tun, wenn Frisör und Nagelstudio zu haben?

04.04.2020

Wittmund Ja, es stimmt, das sind Luxusprobleme, aber wegzureden sind sie auch nicht. Nachdem nun alle Kosmetik- und Nagelstudios sowie auch die Frisöre wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, stehen viele Frauen und ebenso Männer vor Herausforderungen. Denn es werden weder Haare gefärbt noch geschnitten und auch das Augenbrauenfärben und -zupfen fällt erst einmal aus.

Wer sich mit künstlichen Fingernägeln auskennt, der weiß, was es bedeutet, wenn sie nicht aufgefüllt oder neu modelliert werden. In der Regel müssen die Nägel alle vier Wochen bearbeitet werden. Glücklich ist diejenige, die kurz vor der Schließung noch einen Termin hatte und die jetzt hofft, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht länger als vier Wochen dauern werden.

Am Ende hilft bei den Kunstnägeln nur eines: herauswachsen lassen. Das macht auch Nina Baselau. „Ich war jetzt schon sechs Wochen nicht mehr im Nagelstudio. Es gibt ja Schlimmeres“, bringt es die 48-jährige Optikerin auf den Punkt. Sorgt sie sich sonst um ihre Nägel bei der Gartenarbeit, verzichtet sie jetzt auf Handschuhe. Es bleibt ihr nichts anderes, als die Nägel von vorne abzufeilen, damit, wie bei anderen Frauen auch, die Krallen nicht „gemeingefährlich“ und die Angriffsflächen zum Abbrechen nicht zu groß werden. „Ich bin auf Kurzarbeit und deshalb stören mich die Nägel nicht weiter. Es schaut mir im Moment ja keiner auf die Finger“, sagt Nina Baselau mit einem Augenzwinkern. Aber sie unterstreicht: „Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Termin im Nagelstudio.“

Entspannt sind diejenigen die keine Kurzhaarfrisur tragen. „Die Haare wachsen pro Monat einen Zentimeter“, erklärt Harry Penshorn. Nach vier Wochen kann dann der perfekte Schnitt schon mal aus der Fasson geraten. Aber der Meister, der seit 46 Jahren seinen Salon in Carolinensiel führt, rät davon ab, selbst zur Schere zu greifen. „Auf keinen Fall, da machen die Leute zu viel mit kaputt, und wir Frisöre haben es dann schwer, das wieder auszubügeln“, sagt Penshorn, dessen Betrieb wie alle anderen auch geschlossen ist. Ausnahmen macht er keine. „Ich kann verstehen, dass wir nicht öffnen dürfen. Gerade in unserem Beruf kommt man den Kunden sehr nah“, sagt der Carolinensieler, der aber für seine Kunden immer ein offenes Ohr hat.

Er hofft wie viele andere, dass die Zeiten bald besser werden und wieder Normalität einkehrt. Und wie bei ihm, wird es dann auch bei Irina Klimenko, Inhaberin des Kosmetikstudios Beauty Way in Wittmund, zu einer Flut von Terminanfragen kommen. „Wer schlau ist, fixiert bei uns jetzt den nächsten Termin“, sagt die 57-Jährige, die ihren Kunden einen Lieferdienst für Kosmetikartikel anbietet. Alle aktuellen Entwicklungen zu Corona gibt es in unserem News-Ticker.

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