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Lokal26.de Wittmund

Finanzen in Wittmund: Die Stadt sieht sich für die Krisensituation gut gewappnet

23.05.2020

Wittmund Viele Kämmerer und Bürgermeister kommen langsam ins Schwitzen. Für viele zeichnet sich immer deutlicher ab, dass ihre Erträge, also das, was die Kommunen an Einnahmen haben, durch die Coronakrise deutlich abnehmen. Nicht ganz so dramatisch sehen Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen und der Fachbereisleiter Finanzen, Matthias Onken, die Situation.

„Wir kommen aus einer Phase der Hochkonjunktur“

„Sicherlich muss man jetzt Abstriche machen – allerdings kommen wir aus einer Phase der Hochkonjunktur, also aus aus einer Phase, in der man Rücklagen bilden konnte“, so Claußen. Dies sei der Stadt gelungen.

Nach Angaben von Matthias Onken macht die Gewerbesteuer mit veranschlagten fünf Millionen Euro allenfalls ein Achtel des Gesamtetats aus. Bei einem Haushaltsvolumen von rund 40 Millionen Euro könne auch der möglicherweise zurückgehende Anteil an der Gewerbesteuer (6,8 Millionen Euro) das Finanzgerüst der Stadt nicht wirklich ins Wanken bringen. Bürgermeister Claußen: „Viele Kommunen haben nicht die Liquidität, um die laufenden Verpflichtungen zu bedienen – sie werden natürlich jetzt von der Krise besonders getroffen.“

„Das Polster ist da, um eine Krise zu überstehen“

Für die Stadt Wittmund gelte dies nicht. Selbst die Nordseebad GmbH, die in den zurückliegenden Jahren mit Altlasten zu kämpfen hatte und jetzt mit hohen Einnahme-Einbußen klarkommen muss, bleibe zahlungsfähig. „Das Polster ist da, um eine Krise zu überstehen“, so der Bürgermeister.

Allenfalls bei den Investitionen der Stadt sind für Claußen und Onken die Folgen noch nicht komplett absehbar. Immerhin will die Kommune alle zwei Jahre ein neues Feuerwehrhaus in den Ortsteilen bauen. „Wir werden wohl die eine oder andere Maßnahme verschieben müssen – genau lässt sich das heute allerdings noch nicht sagen“, so der Bürgermeister.

Auch am Bau der neuen Kindertagesstätten wie „Lüttje Steppkes“ (Schulstraße) und den anderen Standorten werde man festhalten. Claußen: „Wir werden die Pflicht, jedem Kind einen Kitaplatz anbieten zu können erfüllen.“ Für die Kindertagesstätten habe man jetzt sogar 21 neue Mitarbeiter eingestellt. Allerdings belaste die vom Land beschlossene Beitragsfreiheit für die Kita-Plätze die Kommunen zunehmend. Und deshalb halte er einen staatlichen Rettungsschirm für erforderlich.

Manfred HochmannStellv. Redaktionsleitung

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