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Lokal26.de Wittmund

Mord in der Residenz – Gäste begeistert vom Dinner-Krimi

28.01.2020

Wittmund Zum dritten Mal bot die Residenz in Wittmund am Sonnabend das Dinner-Krimi an. In dessen Rahmen gab es nicht nur hervorragendes Essen, sondern auch beste Unterhaltung.

Alles, was Rang und Namen hat, war gekommen zu dem Empfang der schottischen Schlossbesitzerin Theodora Rawsan. Der Clan der McBurhafes hatte bereits am Nachmittag allerhand Fasane geschossen und wollte nun den kurzweiligen Abend mit der Jagdgesellschaft verbringen. Doch dieser Abend sollten einen dramatischen Verlauf nehmen.

Ins Jagdhorn blasen

Bereits am Eingang wusste jeder, worauf er sich eingelassen hatte, denn der Neffe von Theodora, Jonathan Rawson blies nicht nur in sein Jagdhorn, sondern empfing jeden Gast einzeln und fragte nach seinem Befinden.

Die Besucher der Residenz kamen bei Weitem nicht nur aus Wittmund, sie reisten aus Oldenburg, Neuenburg, Schortens oder Dornum an, um sich an der Lösung des Mordfalles zu beteiligen. Dabei waren auch Janina und Marco Tautz. Das junge Paar aus Westerholt hatte sich besonders auf den Abend gefreut, hatte Janina ihrem 29-jährigen Mann das Dinner doch zu Weihnachten geschenkt. Die beiden genossen die Auszeit, während die Großeltern die vierjährige Tochter hüteten. Für den Tiefbauer Marco sollte es ein unvergesslicher Abend werden, denn beim Dinner Krimi spielen auch Besucher aus dem Publikum mit und so promovierte der Westerholter innerhalb von Minuten zum Arzt Dr. MacCay, dessen Typ im Verlauf des Empfanges noch des Öfteren gefragt sein sollte.

Besonders festlich waren die Tafeln in der Residenz hergerichtet, einer Jagdgesellschaft mehr als angemessen. Am Eingang wurden die illus-tren Gäste von fachkundigem Personal, in Persona Residenz-Geschäftsführer Stefan Drewke, zum Tisch geleitet. Etwa 100 Besucher fanden ihren Platz und ließen sich in das Schloss im schottischen Dufftown versetzen. Um 19.29 Uhr ein Knall im Saal. In diesem Fall war es aber noch nicht der Mord, sondern nur die Kellnerin, die unglücklich stolperte.

Nur eine Minute später begann das Schauspiel, das sich zwischen den Tafeln auf zwei Bühnen und im Publikum abspielte. Nicht nur Marco Tautz war ein wenig aufgeregt, auch die Frauen aus Schortens freuten sich besonders auf den Abend. So wurde nämlich aus Sonja Imken kurzerhand die Bibliothekarin aus Dufftown Hattie Bruce. Das Ensemble hat wohl einen besonderen Blick auf die Gäste, denn die Rollen, auch des Bischofes, des Bankdirektors und der Kinder der McYarns, wurden bereits vor Beginn des Schauspieles vergeben.

Freunde treffen

„Wir, die glücklichen neuen Besitzer des Schlosses, freuen uns auf eine gemeinsame Jagd, die wir unter das Motto Schießen lernen, Freunde treffen gestellt haben“, sagte Tante Theodore. Ihr Neffe Jonathan, der Vertrauten Aileen Malcom, dem Bürgermeister Fergus McCrain, seiner Tochter Bonnie sowie dem Laird von Dufftown, Rowan McYarn, sowie seiner Frau Lady Lucinda sollten noch besondere Rollen an diesem Abend zufallen. Die Schauspieler verstanden es, das Publikum zwischen den Gängen, die wohlklingende Namen hatten wie gebeizter geräucherter Hirschrücken an Waldorfsalat, Rahmsuppe vom Winterapfel, Schweinelenden an Brokkoli-Kartoffelflan oder Creme mit winterlichem Kompott, in eine faszinierende Welt zu entführen. Zwischen Suppe und Hauptgang stolperte der Laird auf die Bühne – tödlich getroffen von einem Schuss. „Vielleicht war es der Doktor, der hatte schließlich schon den Gärtner und den Wachhund getroffen?“, vermutete Neffe Jonatan. Natürlich war er es nicht, aber nicht nur bei einer Leiche sollte Marco an diesem Abend den Tod feststellen.

Ein kompliziertes Geflecht galt es für das Publikum aufzudecken. Am Ende erhielt jeder einen Wettschein, auf dem Täter und Motiv eingetragen werden konnten. So mancher Gast musste lange überlegen und hätte sich die Hilfe eines echten Polizisten gewünscht, um den Mörder zu entlarven. Die Gewinnerin erhielt übrigens – was sonst – eine Flasche Jägermeister.

„Für uns war es wirklich ein ganz toller Abend, ein wunderbares Geschenk“, resümierte das Westerholter Paar, das zufrieden und mit vielen Eindrücken zurück nach Holtriem fuhr.

Wer es übrigens lieber musikalisch als mörderisch mag, der sollte sich den Termin des Musical Dinners „Mamma Mia Special“ in der Residenz am 14. November vormerken.

Inga MennenLokalredaktion

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